Baumliebhaber
Neuling
- Registriert
- 20. Jan. 2026
- Beiträge
- 5
Hallo liebe Mitglieder und danke für die Aufnahme!
Wir haben einen Garten mit einem etwa 10 Jahre alten Zwetschgenbaum übernommen. Der Baum ist nicht völlig vernachlässigt, wurde aber offenbar eher zufällig und ohne Fachkenntnis geschnitten. Ich möchte ab dem kommenden Sommer beginnen, ihn wieder in Form zu bringen, und dafür einen 3 - 4-Jahresplan aufstellen.
Zusätzlich gibt es etwas Stress mit den Nachbarn, da der Baum recht nah an der Grundstücksgrenze steht und angeblich „nicht so groß werden sollte“. Wir können nichts dafür, war vor unserer Zeit, aber trotzdem würde ich ihn – des Friedens wegen – gern etwas kleiner halten (falls das überhaupt sinnvoll möglich ist) oder zumindest verhindern, dass er weiter in die Höhe wächst.
Mir ist bewusst, dass jeder Baum eine genetisch vorgegebene Endgröße hat. Dennoch habe ich gelesen, dass man durch gezielten und regelmäßigen Schnitt die Höhe begrenzen oder sogar reduzieren kann, ohne den Baum einfach „abzukappen“. Leider wissen wir nichts über die Unterlage, sodass unklar ist, welche Wuchshöhe eigentlich zu erwarten wäre.
Der Baum ist derzeit etwa 6 m hoch und macht einen gesunden Eindruck. Abgesehen vom letzten Jahr hat er laut Vorbesitzern regelmäßig viele und gute Zwetschgen getragen (in unserer Region hatten heuer wohl alle Zwetschgenbäume schlechten Ertrag).
Ich kenne mich recht gut mit dem Schnitt von Weinreben aus, bin bei Obstbäumen aber noch ehrgeiziger Anfänger
. Daher freue ich mich sehr über eure Einschätzungen und Ratschläge zu folgenden Punkten:
J-B
Wir haben einen Garten mit einem etwa 10 Jahre alten Zwetschgenbaum übernommen. Der Baum ist nicht völlig vernachlässigt, wurde aber offenbar eher zufällig und ohne Fachkenntnis geschnitten. Ich möchte ab dem kommenden Sommer beginnen, ihn wieder in Form zu bringen, und dafür einen 3 - 4-Jahresplan aufstellen.
Zusätzlich gibt es etwas Stress mit den Nachbarn, da der Baum recht nah an der Grundstücksgrenze steht und angeblich „nicht so groß werden sollte“. Wir können nichts dafür, war vor unserer Zeit, aber trotzdem würde ich ihn – des Friedens wegen – gern etwas kleiner halten (falls das überhaupt sinnvoll möglich ist) oder zumindest verhindern, dass er weiter in die Höhe wächst.
Mir ist bewusst, dass jeder Baum eine genetisch vorgegebene Endgröße hat. Dennoch habe ich gelesen, dass man durch gezielten und regelmäßigen Schnitt die Höhe begrenzen oder sogar reduzieren kann, ohne den Baum einfach „abzukappen“. Leider wissen wir nichts über die Unterlage, sodass unklar ist, welche Wuchshöhe eigentlich zu erwarten wäre.
Der Baum ist derzeit etwa 6 m hoch und macht einen gesunden Eindruck. Abgesehen vom letzten Jahr hat er laut Vorbesitzern regelmäßig viele und gute Zwetschgen getragen (in unserer Region hatten heuer wohl alle Zwetschgenbäume schlechten Ertrag).
Ich kenne mich recht gut mit dem Schnitt von Weinreben aus, bin bei Obstbäumen aber noch ehrgeiziger Anfänger
- Erziehungsform: Ich kann nicht genau erkennen, welche Erziehungsform der Baum hat oder haben sollte. Zunächst dachte ich an eine Pyramidenkrone, aber er hat drei bis vier „Etagen“. Haben Pyramidenbäume nicht nur eine? Dann vielleicht Spindel – aber dafür ist er wohl zu groß, und die Seitenäste sind zu steil, oder?
- Leittrieb / Stammverlängerung: Der Haupttrieb scheint einmal gekappt worden zu sein, bin mir aber nicht ganz sicher; an der Spitze wachsen jetzt mehrere dünne, senkrechte Wasserschosse. Wenn ich diese entferne, wäre der Baum schon deutlich niedriger. Kann ich alle diese Triebe entfernen, oder sollte einer davon als Leittrieb stehen bleiben?
- Seitenäste / Etagen: Die stärkeren Seitenäste stehen in etwa 45° Winkel zum Stamm. Ich nehme an, sie sind schon zu dick, um sie noch herunterzubinden – stimmt das, oder ginge da noch etwas?
- Etagenstruktur: Sollten die vorhandenen Etagen grundsätzlich bleiben, oder sollte man sie über mehrere Jahre nach und nach auslichten bzw. umbauen? Wenn ja, wie würdet ihr das angehen?
- Baumkürzung: Etwa auf halber Höhe gibt es eine markante Verzweigung (siehe Markierung auf dem einen Foto). Eine Gärtnerin meinte, man könnte den Leittrieb dort abschneiden und den seitlichen Ast daneben als neuen Leittrieb verwenden – so ließe sich der Baum insgesamt etwas niedriger halten. Was haltet ihr von dieser Idee?
- Wasserschosse und Schnittumfang: Eigentlich sollten alle Wasserschosse weg. Wenn ich aber zusätzlich ein paar dickere Äste entferne, würde ich vermutlich mehr als die empfohlenen 15–20 % des Holzes auf einmal wegnehmen. Wie würdet ihr das staffeln? Zuerst alle Wasserschosse im kommenden Sommer entfernen und dann im Jahr darauf an die stärkeren Äste gehen? Oder lieber eine Mischung (mit der Folge, dass einige Wasserschosse noch ein Jahr bleiben)?
J-B