"Unkraut" ja bitte, Disteln nein danke

vogerl

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13. Okt. 2008
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Hallo zusammen!

Ich habe eine vielleicht etwas ungewöhnliche Frage: Ich hätte gerne eine schöne Wiese (so weit ja nicht ungewöhnlich ;) ) aber das inkludiert für mich mir Unkraut wie Klee, Moos, etc. Nur nix stacheliges wie z.B. Disteln. Ich bin gerade beim Garten meiner Großmutter und sie hat die für mich perfekte Wiese mit jeder Menge (stachel- und dornfreien) Unkraut wie Klee, Löwenzahn und Moos, das die Wiese wunderbar dicht und weich zum drauf gehen/liegen macht. Sie düngt nie und schneidet erst wenn die Wiese recht hoch ist, gegossen wird auch so gut wie nicht. Ich habe ein paar Fotos von dem Unkrautmischrasen angehängt... :) IMG_2939.webpIMG_2935.webp

Nun habe ich ja seit neuestem auch einen Garten und würde mir so einen pflegeleichten Mischunkrautrasen wünschen - an Unkraut mangelt es bei mir auch nicht, aber es ist halt "das falsche". Wir haben Massen (!) an Disteln, sodass es mir als Ding der Unmöglichkeit erscheint alle auszustechen, wenig Gras, das (trotz Gießen zu Hitzewellen) teilweise schon sehr vertrocknet ist und keinerlei Moos. Nicht einmal Gänseblümchen gibt es viele in meinem Garten, bei mir im Garten fühlt sich scheinbar nur Löwenzahn und Distel wohl.

Wir haben beschlossen das Thema nächstes Jahr anzugehen und haben als Ansätze mal den Erwerb eines Rasenmähroboters (das wollten wir sowieso) und regelmäßigeres Gießen angedacht, andere Maßnahmen wie vertikutieren oder düngen schrecken mich bisher noch ab, eben weil ich ja keinen "englischen Rasen" möchte und ich gelesen habe, dass man dann einen eher mageren Boden haben sollte. Habt ihr Tipps, wie ich meinem Ziel näher komme?

Sorry, falls das eine dumme Frage ist, bin halt Gartenneuling und unerfahren :orr:

Danke!
 
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  • Keine dumme Frage! :)

    Disteln: kommen die Samen von auswärts, sprich: Nachbars Garten oder Wiese oder Acker oder veranstalten sie nur bei dir ein freudiges Vermehrungsfest?

    Falls letzteres zutrifft: dann musst du halt einmal doch schauen, dass du sie möglichst alle erwischst und massakrierst.

    Ein schöner Unkrautrasen ist eigentlich etwas vom einfachsten: nix tun ausser mähen und bei allzugrosser Dürre mal wässern, aber auch da nicht unbedingt. Wachsen tut das, was deinen Boden liebt. Frag mal Tante Gockel und du wirst erfahren, dass Disteln gerne nährstoffreichen Boden mögen.

    Fazit: mähen, nicht düngen und versuchen, sämtliche Disteln zu entfernen. Ausser, sie wachsen anderswo fröhlich, dann wird es schwierig.
     
    Du sprichst an, nächstes Jahr einen Roboter einsetzen zu wollen. Ich hatte noch keine Disteln, aber wenn sie sich wie z.B. Löwenzahn verhalten, dann räumen sie wenige Wochen nach Roboterstart freiwillig das Feld. Manche Unkräuter sind überhaupt nicht vielschnittverträglich und gehen dann zügig ein.

    Gruß,

    Detlev
     
  • Zum Thema ansich kann ich nichts wirklich beitragen, aber ich würde deiner Oma raten zumindest den Brombeersämling zu entfernen, wenn sie nicht demnächst eine Hecke im Rasen haben möchte 😉
     
  • Na das wäre ja sehr erfreulich, wenn die Disteln die Flucht vor dem Roboter ergreifen würden ;) Aber dann mache ich mal weiter wie bisher und schaue wie sich das nächstes Jahr entwickelt, zur Not muss ich mich wohl mit den Disteln anfreunden, die Nachbarn haben auch Disteln (das Haus steht noch nicht lange und laut ihrer Aussage sind sie über alles froh was wächst und den Boden weniger matschig werden lässt) und die anderen Nachbarn haben einen ziemlich englischen Rasen, der mir 1. zu englisch und 2. zu viel Arbeit ist. Ich könnte natürlich auch nochmal eine Woche in das Jähten der Disteln investieren, aber letztes Jahr habe ich damit nur sehr kurzfristigen Erfolg gehabt. Vermutlich reicht es, wenn von einer Seite die Disteln einwandern um den Kampf gegen die stacheligen Gesellen zu verlieren, oder?

    Danke nochmal für eure Hilfe! :)

    Liebe Grüße, Vogerl
     
    Ein schöner Unkrautrasen ist eigentlich etwas vom einfachsten: nix tun ausser mähen und bei allzugrosser Dürre mal wässern, aber auch da nicht unbedingt.

    Fazit: mähen, nicht düngen und versuchen, sämtliche Disteln zu entfernen.

    Hallo Vogerl,
    so, wie Wasserlinse das beschreibt, ist es bei meiner Wiese.
    Gras hat da den geringsten Anteil. Ich dünge nicht, ich wässere nicht, (außer ich hab mal 'ne kleinere Lücke mit Nachsaat geschlossen), ich mähe nur.
    Moos, Klee, Löwenzahn, Gundermann, Wegerich u. a. siedeln sich von allein an und werden mit dem Mäher kurz gehalten. Disteln hol ich allerdings raus, wenn ich sie entdecke. :dLetzlich kommt es auch auf die Größe und Lage der Fläche an, wieviel Zeit und Kraft man investieren will.
    Wenn man sich nicht dran stört, eben keinen optisch 1a Rasen zu haben, reduziert man für sich selbst die Arbeit gewaltig (es ist trotzdem noch genug im Garten zu tun) und die Wasserkosten ebenfalls.

    Den Brombeersämling (den Supernovae entdeckt hat) würd ich auch woanders einsetzen. Vielleicht könnt Ihr dann irgendwann Brombeeren ernten...:o
     
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