Neues Grundstück, Rasenprojekt

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16. Mai 2015
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Walsrode
Hallo ihr Lieben,

Ich stehe, wie im Vorstellungs-Thread geschrieben, ganz am Anfang meiner Rasen- bzw Gartenkarriere und freue mich auf viele tolle Jahre mit euch! :)

Irgendwo muss man ja anfangen, also lege ich mal los. Mein Haus wird aktuell gebaut und ich ziehe hoffentlich irgendwann Ende Oktober ein. Was mich aktuell am meisten beschäftigt ist, wie ich auf dem aktuellen Grundstück einen unkrautfreien Rasen hinbekommen soll. Da wächst momentan eine ganze Menge Zeug, wovon ich größtenteils auch gar nicht weiß, was es ist. Ihr könnt euch die Bilder hiervon in meinem Album "Mein Grundstück" ansehen. Es handelt sich hier um ca 1000qm Garten bzw Rasen.
Meine momentane Vorstellung wäre, die kleineren Bäume etc auszubuddeln und wegzuwerfen. Dann alles umzupflügen (welches Gerät hierfür?). Anschließend alle Steine einzusammeln. Dann Rasen sähen, eine dünne Schicht Erde darüber und sanft anwalzen.
Meine größte Befürchtung ist jedoch, dass das ganze Unkraut dann wieder fleißig mitwächst.

Wie würdet ihr vorgehen?
 
  • Immer langsam mit den jungen Pferden...

    Irgendwo muss man ja anfangen, also lege ich mal los. Mein Haus wird aktuell gebaut. Ihr könnt euch die Bilder hiervon in meinem Album "Mein Grundstück" ansehen. Es handelt sich hier um ca 1000qm Garten bzw Rasen... Wie würdet ihr vorgehen?


    Hallo Sherief,

    ... erstmal ein freundliches Willkommen hier im Forum! Das schaut nach einem sehr schönen aber auch großen Grundstück aus. Habe mir Dein Album angeschaut.

    Wenn ein Großteil der Fläche mit Rasen gestaltet werden soll, dann lass erstmal die Bagger und Bauarbeiter machen - die erledigen schon mal einige Fragen allein durch ihr Tun und schaffen natürlich auch damit auch die ersten Probleme.

    Was vielleicht im Vorfeld mit dem Bauträger - falls es einen gibt - geklärt werden sollte, welche Erde aufgebracht werden soll.

    In der Zwischenzeit hier einfach mal "festlesen" und schmökern, was sich alles im Forum zum Thema "Rasenneuanlage" finden läßt - da gibt es reichhaltigen Informationen.

    Gutes Gelingen!

    Und sonst einfach durchfragen, wenn es spezielle Probleme gibt.

    Gruß der Rasenmaster
     
    Hi Rasenmaster,

    Was meinst du mit der Erde, die der Bauträger aufbringt? Welche Unterschiede gibt es da? Wird nicht ein Standard für sowas benutzt? Ich denke ja nicht, dass da hochwertiger, gefilterter Mutterboden für benutzt wird.
    Zudem werden die 1000qm zukünftige Rasenfläche gar nicht vom Bauträger bearbeitet. Da fährt höchstens mal ein Lkw drüber, mehr nicht.

    LG.
     
  • Wie würdet ihr vorgehen?
    Ich würde auf Rasen komplett verzichten. Jedenfalls auf den typisch englischen Rasen ohne ein anderes Blättchen dazwischen. Der gigantische Aufwand um solch einen Rasen zu erreichen steht meines Erachtens in keinen Verhältnis zum Nutzen.

    Also Rasen sähen - ja. Regelmässig düngen und wässern - auch ja. Unkraut, bspw. Löwenzahn oder Breitblattwegerich ausstechen - muss auch sein. Aber das war es auch schon. Ich meine, kann ja jeder machen wie er mag aber was hier einige treiben, nur damit ihr Rasen wie der heimische Wohnzimmerteppich aussieht grenzt für mich schon ans krankhafte.

    Viel eher würde ich schauen das ich einige schöne Bäume anpflanze.
     
  • Hi Luckyguy,

    Danke für deine Antwort, aber ich glaube du hast meine Frage falsch verstanden.

    Ich meinte nicht: Wie würdet ihr vorgehen, um einen Garten nach eurem Geschmack zu gestalten?

    Sondern ich meinte: Wie würdet ihr vorgehen, um einen möglichst schönen, dichten, unkrautfreien Rasen zu bekommen.

    Über Geschmäcker lässt sich bekanntlich streiten witzigerweise gehöre ich dann eher zu der Gruppe, die lieber Zeit und Mühe in einen schönen Rasen stecken, als Bäume zu pflanzen.

    Ich respektiere deine Meinung und deinen Geschmack, aber danach hatte ich nicht gefragt, sondern nach Hilfe bei der technischen Umsetzung für mein Vorhaben.
     
  • Danke für deine Antwort, aber ich glaube du hast meine Frage falsch verstanden.


    Offensichtlich hab ich das. Trotzdem würde ich Dich einfach mal fragen weshalb?
    Interessiert mich ganz ehrlich. :)

    Wäre es da nicht einfacher das gesamte Grundstück zu betonieren und mit Kunstrasen auszulegen, wie es bspw. in den USA oft gemacht wird?
     
    Ganz ehrlich, wenn jemand auf einen perfekten Rasen steht, dann lass ihn doch. Ich mag dieses teppichartige Feeling eines dichten saftig grünen gemähten Rasens. Wenn man die Zeit hat, das vernünftig zu pflegen sieht das toll aus. Allerdings muß man sich bewusst sein, daß das eben Zeit kostet. Rasen ist eine unnatürliche Monokultur, die nur mit Pflege zu erhalten ist, sonst setzen sich Unkräuter durch.

    Neuanlage, wie Rasenmaster geschrieben hat gibts dazu unzählige Ratschläge im Netz und hier, einfach mal suchen.

    Fräsen, Steine einsammeln oder aussieben (bei 1000m^2.. oha...) Begradigen, anwalzen, aussäen, leicht einharken, anwalzen. Von da an immer gut feucht halten, bei Hitze mehrmals am Tag wässern. Bei 10cm (?) Rasenlänge erstmals mähen. Unkraut Unkraut sein lassen, das erledigt sich meist durchs mähen. Später dann Zeugs wie Löwenzahn und Wegerich ausstechen. Wenns dann ganz perfekt sein soll, kein Klee z.B. kommt man um Gift kaum herum, daß ist eine Gewissensfrage, die jeder selber entscheiden muß. Klee ist auch saftig grün.
     
    Ganz ehrlich, wenn jemand auf einen perfekten Rasen steht, dann lass ihn doch. Ich mag dieses teppichartige Feeling eines dichten saftig grünen gemähten Rasens. Wenn man die Zeit hat, das vernünftig zu pflegen sieht das toll aus. Allerdings muß man sich bewusst sein, daß das eben Zeit kostet. Rasen ist eine unnatürliche Monokultur, die nur mit Pflege zu erhalten ist, sonst setzen sich Unkräuter durch.
    Richtig, ich sehe das hier bei uns. Ich glaube, viele die sich einen solchen Rasen wünschen ist der Aufwand nicht bewußt. Bspw. unser direkter Nachbar. Hat erst alle Bäume fällen lassen, komplett mit Wurzel herausreißen. Binnen einen Jahres wurde aus dem wunderschönen Garten eine regelrechte Wüste. Anfangs ist zwar der neu angelegte Rasen ganz gut gewachsen, aber natürlich fehlte ihm die Zeit und vor allen die Geduld sich regelmässig um den Rasen zu kümmern. Inzwischen sieht es eher bescheiden aus.

    Unkraut Unkraut sein lassen, das erledigt sich meist durchs mähen. Später dann Zeugs wie Löwenzahn und Wegerich ausstechen. Wenns dann ganz perfekt sein soll, kein Klee z.B. kommt man um Gift kaum herum, daß ist eine Gewissensfrage, die jeder selber entscheiden muß. Klee ist auch saftig grün.
    Ähm... nun ja, es war ja vom ultimativen perfekten Rasen die Rede. Ich meine, normalen Rasen haben wir ja auch. Sogar ohne Unkraut, Löwenzahn und Klee. Nur mache ich nicht solchen Aufwand und wenn mal einige Stellen nicht das perfekte Grün haben, dann ist das halt so. Genau darum geht es ja. Einfachen Rasen der ganz gut aussieht, kann jeder haben. Aber um perfekten Rasen ohne einen einzigen Halm Unkraut dazwischen zu haben, ein Rasen wo jeder Halm wie künstlich aussieht, ist mit Sicherheit nicht mal eben über Nacht und schon gar nicht nebenbei zu haben.

    Übrigens, was den Klee betrifft, wir haben den Klee ganz einfach mit regelmäßigen Düngen beseitigen können.
     
    Geschmäcker sind ja verschieden. Dein Nachbar mag keine Bäume. Das ist so und es steht dir nicht an das zu verurteilen. Mein Nachbar schneidet seine Bäume kaputt , also muß er alle paar Jahre neue pflanzen. Es lebe die Konjunktur.
     
  • Dein Nachbar mag keine Bäume. Das ist so und es steht dir nicht an das zu verurteilen.
    Nein, natürlich nicht. Ist ja auch seine Sache. Unser Garten gefällt ihm ja vermutlich auch nicht. Trotzdem habe ich ihm schon gesagt wie furchtbar ich das finde. Ich finde das schon legitim. Ich meine, man muss ja nicht alles gut finden.:D
     
  • Neues Rasenprojekt – Die Mähr von guter Erde

    Hi Rasenmaster, was meinst du mit der Erde, die der Bauträger aufbringt? Welche Unterschiede gibt es da? Wird nicht ein Standard für sowas benutzt? Ich denke ja nicht, dass da hochwertiger, gefilterter Mutterboden für benutzt wird.


    Hallo Sherief,

    ..."hochwertiger, gefilterter Mutterboden" – träum weiter...
    Nichts für ungut, aber hier gibt es schon erhebliche Unterschiede. Muttererde ist teuer und gute Muttererde ist manchmal schwierig in der Beschaffung. Hier wird am Ende vom Bauträger gern gespart.
    Was man häufig bekommt, macht im ersten Augenblick den frischen Häuslebesitzer recht glücklich, schaut doch die Erde oftmals schön dunkel aus. Doch dabei handelt es sich oftmals um sehr lehmhaltigen Erden, die das spätere Gärtnern zur Qual werden lassen.

    Da viele neuen Häuslebesitzer auch Neulinge in Sachen "Garten" sind, akzeptieren sie die angekarrte Erde klaglos. Nach dem Motto: Mit etwas Pflege wird das schon...

    Was sich dann offenbart, ist ein brettharter Boden, der mit Unkraut verunreinigt ist.
    Ich hatte Glück. Die Firma brachte Erde von einem heimischen Fußballklub, dessen Rasenfläche erneuert wurde. Die sah zwar nicht so dunkel aus, eher blass und kraftlos, dafür aber war sie bestens für den späteren Rasen geeignet und kaum mit Unkraut verseucht.

    Auf den Nachbargrundstücken kam tiefdunkler Lehm aus dem Unkräuter mit solch einer Vielfalt und Gewalt sprossen, als wären sie per Zeitmaschine direkt dem Pleistozän entsprungen.

    Anbei mal eine Dokumentation aus der Nachbarschaft, was ein Bauträger so unter "hochwertig, gefilterten Mutterboden" versteht. Die Berge wurden erst vor drei Wochen aufgeschüttet!

    Vor diesem Problem stehst Du vermutlich nicht. Bist scheinbar Herr Deiner eigenen Scholle und viel aufgetragen werden muss hier nicht. Nimm aber vorher doch die ein oder andere Bodenprobe, um zu schauen, ob der Untergrund für Rasen (leicht sandig) geeignet ist. Wenn er zu lehmhaltig sein sollte, dann ist es durchaus empfehlenswert, etwas Sand per Fräse einzuarbeiten

    Gruß der Rasenmaster
     

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