"Fruchtvermittlung" sinnvoll?

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15. Dez. 2011
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Liebe Forennutzer,

wir, drei Studenten der Universität Kiel (Geographie), arbeiten im Rahmen einer Projektarbeit eine Idee aus, mit der ermöglicht werden soll, dass HobbygärtnerInnen aus dem Raum Kiel überschüssiges Obst und Gemüse aus ihren Gärten an interessierte Verbraucher vermitteln können. Konkret soll dafür eine Internetplattform errichtet werden, auf der teilnehmende GärtnerInnen Obst und Gemüse, das abgegeben werden soll, registrieren. Verbraucher könnten auf dieser Plattform das „Angebot“ sichten und die Früchte abholen. Die Nutzung dieser Internetseite soll kostenlos sein. Wir erhoffen uns durch diese Maßnahme die Verbindung der Verbraucher zur Natur wiederzubeleben und die Wertschätzung von Lebensmitteln zu verstärken.

Um die Durchführbarkeit dieses Projektes abschätzen zu können und ggf. Änderungen am Konzept vorzunehmen benötigen wir weitere Informationen. Falls ihr uns bei der Beantwortung einer oder mehrerer der folgenden Fragen behilflich sein könntet, würden wir uns sehr freuen:

1. Bei welcher Frucht (Obst oder Gemüse) fallen bei
HobbygärtnerInnen häufiger Überschüsse an bzw. bei welcher Frucht gibt es seitens der GärtnerInnen häufiger Probleme diese „loszuwerden“?

2. Existieren bereits ähnliche Projekte? Gibt es Menschen, die mit ähnlichen Ideen schon Erfahrungen gesammelt haben?

3. Haltet ihr diese Idee für erfolgsversprechend? Existiert ein Bedarf für solch eine Internetplattform?

4. Habt ihr weitere Verbesserungsvorschläge für uns?


Vielen Dank für eure Hilfe!

Schöne Grüße,
Christoph
 
  • Sowas ähnliches gibt es schon, heißt http://www.mundraub.org/

    Find ich extrem gut. Die Gärten, die etwas abzugeben haben, sind zwar sehr rar, aber vielleicht ist das ja ein Anreiz für Leute, ihren Garten einzutragen.

    Beste Grüße
    Doro
     
    Finde ich toll. Obwohl wir erst seit 2 Jahren den Garten haben, hätten wir doch jedes Jahr was abgeben können (nachdem Familie, Nachbarn und Freunde mehr als gut versorgt waren).

    Bei uns gab es Äpfel im Übermaß letztes Jahr (dieses keinen einzigen) und wir hatten viel zu viel Kopfsalat gesetzt, Chilis hatten wir auch überreichlich, Brombeeren auch. Bei meinen Eltern gibt es immer zu viele Mirabellen, Kirschen, Birnen...

    Also: wenn die Leute kommen und das Zeug selbst ernten würden, fände ich das am geschicktesten, würde aber auch ernten und abholen lassen. Gibt einfach ein sehr mieses Gefühl, Essen (noch dazu selbst gezogenes) wegwerfen zu müssen, weil es keiner will.
     
  • Also abzugeben haben wir auch immer was, wir hatten heuer in unserem ersten richtigen Gartenjahr Unmengen an:

    Kirschen
    Zucchinis
    Kürbisse
    Birnen (so etwa 300kg)
    Himbeeren
    Stachelbeeren
    Johannisbeeren

    Überschüsse gab es auch bei:

    Paprika
    Tomaten
    Chilis
    Rote Rüben
    Kohlrüben
    Topinambur
    Radieschen
    Bohnen und Erbsen.

    Einiges blieb auf dem Felde unbeernet, da auch Nachbarn und Verwandte keinen Bedarf mehr hatten und die eigene Tiefkühltruhe rappelvoll war

    :cool:

    Ich finde die Idee super, und bevor die Lebensmittel weggeworfen werden ist Verschenken doch die bessere Idee. Einziges Manko: Ich würde die Leute, die kommen, die Ernte bei mühsamen Sachen selber erledigen lassen (grade Kirschen oder Beerenpflücken kann ziemlich anstrengend sein) :-P
    Außerdem glaube ich, dass es auch für den Gärtner eine Bereicherung sein kann, immerhin kann man so unglaublich viele interessante Leute kennen lernen.
     
  • Hallo Christoph,

    zunächst einmal finde ich so eine Idee recht gut. Insbesondere sehe ich auch für den Verbraucher Vorteile, weil in Gärten das für den Eigenbedarf gezogenes Obst und Gemüse auch kaum einmal mit Pestiziden in Berührung kommt. Das ist nicht nur qualitativ im Bereich von Bioqualtität, wenn man es auch ohne Zertifizierung nicht so nenne kann, es ist außerdem den meisten Bioprodukten überlegen, weil regionale Produkte viel besser sind von der Ökobilanz her.

    Bei mir wären Zucchini und Gurken die Pflanzen die zu bestimmten Zeiten Überschüsse abwerfen. Aber auch die nicht lagerfähigen weißen Klaräpfel fallen auch fast jedes Jahr in Mengen an, die sich nicht alleine verbrauchen lassen.

    Man kann aber eigentlich vom Prinzip her kein Gemüse und keine Frucht ausschließen, es gibt gute Jahre, wo es einfach zu viel gibt und manchmal liegt es auch an der Kalkulation, so dass man zu viel angepflanzt oder ausgesät hat.

    Mein Einwand aus Erfahrung ist aber der: Wenn man den Leuten die Früchte pflückt und hinterher trägt, dann nehmen sie sie gerne auch geschenkt, sollen sie selber pflücken (z.B. Johannisbeeren, Himbeeren, Bohnen, Äpfel auflesen) dann hat keiner Lust darauf.

    Mein Vorschlag geht eher dahin, dass man seine Überschüsse an eine Tafel abgeben sollte, da auch bei euren Projekt für den Erzeuger wohl nicht mal die Arbeitszeit entsprechend entlohnt wird.

    Viele Grüße von Tuffi
     
    bei uns in hamburg gibt es ein projekt indem sich gärtner mit obstbäume melden,
    wenn sie zuviel obst haben und es nicht mehr abernten wollen oder können.
    dannn kommen harz vier empfänger und holen es ab.
    der größte teil wird dann zu saft verarbeitet und günstig weiter gegeben.
     
  • Hallo zusammen,
    danke für die vielen Antworten und Hinweise in so kurzer Zeit! Ich bin wirklich begeistert!

    akinom53: Wie heisst denn dieses Projekt in Hamburg?

    Würde mich auch über weitere Tipps sehr freuen!

    Grüße,
    Christoph
     
    also jetzt mal was aus der negativ-ecke, aber ich denke, ein paar contra-argumente sind auch hilfreich:

    1.) das zurück-zur-natur argument: gärten haben nichts mit der natur zu tun. gärten sind gärten. die meisten gärten sind überdüngte, überspritzte kunstlandschaften. natürlich gibt es leute, die nachhaltig anbauen, aber die masse ist das nicht.
    2.) hier stellt sich für mich für euch auch die haftungsfrage, ihr solltet das unbedingt juristisch prüfen lassen. schlielßlich bringt ihr die leute zusammen, um genau das zu tun, wovon man z.b. auch krank werden kann (denn obst aus manchen gärten mag zwar frischer, aber nicht unbedingt weniger mit giftstoffen belastet sein als supermarktobst) oder z.b.ausgespäht (ein solche plattform werden ganz sicher nicht nur nette menschen nutzen).
    3.) hier spreche ich vielleicht aus einer speziell ostdeutschen sichtweise: im ländlichen raum - für großstädte mag anderes gelten - ist man vielfach sozial vernetzt und nach dem geben-nehmen und eine-hand-wäscht-die-andere-prinzip funktioniert hier noch vieles. obst und gemüse hat seinen festen platz in dieser "schattenwirtschaft". ich "schenke" meinem nachbarn himbeeren und erwarte - er weiß das so gut wie ich - dass er drüber wegsieht, wenn ich mal sonntags rasen mähe, die eier sind fürs katze füttern in der abwesenheit, die tomatenpflanzen dafür, dass er nicht tratscht über unseren letzten ehekrach...usw. usf. im sozialen gefüge haben naturalgaben ihren festen platz - viel über bleibt da dann nix. und der der hardcore-dörfler würde dann auch lieber die äpfel wegschmeißen (wenn er nicht irgendwie ein bißchen vieh hat), als sie einem fremden! zu geben.
    4.) im ländlichen bereich wird mit ressourcen nach wie vor schonend umgegangen: zuiviel hat man eigentlich nie. man hat kaninchen, vielleicht ein schwein, esel, kuh, pferd....und wenn nicht selber, hats einer der einen kennt und dann sind wir wieder bei 3.. und ländlichen sozialen sneaker-netzwerken. es wird auch nie versäumt, zu erwähnen bei solchen "geschenken", woher sie stammen :D und schon ist wieder eine kleine schuld entstanden...
    unbd es wird noch viel vorratswirtschaft - einkochen, einwecken, einfrieren - betrieben.

    fazit: vielleicht im großstädtischen raum eine tragfähige idee, im kleinstädtisch-ländlichen eher nicht. und meinen haftungseinwand beachten.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    2.) hier stellt sich für mich für euch auch die haftungsfrage, ihr solltet das unbedingt juristisch prüfen lassen. schlielßlich bringt ihr die leute zusammen, um genau das zu tun, wovon man z.b. auch krank werden kann (denn obst aus manchen gärten mag zwar frischer, aber nicht unbedingt weniger mit giftstoffen belastet sein als supermarktobst) oder z.b.ausgespäht (ein solche plattform werden ganz sicher nicht nur nette menschen nutzen).

    hmmm, richtig, den Supermarkt oder hÄndler kann man wegen Salmonellen, Listerien oder wegen ner Druckstelle am Appel verklagen.

    Aber wenn Du im Wald Bärlauch sammelst oder Himbeeren pflückst, dann ist das auch Dein eigenes Risiko, ob Du Dir nen Fuchsbandwurm einfängst.

    Echt traurig, wenn sich deswegen jemand abbringen lassen würde, die Produkte zu verschenken, aus Angst, er könne für den Durchfall eines Konsumenten in den Ruin getrieben werden. Und vor allen Dingen sollte jeder, der sich davor schützen möchte, eben woanders die Äppel holen, dann muß man halt dafür zahlen, wenn man jemanden verklagen will und sich für alles absichern möchte.

    Ich finde es deshalb so schade, weil wir ja nun wirklich in einer Überfluss-Gesellschaft leben, und uns aber wegen allem und jedem Gedanken machen.
    Vergleich mal die abgefallenen Äpfel auf dem Boden, schmutzig und voller Bakterien und voll mit gespritzten Giftstoffen von Opas Blaukorn mit den Fischen und Hühnchenteilen voller Fliegen ohne Kühlung auf Afrikas Boden.
    Da verklagt niemand irgend jemanden.

    Beste Grüße
    Doro
     
    nein, doro, die haftumngsfrage stellt sich sicher nicht für die privatleute die untereiander ihr obst tauschen, da kann man die haftung ganz einfach ausschließen, aber für den gewrblichen anbieter einer solchen (möglicherweise) plattform schon. da gelten andere sorgfaltspflichten und das ist auch richtig so.
    wobei produkthaftung sicher eher ein ranbereich sein wird, größere probleme sehe ich da in dem bereich, dass man halt leute persönlich!!! zusammenbringt, die lieb und nett und harmlos sein können - oder auch eben nicht.
    sicherlich wird es da juristische parellelfälle, z.b. im bereich partnerschaftsvermittlung geben, aber zu prüfen ist das ganz sicher. möglichrweise läßt sich das alles auch umgehen, man sollte halt nur nicht blauäugig sein.
     
  • Billy, was machst Du Dir nur für Gedanken? :d

    Ob ich Leute zusammenbringe, deren persönliche Abneigung sich aber erst nach dem Kennenlernen zeigen kann....ja, dann darfste auch nicht in eine Kneipe gehen....:d:doder auf die Straße, oder in ein Kaufhaus....ja bloß keine Leute ansprechen....:rolleyes:

    Beste Grüße
    Doro
     
  • ach komm doro, das ist doch einfach was anderes.
    hier bringe ich leute in ihrem sehr privaten raum miteinander in berührung und ich wage daher die vermutung, dass sich deshalb das interesse in grenzen halten wird. schon jetzt steht kaum noch einer im telefonbuch - ob solcher wahn nun berechtigt sein mag oder nicht.
    ich bin seit vielen jahren im tierschutz aktiv und mache im jahr viele kontrollen - und ich habe viel viel erfahrung und schon viel gesehen. ich brauche nur sehr wenig zeit um sehr viele details - die andere nicht sehen mögen, aufzunehmen und auszuwerten. ich mach das natürlich zum guten für hund und katz, aber profis gibt es in jeder branche ;)
    abseits von juristischen spitzfindigkeiten sollte man auch privat darüber nachdenken, ob man verantwortung übernehmen kann und möchte. ich würde das nicht wollen, auch wenn sich sicher positive soziale kontakte ebenso ergeben würden. aber das ist eine entscheidung, die auch jeder für sich treffen muss.
    vielleicht soll das ja auch ganz anders ausgestaltet werden - mit neutralen sammelstellen oder so ähnlich, deshalb ja hier dieser gedankenaustausch
     
    die meisten gärten sind überdüngte, überspritzte kunstlandschaften. natürlich gibt es leute, die nachhaltig anbauen, aber die masse ist das nicht.

    Killerargument.

    Wenn ich mir manche Leute ansehe, die permanent mit der Spritze durch die Pampa rennen, kommt ganz geschmeidig Übelkeit auf.

    Bio ist anders. Auch beim eigenen Anbau.

    Ben
     
    Dann frag ich mal anders: kann ich jemanden wirklich in die Verantwortung ziehen, wenn ich denjenigen, den ich dort kennengelernt habe, nicht riechen kann?

    Wer in Gottes Namen macht sowas? Da gehört aber schon jede Menge Verfolgungswahn dazu, oder?

    Das ist doch kein freies Leben, und es hat nix mit Verantwortung zu tun.....da sind diejenigen, die sowas fordern, aber mal arg mit sich selber überfordert, meinste nicht auch?

    edit: ich glaube, Du meinst etwas völlig anderes. Wenn sich bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken jemand rumtreibt, der Menschen ausrauben, vergewaltigen oder massakrieren möchte, der kann das auch auf dem Weihnachtsmarkt tun. So gesehen müßte man die Weihnachtsmärkte verbieten.
    Neutrale Orte gibt es genau genommen nirgends.

    Natürlich wird jeder, der mal negative Erfahrungen gemacht hat, sich dann ein stück weit zurückziehen. Kein Getränk mehr annehmen (die Meldungen von Vergiftungen auf den Berliner Märkten hat mich ja auch schockiert), keinen Straßenflohmarkt mehr ausrichten, etc.

    Nur, wenn wirklich JEDER Mensch davor Angst hätte, wäre die WElt wirklich ein Stück ärmer, um Nächstenliebe und um Freiheit.


    Beste Grüße
    Doro
     
    Zuletzt bearbeitet:
    ich versuchs jetzt noch mal: du musst unterscheiden zwischen privat und gewerblich. da gilt einfach und zu recht anderes.
    für gewerbliche anbieter gelten andere sorgfaltspflichten.
    wo die grenze gewerblich7privat zu ziehen ist, ist ein spannendes feld, aber ich vermute schon, dass langfristig mit so einer plattform via werbung schon geld verdient werden soll und falls nicht und auch daher dieser austausch, wäre zu prüfen in welcher form das abzulaufen hätte (gemeinnütziger verein oder oder)
    und natürlich werde ich mich schon privat nicht wohlfühlen, wenn ich zwei menschen zusammengebracht habe, wo einer den anderen im besten fall nur ausnutzt, im schlimmsten noch andere dinge passieren. da die meisten menschen gut sind, passiert das im privaten raum schon aus gründen der wahrscheinlichkeit/menge nur äußerst selten. aber mit steigender menge steigt einfach statistisch auch die wahrscheinlichkeit
    und facebook so wie dieses forum bietet - zumindest gefühlt- möglichkeiten der anonymisierung. wie weit sich das auf einer plattform, die letztlich dem direkten austausch von gütern hand in hand dienen soll, verwirklichen ließe, ist eben zu prüfen.
     
    Hast Du Dir die Seite Mundraub.Org angesehen? Das ist das gleiche, da werden auch private Gärten angepriesen.

    DAs ist jedem selber überlassen, wenn er seinen Garten eintragen läßt, damit geht er dieses Risiko ein.
    Das kann man dem Seiten-Betreiber doch nicht anlasten, daß es Kriminelle Energien gibt.

    Natürlich würde ich mich auch nicht gut fühlen, sollte ich bei einer Feier Menschen zusammenbringen, und jemand wird überfallen. Aber ich sagte ja schon, daß es mir hier um die Freiheit geht. Und zwar die Freiheit, mit Menschen in Kontakt zu treten. Und ich gehe per se nicht vom Übel der WElt aus, sondern vom Guten im Menschen.

    Und ich finde diese Projekte halt gut.

    Beste Grüße
    Doro
     
    Wow, hier kommt ja eine richtige Diskussion zustande!
    Ein kleiner Hinweis: Die Plattform würde keinerlei Gewinnabsichten verfolgen und wäre somit auch nicht gewerblich.
    Ich bin in dieser Materie zwar auch kein Experte, aber ich denke ein Schenkungs- bzw. Tauschvertrag würde zwischen GärtnerIn und NutzerIn entstehen, die Plattform bliebe außen vor. Schließlich hat eine Zeitung, die Kleinanzeigen druckt, auch nichts mit den Verträgen zwischen den Lesern zu tun.

    Ob Einbrecher von solchen Anzeigen angelockt werden, halte ich für fragwürdig. Schließlich reicht schon ein kurzer Blick auf eine Landkarte um herauszufinden, wo es Siedlungen gibt. Und ob Einbrecher sich ihre Opfer danach aussuchen, ob ein Obstbaum im Garten steht, müsste auch noch bewiesen werden.

    Vielmehr als die rechtliche Seite (um die wir uns natürlich auch kümmern würden; danke für den Hinweis) interessiert uns aber ob und in welcher Form GärtnerInnen mit einer solchen Plattform kooperieren würden.

    Nochmals vielen Dank für die bereits geschriebenen Antworten!
     
    Hallo,
    Das wird doch soetwas wie ein Kleinanzeigenportal. Die "Haftungsfrage" ist dabei unproblematisch, solange der Vermittler keine Kenntnis vom Hintergrund der Ware hat. Erst wenn der Betreiber Kenntnis des Problems hat und dann nicht innerhalb einer zumutbaren Frist reagiert, indem er die Anzeige löscht, könnte man klagen (die Chance auf Erfolg ist dann aber immernoch völlig offen). Hier wird aus einem Mausehaar ein lebendiger Elefant heraufbeschworen. -Till
     
    Ich finde die Idee nicht gar so schlecht,
    im Kleinen machen wir hier sowas schon länger.
    Nicht über Anzeigen aber es spricht sich rum.

    Eine Nachbarin zbs. hatte dieses Jahr unwahrscheinlich viele Zwetschgen
    und sagt zu mir und den anderen Nachbarn, wenn wir jemand wüssten
    der noch welche will sollen wirs einfach sagen.
    Meine Schwägerin hat dann noch welche geholt, die Schwiegertochter
    einer anderen Nachbarin usw.

    Ich glaube das Risiko, dass es da irgendwelche rechtlichen Konflikte
    gibt ist minimal bis auszuschliessen.


    LG Feli
     
    akinom53: Wie heisst denn dieses Projekt in Hamburg?

    hallo gartenseeker,
    ich habe da zwei dinge durch ein ander bekommen, ist auch schon solange her.
    das eine betraf mundraub, die auch in hamburg tätig sind.
    das andere sind bei uns behinderten werkstätten.

    An tausenden Obstbäumen unserer Stadt verfault das Obst.
    Jedes Jahr! Dieses Obst möchten wir kostenlos ernten, zu Saft und Marmelade verarbeiten und verkaufen»,
    so Jan-Peter Schierhorn. Er konnte die Winterhuder Werkstätten –
    eine der vier anerkannten Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Hamburg
    – und den Garten- und Landschaftsbauer Schlatermund für die Idee gewinnen.
    In der Erntezeit werden geschulte Helfer eine mit dem Besitzer des Baumes festgelegte Menge Obst pflücken.
    Dieses wird an einen zentralen Ort gebracht, wo es zu Saft und Marmelade verarbeitet wird
    Gelingt der Plan, sollen so Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt geschaffen werden.
    Seit dem Start im Januar 2009 hat uns ‚Anstiften!’ nur positiv überrascht:
    Wir konnten weit mehr als die geplanten 50 Anstifter-Unternehmen begeistern.
    Erste Städte haben ihr Interesse bekundet, ‚Anstiften!’ zu übernehmen»,
    freut sich Christian Wriedt, Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung
    ( winterhuder werkstätten)

    außerdem gibt es in ganz hamburg an versch. stellen in parks und grünanlagen
    obstbäume, die jeder beernten darf.
    ich hoffe, ich konnte dir weiter helfen.
    viele grüße monika
     
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