Welches Saatgut? Bio, günstig oder teuer?

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23. Feb. 2012
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Hallo!

Der Frühling steht bald vor der Tür und ich habe die ersten Angebote für Saatgut im Einzelhandel entdeckt. Nun frage ich mich welches Saatgut man nehmen soll, da es dort preislich ziemlich große Unterschiede gibt und natürlich auch die Bioversion von allem existiert. Wäre schön, wenn jemand seine Erfahrungen dazu schildern könnte.
Vielen Dank im Voraus.:o
 
  • Hallo Balkonking und Willkommen im Forum.

    Ich habe bisher keine qualitativen Unterschiede beim Saatgut feststellen können, egal ob teuer oder preiswert.

    Wichtig ist vor allem darauf zu achten wie lange das Saatgut keimfähig ist. Das sollte (weiß nicht ob es muß) auf der Packung drauf stehen.

    Unterschiede bestehen vor allem in der Handhabung. So ist Saatgut auf Saatbändern leichter "auszusähen".
    Es gibt auch Samen, die mit einer Schutzschicht versehen sind. In der Schicht sind dann meist erste Nährstoffe und/oder Pflanzenschutzmittel enthalten, die der Pflanze einen guten Start geben sollen. Diese Pillierung (pilliertes Saatgut) soll auch das Aussähen von sehr kleinen Samen erleichtern.
    Solche Sämereien sind natürlich in der Herstellung teurer was an den Kunden weitergegeben wird.

    Biosaatgut, wird auch teurer sein als konventionelle Samen. Da ist es eher eine "Glaubensfrage". Wer immer Bio kauft wird auch da fündig werden.

    LG Blitz
     
    Bei ungebeitztem Saatgut ist die Frage nach Bio oder nicht eine philosophische Angelegenheit. Die daraus wachsenden Pflanzen unterscheiden sich nicht.

    Ihr wisst ja: Beim Rühren dürfen keine Wirbel entstehen :p

    Der Preisunterschied erklärt sich mit dem Alter, dem Züchtungsaufwand, der Leistung und der Verfügbarkeit der Sorten.
    Bei einer alten Sorte sind die Entwicklungskosten bereits abbezahlt -> günstiger.
    Neue multiresistente Sorten sind in der Zucht aufwendig -> meist teuerer.
    Monopol -> hoher Preis.

    Mach dir eine Liste mit deinen persönlichen Wünschen, aus der Anforderungen wie Geschmack, Ertrag, Resistenzen, Lagerfähigkeit, Wärme- und Bodenanspruche hervorgehen.
    Damit bestimmst du dann geeignete Sorten (falls es die überhaupt gibt. Kompromisse sind hin und wieder unausweichlich).

    Beispiel für Tomaten:
    -Gewächshaus, aber zu faul zum Lüften und zu geizig für automatische Fensterheber -> Samtfleckenresistenz.
    -Niedrige Deckenhöhe -> kurze Internodien.
    -Frühe Reife.
    = Tomosa F1.

    -Till
     
  • Danke für die Tipps.
    Habe mir jetzt Saat aus dem mittleren Preissegment beim Biebermarkt gekauft. Da steht unten sowas wie ein Mindesthaltbarkeitsdatum drauf. Ich denke es wird sicherlich keine Probleme geben, angeblich ist die Saat auch resistent.

    Viele Grüße
    Balkonking
     
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