Fragen zum Vertikutieren

BärnerBär

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15. Mai 2025
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Hallo zusammen

Ich bin etwas verunsichert und bräuchte euren Rat. Unser halber Rasen war ausgetrocknet und nun habe ich diesen vertikutiert in der Hoffnung, das abgestorbene Material abzutragen. Ich habe lange zugewartet und geschaut, ob der Rasen wieder grün wird. Mit mässigem Erfolg, es kamen lediglich Büsche zum Vorschein.

Der Boden ist sehr hart, entsprechend staubig war das Vertikutieren. Es kam sehr viel Material raus, jedoch ist noch viel vertrockneter Rasen nach wie vor im Boden, siehe Foto. Ausserdem hat der Vertikutierer eine Art Schachbrett Muster hinterlassen.

Mein geplantes Vorgehen:
- ich habe soeben den Boden gewässert in der Hoffnung, dass ich die Halme mit dem Rechen besser raus bekomme.
- ich versuche, mit einem Rechen so viel wie möglich der vertrockneten Grashalme raus zu rechen.
- anschliessend gleiche ich den Boden (etwas uneben) mit einem Gemisch aus Rasenerde, Sand und Kompost aus.
- mit Rasenrakel begradigen
- wässern
- Samen ausbringen
- Samen andrücken
- bewässern

Fragen:
- müssen sämtliche vertrocknete Grashalme, welche noch im Boden sind, raus?
- Vorgehen i. O.? Oder fehlt etwas essenzielles?
- wie drücke ich die Samen am besten an? Leider habe ich keine Walze.
- wie decke/schütze ich die ausgebrachten Samen?

Gerne höre ich von euch.

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  • Anbei weitere Fotos. Habe versucht, alles vertrocknete zu entfernen, war jedoch nicht komplett möglich.

    Es hat viele so "Krümel-Erde". Kann ich darauf die Samen ausbringen?

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    Hallo BärnerBär,

    der Reihe nach.....

    Ausserdem hat der Vertikutierer eine Art Schachbrett Muster hinterlassen.
    Er war offensichtlich zu tief eingestellt. Ein gängiges Maß sind 5 mm.

    - ich versuche, mit einem Rechen so viel wie möglich der vertrockneten Grashalme raus zu rechen.
    Das geht bei Deiner Fläche mit einem Fächerbesen mit flexiblen Zinken besser als mit einer Harke / einem Rechen.

    Fragen:
    - müssen sämtliche vertrocknete Grashalme, welche noch im Boden sind, raus?
    Nein.

    - Vorgehen i. O.? Oder fehlt etwas essenzielles?
    Im Wesentlichen in Ordnung.
    Nach der Begradigung mit der Rasenrakel sollte verdichtet werden, anschließend wieder begradigen, verdichten, so häufig, bis einem die Fläche gefällt.
    Das Wässern erfolgt am besten ganz zum Schluss.

    - wie drücke ich die Samen am besten an? Leider habe ich keine Walze.
    Die kann man für wenige € ausleihen.

    - wie decke/schütze ich die ausgebrachten Samen?
    Man kann die Samen vor dem abschließenden Wässern ganz dünn, also nur oberflächlich einharken.
    Ich säe immer 50 % mehr aus, als empfohlen, um Keimausfälle und Vogelfraß zu minimieren.


    Habe versucht, alles vertrocknete zu entfernen, war jedoch nicht komplett möglich.
    Nicht schlimm.

    Es hat viele so "Krümel-Erde". Kann ich darauf die Samen ausbringen?
    Ja.

    Wenn Dein Boden auch im feuchten Zustand hart ist (also wahrscheinlich lehmig mit geringem Sandanteil), könntest Du überlegen, auch Sand in tiefere Schichten einzuarbeiten. Das ist deutlich mehr Arbeit als eine einfache Nachsaat und dann empfehlenswert, wenn Du mit dem Rasenwachstum grundsätzlich nicht zufrieden bist.


    Grüße,
    Jörg
     
  • Am leichtesten ist es den rasen nicht absterben zu lassen.

    Vertikutieren macht man nicht. Man lüftet. Das ist statt stare Zinken federnde Drähte. Und man geht nicht in den Boden rein.

    Das Wasser was du im Sommer gespart hast, brauchst du jetzt. Der Boden ist ja immernoch komplett trocken. Stell mal Margarine Becher hin. So kannst du deine Bewässerung messen. 10mm sind 10 Liter. Du wirst nach dem säen wohl 5 Tage täglich im Stundentakt den Samen anfeuchten müssen. 10liter mindestens um den Boden durchzufeuchten.
     
  • Am leichtesten ist es den rasen nicht absterben zu lassen.

    Vertikutieren macht man nicht. Man lüftet. Das ist statt stare Zinken federnde Drähte. Und man geht nicht in den Boden rein.

    Das Wasser was du im Sommer gespart hast, brauchst du jetzt. Der Boden ist ja immernoch komplett trocken. Stell mal Margarine Becher hin. So kannst du deine Bewässerung messen. 10mm sind 10 Liter. Du wirst nach dem säen wohl 5 Tage täglich im Stundentakt den Samen anfeuchten müssen. 10liter mindestens um den Boden durchzufeuchten.
    Bei der Ansaat muss man den Boden nicht durchfeuchten. Grad so, dass der Samen, der obenauf liegt, nicht austrocknet. Was untendrunter passiert, ist dem Samen egal. Zumindest in der Keimphase.
     
    Hallo zusammen

    Ich bin etwas verunsichert und bräuchte euren Rat. Unser halber Rasen war ausgetrocknet und nun habe ich diesen vertikutiert in der Hoffnung, das abgestorbene Material abzutragen. Ich habe lange zugewartet und geschaut, ob der Rasen wieder grün wird. Mit mässigem Erfolg, es kamen lediglich Büsche zum Vorschein.

    Der Boden ist sehr hart, entsprechend staubig war das Vertikutieren. Es kam sehr viel Material raus, jedoch ist noch viel vertrockneter Rasen nach wie vor im Boden, siehe Foto. Ausserdem hat der Vertikutierer eine Art Schachbrett Muster hinterlassen.

    Mein geplantes Vorgehen:
    - ich habe soeben den Boden gewässert in der Hoffnung, dass ich die Halme mit dem Rechen besser raus bekomme.
    - ich versuche, mit einem Rechen so viel wie möglich der vertrockneten Grashalme raus zu rechen.
    - anschliessend gleiche ich den Boden (etwas uneben) mit einem Gemisch aus Rasenerde, Sand und Kompost aus.
    - mit Rasenrakel begradigen
    - wässern
    - Samen ausbringen
    - Samen andrücken
    - bewässern

    Fragen:
    - müssen sämtliche vertrocknete Grashalme, welche noch im Boden sind, raus?
    - Vorgehen i. O.? Oder fehlt etwas essenzielles?
    - wie drücke ich die Samen am besten an? Leider habe ich keine Walze.
    - wie decke/schütze ich die ausgebrachten Samen?

    Gerne höre ich von euch.

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    Gartenerde drüberstreuen, Rasensamen aussäen, Walzen braucht man nicht unbedingt, Festtreten (wir haben uns Bretter unter alte Schuhe gemacht, oder Schlaufen an Bretter anbringen wo du rein schlüpfst und über die Fläche latscht, die Fläche feucht halten so es nicht regnet, alles was heuer nicht an Samen aufgeht kommt dann im Frühjahr.
     
  • Bei der Ansaat muss man den Boden nicht durchfeuchten. Grad so, dass der Samen, der obenauf liegt, nicht austrocknet. Was untendrunter passiert, ist dem Samen egal. Zumindest in der Keimphase.
    Richtig, dieser Wüstenboden hat gar keinen Puffer, und auch das bisschen Bestand kann nicht auf Wasser zugreifen.

    Erst im Sommer absterben lassen und jetzt mühsam retten…
     
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