Bodenmüdigkeit?

Platero

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Im Hessenland
Wir haben seit 2 Jahren ein Problem mit unserem Gemüsegarten. Nichts gedeiht mehr. 😳

Hintergrundinfo: das Beet (also der Bereich) wird seit 50 Jahren ökologisch bewirtschaftet. Kompost, Hornspäne, gezielt für hungrige Pflanzen Jauchen. Fruchtwechsel eh. Seit 2 Jahren gedeiht dort nichts, aber auch nichts zufriedenstellend.

Hypothese: die riesige Weide der Nachbarn saugt alles an Wasser und Nährstoffen ab. Kontra: es wird gedüngt und gegossen. Aber selbst die Bohnenkerne wollten gar nicht erst aufgehen.

Hypothese: es entwickeln sich bestimmte Selbstunverträglichkeiten. Kennt man ja von diversen Kulturen, wie Petersilie. Kontra: es wurde schon immer 4-Felder Wirtschaft betrieben. Auch völlig „Neue“ Sachen, die dort noch nie standen, kröpeln rum. Letztes Jahr die Kürbisse (als Bodendecker gedacht) waren ein Witz und vom Ertrag ein Flop. Dieses Jahr ein versehentlicher Kürbiswildling in einem Tomateneimer wächst wie Hulle. Meine Paprika mickern vor sich hin, kommen gar nicht in den „Flow“. Im anderen Garten hatten sie zwar auch Startschwierigkeiten, sind aber mittlerweile drüber hinweg und gedeihen zufriedenstellend. Die Lauchpflanzen letztes Jahr gediehen im anderen Garten zufriedenstellend bis gut, hier blieben es Bleistifte bis zum Schluss.

Was bitte kann zu so einer generellen Bodenunfruchtbarkeit führen?

Schädlinge können bei bestimmten Sachen ein Rolle spielen, aber doch nicht bei Allem, was man da hin pflanzt? Die Pflanzen gehen ja auch nicht ein, sondern kröpeln einfach so rum und werden Nix…….

Wir sind ratlos!
 
  • Hast du mal versucht, an einer Stelle die Erde komplett auszutauschen gegen ganz neue Erde? Wenn die Pflanzen dort dann endlich mal so wachsen, wie sie sollten, wisst ihr auf jeden Fall, dass es an der Erde liegt.

    Wobei ich es eigentlich nicht so recht glauben mag, weil ihr ja stetig neue Nährstoffe zuführt. Aber kann es sein, dass es vielleicht einfach zu einseitig ist? Vielleicht fehlt ein wichtiger Nährstoff, den ihr nicht mit dem Kompost & Co. Zuführen könnt? Oder es hat von einem Stoff zuviel?
     
    Hast du mal versucht, an einer Stelle die Erde komplett auszutauschen gegen ganz neue Erde? Wenn die Pflanzen dort dann endlich mal so wachsen, wie sie sollten, wisst ihr auf jeden Fall, dass es an der Erde liegt.

    Wobei ich es eigentlich nicht so recht glauben mag, weil ihr ja stetig neue Nährstoffe zuführt. Aber kann es sein, dass es vielleicht einfach zu einseitig ist? Vielleicht fehlt ein wichtiger Nährstoff, den ihr nicht mit dem Kompost & Co. Zuführen könnt? Oder es hat von einem Stoff zuviel?
    Komplett austauschen haben wir noch nicht versucht. Allerdings habe ich in die Pflanzlöcher der Paprika reichlich Kompost und Pferdemist eingearbeitet….
    Die Tomaten, die wirklich seit ewig (40 Jahre plus) in Töpfen stehen, immer in der selben Erde, gedeihen wie eh und jeh. Auch ein paar Gurken, die in eben dieser Tomatenerde in Töpfen stehen, sind üppig wie nie, während ihre Kollegen im Beet….wenn überhaupt, hatten die mal 1-2 Gurken, die Blätter klein und das Wachstum eingeschränkt.
    Ich glaub, ich sähe da nächstes Jahr Rasen hin. So macht das ja nun überhaupt keinen Spaß!

    Wie gesagt, mein „Hauptverdächtiger“ ist die riesige Weide, die direkt an der Grenze steht (unerlaubterweise!) Auch wenn man beim Graben in Spatentiefe auf keine Wurzel stößt…..😡
    Es gibt ja Pflanzen (Bäume), die nicht nur Nährstoffe aufnehmen, sondern auch andere Stoffe abgeben, um unerwünschte Konkurrenz zu unterdrücken. Ob Weide dazu gehört, weiß ich nicht.
    Aber ich kann dir, @Linserich, nur empfehlen dir zu überlegen, ob du wirklich zwei dieser Ungetüme im Garten beherbergen möchtest…..🤮
    Der Nachbar, auf dessen Grundstück sie steht, musste gerade einen riesigen Ahorn fällen lassen, weil er durch Pilzbefall abgestorben war. 4 500 Euro der Spaß. Die Weide dürfte sich in ähnlicher Kategorie bewegen…
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Aber ich kann dir, @Linserich, nur empfehlen dir zu überlegen, ob du wirklich zwei dieser Ungetüme im Garten beherbergen möchtest…..🤮
    Keine Sorge, es ist eine klein bleibende Weide, maximal 4 m gross soll sie werden. Und wenn sie grösser werden will, wird sie klein gehalten.

    Deine Überlegung bezüglich Weide könnte durchaus sein, allerdings kenne ich dieses Phänomen eher von Schwarznussbäumen.
     
  • Also besagt Weide hat mittlerweile „Stadtpark-Größe“…. @Galileo , der die Situation kennt, meinte „Geht ja gar nicht“!
    Meine Eltern haben es halt versäumt, da rechtzeitig Einspruch einzulegen. Jetzt gilt „Gewohnheitsrecht“.

    Mit Schwarznuss meinst du Walnuss? Ja, der nächste Problemkandidat, mit dem ich es zu tun habe. Allerdings woanders. Werde mir das nächste Mal ne Hochastsäge mitnehmen, um zu verhindern, dass die Walnuss die Fassade/Dach beschädigt. Wenn nicht, muss sie gehen.
     
    Guten Morgen, was Dein Problem ist weiß ich nicht ,aber ich greife mal einige Dinge Deines Schreibens auf.

    -------------Wir haben seit 2 Jahren ein Problem mit unserem Gemüsegarten. Nichts gedeiht mehr. 😳
    Hintergrundinfo: das Beet (also der Bereich) wird seit 50 Jahren ökologisch bewirtschaftet. Kompost, Hornspäne, gezielt für hungrige Pflanzen Jauchen. Fruchtwechsel eh. Seit 2 Jahren gedeiht dort nichts, aber auch nichts zufriedenstellend.
    Hypothese: die riesige Weide der Nachbarn saugt alles an Wasser und Nährstoffen ab. Kontra: es wird gedüngt und gegossen. Aber selbst die Bohnenkerne wollten gar nicht erst aufgehen.---------------
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    Komplett austauschen haben wir noch nicht versucht. Allerdings habe ich in die Pflanzlöcher der Paprika reichlich Kompost und Pferdemist eingearbeitet….
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    -Fruchtwechsel macht ihr, das ist gut
    -hast Du den ph-Wert mal überprüft`? ideal ist bei 5-7
    -jedes Jahr Kompost mit Pferdemist , vielleicht ist dadurch eine einseitige Düngung entstanden und die Pflanzen brauchen mal was anderes , Mikroben wollen mal was anderes
    -durch den Baum eventuell zuviel Schatten ? das glaube ich nicht
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    was würde ich jetzt tun:

    -reifen Kompost oder Humus eineinarbeiten um das Bodenleben zu fördern.
    -verdichtete Boden tiefgründig mit einer Grabegabe einstechen , ohne sie umzudrehen, um zu lockern
    -ich mische meinen Gartenboden jährlich eigenen reifen !!!Kompost mit Pflanzenkohle , Bokashi ,Urgesteinsmehl -Zeolith bei
    -bei mir wachsen übers Jahr überall Ringelblumen auf den Beeten ,ich setze auch oft damit Jauche an
    -jede Rasenmahd wird -angetrocknet-auf den Zwischenwegen und den in den Beeten verteilt, auch das ist ein natürlicher Dünger und verhindert Austrocknung der Pflanzen
    -ich mulche alles ,aber auch wirklich alles
    -abgeschnittene Pflanzenteile etc. schnippel ich klein und belasse diese grundsätzlich auf den Flächen
    -Brennesseln schneide ich regelmäßig vor der Blüte ab ,sie wachsen ja immer wieder nach, und verteile das Schnittgut ebenfalls auf den Beeten
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    was ist abschließend zu schreiben, in meinen Garten ist es nicht ordentlich , aber auch bei diesen extremen Temperaturen wächst und blüht es ohne Probleme
    mit Wasser muss ich haushalten, ich habe nur das Wassser vom Dach, aber ich wässere nur gezielt Kulturen
    wenn man Pflanzen nicht verwässsert, wachsen die mit ihrem Wurzelwerk in die Tiefe und sind wirklich nicht ganz so anfällig wenn solche Wetter kapriolen auftreten
    vielleicht konnte ich Dir jetzt einige Denkanstöße geben
     
  • Wenn bei mir etwas nicht wächst, wenn es denn überhaupt aufgelaufen ist, schiebe ich es auf das Saatgut...probiere es doch jetzt noch mit Bohnen (geht noch)...im Eimer und im Freiland...
    Meine Petersilie aus gekauften Pflanzen kann ich schon entsorgen, sie blüht...usw...
     
    Ich denke mal, Du brauchst mal eine Grundsanierung für Deinen Boden.

    Ich kann Dir noch einen Tip geben. Arbeite mal auch mit EM (effektive Mikroorganismen). Das ist eine Bakterienmischung aus ca. 120 Bakterienstämmen. Alles gute Bakterien. Dann entsteht im Garten ein sogenanntes Dominanzsystem. Das heißt, wenn Du diese Mischung regelmäßig stark verdünnt (50 ml auf 10 l Wasser) auf den Boden ausbringst, dann erreichst Du das die guten Bakterien mit der Zeit das Kommando übernehmen und die schlechten immer mehr verschwinden. Das machst Du 1mal wöchentlich. Damit bringst Du Deinen Boden wieder ins Gleichgewicht. Mulchen ist das wichtigste, damit haben die Bakterien immer organisches Material und mit der Zeit entsteht wieder ein gutes Milieu. Ich arbeite ja schon 20 Jahre damit und kann immer nur schwärmen davon. Du glaubst nicht was ich Würmer habe im Garten, die graben mir den Boden um. Ich brauche nichts mehr umgraben, nur mit meinem Kupfersauzahn durchziehen. Das reicht. Die Mischung ist nicht teuer. Ich kaufe bei EM-Chiemgau. de ein. Du brauchst das EM-aktiv.
    Also dann viel Erfolg.
    Wenn Du mal in die Homepage reinschaust bei den Chiemgauern, da gibts ganz viel zu lesen übern Garten. Das ist ein Familienbetrieb, die voll hinter ihren Produkten stehen und die zum großen Teil von Ihnen hergestellt werden. Nur die Urlösung und die Zuckerrohrmelasse wird gekauft. Diese Technik ist ja von Prof.Higa aus Japan entdeckt worden und jetzt weltweit bekannt.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Hatte ich auch. Die Hecke und Bäume vom Nachbarn haben ihre Wurzeln in meine Beete geschoben. Da braucht man nicht düngen. Das nehmen sich diese Gewächse.

    Ich habe jetzt 0,5m tief ausgehoben, ein dickes Vlies rein und dann Erde mit Pferdemist gemischt drauf. Somit kommen die Wurzeln nicht mehr ins Beet.

    Alles düngen und Bodenaustausch kommt bei dem Baum an. Die Wurzeln in der Regel min die doppelte Kronenbreite.
     
    Vielen Dank für euren Input.
    PH-Wert messen ist auf jeden Fall eine gute Idee und einfach umzusetzen.
    Sollte es tatsächlich an dem Baum liegen, kann ich wohl nichts machen. 100qm Gemüseland auskoffern, das tu ich mir nicht an! Dafür spricht, dass das Beet, das am weitesten von der Weide weg ist, bisher normal funktioniert. Dann war’s das halt mit Gemüse im großen Stil!….. ein paar Zucchini und Gurken und Schluss. 🥴
     
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