Feigenanzucht

Registriert
03. Aug. 2006
Beiträge
632
Hallo,
habe vor etwa 2-3 Wochen Feigen gesät. Anzuchterde in Gefäß, Samen draufgestreut leicht angedrückt, Gefäß verschlossen und immer feucht gehalten.

Wie lange brauchen die denn zum keimen???

Danke!
 
  • hallo schütz
    hier habe ich was gefunden:

    Name: Feige - Ficus carica [Fam. : moraceae / Maulbeerbaumgewächse ]
    Samen: aus der Frucht / über Nacht auf Küchentuch getrocknet
    Anzahl: 10 Stk. alle gekeimt
    Keimdauer: 10 Tage
    Substrat: auf Anzuchterde mit Klarsichtfolie
    Standort: Fensterbank Südseite
    Temperatur: ca. 28°

    Aus Feigensamen Pflanzen anzuziehen, ist nicht besonders empfehlenswert, da die Früchte der bei uns im Handel erhältlichen Smyrnafeigen nur nach der Befruchtung einer ganz bestimmten Gallwespenart reifen, die bei uns nicht vorkommt. Für unsere Region geeigneter sind die adriatischen Feigen, die auch unbefruchtet große, süße Früchte hervorbringen; die Pflanzen werden über Stecklinge vermehrt. Feigenpflanzen bezieht man am besten über eine Versandgärtnerei, wenn vor Ort keine Ware angeboten wird. Als Substrat eignet sich sandige, lehmhaltige, nährstoffreiche und durchlässige Erde.

    quelle: tropenland
     
    hmm 10 Tage denke das die schon rum sind...

    Naja und will nicht unbedingt Früchte ernten, aber schon die Pflanzen an sich sind schön und ich verbudel eben gerne alles ;)

    Hoffe sie keimen noch!
     
  • bei gartenzeitung.com steht: 4-6 wochen bis zur keimung.
    also noch geduld haben!
     
  • Ich habe letztes Jahr mehrmals Feigensamen in Töpfen ausgesäht. Die letzte Generation hat den Winter im Haus verbracht. Dort fangen einige Nachzügler jetzt erst an zu keimen. Diese Spätzünder-Samen haben in der Kühle stillgehalten - sind aber nicht kaputt gegangen.
    Meine im Sommer ausgepflanzten Sämlinge waren schnell gewachsen und haben den Winter draußen auch gut überstanden.
    Wenn ich jetzt nochmal an Samen käme, dann würde ich jetzt mal direkt nach draußen säen.
    Die Samen aus Trockenfeigen kann man auch aussähen. Leider kommen die Trockenfeigen meist aus der Türkei. Die türkischen Feigen stammen meist nicht aus Parthenacarpen Feigenpflanzen. Deshalb suche ich nach Feigen aus Frankreich, Norditalien, Kroatien o. den USA. Die werden tendentiell auch frosthärter sein.
     
    Hmm hat sich immer noch nichts getan, selbst meine Cerimoyas keimen jetzt und die hatte ich später gesät.

    Irgendwann muss doch aber jeder Samen mal keimen... naja paar Wochen gebe ich ihnen noch Zeit.
     
  • Mit der Feigenaussaat habe ich schon ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht.Die ersten Samen habe ich aus einer überreifen Feige entnommen, im Wasser 3 Tage stehen gelassen(es war September).Innert einem Monat sind etliche gekeimt.Nach weiteren 4-6 Wochen habe ich einige vereinzelt.Nach dem Winter(März) hab ich sie dann in Töpfe gesetzt,einige auch in die Erde.Dies war vor guten 2 Jahren.Die Feigen sind inzwischen um die 50cm hoch und an der Ersten Pflanze zeigen sich jetzt die ersten Fruchtansätze.Weiss noch nicht ob sie bleiben und was daraus kommt.Beobachte weiter.
    Die zweite Feigensaat habe ich letzten August mit Feigensamen aus Italien,welche ich von meiner Schwester bekommen habe,ausgesäet.Erst diesen Januar sind sie aufgegangen,dafür in Massen.Werde sie nun auch pikieren.Spannende Erfahrung!Ansonsten vermehre ich die Feigen per Stecklinge und habe die Erfahrung gemacht,das die Pflanzen im Topf früher,schneller mit der Fruchtbildung beginnen als diese welche direkt in der Erde wachsen.Trudi:o
     
    Mit der Feigenaussaat habe ich schon ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht.Die ersten Samen habe ich aus einer überreifen Feige entnommen, im Wasser 3 Tage stehen gelassen(es war September).Innert einem Monat sind etliche gekeimt.Nach weiteren 4-6 Wochen habe ich einige vereinzelt.Nach dem Winter(März) hab ich sie dann in Töpfe gesetzt,einige auch in die Erde.Dies war vor guten 2 Jahren.Die Feigen sind inzwischen um die 50cm hoch und an der Ersten Pflanze zeigen sich jetzt die ersten Fruchtansätze.Weiss noch nicht ob sie bleiben und was daraus kommt.Beobachte weiter.
    Die zweite Feigensaat habe ich letzten August mit Feigensamen aus Italien,welche ich von meiner Schwester bekommen habe,ausgesäet.Erst diesen Januar sind sie aufgegangen,dafür in Massen.Werde sie nun auch pikieren.Spannende Erfahrung!Ansonsten vermehre ich die Feigen per Stecklinge und habe die Erfahrung gemacht,das die Pflanzen im Topf früher,schneller mit der Fruchtbildung beginnen als diese welche direkt in der Erde wachsen.Trudi:o

    Es gibt ja schon bewährte Feigensorten. Die vermehre ich auch über Stecklinge o. auch teilen eines Feigenbusches, wenn ich ihn aus irgendwelchen Gründen umsetzen will o. schnell an eine Pflanze kommen will.
    Da ich jetzt schon zu einem Feigensammler geworden bin, reizt es mich, an noch bessere Feigensorten zu kommen, die z.B. noch frosthärter sind. Das können natürlich Sämlinge sein, bei denen man mit den Eigenschaften Glück haben kann.
     
    Jetzt habe ich einige tausend Samen ausgesäht. Die Feigen stammten aus Italien. Damit habe ich die Hoffnung, das parthenocarpe Sämlingsfeigen darunter sein werden. Nur die frosthärtesten Sämlinge werden überleben, denn es ist ja leider schon sehr spät für die Freilandaussaat. Einen Teil sähe ich aber auch in Schalen, die ich im Haus überwintern lasse.
    Letztes Jahr habe ich schon gute Erfahrungen mit der Sämlingsaufzucht gemacht. Einige ausgepflanzte Jungpflanzen haben den Winter überlebt. Die müssen auf jedenfall schon sehr frosthart sein. Jetzt müssen sie noch Früchte tragen.
     
    In den Schalen sind viele Samen innerhalb kurzer Zeit gekeimt. Die Schalen sind jetzt im Haus. Die gekeimten Pflanzen werden auch weiter wachsen. Die meisten Samen z.B. draußen halten jetzt scheinbar Winterruhe. Zumindest in der Wohnung werden die meisten Samen nächstes Jahr keimen. Ich hoffe, die Samen sind auch winterhart, dann werden im Frühjahr tausende Feigen draußen keimen.
    Vielleicht bekommen sie noch Frühjahrsfröste mit, den richtigen Härtetest werden sie aber erst im Winter 2012/13 erleben. Von meinen Samen aus 2010 haben die meisten Sämlinge den letzten Winter überlebt, aber dieses Jahr noch keine Früchte getragen.
    Toll wäre es natürlich, wenn unter den Sämlingen auch parthenocarpe männliche Feigen dabei wären. Die bekommt man nur sehr schlecht im Handel, weil man ja hier in Deutschland nur mit künstlicher Befruchtung Feigen züchten kann, hat sich noch kein bedeutsamer Markt entwickelt.
     
  • Ich setze die Feigenanzucht, mit Samen aus Italien, fort. Da ich aber schon sehr viele Sämlinge habe und nur die frosthärtesten will, sähe ich die Feigensamen nur noch direkt nach draussen. Von Zehntausenden Samen haben letztes Jahr 10 Sämlinge überlebt. Das sind dann natürlich ziemlich harte Pflanzen.
    Wenn jemand mit Garten im Süden in Gebieten mit Feigenwespe systematisch frostharte Pflanzen und parthenocarpe männliche Feigenpflanzen anpflanzen würde, könnte er die Qualität der Zucht wesentlich verbessern. Die Samen müßten natürlich dennoch in Mitteleuropa ausgesäht, aufgezogen und draußen überwintert werden.
    Interessant wäre es zu wissen, ob die Feigenfrüchte z.B. in Südtirol in der Regel befruchtet sind, denn die Feigenwespe fliegt weit. Das wäre auch eine Region, in der sich die Feigenwespe ausbreiten könnte. Eine Voraussetzung sind möglicherweise genügend Bocksfeigenpflanzen.
     
  • Hallo,
    Ich hab letztes Jahr einen Feigenbaum am Neckar in Bad Cannstatt entdeckt. War relativ groß 2m oder so.
    Dieses Jahr hab ich noch garnicht geschaut ob er noch steht.
    Ist das ein selbst bestäubender Feigenbaum wenn er Früchte trägt?

    Grüße Fabian
     

    Anhänge

    • 277664_256470407697399_2212874_o.webp
      277664_256470407697399_2212874_o.webp
      88,5 KB · Aufrufe: 152
  • Zurück
    Oben Unten