Was für eine Zypresse ist das?

Stefan Martens

Neuling
Registriert
22. Apr. 2026
Beiträge
4
Wir haben sie vor 32 Jahren gekauft. Da war sie 30 cm hoch. Sie ist jetzt ca. 15 m hoch.
Ich frage vor dem Hintergrund, dass ich sie im unteren Bereich um ca. 50 cm zurückschneiden muss, da sie inzwischen weit über einen Meter in unserer Einfahrt wächst und man mit dem Auto nicht mehr vorbeifahren kann. Aber aufasten möchte ich sie nicht.

PS: Unten sieht es so aus wie eine separate Zypresse (leicht andere Farbe). Aber tatsächlich ist es nur eine von mehreren Verzweigungen (Stämmen), die aus einem Hauptstamm in Bodennähe wachsen.

DSC01221.webp

DSC01188.webp




DSC01197.webp



DSC01190_cr.webp
 
  • Hallo Stefan,

    das ist eine Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana), vermutlich die ´Glauca´ oder ´Columnaris´.

    Beim Rückschnitt ist zu beachten, dass sie nicht oder nur sehr schlecht aus unbenadelten Ästen wieder austreibt.
    Das Aufasten wäre dann eindeutig die bessere Lösung.

    Grüße,
    Jörg
     
    Jetzt dachte ich das wäre ne Thuya, unsere hatte die gleichen Zapfen.

    Egal, das schneiden ist bei beiden gleich.
    Wenn du da 50 cm ins alte Holz schneidest, hast du lange nur noch braune Zweige. Sieht dann ziemlich bescheiden aus.
     
  • Wenn du da 50 cm ins alte Holz schneidest, hast du lange nur noch braune Zweige. Sieht dann ziemlich bescheiden aus.
    Ja, das ist mir klar. Ich darf nur im grünen Bereich zurückschneiden. Aber wie? Es gibt ja keine Verästelungen, wo ich jetzt den jeweils längsten Trieb abschneiden könnte.

    Und wie weit (wieviel Prozent des grünen Bereichs) pro Schnitt? Bekomme ich sie über 2 oder 3 Jahre langsam dahin, wo ich sie haben möchte?

    Wenn ich jetzt z.B. 15 cm kürze, wäre alles noch grün...
     
  • Hallo Stefan,

    das ist eine Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana), vermutlich die ´Glauca´ oder ´Columnaris´.

    Beim Rückschnitt ist zu beachten, dass sie nicht oder nur sehr schlecht aus unbenadelten Ästen wieder austreibt.
    Das Aufasten wäre dann eindeutig die bessere Lösung.
    Hallo Jörg,
    super, dann habe ich jetzt eine Bestätigung dessen, was ChatGPT für mich herausgefunden hat - aber auch erst nach Drängen in die richtige Richtung. Die erste Antwort von ChatGPT war nämlich ganz falsch. Und ich hatte hier diese ChatGPT-Antwort nicht erwähnt, um eine unvoreingenommene Antwort zu erhalten.

    Aufasten würde zu einem sehr hässlichen Ergebnis führen, da der Stamm in zahlreiche Verzweigungen ab Bodenhöhe aufgesplittet ist. Das möchte ich nicht.

    Wie schon an @Feli871 geantwortet:
    Ich darf nur im grünen Bereich zurückschneiden. Aber wie? Es gibt ja keine Verästelungen, wo ich jetzt den jeweils längsten Trieb abschneiden könnte.

    Und wie weit (wieviel Prozent des grünen Bereichs) pro Schnitt? Bekomme ich sie über 2 oder 3 Jahre langsam dahin, wo ich sie haben möchte?

    Wenn ich jetzt z.B. 15 cm kürze, wäre alles noch grün...

    Wäre die hier von mir rot - als Beispiel gekennzeichnete Stelle eine sinnvolle Schnitt-Stelle?

    Abtrennen.webp
     
  • Die erste Antwort von ChatGPT war nämlich ganz falsch.
    Verrätst Du uns die Antwort ?

    Aufasten würde zu einem sehr hässlichen Ergebnis führen, da der Stamm in zahlreiche Verzweigungen ab Bodenhöhe aufgesplittet ist. Das möchte ich nicht.
    Alles klar, bei nur einem Hauptstamm sähe das Aufasten viel schöner aus.

    Wäre die hier von mir rot - als Beispiel gekennzeichnete Stelle eine sinnvolle Schnitt-Stelle?
    Perfekt ! Wichtig ist, dass der Ast nach dem Schnitt noch grüne Nadeln hat. Dann treibt er auch wieder aus.
     
    Verrätst Du uns die Antwort ?
    Das schrieb ChatGPT zuerst:

    Das sieht sehr nach einem Lebensbaum (Thuja) aus, wahrscheinlich Thuja occidentalis oder eine nahe verwandte Sorte. Die flachen, fächerartigen Zweige und die kleinen, kugelig-schuppigen Zapfen passen gut dazu. Alternativ könnte es auch eine Chamaecyparis sein – die beiden werden oft verwechselt, sind aber in der Pflege ähnlich.
    dann auf Hinterfragen:

    Auf dem Foto sieht man einen immergrünen Nadelstrauch mit flach gefächerten, schuppenartigen Trieben und vielen kleinen, rundlichen Zapfen.
    Das passt eher zu einem Lebensbaum (Thuja) als zu einer klassischen „Federzypresse“.
    Eine Federzypresse (meist Chamaecyparis pisifera) hat in der Regel deutlich feinere, weichere und „federartige“ Nadeln – oft auch etwas lockerer und filigraner im Wuchs.

    Typische Hinweise hier:
    • die flachen, breiten Triebfächer → typisch für Thuja
    • die relativ großen, kugelig-holzigen Zapfen → ebenfalls eher Thuja
    • der insgesamt dichte, kompakte Wuchs
    Sehr wahrscheinlich ist das also eine Thuja (Lebensbaum), wie sie oft als Hecke gepflanzt wird.

    Wenn du willst, kann ich versuchen, die genaue Art (z. B. Thuja occidentalis vs. Thuja plicata) noch genauer einzugrenzen 👍

    dann auf erneutes Hinterfragen:
    Mit dem zweiten Foto wird es ziemlich eindeutig: Das ist keine Thuja, sondern eine Scheinzypresse – sehr wahrscheinlich die Lawson-Zypresse.

    Warum das passt:
    • Zapfen: Die kleinen, fast kugelrunden Zapfen mit den schildartigen Segmenten sind typisch für Chamaecyparis. Bei Thuja sind sie eher länglich.
    • Triebe: Die Schuppen liegen in feinen, leicht überlappenden Fächern, wirken aber etwas weicher und differenzierter als bei Thuja.
    • Wuchsbild: Dicht, aber mit leicht überhängenden, eleganten Zweigspitzen – sehr typisch für Lawson-Zypresse.
    Eine „Federzypresse“ (meist Sawara-Scheinzypresse) hätte deutlich feinere, faden- oder federartige Triebe, oft fast „flauschig“ wirkend – das sieht man hier nicht.

    👉 Fazit:
    Sehr wahrscheinlich eine Lawson-Zypresse (Chamaecyparis lawsoniana), oft als Hecken- oder Ziergehölz gepflanzt.
    Wenn du möchtest, kann ich auch versuchen, die konkrete Sorte (z. B. ‘Columnaris’, ‘Alumii’ etc.) einzugrenzen – da gibt’s ziemlich viele Varianten.

    dann mit meinem Hinweis:
    Es ist keine Hecke. Sie ist ca. 14 m hoch und unten 5 m im Durchmesser. Sie hat mehrere "Stämme"
    ChatGPT:
    Ah, das ändert die Sache deutlich – das ist dann kein Heckengehölz, sondern ein großer, mehrstämmiger Baum (typisch für ältere Exemplare der Lawson-Zypresse).
    und zuletzt:

    Eine ganz saubere Sortenbestimmung ist bei alten, freistehenden Exemplaren oft schwierig – aber anhand deiner Angaben (14 m hoch, ~5 m breit, mehrere Stämme, sattgrün, keine bläuliche Färbung) lässt sich das recht gut eingrenzen:

    🌲 Wahrscheinlichste Einordnung​

    Am ehesten ist es keine typische Sorte wie ‘Columnaris’ oder ‘Alumii’, sondern:

    👉 eine normale grüne Form der Lawson-Zypresse (oft aus älteren Baumschulpflanzungen oder Sämlingen)



    ❌ Warum es nicht die klassischen Sorten sind​


    Chamaecyparis lawsoniana 'Columnaris'

    • sehr schmal, säulenförmig
    • bleibt meist deutlich unter 3 m Breite
      👉 passt nicht zu deinen 5 m



    Chamaecyparis lawsoniana 'Alumii'


    • deutlich blau-grau bereift
    • ebenfalls eher schmal wachsend
      👉 deine ist klar grün



    ✔️ Was eher zutrifft​


    Dein Baum entspricht ziemlich genau:

    • breitkegeligem bis lockerem Wuchs
    • mehrstämmig (bei alten Exemplaren häufig)
    • kräftig grün
    • stark auswuchernd bei freiem Stand

    👉 Das sieht man oft bei:

    • älteren, ungeschnittenen Gartenpflanzen
    • nicht sortenreinen Exemplaren
    • oder Sorten, die ihre typische Form verloren haben

    So sieht sie übrigens unten von der Rückseite aus, die durch die Hauswand und andere Pflanzen verschattet ist:
    Und sie ist unten auch noch schief, weil der Sturm Kyrill sie damals fast entwurzelt hätte.

    Aufasten ist daher wirklich keine Lösung :-(


    DSC01257.webp




    DSC01264.webp
     
  • Zurück
    Oben Unten