obstbaumrinden-problem

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03. Jan. 2009
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Lebe in ländliche Kleinstadt in der Prignitz.
hallo euch allen,
ich hab leider ein problem mit den sauerkirschen-und apfelbaum-rinden. die kirschenrinde ist durch gutes düngen in die breite gegangen und gerissen. und der apfelbaum wurde von evtl. von maus o. hase am fuß verbissen bis aufs mark. ich habe diese sachen mit baumwachs gut über sommer und auch letzten winter verschmiert/verschlossen. so weit , so gut.
nun bilden sich auf den grünen baumwachsstellen gelb-orange, stecknadelkopf große stellen.
meine frage: warum,
was ist das,
und was ist jetzt zu tuen??!
sind das nur harmlose flechten, oder eine (hartneckige) läuseart, die sich dort angesiedelt haben?
ich bin von ausgegangen, das im baumwachs desinfizierende stoffe sind, die ich dort dadurch mit auftrage und so pilze und vieren in der wunde/im riss abgetötet werden?
ich würde mich über baldige antworten und tipps freuen.
das fällen der bäume (15 und 4 jahre) ist keine auktion für mich!!
danke im vorraus
gruß lilamein
 
  • ohne foto - nur vermutungen:
    aufgerissene rinde deutet auf frostrisse hin. wenn bei starkem frost die sonne scheint. dann gibt es spannungen in der rinde und sie kann reissen. abhilfe: weisser kalkanstrich oder was spez. um die rinde wickeln. dito, um wildverbiss zu verhindern, mit draht o.ä. schützen.
    die pusteln deuten auf den rotpustelpilz hin. im web gibt es hinweise dafür. hier z.b.:
    http://www.arbofux.de/rotpustelpilz.html
     
  • ohne foto - nur vermutungen:
    aufgerissene rinde deutet auf frostrisse hin. wenn bei starkem frost die sonne scheint. dann gibt es spannungen in der rinde und sie kann reissen. abhilfe: weisser kalkanstrich oder was spez. um die rinde wickeln. dito, um wildverbiss zu verhindern, mit draht o.ä. schützen.
    die pusteln deuten auf den rotpustelpilz hin. im web gibt es hinweise dafür. hier z.b.:
    http://www.arbofux.de/rotpustelpilz.html

    hallo barisana,
    danke für den link. ich bin mir fast sicher, das meine bäume sich diesen pilz eingehandelt haben. ich hab (winter 2010/11) schon alle rissstellen mit wundbalsam gut verschmiert. auch vorher die stellen gut gesäubert. aber ich befürchte, das ich im, wie im link beschrieben vielleicht erst im trocknen september, die wunden noch mals beschneiden und reinigen muss und neu verschmieren.
    ich hab mal was von solch (spray) wundPFLASTER gelesen. dies wird ähnlich wie das balsam sein, aber da soll mehr disinfektionsstoffe enthalten sein, als in dem baumwachs. würde mich freuen, wenn ich somit bis zum september den pilz etwas gestoppt bekomme. aber bevor ich die wunden nicht tief genug gesäubert habe, komm ich den pilz jetzt leider nicht bei (selbstkritisch gesehen)
    meinst du/ihr, ob dieses wundplaster-spray mehr als geldschneiderei bringt?
    hat das schon jemand ausprobiert?
    danke für deine/eure tipps.
    lilamein
     
  • hallo lila
    mit baumschutz kenne ich mich nicht so gut aus, habe nur allgemeine kenntnisse. es gibt ein baumwundpflaster bzw. eine dispersion zum auftragen.
    ferner eine weissanstrich zur vorbeugung gegen frostrisse..
    was nun besser ist, kann ich nicht sagen.
    hier zur info die einzelnen mittel:

    http://arc-tec.de/Baumpflege/index.php?page=Baumsanierung
    http://pflanzenstaerkungsmittel.jki.bund.de/erg1.php?auswahl=Baum-Pflaster&senden1=ausw%E4hlen
    http://pflanzenstaerkungsmittel.jki.bund.de/erg2.5.php?anbau=WIE
    http://arc-tec.de/Baumpflege/index.php?page=Galerie&category=&page_number=3&screenshot_number=2

    als spray habe ich nichts gefunden
     
  • mit baumschutz kenne ich mich nicht so gut aus, habe nur allgemeine kenntnisse. es gibt ein baumwundpflaster bzw. eine dispersion zum auftragen.
    ferner eine weissanstrich zur vorbeugung gegen frostrisse..
    was nun besser ist, kann ich nicht sagen.
    hier zur info die einzelnen mittel:

    danke für die links. auch ich bin leider kein baumminister, sonst hät ich diese nachlässigkeit, die zu den pilzinfektionen geführt haben, nicht so schleifen lassen.
    aber das mit dem weißanstrich habe ich bis vorm letzten winter (2011/12) jedes jahr mit all meinen bäumen (der alte kirschbaum, der mir jetzt sorgen macht und die 7 jüngeren obstbäume) veranstaltet.
    aber die warscheinlichen frostrisse der kirsche rühren nicht vom letzten winter. aber der verbiss meines jungen klarapfels war nur einmal. aber dann auch richtig. ich kenne auch diese (ich nenne sie) baummanschetten. aber bevor ich den pilz nicht raus habe, möchte ich die verbisswunde, nicht hinter der manschette verbergen. aber wenn die bäume "hoffentlich" wieder gestärkt und gesunden, werde ich wieder auf einen weißanstrich achten. und vorsorglich eine doppelte maschendrahtmanschette dem apfelbaum verpassen.
    ich danke dir für deine tipps
    gruß lilamein
     
    Hallo,

    ...die kirschenrinde ist durch gutes düngen in die breite gegangen und gerissen....
    Das dies ein Irrglaube ist und es sich allen Anschein nach um Frostrisse handelt, habt ihr ja geklärt.

    Was mich allerdings schon stutzig macht, ist die eigene Erkenntnis des zu guten Düngens (denn wenn Du schon dachtest, dass Du Deinen Baum durch "zu gutes"düngen zum platzen brachtest......) Wie, wie viel und vor allem wie oft hast Du denn gedüngt? Mächtig Stickstoff?

    Du möchtest Deinen Bäumen was gutes tun, sie auf keinen Fall Fällen. Und warum verkleisterst Du dann die Wunden mit "Wundverschluss" ? Frostrisse zuspachteln? Wie soll der Baum sich regenerieren und die Wunden überwallen? Die eigenen Schutzreaktionen des Baumes werden sabotiert.

    Mit den sogenannten, verkaufsfördernden Namen wie Wundverschluss, Wundbalsam, etc. erreichst Du lediglich das Gegenteil. Pilze, Sporen, Bakterien, usw. wird unter einer hermetisch abgeriegelten, Diffusion undurchlässigen Sperrschicht ein wunderbares Nährboden bereitet.

    Mit jedem Schnitt tun wir Sporen u.a. von Schittoberfläche zu Schnittoberfläche, von Baum zu Baum verbreiten. So steril kann man gar nicht arbeiten. Und das pappt man dann noch zu?

    Die Ursache zu beseitigen, dass ist das Wichtigste, aber nicht die eingeschleppte Krankheit noch zu schützen.

    Natürlich gibt es immer ein Pro und Kontra, und hier wurde über das Zeug auch schon des öfteren diskutiert, deshalb möchte ich es auch dabei belassen.

    Zum Wildverbiss kann man jetzt nicht viel sagen, da halt nix Foto. Junge Bäume werden gerne unter einer geschlossenen Schneedecke oder halt im dicken Grasdickicht von Mäusen geringelt. Da sollte man gegensteuern. Und wenn der Baum komplett geringelt ist, müsste man u.U. sofort agieren.

    Wildverbiss durch Hase und Co.sollte sich zu diesem Zeitpunkt erledigt haben, nächsten Winter geeigneten Verbissschutz anlegen. Da ich nicht weiß, wie groß die Bäume sind, kann ich jetzt nix empfehlen, außer, dass Maschendraht Sch....e ist.
     
    hallo fruitfarmer
    bedeutet das, dass man nichts tum soll bei frostrissen und anderweitig aufgeplatzter rinde? was ist evtl. alternativ zu empfehlen?
     
    Hallo,

    vorab und in eigener Sache möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich meine Meinung und meine Erfahrung lediglich weitergebe. Es gibt immer mehrere Standpunkte, wobei der Meinige nicht zwangsläufig der Richtige sein muss!

    Soviel zur Selbstauskunft......

    Wenn Du zu mir in den Schuppen kämst, würdest Du u.a. Baumharz und Wundtinktur (o.k. noch fast unberührt) finden. Soviel dazu, dass ich das Zeug meide wie die .......

    Warum ich das verrate? Nun, weil in erster Hinsicht jede Baumwunde anders zu beurteilen, zu pflegen und letztendlich auch zu behandeln ist.

    Und nicht jeder Frostriss ist ein Frostriss! Kirsche und Pflaume platzen bei starkem Wuchs z.B. zwischen E/April bis A/Juli auch mal gern, einfach so (oder halt bei übermäßiger Düngung, gell?)

    Daher ist es immer gut zu wissen, welche Propfpartner vereint worden sind (denn nicht jeder verträgt zu rasches, zu kurzes Wachstum)

    Hier gehts um Frostrisse. An 2 jungen Bäumen. Natürlich können auch da schwerere Frostschäden, sogenannte Frostplatten auftreten. Kann ich ohne Bild halt nicht beurteilen.

    "Normale" Frostrisse so lassen wie sie sind. Die Selbstheilung des Baumes verschliesst solche Wunden mittels Wundgallus, bei der Kirsche auch vereinzelt mit Wundgummi (nicht alles was klebt und fließt ist gleich Valsa oder Gummifluss).

    Bei größeren Schäden muss man schon genauer unterscheiden. Was verstehst Du unter anderweitig aufgeplatzter Rinde? Wie es zu dem Schaden kam, wäre dann wichtig zu wissen.

    Sauber beschnittene Wundränder sind mit wichtig, bei größeren Schäden. Wobei da auch immer einige zu nah am Stamm alles glatt hobeln, genau so wie sie Äste "Stammnah" absägen anstatt auf Astring und damit die Gallusbildung fördern.

    Ich hab auch schon gesehen, wie Kirschbäume den ganzen Stamm lang aufgeplatzt sind. Und dazu dann den Dolchstoss mittels "T"-Schnitt bekamen! "Hanoi, da reißt´s halt net weiter uff, gell?" Ja nee, aber ein großes Stück Rinde wurde dadurch von allen senkrecht verlaufenden Leitungsbahnen abgeschnitten und 1 m² Wundfläche geschaffen.

    In diesem Fall hätten senkrechte, 10 cm lange Schröpfschnitte auf der gegenüber liegenden Seite der Kirsche gut getan.

    Und ebenso wie die Schröpfschnitte betrachte ich die "normalen" Frostrisse! Gerade Kirsche hat eine unglaublich harte, zähe Aussenrinde, die bei zu großem Saftdruck gern aufreißt. Früher war es gar nicht unüblich, Kirschen rundherum alle 5 cm mit 5cm langen 45°schrägen leichten Schnitten zu schröpfen.

    Das Thema Baumwunden ist einfach zu umfangreich, um da genau drauf antworten zu können. Aber bei allem ist eins gemein, dem Grund für die Wunde ist vorzubeugen, Wundversorgung ist nur sekundär! Und die meisten Wunden entstehen durch uns oder unsere Versäumnisse.

    Kalk/Lehmanstrich kann helfen, gegen Frostrisse. Hab ich noch nie gemacht, weil ich´s ehrlich gesagt lächerlich fand, wie das aussieht (welch banaler, femininer Grund, gell?).

    Ich mag aber da auch nicht recht dran glauben, da ich persönlich Tubex Schutzhüllen verwende. Diese sind weiß, Stegkammersystem (noch mehr Schutz) und sind bei mir in den Wintermonaten gleichzeitig (und vorrangig) als Verbissschutz und eben auch als Anstrichersatz um die Bäume. Frostrisse habe ich dennoch!

    Den Pfahl auf die Südseite des Baumes, sozusagen als Schattenspender, bringt am Anfang immer was.

    u.s.w.
     
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