Walnussbaum fault von einer Wurzel

Als unsinniges Geschwätz empfinde ich meine Antwort nicht.
Hab mir mal die Mühe gemacht und in dem genannten anderen Forum nachzulesen.
Die Antwort dort hat dem TE wohl nicht gefallen. Leider hat er hier anfangs die gleiche Anwort bekommen.
 
  • Die Zeitschriften die ich lesen sagen Walnussbäume Hochstämme werden nicht geschnitten außer Erziehungsshnit und Pflanzschnitt am Anfang.
    Natürlich kann man auch über Erziehungsschnitt streiten aber der Gärtner möchte nunmal unter dem Baum Rasen mähen können und ferner steuert man mit dem Erziehungsschnitt, dass der Baum gerade wächst und die Aufteilung der Leitäste damit der Baum nicht links oder rechtslastig wird.

    Später ist ein Schnitt nicht mehr erforderlich und wenn ich richtig gelesen habe ist es hier im Forum auch nicht empfohlen worden.

    Dennoch ist auch ein Rückschnitt bei Schäden am Baum nicht unbedingt falsch, weil der geschwächste Baum nicht soviel Blätter ernähren muss.
    So radikal zurückzuschneiden ist jedoch bedenklich. Wenn man den Baum oben ansieht ist an den Ästen die verblieben sind kein einziger Ast mehr daran an dem Blätter sind und damit ensteht die Gefahr des Ertrinkens im eigenen Saft und natürlich fehlt ihm zunächst die Photosynthese.

    Ist der Baum gesund, dann reagiert er aber rechtzeitig und bringt vermutlich zahlreiche Wasserschosse wie oben beschrieben und erholt sich wieder.

    Ein dezenter Rückschnitt würde - aus meiner Sicht - dem Baum helfen, weil er dann solange er geschwächst ist nicht mehr soviel ernähren muss.
    Dieser radikale Rückschnitt bedeutet: Wenn du nichts mehr isst (Photsymhtese) dann wird alles wieder gut. Insofern kann man sich vorstellen dass ein dezenter Rückschnitt Vorteile bringen kann ein radikaler die Belastung für den Baum erhöht.

    Ich denke der Grund für die radiakle Rückschnittempfehlung war, die Windlast zu nehmen, damit der geschwächste Stamm nicht umfällt. Aber dafür hätte wohl auch auslichten gereicht.

    Dieser Fehler kann aber für den Baum Langfristig Vorteile mit sich bringen, denn durch den Rückschnitt wird sich die Verzweigung verbessern und eine schönere Krone bilden. Aber bitte beim nächsten Baum dezenter.

    Dies ist nur meine Meinung andere sind zugelassen;)
     
  • Ich lerne ja noch 😉.
    Tatsächlich habe ich das aber auch in einer Zeitschrift gelesen.
    Sinngemäß stand dort dass man die Kambiumschicht mit diesem Mittelchen schützen kann. Nicht die komplette Scheibe einschmieren, sondern nur einen Ring auftragen und die Mitte frei lassen.
    Vielleicht könntest du (oder auch Moni, die den gefällt mir Knopf gedrückt hat) erklären warum nicht?

    Wilde Gärtnerin? Das war ja mal ein super Fachbetrag!!!
    Hilft dem TE und ganz sicher dem Baum!

    Rentner hat dazu mal einen Intressanten Link eingestellt, ich weiß aber nicht mehr wo, aber klang so ähnlich wie dieser Link hier
    Zum Wundverschluss hat Rentner mal geschrieben -
    in den Rissen leben Pilze, Viren, Bakterien und Mikroorganismen.
    Baumwachs und ähnliche Mittel bieten diesen Bewohnern ein ideale Behausung in der sie sich ungestört vermehren können.

    Selbst bei einer fachgerecht ausgeführten Schnittwunde, würde ich definitiv keine sogenannten Wundverschlussmittel auftragen.

    Habe ich mir gemerkt, daher mein "gefällt mir."
    Weil ich auch glaube, dass der Mann das am besten weiß....;)
     
  • Aber man muss aus meiner Sicht schon einen wesentlichen unterschied machen wo die Wunde ist.

    Direkt am Stamm eher kein Wundschutz. Wenn man den Ast einkrüzt dann ab Zigarrendicke ja - oder was meint Ihr.

    Direkt am Stamm ist die Selbstheilungskraft sehr groß je weiter außen desto geringer.

    Und wenn man oben den Mtteltrieb kappt dann muss aus meiner Sicht Wundverschluss darauf, weil der Regen mehr schadet als der Wundverschluss.
    Wobei man beim Mitteltriebkappen auf einen shrägen Schnitt zusätzlich achten sollte damit das Wasser abfließen kann.
     
    Zeig mal Bilder wie jetzt die Verletzung am Stamm unten aussieht.

    Evt muss man noch etwas daran machen.

    Die direkte Verletzung und den unten Teil des Stammes komplett.
     
  • Aber man muss aus meiner Sicht schon einen wesentlichen unterschied machen wo die Wunde ist....


    Es ist vollkommen egal wo die Wunde ist. Entscheidend für eine gute Wundheilung ist der fachgerechte Schnitt (möglichst konkav) und der Schnittzeitpunkt (möglichst im Sommer).

    Wundverschluss fördert pathogene Keime und erschwert den natürlichen Wundverschluss.

    Ich empfehle die Publikationen von Alex Shigo, der auch nach seinem Tod als „ Vater der modernen Baumpflege“ gilt.

    Alex Shigo

    Ein empfehlenswerte und lesenswerte Seite:

    Baumpflegeportal

    Gruß,
    Pit
     
    Man kann bei einem Baum, wenn er unter für ihn normalen Bedingungen gewachsen ist und einen Schaden erlitten hat, durchaus auch Rindenschäden wieder richten.
    Aber, wenn einem Baum alle Lebensgrundlagen genommen werden, die Hauptwurzel einfach abgesägt wurde (positiv könnte man vielleicht noch sehen, dass dementsprechend auch die entsprechenden Äste abgenommen wurden) und er unter ein Pflaster, das den Wurzeln nicht mal mehr genügend Luft - ja auch Wurzeln brauchen sie - bekommen. Wohin fliesst das (Regen)Wasser ab? In den eh schon kranken Wurzelstock?
    Immer noch meine Meinung: Weiter oben im Stamm ist Wundheilung durchaus angebracht, aber hier?

    wilde Gärtnerin
     
    Ob der Baum überlebt oder nicht, das wird sich zeigen. Ich habe mir die Fotos angesehen, und sehe, dass der Baum zu nah am Haus steht. Ein Walnussbaum kann locker Kronendurchmesser von 10-15 m erreichen. Die kann man zurückschneiden, wenn sie zu groß wird. Aber genau so groß wird auch das Wurzelgeflächt. Auch wenn ein Walnussbaum ein Tiefwurzler ( ein Herzwurzler) ist, darf man nicht ignorieren, dass auch seine Wurzeln in alle Richtungen wachsen und mit der Zeit Schäden an umherstehenden Bauwerken anrichten können. Falls neuer Baum gepflanzt werden muss, dann Dieses berücksichtigen ( es gibt in den Baumschulen Walnuss-Veredelungen die nur 4-6 m groß werden!) und bis dachin regelmäßig den Keller kontrollieren.
     
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