Unterschiede in Tomatenpflanzen - woran liegt es?

Eisbär

Neuling
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Hallo!

Ich habe im Vorjahr unterschiedliche Tomatensorten selbst gezogen, einen Teil davon habe ich meiner Freundin gegeben. Wir haben beide dieselben Bedingungen: Anbau im Topf (Blumenerde gemischt mit Kompost), fast exakt dieselbe Ausrichtung (Südosten), geschützt an der Hauswand unter einem Dachvorsprung.

Dennoch haben sich unsere Pflanzen extrem unterschiedlich entwickelt (siehe Fotos): bei meiner Freundin in einem satten Grün mit unzähligen Früchten, bei mir völlig blass und nur wenigen Früchten. Hat jemand eine Erklärung für diesen enormen Unterschied?
 

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  • Wir haben beide dieselben Bedingungen
    Das ist ein Irrtum...
    Die Zusammensetzung der Erde ist variabel hinsichtlich der Nährstoffe und Spurenelemente und das gilt auch für den Kompost. Wie schon einmal an anderer Stelle erklärt kann es auf einem m² Gartenboden deutliche Unterschiede geben und so ist es auch mit gekaufter Erde, nur weil man z. B. 5 Säcke zeitgleich kauft bedeutet das nicht, dass der Inhalt auch aus der gleichen "Mischung" des Herstellers stammt. Es wird zwar dafür gesorgt, dass die Zusammensetzung in etwa gleich bleibt, aber das bezieht sich auf die gesamte Charge, nicht auf einzelne Säcke oder gar Kilos.
    Bei Kompost wird es noch komplizierter, es spielt eine Rolle was kompostiert wurde, in welchen Anteilen, unter welchen Bedingungen und wie lange, all das kann die Nährstoffzusammensetzung deutlich beeinflussen.
    Wird über die Saison zusätzlich gedüngt ändern sich die Parameter erneut, auch wenn alle Beteiligten den gleichen Dünger in gleichen Mengenanteilen verwenden denn Laborbedingungen hat man im Garten nicht. Das Wasser spielt ebenso eine Rolle, es ist kaum anzunehmen dass die Pflanzen exakt mit der gleichen Menge zu den gleichen Zeitpunkten versorgt wurden und auch Wasser enthält Nährstoffe, Mineralien usw.
    Und nicht zuletzt hat jeder Garten sein eigenes Mikroklima und das nicht nur als Gesamtfläche, sondern auch auf kleinstem Raum, das hat nicht nur Auswirkungen auf die Pflanzen, sondern auch auf Mikroorganismen, Pilze usw.
    Kleinere Schwankungen haben oft keine Auswirkungen die wir optisch wahrnehmen können, wenn ich die Fotos betrachte haben Deine Pflanzen einfach nur Hunger, da fehlen die Grundnährstoffe, entweder stand ihnen weniger zur Verfügung oder sie wurden durch zu viel Wasser ausgeschwemmt oder die Pflanzen hatten zu wenig Versorgungswurzeln um sie aufzunehmen.

    LG Conya
     
  • Eisbär, an deiner Stelle würde ich aber nicht in der neuen Saison blind düngen. Überdüngung schadet den Pflanzen auch massiv. (Ich habe mir damit schon mal die Jungpflanzen umgebracht.)

    Du startest natürlich mit einer guten Erde und dann düngst du, wenn die Blätter anfangen, etwas heller zu werden, oder du sonst den Eindruck gewinnst, dass die Pflanzen hungern.

    Tomaten sind Starkzehrer, die brauchen einiges an Nahrung, aber die ersten paar Wochen sollten sie ohne zusätzlichen Dünger auskommen.
     
    Einen Düngeplan kann man schon aufstellen. Da muss man nicht warten, bis die Pflanze das anzeigt.
     
  • Düngeplan? Was ist das?
    Im Ernst, jede Pflanze ist anders, manche Sorten bleiben klein, andere schießen in den Himmel. In manchen Jahren spielt einem das Wetter einen Streich. Und, wie Conya schrieb, was genau in der Erde ist, weiss man auch nie so genau.
    Ich fahre seit Jahren gut damit, nach Bedarf zu düngen, also dann, wenn sich der erste Nährstoffmangel anzeigt. Normalerweise werden unten ein paar Blätter heller, gelblich, das ist Stickstoffmangel. Der ist gut reversibel, es schadet also gar nichts, das abzuwarten. Umgekehrt führt eine Überdüngung speziell mit Stickstoff zu einer übermäßigen Blattproduktion, dann hast Du einen Dschungel in dem die Früchte kaum noch Licht bekommen und die Pflanze anfällig für Pilze ist, weil schlecht belüftet.

    Ich ziehe Tomaten übrigens in 100% reinem Kompost, anfänglich gekauft, als torffreie Bio Erde, später dann den Kompost aus dem eigenen Garten. Gedüngt wird da zusätzlich anfänglich gar nichts. Erst wenn die Pflanzen im finalen 20L Topf stehen und die Mangelerscheinungen haben, dünge ich, das ist meist sehr spät der Fall, da sind die Pflanzen schon >1m hoch und tragen Früchte.
     
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