Zitronenbaum Frage.

Ich persönlich bin aber der Meinung, daß die Pflanze, wenn es dort entsprechend Kalt und belüftet ist, etwas einmal kaum Blätter abwerfen wird, weniger jedenfalls wie an anderen Standorten.
Das kann ich so bestätigen, da ich seit nunmehr 23 Jahren diverse Pflanzen, wie z.B. Ulmus parvifolia, Hedera helix, Pinus mugo, Satsuki Azaleen etc. sehr dunkel in einer unbeheizten Garage (bis -8°C) überwintere.
 
  • Stell zB einen Ahornbonsai in der Wachstumszeit mal für 3 Monate in den dunklen aber warmen Keller und zähle danach wieviele Blätter er noch hat.

    Oha... jetzt haben wir auch noch einen Bonsai. Bonsai sind doch auch wieder was ganz anderes... aber in Ordnung.
    Zudem reden wir nicht von einer warmen Überwinterung in einem dunklen Loch, sondern von kalt und recht dunkel, oder eben kalt und hell, oder warm und hell....
    Das im dunklen, warmen Keller etwas schief läuft, ist klar... aber zunächst einmal denke ich, daß die biologischen Symptome erst einmal ein paar andere sind. Ob diese bei einem Bonsai allerdings so zu Tage treten.... ich weiß es nicht.
    Nimm mal eine normale Camelia, auch dort tritt vor dem Blattfall etwas besonderes auf, und wäre ein eindeutiges Zeichen...
    Aber sehr dunkel und sehr kalt, ist in vielen Fällen kein Problem (ersteinmal).
    Aber generell den Blattfall bei Zitruspflanzen auf Lichtmangel zurück zu führen... ich könnte verstehen, wenn die Pflanzen absolut Lichtlos stehen würden, doch meist stehen die Pflanzen doch nicht sooo dunkel, und dann immer Lichtmangel anzuführen, ich bleibe dabei:
    Gewagt ist hier vorsichtig und höflich ausgedrückt... denn bisher fehlen biologische Fakten.
    Denn bei Citrus wird der Blattfall aufgrund Lichtmangel in keinem Werk erwähnt, weder in Citrus Industry Vol. 2, noch im neueren und von den meisten Experten hochgelobten Werk Biology of Citrus.
    Es gibt einen von Svertson beschriebenen Prozess, der durch Lichtmangel usgelöst wird, doch hier stehen ganz andere Faktoren zur Debatte...
    Also, mir persönlich fehlen definitv die logischen und biologisch untermauerten Gründe.

    Wie gesagt, Du kannst es schreiben, Du kannst es raten, Du kannst es jedem erzählen, und ich bleibe dabei:
    Gewagt trifft diese Aussage in der höflichsten Form.

    Und da von uns keiner nachgeben wird/will/kann, drehen wir uns im Kreis und ich breche daher die Diskussion ab.
     
    Das kann ich so bestätigen, da ich seit nunmehr 23 Jahren diverse Pflanzen, wie z.B. Ulmus parvifolia, Hedera helix, Pinus mugo, Satsuki Azaleen etc. sehr dunkel in einer unbeheizten Garage (bis -8°C) überwintere.

    Hallo Pit.
    Bezweifel auch gar nicht, daß dies geht. Zitruspflanzen würde sicherlich der Frost ein wenig Probleme machen, wenn nicht ernsthafte Schäden verursachen. Da muss man schon aufpassen.
    Aber so gerade frostfrei... dann passt es schon sehr gut. Und ich kenne viele Leute, die erfolgreich auch Zitruspflanzen so über den Winter bringen.
    Glücklich wer das kann, weil die Kostengünstigste und am wenigsten aufwendige Lösung.
    Zudem ist es die Methode, die sowohl bei Volkamer als auch dem älteren Comelyn beschrieben und damit wohl sicher überliefert ist. Keiner von beiden hätte dies geraten, wenn es nicht funktioniert hätte oder heute nicht funktionieren würde.

    Die meisten Probleme bei der Überwinterung kommen nicht von Dunkelheit oder Lichtmangel, meiner Meinung nach ist es die Temperatur. Denn kalt will man, doch es ist nicht kalt genug... dann gibt es Probleme, oder es ist doch licht genug, aber es ist für Licht nicht kalt genug...
     
  • Ich stimme Dir voll zu. Ich wollte damit nur beispielhaft ergänzen, dass meine Pflanzen bei kalter und gleichzeitig dunkler Überwinterung ihr Laub behalten.

    Ich kann auch bestätigen, dass bei sommergrünen Pflanzen, die sehr dunkel stehen, die ansteigende Wärme im Frühjahr für den Neuaustrieb hauptverantwortlich ist. Das Licht spielt dabei zunächst eine eher untergeordnete Rolle.
     
  • Ein Bonsai ist überhaut nix anderes wie Du schriebst..alle von mir angesprochene Pflanzen (Zitrone, Ficus, Ahorn und Bonsai) sind Bäume. Oder etwa nicht?

    @ Rentner
    Ich weiß das Du Dich lange mit Bonsai beschäftigst, bei mir sind es nur 10 Jahre.
    Daher denke ich das Du schon weißt wie viele Bonsai gestorben sind weil sie aus Unwissenheit in einer dunklen Wohnzimmerecke standen, steht in jedem Fachbuch was ich über Bonsai habe. Wieso schreibst Du nicht von diesen vielen Beispielen sondern nur von den Pflanzen wo es dann wohl scheinbar gehen kann?

    Freue mich gelesen zu haben das es wohl Bäume gibt die dunkel überwintern können ohne Laub zu verlieren, wieder was gelernt!
    Auch wenns keinen Spaß mehr macht..für mich zum lernen bitte:
    Wieso sind Gummibäume oft so kahl?

    LG
    Thomas
     
    Daher denke ich das Du schon weißt wie viele Bonsai gestorben sind weil sie aus Unwissenheit in einer dunklen Wohnzimmerecke standen
    Da hat es aber in der Regel keine -8°C ;)

    Thomas,
    lese doch einfach die Beiträge komplett, dann weißt Du was ich meine.

    Ich gebe Dir natürlich auch Recht, wenn Du sagst, dass in einem dunklen und warmen Wohnzimmer das Bäumchen beleidigt mit Blättern um sich wirft.
    Aber die Rede war doch von einer kalten und dunklen Überwinterung.

    Ich kann Dir als Beispiel einen Efeu zeigen, der nahezu stockdunkel und kalt steht, aber während dieser Ruhephase dennoch sein Laub behält. Das macht der nun schon seit 18 Jahren.

    Ich denke dieser Thread leidet ein wenig unter einem kleinen, wahrscheinlich ungewollten Missverständnis. Kommt manchmal vor, wird aber meist sofort erkannt und alles ist wieder im Lot.
     
  • ich überwintere meine Citrus warm und heuer erstmals ohne Zusatzbeleuchtung (Stromkosten).
    Blattfall habe ich nicht, aber es zeigt sich schon, daß Triebe vergeilen.

    Das Temperaturproblem ergibt sich meines Erachtens aus der unterschiedlichen Temperatur in der Krone und im Wurzelballen. Scheint, wie z.B. heute die Sonne ins Zimmer, erwärmt sich die Krone recht schnell, und wenn dann die Wurzeln nicht lieferfähig, also kälter sind, dann kann es schon zu Blattfall kommen.

    Leider mußte ich dies Phänomen im letzten Spätherbst im Gewächshaus erleben:
    tagsüber 25° nächtens 5°, bis sich die Wurzeltemperatur wieder im Arbeitsbereich befand, war die Krone samt Blättern total überfordert, was bei einigen Pflanzen zum Blattfall führte.

    m.E. sind warme Wurzeln das wichtigste, es sei denn, ALLE Funktionen der Pflanze sind auf Null

    Gruß
    Edi
     
    Akuten Blattfall hatte ich nur nach dem Einräumen ins Winterlager!

    Der Raum hat eine Temperatur unter 10 Grad, viel Licht und kalte Füsse gibts auch, denn die Styroporplatten unter den Töpfen schaffen keine 20 Grad im Topf zu halten.

    Mein Gießverhalten richtet sich nach den Blättern, meine Calamondin zeigt mir den großen Durst immer an den Blättern, die sich dann zusammenlegen.

    Sicherlich ist es wichtig und richtig, dass man die Wissenschaft um Zitruspflanzen kennt und auch gelesen hat, aber, wollen wir aus unserem Hobby eine Wissenschaft machen?

    Ich danke Dr_Citrus für seine umfangreichen Posts, leider versteh ich immer nur die Hälfte, die mir aber reicht, um Einiges zu verbessern.

    Ansonsten mach ich es, wie ich es mit allen Pflanzen mache: Wer hier wachsen will, soll es gern tun, wer hier eingeht, gehört hier nicht her!

    Liebe Grüße
    Petra, die ihre Zitrusse liebt und GG hasst die Schlepperei
     
    Freue mich gelesen zu haben das es wohl Bäume gibt die dunkel überwintern können ohne Laub zu verlieren, wieder was gelernt!
    Hallo Thomas,

    das ist eine ungepflegte Ulmus p., die ich zum "Gießen" mit Schnee eben schnell aus der dunklen Garage geholt habe. Sie steht dort wirklich finster, bei bis zu -8°C.
    Einige Blätter fallen natürlich während der Überwinterungsphase ab, keine Frage. Die Masse sitzt aber noch fest an den Zweigen und wird von mir für gewöhnlich Mitte März mittels Blattschnitt entfernt.

    ulmusp3d7r.jpg
     
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