Verziehen, pikieren usw. notwendig?

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Hallo zusammen,

ich habe auf meiner Terasse in Kübeln und im Foliengewächshaus Tomaten, Blumenkohl, Möhren, Schnittsalat, Radieschen, Spinat, Schnittlauch und Paprika gesät.

Wächst auch alles super, jetzt stehe ich nur vor der Frage was verziehen und pikieren bedeutet?
Habe mich schon im Internet ein bisschen drüber schlau gemacht, aber ist das wirklich notwendig?
Könnte ich auch alles so wachseln lassen, ohne die Wurzeln zu schneiden?
Und wenn nicht, kann ich die Pflanze dann wieder im selben Topf zurück setzen oder muss ich umtopfen?
Denn ich habe schon von Anfang an die Samen in großen Kübeln gesät, also nicht erst in Anzuchthäuschen für die Fensterbank.

Also meine eigentliche Frage ist eigentlich nur, ob dieses pikieren unbedingt notwendig ist, oder ob die Pflanzen auch so gut wachsen?!
Über Tips würde ich mich sehr freuen :-)


LG,
Oceania
 
  • Wurzeln schneiden?? :d

    Also soweit ich das verstehe, geht es beim pikieren darum, viele kleine Sämlinge aus der Anzuchtschale zu vereinzeln - also einzeln in Töpfchen umzusetzen. Ansonsten stehen die ja viel zu dicht - wenn man denn so gesät hat.

    Ich säe meist einzeln direkt in Töpfchen - da muss dann nichts pikiert werden, nur umgetopft, wenn die Pflanzengröße und die Topfgröße nicht mehr zueinander passen.;)
     
    :oAlso erst mal sollte man wissen ob du speziell eine Pflanze meinst .

    Karotten , Schnittlauch etc brauchst du nicht zu pikieren , aber evt ausdünnen wenn du Karotten mit guter Grösse und gut geformt haben willst .
    Auch die Kohlarten , Tomaten etc .entweder ausdünnen oder vereinzeln .

    Das pikieren macht man wenn man in einem Gefäss mehrere Pflanzen ansät .
    Dann pikiert man sie , vereinzelt und setzt sie in gute Erde .
    Das Wurzel beschneiden habe ich zum Beispiel noch nie gemacht :)


    Ops .... Sorry Stina , jetzt waren wir gleich schnell :)
     
  • Das vereinzeln ist wichtig, damit die Sämlinge genug Platz haben um sich zu entwickeln.

    Umtopfen muss nicht sein. Man kann (wen man dabei kein schelchtes Gewissen als Pflanzenmörder hat), auch einfach Plänzchen ausreissen, bis der Abstand zwischen den überlebenden stimmt.

    Das abknipsen der Wurzelspitze habe ich persönlich noch nie gemacht, und denke auch nicht, dass es nötig ist.
     
  • Eine grosse Tomate bildet einen grossen Wurzelballen. Die braucht je nach Sorte am Ende dann so etwa einen 25l Topf. Wenn Du EINEN einzelnen Samen in einen 25L Topfpackst, dann brauchst Du weder umtopfen, noch vereinzeln. Die Pflanze wird trotzdem was.

    Das macht man normalerweise nicht, weil man drinne in der warmen frostgeschützten Wohnung vor Schnecken und Regen geschützt anzieht und da schlicht keinen Platz für 100 25L Töpfe hat. Also packt man 30 Tomatensamen in eine kleine Schale und muß dann halt die kleinen Pflänzchen umsetzen, um ihnen den Platz zu geben, die sie brauchen. Will man sich das vereinzeln (= pikieren) sparen, packt man die Samen einzeln in kleine Töpfchen, z.B. Schnapsbecher. Umtopfen muß man dann trotzdem, wenn es darin zu eng wird.
     
    Moin,

    das kappen der Wurzelspitzen macht man vor allem dann wenn z. B. Porree (Lauch) nicht in der Reihe verzogen, sondern aus der Saatschale ins Beet pikiert wird.
    Sinn der Aktion ist das Wurzelwachstum anzuregen und ein umbiegen der feinen Wurzeln beim auspflanzen zu vermeiden.

    Gruß Conya
     
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