unterlassene Hilfeleistung

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Hallo Freunde der kalorienbepackten Osterfreuden.
Wie jedes Jahr zu Ostern stellt sich natürlich auch dieses Jahr die Frage 'warum'?
Da ist ein Vater der zusieht wie sein Sohn elendig verreckt und obwohl er die Möglichkeit hätte unternimmt er nichts dagegen.
Ist das unterlassene Hilfeleistung? Gehört dieser Vater angeklagt um im Name des Volkes, auf die Bibel schwörend verurteilt zu werden?
Zugegeben, dies alles sollte passieren um die Menschen von ihren Sünden zu erlösen - oder war es doch nur Gleichgültigkeit?
Hätte es da nicht bessere Möglichkeiten gegeben als den eigenen Sohn zu opfern?
Auf die Probe gestellt hätte Abraham seinen geopfert. Voller Freude über das in ihn gegebene Vertrauen lässt es Gott aber nicht soweit kommen.
Dies an sich durchaus nett von ihm nur warum macht er dann nicht das Gleiche als es um das opfern seines Sohnes ging?
Was Allmächtigkeiten betrifft spielt er ja wohl in der ersten Liga, sozusagen S04 der Allmaechtigkeits Liga wenn man es kurzfristig betrachtet. Langfristig waere es wohl eher Bayern Muenchen.
Wollte er nur zeigen wie grausam er - also auch die Menschen sind die ja angeblich nach einem Bild geformt sind?
War es vielleicht eh nicht sein Lieblingssohn?
Es bleibt eine merkwürdige Geschichte. Pervers ist jedoch, dass eine Religionsrichtung seit über 2000 Jahren ein Folterinstrument anbetet.

In diesem Unsinne,

Frohe Ostern
 
  • Ich bin nicht so bibelfest, aber gestern abend, nachdem ich den Film "Die Passion Christi" gesehen habe, war ich echt total ergriffen, nein geschockt und verwirrt!
    Wollte er bewußt leiden, um uns zu zeigen, dass darin der Glaube liegt?
    Und warum muss ein Vater, welcher auch immer, ständig eingreifen? Der Sohn muss seinen Weg gehen und es ist niemals Gleichgültigkeit, sondern ein Leben zulassen, auch wenn es vielleicht anders ist.
    Das will ER uns wohl vermitteln, dass wir für uns selbst verantwortlich sind und unseren eigenen Weg gehen müssen!

    Liebe Grüße
    Petra, die Ostern mit gemischten Gefühlen feiert
     
    oder aber er ist nicht mehr oder weniger gottes sohn, wie wir alle gottes kinder sind.

    war er vielleicht einfach nur ein mann mit einer ganz besonderen charismatischen wirkung? einer der die menschen zum nachdenken bringen wollte?

    ich bin ursprünglich sehr gläubig erzogen worden, habe inzwischen eine völlig andere sicht der dinge errungen......

    ....und wie kyle ja schon sagte, seit 2000 jahren beten die christen ein folterinstrument an. respektive jesus christus....aber sagt nicht das 1. gebot: ICH bin der herr dein gott, du sollst keine anderen götter neben mir haben?....warum beten denn die christen zum vermeintlichen sohn, statt zum vater selbst???

    in diesem sinne ....jedem das seine.....frohe ostern...oder einfach nur ein paar schöne friedliche feiertage wünscht euch allen geli
     
  • ....warum beten denn die christen zum vermeintlichen sohn, statt zum vater selbst???
    ich bete zum "lieben gott" und da ist alles drin...:D

    in diesem sinne ....jedem das seine... genauso sehe ich das auch, liebe geli ;)
    .
    frohe ostern...oder einfach nur ein paar schöne friedliche feiertage wünscht euch allen geli

    liebe grüße von kathi
    (die den film (teilweise) gesehen hat und ihn nicht ein zweites mal ansehen würde)
     
  • ...warum beten denn die christen zum vermeintlichen sohn, statt zum vater selbst??? ...

    Vater, der Du bist im Himmel, geheiligt werde Dein Name ...

    Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer ...

    niwashi, der versucht, eine aufgeklärte Religion zu leben ...

    PS: Kyle, Deine Ansicht ist gar nicht so verkehrt, allerdings mit Petras Argument auch wieder gut zu erklären ... jeder ist seinens Glückes Schmied ...
     
    Ich glaube auch, dass jeder für sein Leben eigenverantwortlich ist. Ein Sprichwort sagt: "Der Mensch denkt, und Gott lenkt."
    Aber wo hört das eine auf und wo fängt das andere an? Es ist schwer dieses zu erkennen. Aber Ostern ist ein neuer Anfang, immer wieder, und so sollten wir es auch annehmen. M
     
  • wer sein Geschick in Gottes Hand legt, wälzt Verantwortung ab!

    niwashi, der Kyles Überlegung immer noch überdenkt ...
     
    Ich denke, das es wirklich für jeden eine andere Ansicht gibt, gegenüber diesem Thema.Wie Niwashi schon zitierte:Ich bin der Herr dein Gott...usw.......
    Wer ist er?Der, uns bekannte liebe Gott......Allah......Jesus....Maria... und wie sie noch alle heissen?Gibt ja allein schon eine ganze Latte voller griechischer, keltischer, usw Götter.
    Allein im Mittelalter, zur Hexenzeit usw gibt es mehrere.Ich wurde evangelisch erzogen...nicht extrem, sondern normal mit Konfirmation usw, bin aber seid 3 Jahren eher abgewand von dieser Kirche, glaube dennoch an einen Gott.Aber ebend nicht so, wie die normalen Kirchen.
    Und wenn Gott uns nach seinem Ebenbild geschaffen hat, bekommt er auch solch grausame Krankheiten wie wir Menschen, oder hat er sich schon abgewand, weil er nicht mit ansehen kann, was die Menschen mit sich und der Welt anstellen?
    Ein sehr schwieriges Thema, bei dem man wohl nie eine wirklich richtige Antwort finden wird.

    PS:Ostern und Weihnachten sind für mich jetzt nur noch kommerzielle Feste, mit einem.....nicht evangelischen oder katholischen Ursprung, sondern eher aus dem Heidnischen.
    Trotzdem "feier" ich mit allen anderen mit :)
     
    Hi Kylemore!

    Gott opfert seinen Sohn für uns.

    Gott weiß Dinge, die wir nicht wissen und in diesem Leben auch nicht erfahren werden - aber danach.

    Der Tod ist Voraussetzung für dieses "Danach". Und der Tod Jesu am Kreuz, den dieser auch für mich gestorben ist, und die Tatsache, dass Jesus auferstanden ist, gibt mir Hoffnung.

    Dies bewahrt mich auch vor schweren Verstößen gegen die Zehn Gebote. (Bei leichten habe ich immerhin ein schlechtes Gewissen).

    Christliche Religiosität hat allein schon deshalb positive Aspekte.


    @ Abraxas:
    Ostern und Weihnachten sind für mich jetzt nur noch kommerzielle Feste, mit einem.....nicht evangelischen oder katholischen Ursprung, sondern eher aus dem Heidnischen.

    Ich halte mich von heidnischen wie kommerziellen Bräuchen an diesen Tagen möglichst fern.

    Bye
    -John
     
  • ... -John, der das auch versucht. Und sucht.

    man lehrte mir Toleranz und Respekt und den Dialog (leider fehlt mir dazu die Diplomtie eines Benedikt XVI), doch wenn diese von außen nicht erwidert wird, kann einem diese Einstellung auch ganz schön frustrieren

    so nebenbei: bin mit serbisch-orthodoxen aufgewachsen, habe 2 Jahre in einem Land gelebt, in dem Buddhismus und Shintoismus (ooops intolerant ohne Ende oder doch nicht?) vorherrscht, eckte niemals an, habe/hatte gute Freunde, aber ich hatte immer die meisten Probleme mit Moslems ... warum?

    Religion kann einem so viel geben, wenn man sie mit Vernunft (ein Widerspruch?) lebt.

    niwashi, der jeden respektiert, der ihn respektiert ... die anderen eigentlich auch ...
     
    Hi niwashi!

    der jeden respektiert, der ihn respektiert ... die anderen eigentlich auch ...

    Eine vernünftige Einstellung. Sehr vernünftig sogar.


    Religion kann einem so viel geben, wenn man sie mit Vernunft (ein Widerspruch?) lebt.

    Kein Widerspruch. Religiös zu sein bedeutet ja nicht, den Kopf auszuschalten. Im Gegenteil: Es ist ungleich einfacher, zu sagen: "Es gibt keinen Gott". Und dann den Kopf auszuschalten.

    Modern ist ja, sich seine Religion selbst zu zimmern. Ein bisschen hiervon, ein wenig davon, eine Prise dorther - fertig ist die Religion, die keinerlei Anstrengung erfordert. :rolleyes:

    aber ich hatte immer die meisten Probleme mit Moslems ... warum?

    Wahrscheinlich, weil Du Karikaturen wie diese aus der "Berliner Zeitung" gezeichnet hast:

    kari.gif

    Runder Tisch mit gemäßigten Taliban

    Bye
    -John
     
    ein schenkelklopfer!

    @John: weise Worte, die Du da tippst ... aber für viele "unverständlich"!

    niwashi, der so ähnlich denkt ... nein, nicht wie Du denken könntest ...
     
    niwashi hat Prinzipien ... keine göttlichen, aber die des gesunden Hausverstandes

    niwashi, ja der ...
     
    man lehrte mir Toleranz und Respekt und den Dialog (leider fehlt mir dazu die Diplomtie eines Benedikt XVI), doch wenn diese von außen nicht erwidert wird, kann einem diese Einstellung auch ganz schön frustrieren

    so nebenbei: bin mit serbisch-orthodoxen aufgewachsen, habe 2 Jahre in einem Land gelebt, in dem Buddhismus und Shintoismus (ooops intolerant ohne Ende oder doch nicht?) vorherrscht, eckte niemals an, habe/hatte gute Freunde, aber ich hatte immer die meisten Probleme mit Moslems ... warum?

    Religion kann einem so viel geben, wenn man sie mit Vernunft (ein Widerspruch?) lebt.

    niwashi, der jeden respektiert, der ihn respektiert ... die anderen eigentlich auch ...

    so halte ich das auch. wollte mich als ungläubiger eigentlich nicht an dieser Diskussion beteiligen, aber nachdem der gegenseitige Respekt von Niwi in die Runde gebracht wurde.... Meine Meinung dazu ist jeder so wie er mag. Zum Thema bibelfestigkeit bräuchte ich 100%ig einen Telefonjoker.
     
    @ Abraxas:

    Ich halte mich von heidnischen wie kommerziellen Bräuchen an diesen Tagen möglichst fern.

    Bye
    -John[/QUOTE]

    Hallo John,

    gehe mal bitte in der Geschichte der Menscheit zurück und zwar vor das Christentum,

    Du wirst sehen, daß Oster und Weihnachten eine Übernahme des Christentums sind.

    Weihnacheten wurde von den "Heiden" das Fest des Winterlichtwendens gefeiert (Tag und Nacht gleich). Ab Weihnachten werden die Tage länger.

    Ostern wurde bei den "Heiden" die Geburt der NAtur gefeiert (neues Leben entsteht in der Natur).

    Heute noch wird in einigen Regionen der Winter verbrannt. Dies ist ein Brauch, der aus der Heidenzeit stammt (der heilige Bonofatius konnte es auch nicht ausmärzen und wurde vom damaligen Papst zähneknirschend gebilligt).

    So sind einige christliche Feste aus dem "Heidentum" übernommen und "christianisiert".

    Desgleichen ist es auch so mit den Namen der Wochentagen.

    LG
    Dieter
     
    ... Im Gegenteil: Es ist ungleich einfacher, zu sagen: "Es gibt keinen Gott". Und dann den Kopf auszuschalten.
    Merkwürdige Behauptung; vielleicht solltest du einmal deinen Bekanntenkreis erweitern? Mag sein, dass es oftmals gilt, aber wenn ich mir das anziehe, zwackt der Anzug ganz schön.

    Modern ist ja, sich seine Religion selbst zu zimmern. Ein bisschen hiervon, ein wenig davon, eine Prise dorther - fertig ist die Religion, die keinerlei Anstrengung erfordert. :rolleyes:
    Ebenso merkwürdig ... war's in der Praxis irgendwo irgendwann jemals anders und ist es nicht mehr oder minder auch das, was niwashi von sich schreibt? Jede Religion besteht im Alltag größtenteils aus Aberglauben und menschlich allzumenschlichen Bedürfnissen nach Irrationalem, persönlicher Signifikanz, nach Sicherheit, geborgen und angenommen auf der guten Seite zu stehen, Unverständliches erklären zu können, Trost und - ganz heiß begehrt - gottgleicher UNSTERBLICHKEIT.
    Klingt etwas nach Pontifex, oder Philister, wenngleich auch gutgemeint. Im Besitze des direkten Zugangs zur WAHRHEIT?
    Das auserwählte Volk ... welches sich auch dafür hält - da halte es eher mit Lessings Ringparabel und Kants kategorischem Imperativ.

    Ostara, nein, Vita, die sich nicht mehr die Mühe macht, Irrationales rational zu beackern und an Religonen besonders das missionarisch Chauvinistische für latent gefährlich hält
    - nicht aber den strahlenden, wunderbaren Spruch "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst"
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Hi Frischling!

    Ich habe ja nichts gegen ein Frühlingsfest, nicht einmal etwas gegen Plastikeier an Bäumen oder Schokokram aus Lindts Elfenland.

    Ich möchte Ostern selbst aber nicht darauf reduzieren.

    Missionseifer ist mir fremd.

    Bye
    -John
     
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