Nachdem meine Frau, Monia, so offenherzig fast all meinen mühsam geernteten Samen vom roten Meyer weiterverteilt hat, hier mal ein Rezept zur Zubereitung - denn diese Frage kam ein paar Mal per PN.
Also denn:
Der rote Meyer ist der Vorläufer dessen, womit heutzutage Millionen von Kindern und ein Popeye traktiert werden -
nämlich Spinat. :d
Geschmacklich sehr eng mit diesem verwandt, wenn auch (subjektiv) viel delikater.
Und auch optisch als Gericht viel spektakulärer.
Zubereitung:
Zwiebel fein schneiden und in Butter anrösten. Leicht(!) mit Mehl bestäuben, mit Sahne ablöschen.
Roten Meyer solange dünsten, bis er total in sich zusammengefallen ist, dann noch zwei Minuten weitergaren. Raus aus dem Dünster und ab in den Topf mit den Zwiebeln.
Salz, Pfeffer, Muskat zugeben und leicht einkochen lassen. Zum Schluss noch ein paar Tröpfchen Balsamico zugeben (notfalls tut's auch eine Messerspitze Honig und ein Spritzer normaler Essig),
das war's. Kein großes Drama, kein Küchenvoodoo.
Die leuchtend rote Sauce, die beim Garvorgang entstanden ist, eignet sich auch hervorragend zum Dekorieren der Teller, alleine das sieht schon nach unentdeckter Sterneküche aus.
Mein Fazit: Wer Spinat bis dahin mochte, wird ihn danach nicht mehr so toll finden.
Denn Meyerchens Aroma haut das locker weg.
Ganz wichtig dabei: Ihr braucht pro Portion in etwa die großen Blätter einer ganzen, ausgewachsenen Pflanze. Denn der fällt noch heftiger zusammen, als Spinat.
Grob gesagt, auf ein Fünftel.
P.S: Man kann ihn natürlich auch - wie Spinat - normal kochen. Ob es allerdings Sinn macht, dann mit dem Kochwasser die Hälfte der Inhaltsstoffe und die tolle Farbe wegzukippen, muss jeder für sich entscheiden.
Anbau:
Die Samen vom Meyer sind so winzig, dass man sich kaum vorstellen kann, daraus etwas zu ziehen. Das kann sich zu einem kapitalen Irrtum herausstellen, wenn man die Bütenstände bis Ende August stehen lässt. Denn dann sät er sich selbst in solchen Mengen aus, dass im nächsten Jahr der ganze Boden damit voll ist.
Als Vertreter der Gattung Gemüseamaranth ist er sein Starkzehrer, braucht also massenhaft Kompost im Boden. Geernet werden sollte er daher immer nur abends, da sich dann die die Nitratwerte weitgehend abgebaut haben.
Es wird zwar niemand daran Schaden nehmen, wenn er dennoch tagsüber geerntet wird, aber wir wollen ja politisch korrekt bleiben.
Erntedauer:
Über die ganze Saison. Geerntet werden immer nur die großen, starken Blätter, alle kleinen bleiben dran und wachsen weiter. Bis auch sie dann fällig werden. Und so weiter.
Wachstum:
Schnell und heftig. Buschhöhe bis zu 60, 70 cm. Sieht eher wie eine Zierpflanze aus, kaum einer glaubt, dass man das auch essen kann.
So, hoffe, nichts vergessen zu haben und wünsche Euch ein echtes aha-Erlebnis beim ersten Menü.
Ben
Also denn:
Der rote Meyer ist der Vorläufer dessen, womit heutzutage Millionen von Kindern und ein Popeye traktiert werden -
nämlich Spinat. :d
Geschmacklich sehr eng mit diesem verwandt, wenn auch (subjektiv) viel delikater.
Und auch optisch als Gericht viel spektakulärer.
Zubereitung:
Zwiebel fein schneiden und in Butter anrösten. Leicht(!) mit Mehl bestäuben, mit Sahne ablöschen.
Roten Meyer solange dünsten, bis er total in sich zusammengefallen ist, dann noch zwei Minuten weitergaren. Raus aus dem Dünster und ab in den Topf mit den Zwiebeln.
Salz, Pfeffer, Muskat zugeben und leicht einkochen lassen. Zum Schluss noch ein paar Tröpfchen Balsamico zugeben (notfalls tut's auch eine Messerspitze Honig und ein Spritzer normaler Essig),
das war's. Kein großes Drama, kein Küchenvoodoo.
Die leuchtend rote Sauce, die beim Garvorgang entstanden ist, eignet sich auch hervorragend zum Dekorieren der Teller, alleine das sieht schon nach unentdeckter Sterneküche aus.
Mein Fazit: Wer Spinat bis dahin mochte, wird ihn danach nicht mehr so toll finden.
Denn Meyerchens Aroma haut das locker weg.
Ganz wichtig dabei: Ihr braucht pro Portion in etwa die großen Blätter einer ganzen, ausgewachsenen Pflanze. Denn der fällt noch heftiger zusammen, als Spinat.
Grob gesagt, auf ein Fünftel.
P.S: Man kann ihn natürlich auch - wie Spinat - normal kochen. Ob es allerdings Sinn macht, dann mit dem Kochwasser die Hälfte der Inhaltsstoffe und die tolle Farbe wegzukippen, muss jeder für sich entscheiden.
Anbau:
Die Samen vom Meyer sind so winzig, dass man sich kaum vorstellen kann, daraus etwas zu ziehen. Das kann sich zu einem kapitalen Irrtum herausstellen, wenn man die Bütenstände bis Ende August stehen lässt. Denn dann sät er sich selbst in solchen Mengen aus, dass im nächsten Jahr der ganze Boden damit voll ist.
Als Vertreter der Gattung Gemüseamaranth ist er sein Starkzehrer, braucht also massenhaft Kompost im Boden. Geernet werden sollte er daher immer nur abends, da sich dann die die Nitratwerte weitgehend abgebaut haben.
Es wird zwar niemand daran Schaden nehmen, wenn er dennoch tagsüber geerntet wird, aber wir wollen ja politisch korrekt bleiben.
Erntedauer:
Über die ganze Saison. Geerntet werden immer nur die großen, starken Blätter, alle kleinen bleiben dran und wachsen weiter. Bis auch sie dann fällig werden. Und so weiter.
Wachstum:
Schnell und heftig. Buschhöhe bis zu 60, 70 cm. Sieht eher wie eine Zierpflanze aus, kaum einer glaubt, dass man das auch essen kann.
So, hoffe, nichts vergessen zu haben und wünsche Euch ein echtes aha-Erlebnis beim ersten Menü.
Ben