Gründünger vor Neuanlage Garten mit Lehmboden

Samama

Neuling
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13. Apr. 2026
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Hallo zusammen,

wir haben ein Haus auf einem Grundstück mit sehr lehmigen Boden gebaut. Durch die Baufahrzeuge ist der natürlich jetzt auch ordentlich verdichtet.

Da der Garten ein wesentlich höheres Niveau hat als das Haus und der Boden mit Bauschutt und Quecke und alten Wurzeln und und und durchzogen ist, wird die oberste Schicht abgezogen und anschließend mit der Schaufel etwas aufgelockert. Das soll noch im April passieren. Da wir im Oktober dann Rasen säen und Beete anlegen wollen war unser Plan bis dahin Gründünger zu säen um den Boden weiter aufzulockern.

Aber ich gebe zu, ich blicke nicht durch. Ich hab es so verstanden, dass es Sinn macht zwei oder mehr Arten zu Kombinieren, damit die einen tief wurzeln und die anderen beikräuter unterdrücken?! Bitte korrigiert mich, wenn ich Quatsch schreiben :)

Ursprünglich wollten wir Phacelia und Lupinen als Mischung pflanzen, aber die Phacelia blüht doch vor den Lupinen und muss dann abgemäht werden?! Die Lupinen werden dann ja auch abgemäht und Tief wurzeln können die Lupinen dann doch nicht oder?

gibt es Gründünger, den ich jetzt säen kann und der bis September stehen bleibt, den Boden ausreichend auflockert und sich bis dahin nicht selbst aussät? Oder müsste man mehrfach säen?

wäre für die Beete ein anderer Gründünger als für die Rasenfläche sinnvoll? Ich dachte an ein paar Sonnenblumen dazwischen oder so?!

Vllt kann ja jemand Licht ins dunkle bringen :)

Danke und viele Grüße
Sabamama
 
  • Hallo Samama,

    willkommen im Forum.

    Vorab möchte ich Dir raten, den Boden nach dem Abziehen der obersten Schicht tief zu fräsen.
    Dabei kannst Du dann auch direkt Sand einarbeiten, den Dein Rasen bei Lehmboden brauchen wird und viele Zierpflanzen ebenfalls.
    So unterstützt Du die Wirkung der bodenlockernden Gründüngung deutlich.

    Ich verlinke mal 2 Artikel mit Tabellen zu Gründüngungspflanzen. Sie zeigen wichtige Details zu den einzelnen Arten, wie die Bodenansprüche, Aussaatzeitraum, Winterhärte / Kulturdauer und Wirkweise.
    Danach kannst Du die für Deine Wünsche passenden Pflanzen auswählen und nach entsprechenden Händlern suchen.
    Nicht winterharte Arten minimieren die unkontrollierte Verbreitung.


    Von einer schnellen bodenlockernden Wirkung im 1. Jahr würde ich mir nicht so viel erhoffen, daher auch meine Empfehlung zum vorherigen Fräsen.

    Die Rasensaat würde ich wegen der dann noch höheren Temperaturen spätestens im September durchführen.

    LG,
    Jörg
     
    Hallo Jörg, vielen Dank für den Tipp mit dem Fräsen und dem Sand! Die Links gucke ich mir an, danke dafür!
    Meinst du es macht dennoch Sinn bis September gründünger vor dem Rasen zu säen? Mein Schwiegervater hat mir abgeraten jetzt Rasen zu säen und erst im Herbst damit anzufangen, deswegen kam die Idee mit dem gründünger. Also zum einen um den Boden zu lockern (was vllt durch Fräsen und Sand genau so geht?!) und um zu verhindern, dass der gesamte Boden bis zum Herbst voller Quecke und Löwenzahn ist :)

    Theoretisch könnten wir den Gründünger sonst auch über den Winter stehen lassen, wenn der Effekt dann viel größer wäre?!
     
  • Das Fräsen bringt sofortigen Erfolg gegen die Bodenverdichtung bis in eine Tiefe von ca. 30-40 cm - je nach Fräse. Für den Rasen reicht das aber aus.

    Gründüngung braucht länger für die Bodenlockerung - vermutlich mehrere Jahre. Sie kann dann aber auch tiefer reichen.

    Es ist eine Ermessenssache. Ich tendiere beim Rasen zum Fräsen, auch wegen des Sandes, den die Gründüngung ja nicht einarbeitet.

    Zum optimalen Zeitpunkt der Raseneinsaat:
    Üblicher ist die Saat im Frühjahr. Dann hat der Rasen eine komplette Vegetationsperiode, um sich zu entwickeln und bildet bis zum Sommer / Herbst eine recht dichte Grasnarbe. Ein Nachteil ist, dass man über den Sommer wässern muss.
    Bei der Herbstaussaat entfällt das Wässern weitgehend. Man muss aber das halbe Jahr überbrücken bzw. auf den Rasen warten und der Rasen geht schwächer in den Winter.
    Das muss man für sich abwägen.
     
  • Ich stimme @JoergK zu und bringe noch den Standort mit ins Spiel. Wo ungefähr steht das Haus? Habt ihr viel Schnee im Winter?

    Wenn ja, würde ich auf jeden Fall jetzt säen, denn ein noch schwacher Rasen kommt mit viel Schnee - vorallem wenn er lange liegt - nicht so einfach klar. Ausserdem ist jetzt dann bald gerade die beste Zeit für die Frühlingssaat, wenn es auch nachts durchgehend etwa 8 °C warm ist.
     
    Ich würde erst mal die Notwendigkeit des sandens hinterfragen wollen.
    Meiner Beobachtung nach bezeichnen Gartenneulinge alles, was anders aussieht als die Sackerde als „lehmig“. Das muss aber gar nicht so sein.
    Fräsen nach dem Befahren mit Baumaschinen hingegen halte ich für ein „Muss“. Das schafft keine Gründüngung.
     
  • Ich würde erst mal die Notwendigkeit des sandens hinterfragen wollen.
    Meiner Beobachtung nach bezeichnen Gartenneulinge alles, was anders aussieht als die Sackerde als „lehmig“. Das muss aber gar nicht so sein.
    Das kann man machen. Ich wurde sogar mal gefragt: "Wie sieht eigentlich Lehm aus?" :oops:

    Fräsen nach dem Befahren mit Baumaschinen hingegen halte ich für ein „Muss“. Das schafft keine Gründüngung.
    Eigentlich hätte der Bauunternehmer die Fläche vernünftig verlassen müssen. Den Müll entfernt und den Boden zumindest mit dem Bagger grob gelockert. Aber das machen die oft nicht.
     
    Das kann man machen. Ich wurde sogar mal gefragt: "Wie sieht eigentlich Lehm aus?" :oops:
    Lehmboden sorgt dafür, dass ich den Porree nur mit der Grabegabel ernten kann. Der Unkrautstecher verbiegt dabei. Und das ich nach dem Regen eine 4cm dicke Schicht unter dem Schuh habe, die ich mit der Spachtel abheben muss.
     
    Lehmboden hast du, wenn du 2 Tage nach Regenfällen einen Klumpen nehmen kannst und mit den Fingern einen Aschenbecher daraus formen kannst, ohne dass er zerbröselt…..
     
    Lehmboden sorgt dafür, dass ich den Porree nur mit der Grabegabel ernten kann. Der Unkrautstecher verbiegt dabei. Und das ich nach dem Regen eine 4cm dicke Schicht unter dem Schuh habe, die ich mit der Spachtel abheben muss.
    Kenn ich! ☹️ Bei uns läuft Niemand übers Beet. Wo keine Wege sind, werden alte Terrasendielen ausgelegt. Hilft auch dabei, dass sich der Boden nicht so stark verdichtet und du hast es beim Umgraben (etwas) leichter.
     
  • Kenn ich! ☹️ Bei uns läuft Niemand übers Beet. Wo keine Wege sind, werden alte Terrasendielen ausgelegt. Hilft auch dabei, dass sich der Boden nicht so stark verdichtet und du hast es beim Umgraben (etwas) leichter.
    Im Hausgarten habe ich Kunststoffelemente. Im Pachtgarten ist der Lehmanteil noch deutlich höher. Aber da lege ich nichts aus. Ich pflanze da nicht filigranes.
     
    Meine Schwägerin meint immer, sie hätten guten humosen Gartenboden. Da haftet nichts am Schuh. Die Erde, die man in die Hand nimmt, zerrinnt zwischen den Fingern. Das Wasser läuft beim Gießen weg. Sandboden halt.
    Ganz ehrlich? Ich möchte nicht tauschen.
     
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