Nutzgarten Gemeinschaft von kima

kima

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20. Okt. 2017
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Ort
in Kärnten
Eigentlich bin ich noch ganz neu hier und nur theoretisch unterwegs bisher. Aber vielleicht ist es ja gerade deshalb ein guter Zeitpunkt für Ratschläge. Dann mache ich nicht gleich alles falsch :grins:

FACTS zum Garten:
* gemeinsam mit unserem Nachbarn
* Pacht als Nutzgarten die erst heuer im Herbst begonnen hat, vorher angeblich gutes Gartenland, dazwischen 2 Jahre brachliegend
* 120m2 in leichter Hanglage
* vollsonnig den ganzen Tag ABER
* USDA 5 - wie ich vermute, weil auf 1.000 ü.d.M
* total einsichtiger Garten zwischen Gemeindeamt, Schule, Kindergarten und Kirche (und alle bleiben stehen, ratschen eine Runde und geben Ratschläge - ich bin froh, wenn ich 50% der investierten Zeit wirklich arbeiten kann :grins:
* 10 Gehminuten von unserer Wohnung entfernt, mit Wasseranschluss und kleinem Unterstand für Werkzeug

Hier mal wie es im Sommer aussah:
2017 7 Ansicht von oben.webp2017 7 Gesamtansicht.webp2017 7 Gesamtansicht 1.webp

Dann haben wir Anfang September mit dem Bodenkultivator mal alles bearbeitet und Phacelia (links vom Weg) und Gründüngungsmischung (rechts) eingesät.
2017 9 Gründüngung.webp2017 9 Gründüngung 1.webp2017 9 Bodenkultivierung.webp
Das wird jetzt schon recht bald abfrieren, denke ich. Aber besser als nichts. Ich persönlich würd gern nie mehr umgraben. Bodenlebewesen machen lassen :cool:

Der Garten ist ja Gemeinschaftsprojekt. Wie man vom Umgraben sieht geht der Garten nach Ende des Zaunes noch weiter nach oben. Wir haben jetzt einfach die Fläche Zaun x Zaun halbiert, in der Mitte Weg. Alles was oberhalb ist (ca. 3x10 Meter) nutzen wir gemeinsam. Ganz oben rechts soll Nützlingsecke sein, hinter den 2 Kompoststellen. Da ist rechts von uns ein weiterer Garten, die haben da ebenfalls den Kompost und hohe Sträucher. Das gefällt uns besser als jetzt den Kompost direkt neben dem Weg...
2017 8 Planung.webp

Nach unserer Planung hat jeder 5 Gemüsebeete für Rotation (3x1,20), 1 kleines fixes für Erdbeeren,... (die sind auf meiner Seite schon drinnen, Knobi auch) und ein Kräuterbeet. Abseits davon Blumeneinfassung, Kartoffeln (seltene, lustige, farbige vielleicht) und Kürbis mit bisschen Mais für`s Grillen. Dann noch Platz für freie Entfaltung meiner 2 Jungs und ein Sitzplatz.

Jaaaah, das war jetzt schon ganz schön viel!!
Dafür ist jetzt nicht viel mit neuen Gartenfotos. Nur Planung werde ich euch auf´s Auge drücken.
 
  • Hallo Kima,
    herzlich Willkommen und Grüße ins schöne Kärnten! :)
    Da wohnt ihr ja in einer traumhaften Landschaft - und habt tolle Voraussetzungen für euer Gemeinschaftsgarten-Projekt.
    Vollsonnige Lage ist doch optimal, gerade bei einem kleineren Garten. Damit lässt sich auch in einer kühleren Klimazone viel anfangen, denn das meiste hängt letztendlich doch vom Mikroklima ab. (Wieviele Regentage/Sonnentage, wie feucht/trocken, wie windig/windstill... das alles lässt sich allein aus Temperaturminima und Temperaturmaxima nicht herauslesen.)

    Euer Projekt klingt ehrgeizig und vielseitig, das gefällt mir.
    icon14.png

    Ich werde gerne weiterhin vorbeischauen und eure Fortschritte mitverfolgen, wenn ich darf. :)
     
    1000 m über dem Meeresspiegel Gemüsegarten. In Deutschland ist das eher mit Feldberg oder evt einigen ORten in Oberbayern zu vergleichen. Dies ist ein vollkommen anderes Mikroklima als bei 95% aller Forenteilnehmer. Daher solltest du auch alle Post diesbezglich überprüfen. Dennoch ist es ein sehr fruchtbares Land und selbst Tomaten (bei richtiger Sortenauswahl) sollte kein Problem sein.

    Paprika ist schwieriger aber auch hier gibt es Lösung indem man diese im Haus vorzieht (machen wir ohnedies alle) klappt es auch bei euch. Fann schon 'Deszember Januar mit Papriak und Co an und wähle Sorten mit kurzer Reifezeit. Auch bei Tomaten die Reifezeit überprüfen. Ferner viel mit erfahren Gärtnern der Region sprechen und denen mehr glauben als mir und den anderen im Forum *grins*

    ICh bin ein Gegner der 3 bzw. 4 Felderwirtschaft. Evt der einzige Gegner den es in Deutschland gibt *grins*. Grund dafür ist, dass die meisten mehr Starkzehrer anbauen wollen als Mittel und Schwachzehrer und das auch Reihenmischkultur nach meinen etwas verrückter Ansicht zwar besser ist als die Monokultur hat, aber dennoch auch gleiche Probleme mit sich bringt. Aus diesem Grund hab ich für meinen Garten die Chaokultur oder schöner ausgedrückt die bunte Mischkultur entwickelt, in der es mit weniger Regeln aber doch mit Sinn und Verstand kreuz und quer im Garten zugeht. Dieses farbenfrohe und wilde Äußere hat mir viele bewundernde Blicke eingebracht und ich kenne niemanden dem es nicht gefallen hat.

    Leider musste ich den großen Gemüsegarten aufgeben und dort steht heute mein Schwimmbad aber es gibt hier im Forum noch zahlreiche Infos dazu.

    Ein großer Vorteil dieser Vegitationsform war, dass ich meine Pflanzen kaum schützen musste. Also keine Pflanztunnels, oder was es sonst noch alles für einen Quatsch gibt. Keine Braunfäule an Tomaten, fast keine Schädlinge, kein Gift usw.

    Der Trick ist zwischen den Pflanzen Schutzpflanzen einzusetzen. z.B. Giftbeere gegen weiße Fliege. Petersilie gegen Pilzerkranungen ....
    Der zweite Trick ist, dass die Übertragung von Schädlingen und Krankheiten dadurch gemildert bzw. fast auf Null reduziert wird, wenn die gleichen Wirtspflanzen weit auseinanderstehen.
    Ein weiterer Vorteil ist, dass man durch diesen Schutz alles viel dichter und enger pflanzen kann als angegeben und so der Ertrag je Fläche gesteigert wird.

    Hier noch ein paar Links mit Bildern:

    http://www.hausgarten.net/gartenforum/obst-und-gemuesegarten/60555-mischkultur-oder-chaoskultur.html

    http://www.hausgarten.net/gartenforum/obst-und-gemuesegarten/60372-kartoffeln-im-achterbeet.html

    http://www.hausgarten.net/gartenfor...unte-mischkultur-statt-reihenmischkultur.html

    http://www.hausgarten.net/gartenforum/tomaten/69731-solo-tomate.html

    Mischbeet.webp

    Hier mal ein Bild einer Tomatenpflanze vom 28.Oktober , denn Braunfäule ist in meinem Garten schon von jeher fast unbekannt.
    Es handelte sich dabei um eine gelbe Tomatensorte also wundere dich nicht wenn du keine roten Tomaten siehst;)

    k-Tomate spät.webp

    Nebendran siehst du übrigens die lilafrabene Giftbeere gut gegen weiße Fliege.

    Wir wohnen allerdings in einem milderen Klima wie ihr aber auch nicht am Niederhein oder Bodensee sondern im 460 hoch gelegenen Hohenlohe/Deutschland nördlich von Stuttgart.

    Das einzige was gegen diese Anbaumethode spricht ist, dass es schweiriger wird unerwünschte Unkräuter zu entfernen. Da aaber alles so dicht wächst gibt es davon nur wenig.
     
  • Uhijuijui!
    Ein ganz neuer Garten!
    Ich finde es schön!

    Ich hoffe, dass dich die exponierte Lage nicht stört, sondern du Spaß an einem Quatsch mit den angrenzenden Mitglieder der Gemeinde hast.

    In deiner Vorstellung schriebst du, das die Themen Haupt, Vor- und Nachkultur dich auch interessieren. Toll!
    (btw:möchtest du das Feld jetzt über den Winter so "nackt" lassen?)

    Ich beschäftige mich auch noch nicht so lange mit dem Thema-aber gemeinsam sind wir hier stark 😉

    Lieben Gruß
     
  • Die Mischkultur, die Thomash empfiehlt, ist wirklich eine super Variante - gerade für biologischen Anbau ohne Chemie, aus allen genannten Gründen.
    Falls Zweifel bestehen (ist ja nicht jeder gleich von allem überzeugt) m.E. durchaus für ein Beet als Versuch sehr empfehlenswert. :)
    Aber lasst euch nicht irritieren... wie Thomash sagte... im Zweifelsfall den Erfahrungen der anderen Gärtner vor Ort mehr vertrauen als uns - und mit dem eigenen Mikroklima kennt man sich selbst ohnehin irgendwann am besten aus und weiß was klappt und was nicht. :pa:
     
    Hallo liebe Besucher!

    Kommt nur jederzeit herein. Noch gibt´s ja leider nichts zu zeigen...

    Vollsonnige Lage ist doch optimal, gerade bei einem kleineren Garten. Damit lässt sich auch in einer kühleren Klimazone viel anfangen, denn das meiste hängt letztendlich doch vom Mikroklima ab.

    Danke Lauren - ja das ist es, worauf ich etwas baue. Die Gärtner rundherum meinen, das es ein echt guter Platz ist, auf dem immer alles wuchs.
    Die Eltern von meinem Gartennachbarn hatten den Platz selbst 20 Jahre lang. Da wurde eben immer kurz vorm 1. Mai alles umgegraben, alle 2 Jahre Pferdemist drauf.

    Ich bin da aber eher inspiriert von Gründüngung, Mulchen, Unterpflanzen und den Vorteilen der Mischkultur - tomash - gerne auch "wilder".

    Supernovae
    btw:möchtest du das Feld jetzt über den Winter so "nackt" lassen?
    Nein, ich hab Phacelia bzw. Gründüngungsmischung (Senf, Raps, Phacelia) gesät, das ist jetzt ca. 10cm hoch und wird wohl bald abfrieren. War mir aber den Versuch wert und besser als nackte Erde.

    ICh bin ein Gegner der 3 bzw. 4 Felderwirtschaft. Evt der einzige Gegner den es in Deutschland gibt *grins*. Grund dafür ist, dass die meisten mehr Starkzehrer anbauen wollen als Mittel und Schwachzehrer und das auch Reihenmischkultur nach meinen etwas verrückter Ansicht zwar besser ist als die Monokultur hat, aber dennoch auch gleiche Probleme mit sich bringt. Aus diesem Grund hab ich für meinen Garten die Chaokultur oder schöner ausgedrückt die bunte Mischkultur entwickelt, in der es mit weniger Regeln aber doch mit Sinn und Verstand kreuz und quer im Garten zugeht. Dieses farbenfrohe und wilde Äußere hat mir viele bewundernde Blicke eingebracht und ich kenne niemanden dem es nicht gefallen hat.

    Ja - und da will ich hin. Tomaten die zuerst Platz für Salat neben sich haben, dann ein paar Karotten dazwischen, die nicht viel Platz nehmen. Kohl, Ringelblumen, Basilikum, Kerbel...
    Zwischen den Stangenbohnen Gurken (bis die den Platz brauchen Salat), Rote Beete, Basilikum, Bohnenkraut. Trotzdem hab ich noch das Gefühl, dass es einzelne "Pakete" auf den Beeten werden. Und die wechsel ich dann schon durch.

    Vielleicht hast du da auch einen guten Rat für unempfindliche, robuste Tomatensorten? Bin ich mit Wildtomaten zB immer richtig?
    Physalis würd ich gerne ausprobieren. Voranzucht bzw. fertige Pflanzen (ich arbeite Januar, Februar sehr viel) von Tomaten, Gurken, Physalis hätte ich mir gedacht. Der Rest wenn möglich Direktsaat. Paprika soll es heuer nicht unbedingt werden.

    Aber sonst will ich soooo viel! Da muss ich dann schon aufpassen, dass ich mit den Saatterminen zusammenkomme.:o:o:o
    Also bitte gerne her mit den Erfahrungen aus kühleren Zonen :grins:

    Ich hoffe, dass dich die exponierte Lage nicht stört, sondern du Spaß an einem Quatsch mit den angrenzenden Mitglieder der Gemeinde hast.
    Oh, damit hab ich kein Problem, da kannst du viele tolle Kontakte haben. Da frage ich schon die Leute aus dem Ort (kommen ja eh ständig vorbei). Da muss ich aber erst die etwas Innovativeren finden. Viele arbeiten eben althergebracht mit 1x1m Karotten - fertig.

    Ich hab schon viel von euch gelesen und bin schon jetzt dankbar für die Einblicke und die gemeinsame Zeit!

    Bisher hatten wir tolles Herbstwetter, heute schüttet es. Wenn es besser ist bekommt ihr mal Fotos vom aktuellen Stand der Gründüngung.

    Schönen Tag!
    kima
     
  • Hallo Kima, schön, dass du deinen Garten vorstellen magst.

    Mit Gründüngung und der Beschäftigung mit gemischtem Anbau bist du auf einem mir sehr sympatischen Weg. Ich selber kann als Balkongärtnerin nur bedingt mitreden, habe aber immer noch den großen väterlichen Garten als "Spielwiese" um die ein oder andere Erfahrung zu sammeln.

    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag,
    Pyromella
     
    Hallo Kima!
    Mit der Gründüngung finde ich klasse, der Boden und Mikroben werden es danken.
    Bin gespannt wie es weitergeht.
     
    Möhren/Karotten
    Es stellt sich die Frage was für einen Boden ihr habt. Ich vermute mal harter Lehmboden. Dort fällt es den Karotten schwer zu wachsen.
    Lösung könnte ein Hochbeet sein. Dabei muss ein Hochbeet nicht super teuer werden es geht auch eine Hausnummer billiger.

    Hochbeete.webp

    100€ hat mein Hochbeet 6. lang damals gekostet, wobei man natürlich noch Holzschutzfarbe dazu akufen muss. Mein Hochbeet war damals nur für kurze Dauer gepflant und daher ohne Holzschutz aber dann zerfällt es nach drei Jahren spätestens.

    Möhren sind in der bunten Mischkultur fehl am Platze. In meinem Chaos hätte ich die Möhren niemals wieder gefunden;)
    Also hab ich für Möhren und Zwiebeln doch auf die mir so verhasste Reihenmischkultur zurückgegriffen.
    1 Reihe Möhre daneben eine Reihe Zwiebeln and so on. Möhren schützen Zweibel vor der Lauchfliege und Zwiebeln schützen Möhren vor der Möhrenfliege. Funktioniert perfekt und ich hatte mit diesem Ungeziefer nie etwas zu tun.

    Wichtig ist kein zu wenig gelagerter Mist für Möhren zu verwenden, ansonsten gibt es gerne Fraßfeinde in den Möhren. Am besten nur mit Kompost düngen, das reicht den Mittelzehrern.

    Tomaten:
    Empfehlung holst du Dir im Tomatenforum besser. Mir war es immer egal welche tomaten ich im Freiland bzw. im Gewächshaus gepflanzt hatte.
    Wildtomaten höchstens eine Pflanze oder zwei zum naschen in der Küche kommt man mit den kleinen Früchten eher schwer zurecht.
    Aber schlimmer noch ist, dass Wildtomaten schwer zum erziehen sind. Die breiten sich so wild aus, dass viele dann am Boden liegen und normale Fälniss aber auch Braunfäule kommen kann. Es stimmt schon dass diese sehr resistent sind, aber wenn der Sommer nass ist und diese am Boden liegen ist doch die Gefahr groß.
    Sehr schön sind diese in einem Hochbeet, wenn man diese dann über den Rand runterwachsen läßt und alles was zu nah an den Boden kommt zurückschneidet.

    Bei mir sind eigentlich alle Sorten von Tomaten im Freiland erfolgreich gewesen und ohne Braunfäule. Wie im Beitrag Solotomate beschrieben hab ich keine Tomatenbeete sondern meine Freiländer sind stattdessen überall aber eben solo/einzeln in den Beeten vertreten.
    So ein langweiliges flaches Erdbeerbeet sieht viel interessanter aus wenn im Zentrum eine Tomate wächst.
    Aber auch in Blumenbeeten standen bei mir einzelne Tomaten.

    Das Prinzip der Solotomate heißt, dass diese durch den Wind schneller abtrocknen kann als Pilzerkrankungen diese befallen können und so bleiben meine Tomaten gesund. Es gibt aber auch bestimmte Sorten die eine kurze Vegitationsperiode haben und zusätzlich Freiland tauglich sind. Viele Anbieter schreiben dabei extra die Freilandverträglichkeit aus.

    Ferner gibt es im Handel pilzresistente Sorten die recht teuer sind. Ein Samen kostet fast eine 1 euro und dazu sind es F1 Tomaten, also Tomaten der ersten Generation die - angeblich - nicht vermhert werden sollen, weil deren Nachzucht die Eigenschaften der Muterrpflanze nicht übertragen bekommt.
    Meine Nachbarin hat diese dennoch weiter vermehrt und obwohl sie sonst viel Probleme mit Braunfäule hatte bleiben diese Sorten pilztolerant über Jahre.

    Noch etwas: Finger weg von Tomatenhäusern. Tomatenhäuser sind solche Plastikteile in die man dann sehr beengt viele Tomaten stellt. Statt Tomaten wird darin die Braunfäule regelrecht gezüchtet. Auch Plastiküberdachungen und bisweilen sogar kleine Gewächshäuser können Gift für Tomaten sein. Tomaten wollen es luftig haben.

    IDEAL ist, wenn man eine Überdachung für Tomaten baut aber alle Seitenwände offen läßt, dann wird die empfindlich Tomate vor Regen weitgehend geschützt hat aber dennoch die optimale Belüftung von allen Seiten.

    In eurer Region könnte aber dennoch auch ein richtiges Gewächshaus sinnvoll sein, aufgrund der Höhenlage, aber ich denke dafür dürfte im Moment erstmal das Geld fehlen, sonst sprechen wir darüber seperat.

    Gurken
    Viele haben auch im Flachland Probleme mit Gurken. Aber es gibt einen kleinen Trick frü reiche Ernte: Einlegegurken.
    Einlegegurken wachsen sehr gut im Freiland und sind dort auch ertragreich. Wenn man diese einfach wachsen läßt, dann kann man diese ganz normal als Salatgurken verwenden.
    Gurken Freiland.webp

    Die sehr kurze Vegitationszeit müßte auch bei euch zu reichem Ertrag führen.

    Radischen:
    Radischen baue ich nie im Garten an, sondern nur in Balkonkästen. Im Bild unten kannst du meine Radischen sehen.
    Diese werden schon im März im Haus gesäät und an warmen Tagen rausgestellt. So ü+berlistet man die kalten Tage. Ferner können Radischen auch geringe Minus Themperaturen ertragen so bis -2 Grad.

    Pflanzen vorziehen
    Ganz wichtig ist bei euch schon frühzeitig Pflanzen vorzuziehen und optimalerweise diese an jedem warmen Tag tagsüber rauszustellen und Abends wieder rein. Damit könnt ihr sehr erfolgreich auch in eurer Höhenlage fast alles anbauen.

    Anzucht_all.webp
     
    Möhren/Karotten
    Es stellt sich die Frage was für einen Boden ihr habt. Ich vermute mal harter Lehmboden. Dort fällt es den Karotten schwer zu wachsen.
    Lösung könnte ein Hochbeet sein. Dabei muss ein Hochbeet nicht super teuer werden es geht auch eine Hausnummer billiger.


    Ich dachte, dass es bei kima schon lang genutzter Gartenboden ist, der nur die letzte kurze Zeit nicht genutzt worden ist - da gehe ich mal von deutlich lockererem Boden aus. Gründüngung und viel Mulchen ist aber immer gut, um den Boden auch lebendig zu erhalten.

    Tomaten:
    Empfehlung holst du Dir im Tomatenforum besser.

    Genau, den dies ist Unfug, entschuldige Thomash, wenn ich das mal so deutlich formulieren muss:

    Wildtomaten höchstens eine Pflanze oder zwei zum naschen in der Küche kommt man mit den kleinen Früchten eher schwer zurecht.
    Aber schlimmer noch ist, dass Wildtomaten schwer zum erziehen sind. Die breiten sich so wild aus, dass viele dann am Boden liegen und normale Fälniss aber auch Braunfäule kommen kann. Es stimmt schon dass diese sehr resistent sind, aber wenn der Sommer nass ist und diese am Boden liegen ist doch die Gefahr groß.


    Klar, die kleinen Wildtomaten sind eher Naschtomaten, wenn man sie nicht händeweise ins Essen geben mag - das sieht übrigens sehr schön aus.

    Ich habe dieses Jahr zwei Wildtomaten auf dem Balkon gehabt. Beide ließen sich genauso problemlos ausgeizen und hochbinden, wie jede andere Cherrytomate auch, nur dass sie unter unwirtlichen Bedingungen sich noch etwas robuster verhalten haben. (Ich hatte dieses Jahr reichlich Spinnmilben, aber das ist ein Problem, das dir im Freilandanbau kaum unterkommen wird.)

    Die White Currant, eine gelbe Wildtomate, blüht und fruchtet immer noch und treibt jetzt wieder komplett gesund durch. Außerdem war es die erste Tomate, die dieses Jahr mit reifen Früchten aufwarten konnte. Ich kann sie dir nur sehr empfehlen, obwohl ich die kleine Johannisbeertomate ( eine rote Wildtomate) noch etwas aromatischer fand.
     
  • Nur kurz zu den Möhren: Ich habe gelesen, dass Möhren im Lehmboden nicht gehen, wenn es im Boden eine gelockerte und eine feste Schicht gibt.
    Möhren brauchen bei der Wurzelausbildung bis in die Tiefe die gleiche Erde.
    Weiterhin können diese, wie auch z.B. Radis oder Kartoffeln zur Lockerung des Erdreiches für Folgekulturen beitragen und sinnvoll sein.
     
  • Das Prinzip der Solotomate heißt, dass diese durch den Wind schneller abtrocknen kann als Pilzerkrankungen diese befallen können und so bleiben meine Tomaten gesund.
    Ob es am Wind liegt, vermag ich nicht zu beurteilen, aber grundsätzlich möchte ich das bestätigen. Ich habe im Garten immer an einer langen Stelle (Südwest-Hauswand) eine Doppelreihe Tomaten, und noch ein paar vereinzelte an anderen Stellen im Garten stehen. Die Tomaten, die vereinzelt stehen, sind bei mir immer die letzten, die noch gesund sind und den Pilzerkrankungen standhalten während meine Doppelreihe meistens längst dahingegangen ist.
    (Man sollte allerdings darauf achten, dass die vereinzelten Tomaten nicht neben anderen pilzempfindlicheh Pflanzen stehen... sonst ist der Effekt wieder zunichte gemacht. ;))

    An der Sorte allein konnte ich Pilzresistenz bisher leider noch nicht festmachen, auch wenn manche Saatguthersteller das behaupten.

    Dafür gibt es tatsächlich Sorten, die bei starker Trockenheit besonders zur Blütenendfäule neigen, dazu zählen leider viele leckere Flaschentomaten/Eiertomaten. Im Beet sollte es allerdings bei regelmäßiger Wasserzufuhr nicht wirklich Probleme damit geben.

    Das Thema Wintergründüngung finde ich auch sehr spannend. :)
     
    Danke für euer Interesse, die Motivation und die vielen Tipps!

    Das Tomatenforum wird mich sicher noch ein paar Stunden fesseln. thomash, deine Solotomaten finde ich SEHR spannend! Lustigerweise ist mein letzter Entwurf ein "fliegendes Dach" für die Tomaten. Ohne jede Seitenwand. Ob das aber im ersten Sommer schon umgesetzt wird, weiß ich nicht. Da kommt mir die Idee mit den Solos echt grad recht.:eek::idea:

    Ich bin so ein bisschen auf dem Weg -> ohne weitere große bauliche Maßnahmen mal schauen, was wird. Weil dann weiß ich wo und wie ich optimieren muss. Jetzt bis zum April viel Aufbau machen und dann erst die ersten Samen in den Boden bringen - das erscheint mir fehlgeleitete Energie.

    Hoffentlich kann ich in einigen Monaten schon einiges berichten.

    Einen Rhabarber konnte ich übrigens schon in die Erde bringen. Den hab ich geschenkt bekommen :grins:
     
    Ach ja. Den Boden und die Karotten hab ich vergessen...
    Der Boden hat beim drüber gehen nur so gefedert. Der ist sicher locker genug, einige Steine sind schon da, aber die sind entweder groß und kommen Richtung Nützingsecke oder sind klein und mir egal.
    Richtig lehmig, fest, rissig war da gar nichts.

    Die Radieschen sind eher für die Kinder :pa: Wegen der (Un)Geduld. Die Kartoffeln eigentlich auch, die finden die Buben ganz toll.
     
    Herzlich willkommen hier!

    Ich bin auch eine begeisterte Anhängerin von zugewucherten Mischbeeten, ist toll fürs Auge und bekommt den Pflänzchen gut. Im Unterschied zu Thomasch habe ich aber dennoch Pilzprobleme im Zaubergarten, aber das ist bei mir durch den Standort gegeben. Meine Beete sind quasi mitten im Wald, zwar gut durchlüftet, aber mit diversen Alternarias muss ich halt leben. Braunfäule war nie ein Problem. Ich baue generell nicht überdacht an. Am empfindlichsten sind da halt die Tomaten, der Rest schlägt sich wacker. Der Ernte hat es nie geschadet, ist halt optisch ab Ende August meist nicht mehr so schön.

    Ich bin in einer noch kälteren Zone als du (4b), aber bisher ging alles. Melonen, Paprika, Auberginen, Gurken, Chili und Tomaten, auch Tomaten mit langer Reifezeit. Alles kein Problem, sofern frühzeitig vorgezogen wird. Die Saison ist bei mir garantiert spätestens Anfang-Mitte Oktober zu Ende, da muss zeitig drinnen begonnen werden.

    Ich bin noch dabei, viel an meinen Mischgärtenkonzepten zu tüfteln und zu experimentieren, und ich hoffe die nächsten Saisons werde ich einige neue Gemeinschaften studieren können. Einiges habe ich aber aus dieser Saison schon gelernt: Paprika haben die Gesellschaft von Borretsch, Calendula, Tagetes und Kapuzinerkresse sichtlich genossen, sie haben nahezu keinen Dünger den ganzen Sommer gebraucht. Milpa hat auch super funktioniert, die Bohnen haben das gemocht, weil die Ernte doch sehr beeidruckend war.

    Mischkonzept wird sogar im Mini-Format in den Töpfen weiter gemacht, wo zu der Tomate oder Paprika immer was "nützliches" zugesteckt wird.

    Klassische Dreifelderwirstschaft betreibe ich nicht, aber ich versuche den Plan für jedes Beet jährlich zu wechseln. Erlaubt mir so mehr Studienmöglichkeiten. Und ein Jahr darf sich dann ein Beet fast komplett erholen, da wird dann nur "Leichtes" wie Bohnen, Erbsen oder Spinat angebaut. Für die nächste Saison bin ich am tüfteln, wie ich aus Leichtzehrern ein attraktives Mischbeet gestalten kann.

    So hat dann meine "Mischpanscherei" heuer ausgesehen:

    P8300476.webpP8070485.webpP8070481.webp

    Nur mit dem Kompost stehe ich irgendwie seit zwei Jahren auf Kriegsfuss. Muss mir was im Frühjahr einfallen lassen :rolleyes:
     
    Mache ich...sofern ich jemals mit meinem Kompost warm werde. Der macht einfach was er will, nur das, was er tun sollte, tut er nicht :d Naja, dann wird es halt Ackerschachtelhalmjauche zum düngen geben:d
     
    Hallo!

    Danke JardinEnchante für die Bilder aus deinem Garten! Die Lattenkonstruktion finde ich toll!


    Ich bin in einer noch kälteren Zone als du (4b), aber bisher ging alles. Melonen, Paprika, Auberginen, Gurken, Chili und Tomaten, auch Tomaten mit langer Reifezeit. Alles kein Problem, sofern frühzeitig vorgezogen wird. Die Saison ist bei mir garantiert spätestens Anfang-Mitte Oktober zu Ende, da muss zeitig drinnen begonnen werden.
    Das macht ja gleich etwas Mut. Hier bei uns hört man zu Gemüseanbau oft. "Ja, aber nicht bei uns!"...

    Ich werde da einfach viele Erfahrungen auch selbst machen müssen.
    Super wäre ja eine zeitlich versetzte Aussaat so jede Woche. Dann merk ich schon, welcher Zeitpunkt der geeignete war. Aber ob ich dann so konsequent immer 3 Kohlrabi aussäe??? und mitschreibe??? :orr:
     
    Hej!

    Mein Rhabarber macht was
    2017 10 Rhabarber.webp

    Nicht auslachen!
    Die paar Blättchen sind für mich ja ein hoher %-Satz an Erfolg :grins::grins::grins:
     
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