Beschädigter Baum noch zu retten?

Thomas6789

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Hallo zusammen, wir haben bei uns an der Straße eine (ich glaube Linde) stehen, die seit einigen Jahren eine beschädigte Rinde aufweist. Der Baum lebt, die Krone ist dicht und komplett grün, keine abgestorbenen Äste oder kahle Stellen vorhanden.

Die Gemeinde wollte den Baum bereits fällen, allerdings hatte ich gebeten das ganze nochmal zu verschieben. Sind solche Beschädigungen für den Baum tödlich? Kann man außer gießen und düngen irgendwas für den Baum machen? Eventuell die Wunde mit speziellem Mittel verschließen?

Vielen Dank für eure Einschätzung
 
  • Hallo Thomas, herzlich willkommen!

    Ja, das ist eine Linde, höchstwahrscheinlich eine Sommerlinde (wobei ich Winterlinde nicht ausschliessen würde, es kann aber auch eine holländische Linde sein). Der Schaden am Stamm ist gross, aber die Linde beginnt ihn bereits gut zu überwallen. Soweit gut.

    Ich sehe allerdings auf dem Foto einige dunklere Stellen, die du vielleicht genauer anschauen solltest. Fühlen sie sich hart an oder sind sie weich? Sind sie trocken oder eher nass?

    Wenn die Krone dicht belaubt ist und keine abgestorbenen Partien sichtbar sind, dann stehen die Chancen eigentlich auch sehr gut, dass der Schaden in einigen Jahrzehnten (in solchen Zeiträumen muss man bei Bäumen, die theoretisch ein Alter von 500 - 1‘000 Jahren erreichen können, zählen) vollständig überwallt wird.

    Die Gemeinde hat allerdings auch eine gewisse Verantwortung gegenüber ihren Bürgern und muss genau auf ihre Stadtbäume achten. Stürzt einer und ist nachweislich erwiesen, dass seine Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war, haftet die Gemeinde für Schäden an Mensch und Gut.

    Wäre es mein Baum, würde ich ihn auch stehen lassen. Die Wunde würde ich nicht behandeln, allenfalls vielleicht mit einem Jin-Mittel das Totholz bestreichen (es schützt das Totholz vor Pilzbefall), jedoch macht das nur dann Sinn, wenn noch kein Plizbefall da ist.

    Von Wundverschluss-Mitteln rate ich ab, da sich unter der Schicht ein Mikroklima bilden könnte, das die Pilzentwicklung eher noch begünstigt.
     
    Wenn du dahinter wohnst, würde ich ihn neu machen. Dann kannst du auswählen was es wird
     
  • Hallo Thomas,

    @Linserich hat schon alles Wesentliche geschrieben

    Ein Wundverschlussmittel würde ich auch nicht anwenden, da man dann nicht sieht, ob es darunter fault.

    Du solltest aber den noch nicht überwallten Bereich weiterhin beobachten.
    Schlecht wäre, wenn das Holz morsche Stellen entwickeln, oder sich sogar ein Pilz bilden würde.
    Hierzu kannst Du die wenigen schwarzen Bereiche mal untersuchen.
     
  • Die Kallusleisten sind sehr dick und stabil, sie werden den Schaden bald überwallt haben.
    Die schmaleren Kallusleisten kannst Du mit einem desinfiziertem Messer in Längsrichtung ritzen, das fördert die Kallusbildung, da eine zusätzliche frische Rindenverletzung entsteht, an der Randzellen aktiv werden.
    Von dort aus wird dann nach links und rechts Kallus produziert.
    Beipiel
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    Die Kallusbildung hat begonnen
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    Zuletzt bearbeitet:
    Hallo zusammen, danke für eure Rückmeldung, der Baum ist aber mittlerweile Geschichte. Die Gemeinde war nicht davon anzubringen, da der Ssaatlich vorgeschriebe Baumgutachter den Baum als Gefahr eingestuft hat. Die Ironie darin, wir wohnen direkt am Waldrand, wenige Meter weiter führt ein Waldweg in den Wald. Entlang des Waldweges, wo auch häufig Anwohner spazieren gehen befinden sich unzählige Bäume von denen häufiger mal Äste abbrechen und auf den Weg stürzen, dort gibt es aber keinen Gutachter also keine Gefahr 😅. Naja jeder macht hier nur seinen Job, das Problem ist eher am Bürokratie- und Regelungswahnsinn in diesem Land zu sehen... Irgendwie Traurig😔
     
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