rauchen macht nicht süchtig...

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21. März 2007
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... hat heute morgen ein schlauer mensch - dessen namen ich vergessen habe – im radio behauptet! heute ist „Welt-Nichtraucher-Tag“.

ich persönlich (ganz persönlich nur für mich wohlgemerkt) unterstützte ja diese theorie. ich habe vor 6 jahren mit der qualmerei aufgehört – eben einfach so. ich hatte bis dato ca. eine schachtel pro tag zunichte gemacht. aber dann hab ich einfach nicht mehr geraucht. es hatte kein neues jahr begonnen, ich musste nicht, hab nicht gewettet und hatte es auch keinem versprochen.

nun kann ich zum einen behaupten, dass es nicht schwer war, nicht mehr zu rauchen und dass ich nicht ersatzweise schokolade und co verfallen bin (jedenfalls nicht mehr als vorher :cool: ) und dass, wer aufhören will, auch aufhört.

ein freund meinte letztens, er würde so gern nicht mehr rauchen (käme auch seiner gesundheit zugute), aber er würde einfach die pausen - also die prozedur des rauchens an sich - brauchen. aber heisst das jetzt, dass er das rauchen braucht oder die pause??? oder beides, weil das eine das andere bedingt???

also: laut herrn „habichvergessen“ ist das alles eine frage der aufklärung. würde einem nicht ständig suggeriert , dass es so schwer ist, von dieser „sucht“ loszukommen, gäbe es sehr viel mehr raucher, die ratzfatz ex-raucher wären...

qualmfreie grüsse
phila
 
  • Hallo Phila,

    mir ging es genau wie dir. Silvester 1997 hat mich meine Frau noch gefragt, ob ich nicht mit dem Rauchen aufhören wolle. Meine Antwort damals war ein klares Nein!
    Am 15.1.1998 passierte mir dann, dass ich im Skiurlaub ziemlich erkältet beim Apresski war. Ein Raucher stand neben mir und der Qualm zog in meine Richtung. Als mir davon schlecht wurde, hat es beim regelrecht Klick gemacht. In dem Moment war mir klar, dass ich sofort mit dem Rauchen aufhöre! Ich habe für die ganze Ski-Gruppe Weißbier geordert und feierlich erklärt was ich vorhabe. Ich erntete von meiner Frau verwirrte Blicke und von der Gruppe Gelächter.
    Aber, seit diesem Zeitpunkt habe ich nicht mehr geraucht und kann für mich behaupten, dass mir das Aufhören nicht schwer fiel.
    Allerdings muss das wohl auch so eine Ad-hoc-Entscheidung sein, damit das erfolgreich funktioniert...

    Gruß
    Okolyt
     
    so, nun hab ich auch den namen:

    Andreas Winter
    Autor des Buches ""Nikotinsucht - der große Irrtum"

    phila
     
  • hi okolyt,

    konsequent!

    im zuge des "nichtmehrrauchens" hab ich auch bewusst mit gesunder ernährung begonnen.

    ja, ja - ab nem gewissen alter denkt man darüber nach, was man seinem körper mit giften antut und wird sich bewusst, dass man nur diesen einen körper hat...

    phila
     
  • Das haben mir die Raucher in meinem Freundeskreis auch gesagt und die meisten meinen, sie könnten das nicht so konsequent durchziehen.

    Da es damals mein erster Versuch war, die Qualmerei dranzugeben, habe ich übrigens auch versucht, mich bewusst zu ernähren. Die ganzen Horrorgeschichten mit der "Ersatzbefriedigung" in Form von Süssigkeiten konnte ich nicht so recht einordnen.
    So habe ich mehrere kleine Mahlzeiten am Tag und viel Obst zu mir genommen.
    Im Endeffekt habe ich dadurch trotz plötzlichem Nichtrauchen abgenommen! :D

    Gruß
    Okolyt, der sich nun aber leider nicht mehr immer soooo gesund ernährt :rolleyes:
     
    Das mit dem Rauchen ist eine reine Kopfsache wer nicht will den sollte man auch nicht da zu überreden es muss von selbst kommen sonst wird es nichts.Bei mir wird es das vierte Jahr das ich aufgehört habe.Da durch das ich eh keinen Alkohol trink hatte ich auch keine Probleme damit obwohl ich 20 Jahre geraucht habe.
    Ich kenn aber auch einen anderen Fall wo man ihn gebeten hatte (seine Frau) das er wider anfangen soll er hatte sich so geändert das sie sagte er soll lieber wider rauchen und hatte es dann auch nach einem 3/4 Jahr wieder gemacht.
    Aber von mir aus müssen die Raucher nicht aufhören sollen ruhig weiter rauchen!Denn die entstehenden Steuerlöcher müssten wir dann alle wider stopfen.
     
  • Denn die entstehenden Steuerlöcher müssten wir dann alle wider stopfen.

    na ja... durch das rauchen entstehen ja auch immense kosten (siehe kosten krankenkassen)...

    aber ich akzeptiere raucher auch :)
    und: ich hab auch noch nen aschenbecher zuhaus - für besucher, versteht sich!

    phila
     
    aber ich akzeptiere raucher auch

    Das habe ich auch immer gesagt, muss aber mittlerweile feststellen, dass ich Zigarettenqualm mit der Zeit immer störender finde.

    Gruß
    Okolyt, hat ein Laster weniger ;)
     
    Ich find es am schlimmsten in Gaststätten beim essen wenn sich da am Nebentisch einer eine ansteckt so etwas muss nicht sein,find es richtig wenn sie abgetrennt sitzen und keiner belästigt den anderen.
    Ich habe selbst nie in der Wohnung geraucht denn da ist die Belastung für die anderen um so höher.
    Ich kann Raucher auch nicht verstehen die ihre Nichtraucher Familie mit so etwas aussetzen find es einfach verantwortungslos!
     
    ... dass, wer aufhören will, auch aufhört.

    qualmfreie grüsse
    phila



    ...ja philamia, nur der, der will! Ich weiß wovon ich rede.

    Ich habe mal überlegt wie's bei mir aussah:
    habe sehr sehr früh (heimlich- weil genervt) damit angefangen und dann von einer auf die andere Sekunde damit aufgehört. Dann kamen zunehmender psychischer Stress, ein Ortswechsel und eine kl. OP die mich veranlasten wieder anzufangen.
    Irgendwan sagte ich mir: Bitte, noch eine Chance brauchst Du um wieder aufzuhören - ich wollte aufhören aber es klappte nicht - ich habe immer gerne geraucht! Dann kam sie meine Chance im Jahre 2000, wenn auch nicht sehr schön..

    - Ich kam unters Messer, mußte 6 Wochen zuhause ohne Drehung oder anderen Bewegungen die über den Bauch gingen abschreiben, durfte nur streng auf dem Rücken liegen. Tja und meine treuen Begleiter lagen auf der Couch, oben mir zur Seite und ich sagte zu meinem gg: Bitte erwähne sie erst gar nicht, ich habe mit dem Nakosearzt eine Vereinbahrung getroffen, er sagte mir er könnte die Narkose beeinflussen, so daß ich erst mal 3-4 Tage keinen Schmackes mehr drauf hätte - und es funktionierte......

    Eigenartig ist aber: Ich habe ein Raster des rauchens und nichtrauchens entdeckt, - genau immer 7 Jahre und ich konnte mich und kann mich Heute zu jedem Raucher stellen und es macht mir nichts aus, ich rieche die brennende Zigarette aber immer noch gerne und ohne neid!
    Ich habe immerhin 21 Jahre am Tag bis zu 30 Zigaretten geraucht und weiß wie schwer es ist!

    Ich bin nur froh, daß ich es geschafft habe, aber kanns auch nicht ab, wenn man die Raucher als Prügelknaben der Nation dahin stellt, es war auch lange Zeit ein Trend und da, denke ich ist auch die Industrie gefordert, nicht nur mit müden keine Textfeldern auf der Verpackung.
     
  • Ich habe ein Raster des rauchens und nichtrauchens entdeckt, - genau immer 7 Jahre.


    wie war das doch gleich? alle sieben jahre ändert sich der körper?
    käme ja hin...

    kanns auch nicht ab, wenn man die Raucher als Prügelknaben der Nation dahin stellt.

    auch raucher sind menschen... wenn auch nicht so gesund, wie sie sein könnten!

    es war auch lange Zeit ein Trend.

    und cool! insbesondere in verbindung mit nem trenchcoad...

    phila
     
  • ich hab mit 16 angefangen zu rauchen, weils ja soooo cool ist und bis 21 mal mehr mal weniger geraucht.
    hatte dann so ein schlüsselerlebnis wodurch ich sofort aufgehört habe: war auf ner party und sah ein sturzbetrunkenes mädel. in einer hand ne flasche bier und in der anderen ne kippe. sie war so betrunken....irre
    da dachte ich nur und hab aufgehört zu rauchen. hab zwar mal wieder ne zigarette geraucht, aber da wurd mir total übel

    mein mann hat ein jahr nach der geburt unserer kleinen aufgehört. ihm viels schwerer, aber bleibt seit 2 jahren hartnäckig
     
    Hi philamia!

    würde einem nicht ständig suggeriert , dass es so schwer ist, von dieser „sucht“ loszukommen, gäbe es sehr viel mehr raucher, die ratzfatz ex-raucher wären...

    Eine ... äh ... Einzelmeinung. Es gibt durchaus ernstzunehmende Autoren, die den Nikotinentzug - physisch und psychisch - schwieriger sehen als den Alkoholentzug.

    Mir persönlich ist es völlig egal, ob jemand raucht oder nicht. Er sollte halt niemanden zwingen, mitzurauchen.

    Bye
    -John
     
    Hi philamia!



    Eine ... äh ... Einzelmeinung. Es gibt durchaus ernstzunehmende Autoren, die den Nikotinentzug - physisch und psychisch - schwieriger sehen als den Alkoholentzug.

    Mir persönlich ist es völlig egal, ob jemand raucht oder nicht. Er sollte halt niemanden zwingen, mitzurauchen.

    Bye
    -John

    So seh ich das auch jeder soll selbst entscheiden können ob er mit rauchen will oder nicht!
    Deswegen zündet euch ruhig noch eine an wen ihr niemanden stört,ich werde auch gern das Feuerzeug halten wenn ihr wollt.
     
    Hallo,

    es gibt sogar Wissenschaftler, die die Geschwindigkeit, mit der man von Nikotin abhängig wird, in der Größenordnung von Heroin einordnen, was aber umstritten ist. Bei Nikotinentzug gibt's natürlich keinen cold turkey, klar. Strittig ist auch, ob die vielen Zusatzstoffe, die die Zigarettenindustrie hinzufügt und mit denen der Tabak gesoßt wird, nicht die noch stärker süchtig machenden Stoffe sind.
    Allerdings spricht für mich dagegen, dass die meisten Menschen, die das Rauchen aufgegeben haben, berichten, es sei von jetzt auf gleich gegagen und nicht halb so schwierig gewesen, wie befürchtet.
    Bei allen Suchtmitel geht es um den Belohnungseffekt, biochemisch mehr oder minder unmittelbar /mittelbar.

    Beim googeln habe ich die Temposucht gefunden, ist OT, oder scharf daneben. Ich fand's in diesem Zusammenhang aber bemerkenswert:

    "Schnelles Fahren befeuert ebenso wie Suchtstoffe jene Gehirnzellen, die den Botenstoff Dopamin und Belohnungsmoleküle wie Opioide und Endocannabinoide ausschütten.
    Es gibt jedoch einen Unterschied: Heroin oder starke Schmerzmittel wie Tilidin docken genau an die Anlaufstellen auf den Nervenzellen des Belohnungssystems an. Tempolust wirkt dagegen indirekt: Erst der steigende Adrenalinspiegel stimuliert die Gehirnareale so, dass schnelles Fahren als Belohnung empfunden wird. Je größer der Kick, desto stärker die Zufriedenheit."
    aus: WELT ONLINE - Tempo kann süchtig machen - Nachrichten Wissenschaft

    (Gerade mal nicht qualmende) Grüße
    Vita
     
    Zuletzt bearbeitet:
    ... ich quarze alo bin ich (nicht) ...

    niwashi, der sich gelegentlich eine Zigarillo schmecken läßt ...
     
    Ich bin bekennende Raucherin, weil ich gern rauche (wahrscheinlich ists die Sucht).
    Für mich ist es eine Belohnung, wenn ich geackert habe und dann mit Zigarette und Cappu einfach so dasitzen kann, eben relaxen.
    Ich habe während der Schwangerschaften nicht geraucht, und auch schon mal an einem (wie heute) Weltnichtrauchertag aufgehört....für 3 Jahre....dann gings wieder los (Gründe möchte ich ersparen, hab schon genug Abgründe aus meinem Leben aufgetan)

    Liebe Grüße
    Petra, die eigentlich mit 50 aufhören wollte....Mist, nicht geklappt (vielleicht mit 60?!)
     
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