Johannisbeere krank - was tun?

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Troisdorf
Hallo,

meine kleine Johannisbeere (Ableger, den ich von einer Freundinbekommen habe) scheint krank zu sein. Die obersten Blätter sind tiefdunkelgrün, aber eingerollt, von unten her werden die Blätter fleckig gelb-rot.

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Was mache ich mit ihr? Und vor allem: ist das ansteckend? Sie "wohnt" zwischen den Himbeeren, Stachelbeeren und einer weiteren (Hochstamm) Johannisbeere,
 
  • Hallo,

    also der Verursacher der eingerollten oberen Blätter ist die Kleine Johannisbeerblattlaus. Zu diesem Zeitpunkt erhalte ich es nicht für notwendig, dagegen noch was zu unternehmen. Im nächsten Jahr empfehle ich allerdings eine Austriebsspritzung mit Rapsöl, da die Eier der Läuse vor Ort überwintern. Rezepte für die Spritzbrühe findest Du hier zu Genüge.

    Das andere Symptom, also die sich verfärbenden abfallenden Blätter deuten auf die Blattfallkrankheit hin. Leider kann ich nicht nah genug ranzoomen (oder ist es eine schw. Johannisbeere?). Dazu hatten wir hier glaube ich auch schon mal geschrieben. Das ist eine Pilzkrankheit, welche auf befallenem, abgefallenem, liegengebliebenem Laub überwintert. Die erste Infektion setzt da bereits E/April ein und verbreitet sich ab da auch über die neu enstandenen Sommersporen. Also Laub beseitigen, abharken, entfernen.

    Ob das ansteckend ist, nun, mmmh, ja - zumindest für die Stachelbeeren, da diese ebenfalls an der Blattfallkrankheit leiden, da allerdings haupstächlich nach der Ernte. Nur sind da eigentlich auch andere Pilzsporen am Werk, aber, ausschliessen würd ich es nie ganz.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass das hier im Forum bekannte "Hexengebräu" zum jetzigen Zeitpunkt gegen weitere Ausbreitung gut funktionieren dürfte, da es sich ja wie gesagt um einen Pilz handelt.

    Aber sicherlich gibt es auch chem. Keulen. Da müsstest Du aber weiterfragen, ist nicht mein Metier.
     
    Danke für die Infos. Nein, es wird eine rote Johannisbeere (sie hat dieses Jahr noch nicht getragen).

    Meine Stachelbeeren sind schon abgeerntet und sehen ganz gesund aus.

    Dann werde ich mal die Blätter entfernen - wirklich alle, auch die, die noch nicht so schlimm befallen sind? Dann bleibt dem armen Pflänzchen ja nicht mehr viel zum Leben...

    Das Hexengebräu wollte ich am Wochenende sowieso einsetzen, da auch eine meiner Tomaten ein Pilzproblem hat... dann kriegt die Johannisbeere eben auch eine "Dusche". Soll ich die Stachelbeeren gleich mitspritzen?
    Muss man das öfter verwenden oder reicht einmal? Und wenn mehrfach: hält das oder muss ich es für jede neue Anwendung neu ansetzen?
     
  • Danke für die Infos. Bitte, mal ´ne Abwechsulng in meiner Bürowoche

    Dann werde ich mal die Blätter entfernen - wirklich alle, auch die, die noch nicht so schlimm befallen sind? Lass die dran, dieses Jahr wirst Du nichts mehr reißen, primär auf´s nächste Jahr schauen

    Das Hexengebräu wollte ich am Wochenende sowieso einsetzen, da auch eine meiner Tomaten ein Pilzproblem hat... dann kriegt die Johannisbeere eben auch eine "Dusche". Soll ich die Stachelbeeren gleich mitspritzen? Wenn kein Bedarf besteht, dann lass sie in Ruh
    Muss man das öfter verwenden oder reicht einmal? So wie Du schriebest hat Deine Tomate bereits ein Problem, denke dann, Du wirst öfters spritzen müssen, alle 3- 4 Tage je nach Witterung. (informiere Dich aber dazu noch eingehender bei den TomatenFachleuten hier) Dabei kannst Du ja der Johannisbbeere ein Weng gönnen. Und wenn mehrfach: hält das oder muss ich es für jede neue Anwendung neu ansetzen? Prinzipiell halte ich nix davon, selbst angesetzte Spritzbrühen über längeren Zeitraum aufzubewahren. Die Rezepte sind ja hier meistens für ein Liter angegeben, der ist rasch verbraucht
    ......
     
  • Super, nochmal vielen Dank - jetzt bin ich wieder ein Stück schlauer (irgendwann wird das noch was mit mir und dem Garten... dank eurer Hilfe!)
     
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