Projekt Vorgarten - Frage zu Pflasterarbeiten

JörgJ

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15. März 2020
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Hallo Zusammen,

dieses Jahr wird unser Vorgarten in Angriff genommen. Dazu gehört das Pflastern der Garageneinfahrt, Pflastern des Zugang zum Haus, das Anlegen der Grünflächen sowie Erstellen eines Zauns.

Ich hätte bezüglich der Pflasterarbeiten noch zwei offene Fragen und hoffe Ihr könnt mir hier weiterhelfen:

1. Im Anhang habe ich euch zwei Bilder hinterlegt zu unserem Forstschutz welcher bereits auf der zu pflasternden Fläche ausliegt. Ist euerer Meinung nach dieser Frostschutz als Unterbau geeignet oder ist er zu grobkörnig, sodass ich zusätzlich noch eine "Zwischenschicht" mit feinerem Frostschutz (0/32) vor der Bettungsschicht ausbringen sollte?

2. Als Randsteine zur Einfassung des Pflasters sind Granit Bordsteine angedacht. Was sollte hierbei dem Beton für das Fundament dieser Bordsteine am besten beigemischt werden um ein möglichst stabiles Fundament zu erhalten -> Sand, Kiesel oder Splitt?


Danke & Grüße
Jörg
 

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  • Egal, ich wollte allgemein Wissen, ob ich für den Magerbeton anstatt Kies auch Splitt benutzten kann.
     
    Kann ich eurer Meinung nach anstatt 0/8 Kies auch 0/5 benutzten oder ist das für ein Fundament weniger geeignet?
     
  • Täusche ich mich oder ist das in dem Video Basaltsplitt?
    Ja stimmt! Seine Aussage ist dahingehend falsch.
    Kies besteht immer aus gerundeten Steinen (Flußkies, Rheinkies) egal welche Größe.
    Er wird für Beton verwendet, da er auf Grund der "runden Hohlräume" stabiler ist und nicht, wie beim kantigen Splitt zur Rissbildung neigt.
    Splitt, wie in dem Video zu sehen, besteht aus gebrochenem Hartgestein,
    Der Fachmann verwendet solchen Beton nur für Dränagearbeiten, dort wo noch Wasser durchsickern soll.
    Den kann man für Naturstein gepflasterte Wege nehmen aber nicht für Einfahrten.
    Idealer Beton für das Versetzen von Kantensteinen ist Estrichbeton Körnung 0-8mm, bzw. mit Estrichsand angemischter Beton. Verwendet wird auch die Mischung 0-32mm.
    Diese Betone können 1:5 bis 1:7 angesetzt werden oder den billigsten aus dem Baumarkt... es muss ja kein Fußboden hergstellt werden.
    Um spätere Vertiefungen, durch das Befahren an den selben Stellen, in der Einfahrt zu vermeiden, ist ein tragfähiger Unterbau notwendig, der eine "gewisse Elastität" bietet.
    Für Flächen aus Verbund-Pflaster ist eine verdichtete Tragschichtstärke von 14 cm ausreichend.
    Sie kann aus Schottergemisch 0-32 oder 0-42mm hergestellt sein, Recycling-Schottergemische sind günstiger.
    Für Natursteinpflaster, insbesondere dem mittleren mit Größen um 10 cm ist eine Unterbaustärke von 20 cm anzuraten. Darauf dann das 4 cm starke Verlegebettt aus Splitt.
     
  • Genau für die Randsteine
    Ich würde sogar 0-32 nehmen, obwohl etwas schwerer zu verarbeiten, denn dieser Fundament-Doppel-Keil muss ja den seitlichen Druck beim Verdichten der Tragschicht aushalten.
    Aber wenn Du den 0/5 Estrichsand schon hast oder günstiger bekommst... und verfüll die Gegenseite schon wieder mit Erde und tritt sie fest. Falls Hanglage oder Beifüllen nicht möglich, ein dickeres Fundament machen.
     
  • Beziehen kann ich jeden. Habe bisher noch keinen. Für den 0/8 oder größer müsste ich bloß weiter fahren
     
    Ich habe im Internet zwei gegensätzliche Aussagen zum mischen von Beton gefunden, welche würdet Ihr empfehlen?


    Variante 1

    1. Start-Knopf betätigen und den Mischer anlaufen lassen
    2. Vier Einheiten Kies hinzufügen
    3. Eine Einheit Zement dazugeben
    4. Portionsweise Wasser beimischen, bis die Masse eine leicht glänzende Konsistenz erreicht


    Variante 2


    1. Bei laufendem Betonmischer zwei Drittel des Wassers eingießen
    2. Kies hinzufügen
    3. Zement hinzufügen
    4. restliches Wasser hinzufügen
    5. Den Betonmischer abschließend drei bis vier Minuten laufen lassen
     
    Die Tonnen Beton, die ich bisher mischen durfte, hab ich immer nach Variante 1 gemacht.
     
    Kanten- und Einfass-Steine werden ja mit erdfeuchtem Beton versetzt, der mit großem Gummihammer angedrückt oder mit der Kelle angeklopft wird (an den Stein).
    Da macht es Sinn nach Variante 2 anzumischen, denn der erdfeuchte Beton klebt gerne an den Misch-Rechen in der Trommel fest.
    Das Wasser mit einer Schaufel Sand erst mal laufen lassen, das reinigt die Trommel und die Misch-Rechen :)

    Wir haben Beton im Mischer nur beim Betonieren angemacht - Beim Kantenstein und Pfosten setzen nur noch Estrich-Beton als Sackware im Speiskübel mit dem Rührgerät (Mixer).

    Edit: gleich nach dem Leeren der Mischtrommel Wasser, Sand/Kies einfüllen und die Maschine laufen lassen, während der fertige Beton verarbeitet wird ;)
     
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