Gewächshaus: Plattenfundament + Töpfe oder Erdaushub?

lipa

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Hallo ihr Lieben,

ich suche einen Rat. Wir haben unser Haus erst 2-3 Jahre und gehen nun den Garten an. Auch geplant sind Hochbeete und Gewächshaus. Ins Gewächshaus kommen die Klassiker, die Sonne u. Wärme benötigen wie Tomaten und Paprika. Ich frage mich nun, welchen Boden ich für das Gewächshaus wähle:
  • Kompleter Steinplatten, die Pflanzen in Töpfe
  • Aushub des aktuellen Bodens und mit frischer Erde füllen
Ich frage mich, was man in welchen Fällen nimmt und was für mich empfohlen ist. Töpfe klingt für mich als müsste man viel rumräumen und ggf.mehr gießen, aber im Winter kann man das Haus leer räumen und darin sitzen.

Erdboden wiederum klingt wiederum flexibler. Unser Boden ist eher lehmig-sandig. Dies ist mit ausreichend tiefem Aushub und Austausch gegen gute Erde ja zu lösen. In der Nähe steht eine schöne, alte große Birke, die natürlich viel Wasser zieht. Auch das liesse sich durch Giessen oder ein Bewässerungssystem klären.

Losgelöst davon bekommt das Gewächshaus natürlich eine Verankerung im Boden bzw. einen Fundamentrahmen. Größe des Hauses ist ca. 2 x 3m.

Was würdet ihr machen, und warum?

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  • Lehmig-sandig ist quasi der Idealzustand eines Gartenbodens! So wie Sackerde sieht der niemals aus. Den noch entsprechend mit Kompost versetzt und du dürftest eine sehr gute Ausgangsbasis für Starkzehrer wie Tomaten und Paprika haben.
    Ich würde diese Ressource nutzen.
    Gründe:
    Eigentlich alle Pflanzen gedeihen im Boden besser, als in Töpfen. Spezialbedürfnisse, wie Z.B. Kakteen oder so, außen vor.
    Gartenboden „lebt“ und regeneriert sich, Sackerde in Töpfen ist nach einer Saison ausgelutscht, zusammengesackt und tot. Neue muss her. Nicht nachhaltig und auch teuer.
    Ausgepflanzt reduziert sich der Giessaufwand, ist aber natürlich nicht null.
    Im Gewächshaus sitzt ihr ganz genau…1 Mal. Von Frühling bis Herbst stehen da die Pflanzen drin, danach eventuell Kübelpflanzen zum Überwintern. Die Temperatur im Gewächshaus ist bei bedecktem Himmel plusminus der Außentemperatur. Im Spätherbst/Winter/Vorfrühling viel zu kalt zum sitzen.

    Ich würde allerdings einen Plattenweg mittig pflastern, um bequemes Arbeiten zu gewährleisten. Mit Randsteinen zum Erdreich hin, damit man da buddeln, gießen und grubbern kann, ohne dass der Weg aussieht wie 🐷.

    Last but Not least, solltet ihr es euch anders überlegen, ist das nachträgliche Pflastern ein Kinderspiel. Umgekehrt nicht. Erdaushub würde ich in keinem der beiden Fälle machen. Warum?
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Ich kann mich @Platero nur anschliessen. Ich habe ein Gewächshaus genau wie du auf die Erde gesetzt. Meine Tomaten wachsen wie wild darin und begossen habe ich sie jetzt schon lange nicht mehr. Im heissen Sommer allerdings schon, aber auch da nur jeden zweiten Tag ein bisschen mit dem Schlauch. Ich habe auch keinen Erdaushub gemacht, werde dann aber - wenn die Tomaten das zeitliche gesegnet haben - mit Kompost und etwas Pferdemist die Erde mit neuen Nährstoffen anreichern.
     
  • Tausend Dank euch, das hilft sehr. Das ist wirklich hilfreich, und im Grunde ist die Entscheidung damit auch gefallen. Ich hatte noch kurz die Sorge, ob die Wurzeln der Birke ein Problem werden könnten, aber die sollten tiefer gehen als das Gemüse ;).

    Einzig: sollte ich den Boden einmal testen, Bodenproben nehmen oder so? Unsere Siedlung ist über 100 Jahre alt und als Selbstversorgersiedlung angelegt. Belastungen gab es hier nicht. Auf Nummer sicher zu gehen schadet aber ja vielleicht nicht, auch um herauszufinden, wie/was ich düngen sollte. Wir haben hier dazu einen großen Kompost, den ich einarbeiten werde. Was denkt ihr?
     
  • Ich würde den vorhandenen Boden erst einmal verbessern und eine Saison schauen, bevor ich großflächig Erde austausche. Nachbessern kann man später immer noch.
     
  • Belastungen mit irgendwas wären wirklich das Einzige Argument für Bodenaustausch.
    Alles Andere bekommt man mit Bodenpflege, Förderung der Bodenlebewesen, Kompost und überwiegend biologischer Düngung hin. Nicht ad hoc, aber über die Zeit.
    Kunstdünger sollten bis auf begründete Ausnahmen tabu sein. Sie zerstören die Erdstruktur und versalzen auf lange Sicht die Erde.
    Man muss das Alles in Zeiträumen von Jahrzehnten sehen.
    Wenn du den Boden austauschst, bekommst du mit viel Glück…..sandig-lehmigen Oberboden. Mit Pech was Schlechteres. Du kannst also nix gewinnen, nur verlieren.
     
    Und nicht vergessen, auch im Winter den GWH Boden gießen. Die Bodenlebewesen brauchen Wasser

    Futter für die Bodenlebewesen = Mulchschicht wäre auch nicht falsch. Wenn du also noch Grasschnitt übrg hast, dann verteile eine dünne ( ! ) Schicht. Mit Laub vermischt kann die Schicht auch dicker werden, aber Gras pur verrottet ganz seltsam. WAs im Frühjahr nicht verrottet ist, kannst du einfach zusammenrechen und auf den Kompost werfen.
     
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