Tomaten untergraben

O.v.F.

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Frankenthal
Mein Nachbar hat wärend meines Urlaubs die Tomaten in meinem Garten ausgerissen und untergegraben, mit den unreifen Früchte. Er sagt sie waren dürr und braun. Die Früchte hätten braune Flecken ( Braunfäule ) gehabt.
Meine Frage: Besteht die " Gefahr ", daß im Frühjahr Tomatenpflänzchen keimen, oder verrotten die Tomatenstaude mit den grünen Früchte?

LG Dieter
 
  • na bravo!
    Braunfäule im Boden eingearbeitet!
    hast in den nächsten 3-4 Jahren jetzt immer wieder, da der Virus so lange aushält

    Tipp von mir:
    pflanze meine Tomaten in im Boden eingelassene Plastiktöpfe > Wasservresorgung ist optimal und erkrankt eine Pflanze wird sie mitsamt dem Plastiktopf entsorgt und ich kann im nächsten Jahr getrost an die gleiche Stelle wieder eine Tomate ziehen (Anmerkung der Redaktion: seit 5 Jahren keine Braunfäule mehr)

    niwashi, der dem Nachbarn mit dem Spaten ...
     
    Sorry, aber das ist kein Virus Niwashi.
    Phytophthora infestans (Pilz)


    Grüße
     
  • niwashi schrieb:
    na bravo!
    Braunfäule im Boden eingearbeitet!
    hast in den nächsten 3-4 Jahren jetzt immer wieder, da der Virus so lange aushält

    Tipp von mir:
    pflanze meine Tomaten in im Boden eingelassene Plastiktöpfe > Wasservresorgung ist optimal und erkrankt eine Pflanze wird sie mitsamt dem Plastiktopf entsorgt und ich kann im nächsten Jahr getrost an die gleiche Stelle wieder eine Tomate ziehen (Anmerkung der Redaktion: seit 5 Jahren keine Braunfäule mehr)

    niwashi, der dem Nachbarn mit dem Spaten ...

    danke niwashi, frage wie groß sind die Töpfe?

    den Nachbar mit dem Spaten ..... Rentenkasse würde sich freuen, warte aber noch etwas er hat die 80 schon hinter sich.


    LG
    Dieter, der bis jetzt noch vorm Alter und Urlaubshilfe Respekt hatte
     
  • sorry, ja Pilz, war nur mit den Gedanken gerade bei Koierkrankungen
    ändert aber nix an der Tatsache, dass die Krankheit im Boden bleibt!

    Plastiktöpfe aus der Baumschule - ca. 30cm Durchmesser

    niwashi, der gegen Wochenende auch mal Fehler machen darf ...
     
    @ niwashi, danke , werde es im Frühjar so machen.


    Wer keine Fehler macht, arbeitet/schreibt nichts

    LG Dieter
     
  • Habe ich Dich erwischt:D. Niwashi.
    Gegen Pilze kann man aber wenigstens was unternehmen, Fungizide etc..
    Ich habe dazu kürzlich auch was Neues entdeckt, was ich Dir/Euch nicht vorenthalten will.
    Ich find's recht interessant!

    Text:

    "Piri" hilft gegen Pilze
    Ein erst kürzlich entdeckter Mikroorganismus mit ungewöhnlichen Eigenschaften fördert die Widerstandskraft von Pflanzen gegen Schädlinge

    Stinkbrand, Rost, Mehltau, Mutterkorn, Schwarzbeinigkeit - die Liste der von Pilzen verursachten Krankheiten an Nutzpflanzen ist lang, die deutsche Namensgebung oft drastisch. Doch mit Pilzen verhält es sich wie mit Bakterien; gemessen an ihrer Vielfalt gehören die wenigsten zu den Schädlingen. Die große Menge ist harmlos, etliche sind sogar sehr nützlich. Berühmtestes Beispiel ist der Pinselschimmel Penicillium, von dem das bekannte Antibiotikum stammt. Einen Nützling ganz anderer Art hat jetzt eine internationale Arbeitsgruppe unter Federführung deutscher Biologen näher untersucht.

    Der Pilz, den Frank Waller und seine Arbeitsgruppe an der Universität Gießen unter die Lupe nahmen, heißt Piriformospora indica, von den Wissenschaftlern im Laborjargon fast liebevoll nur kurz "Piri" genannt. Entdeckt wurde "Piri" erst 1997 von dem indischen Wissenschaftler Ajit Varma in der Tharr-Wüste, die sich im Nordwesten des Landes bis über die Grenze nach Pakistan erstreckt. Schnell wurde klar, daß der Pilz außergewöhnliche Eigenschaften besitzt; er lebt in den Wurzeln höherer Pflanzen und fördert nicht nur deren Wachstum, sondern verleiht ihnen erhebliche Widerstandskraft gegen Schädlinge wie pilzliche Krankheitserreger.

    "Piri" wurde inzwischen auch auf den Philippinen gefunden und in Australien in den Wurzeln von Eukalyptusbäumen. "Möglicherweise kommt er sogar weltweit vor", vermutet Frank Waller. Der Pilz hat offenbar ein außergewöhnlich großes Wirtsspektrum. In Laborexperimenten besiedelte er neben Tomaten, Erbsen und Beifuß sogar einkeimblättrige Pflanzen wie Mais und Gerste. Mehr als 50 Pflanzenarten erwiesen sich bislang als geeignete Wirte. Das und seine positiven Wirkungen auf die höhere Pflanze machen ihn zu einem hochinteressanten Kandidaten für Anwendungen im Gartenbau, in der Land- und Forstwirtschaft.

    Etliche tausend Pilzarten haben sich auf ein Leben in Wurzeln spezialisiert. Dort gehen sie mit der Pflanze eine innige Verbindung ein, die beiden Nutzen bringt. Biologen bezeichnen ein solches Zusammenleben als Mykorrhiza. Der Pilz wächst mit seinem Geflecht in den Boden hinein und sammelt dort anorganische Nährstoffe, die für die Pflanze unerreichbar wären. Im Gegenzug erhält er von der Wurzel organische Substanzen wie Zucker als Nahrung.

    Eine ähnliche Lebensweise zeigt der neu entdeckte Piriformospora, und doch paßt er nicht ganz in das Schema. Mykorrhiza-Pilze haben derart spezielle Lebensansprüche, daß sie sich im Labor ohne ihren Wirt nicht kultivieren lassen. "Piri" jedoch ist sehr einfach in Nährlösungen anzüchtbar, und er kann über Monate hinweg konserviert werden. Das erleichtert ganz erheblich seine Erforschung und mögliche praktische Anwendungen. Untersuchungsgegenstand der Gießener Wissenschaftler ist das Zusammenleben des Pilzes mit der Gerste, insbesondere die Vorgänge auf molekularbiologischer Ebene.

    Mit "Piri" infizierte Gerste zeigte bereits nach vier Wochen ein erheblich gesteigertes Wachstum; die Pflanzen besaßen 65 Prozent mehr Masse als nicht infizierte Kontrollen. Nach der Ernte lieferte das infizierte Getreide eine um bis zu elf Prozent erhöhte Ausbeute an Körnern. In Lebensgemeinschaft mit dem Pilz gedieh die Gerste sogar auf mäßig versalztem Boden noch gut. Doch "Piri" kann noch viel mehr.
    Der im Boden lebende Pilz Fusarium ist ein Erreger schwerer Krankheiten, der sowohl die Wurzeln als auch die Stengel aller Getreidearten befällt. Mit Fusarium infizierte Gerste wächst nur noch sehr kümmerlich, ihr Wachstum ist zwölffach geringer als das gesunder Pflanzen. Besaßen sie dagegen "Piri" in ihren Wurzeln, dann war die Pflanzenmasse gegenüber normalem Wachstum nur noch halbiert. Gleichzeitig war in den Wurzeln der "Piri"-infizierten Gerste der Gehalt an Ascorbinsäure (Vitamin C) deutlich erhöht. Da Ascorbinsäure ein wirksames Antioxidantium ist, vermuten die Gießener in ihr den Grund für die erhöhte Widerstandskraft. Die Pflanzen können sich besser gegen die Fusarium-Pilze wehren.

    Aber auch oberirdische Teile sind gegen Echten Mehltau geschützt. Die Mehltaupilze der Gattung Blumeria (alter Name Erysiphe) wachsen auf den Blättern und senken Saugorgane ins Blattgewebe. Waren die Gerstenwurzeln von "Piri" besiedelt, dann ging der Befall mit Echtem Mehltau um rund 50 Prozent zurück.

    Das ist um so erstaunlicher, als "Piri" ausschließlich in den Wurzeln bleibt und sich auch dort nur auf die äußeren Rindenbereiche beschränkt. Das heißt, er kommt nicht mit den Wasser- und anderen Leitungsbahnen der Pflanze in Kontakt. Was wiederum bedeutet, daß der Pilz der Pflanze auf irgendeine Art seine Anwesenheit mitteilen muß, woraufhin die Pflanze über ihre Leitungsbahnen Signale in alle Organe sendet. Die Natur dieser Kommunikation zwischen Pilz und Pflanze und innerhalb der Pflanze zu erforschen, haben sich die Biologen in Wallers Arbeitsgruppe an der Universität Gießen zum Ziel gesetzt.

    Weltweit wurden 2004 2,2 Milliarden Tonnen Getreide geerntet. Es hätten 3,3 Milliarden Tonnen sein können, wäre nicht ein Drittel von Insekten und Krankheiten vernichtet worden. Speziell Pilze spielen bei den Verlusten eine große Rolle, weil sie schwer zu bekämpfen sind. "Piri" könnte zum Mittel der Wahl in der biologischen Bekämpfung werden. Rolf H. Latusseck
    Quelle
     
    niwashi:

    wer viel arbeitet/schreibt, macht viele Fehler

    wer wenig arbeitet/schreibt, macht wenig Fehler

    wer garnichts arbeitet/schreibt, Schef oder ein Fau.......:mad:

    LG
    Dieter
     
    Gegen Braunfäule und Mehltau spritz ich Anfang August einmal Euparen.
    So halten die Pflanzen (Tomaten,Gurken) in der Regel bis Oktober durch.

    gruß manne
     
    uiuiui.....euparen....pfui, pfui,pfui
    hat meiner bescheidenen meinung nach nichts im hausgarten verloren

    hallo erstmal :-)
    ich spreche hier nicht für diejenigen welche vom gemüsebau leben/leben müssen

    "nur" für all jene die ihrem hobby frönen in ihrem hausgarten
    ich möchte dir liebe/r manne nicht auf die füsse treten, doch sind meiner meinung nach sämtliche pestizide, fungizide und herbizide im hausgarten tabu (es gibt auch da höchst seltene ausnahme situationen bei denen ein einsatz solcher mittel zu begründen, zu rechtfertigen ist, beispiele mache ich an dieser stelle keine...es gibt sie allerdings auch)

    ich bin einfach dagegen, dass eifach mal so (IMMER !hilfe! im august) mal so ein klein wenig von dem und etwas von diesem und noch e bisserl von jenem gift präventif zum einsatz kommt...

    ich sage hierzu immer: gespritztes gemüse kann ich nun wirklich auch im supermarkt kaufen

    ich bitte dich den nachfolgenden text zu lesen (erster teil das werbeschreiben zum produkt und anschl. das rote, die möglichen nebenwirkungen, oder warnung) und deine haltung gegenüber diesen mitteln und deren einsatz in deinem hausgarten nochmals zu überdenken....

    denn siehe ausage von niwashi : seit 5 jahren keine braunfäule mehr...(und ich bin mir sicher dass er dieses resultat ohne den einsatz von fungiziden erzielt hat)

    Euparen M WG ist ein "Multi-Site-Produkt", dessen Wirkstoff an verschiedenen Stellen im Stoffwechsel der Pilze eingreift. Deshalb wirkt dieses Universal-Spritzmittel hervorragend und kann sowohl bei bei Zierpflanzen als auch bei Obst, Gemüse und Wein eingesetzt werden. Durch die Breitenwirkung besteht wenig Gefahr, dass die Pilzstämme eine Resistenz gegen das Mittel aufbauen. Langer Rede kurzer Sinn: Euparen ist einfach ein modernes und "intelligentes" Mittel gegen Pilzkrankheiten. (soviel zum werbeschreiben des herstellers)

    Achtung: Wegen möglicher negativer Auswirkungen eines Abbauprodukts von Tolylfluanid auf die Trinkwassergewinnung hat die zuständige Behörde zunächst das Ruhen der Zulassung für alle Anwendungen im Freiland angeordnet. Dieses Produkt darf deshalb nur noch unter Glas, das heißt zum Beispiel im Gewächshaus oder Wintergarten, angewendet werden.

    dessweiteren:
    Hersteller
    Bayer

    Bienenschutz
    Euparen M WG ist nicht bienengefährlich (na, wenigestens das nicht....)

    Gefahren
    Xi (reizend)N (umweltgefährlich)

    soweit der stand der dinge
    ich bitte dich den einsatz dieses "allerwelts-mittelchen" für diese jahr nochmals zu überdenken, und dessweiteren keinerlei werbung mehr für den einsatz solcher produkte mehr zu machen...
    ich weiss dass du im grunde genommen nur helfen wolltest und dieses posting geht nicht gegen dich, sondern gegen den einsatz von umwelt-problematischen produkte

    ich wünsche mir giftfreie gärten und euch allen gutes gelingen bei euren diesjährigen vorhaben
    el tomatero
     
  • Hallo,
    Bolban hat da einen interessanten Beitrag gebracht, hoffentlich kommt der Pilz bald zum Einsatz. Vor Jahren habe ich einen Artikel in einer Fachzeitschrift gelesen, der sich mit der Procain-Behandlung an Getreide und Gemüse beschäftigte. Ich habe es auch bei Gemüse im Garten und auf dem Feld im kleinen versucht. Im Betrieb, in dem ich arbeitete, hatten wir einen Großversuch bei Weizen auf einer Fläche von 40 ha. Bei einer Konzentration von 1-2 ppm waren die Pflanzen gesünder und der Ertrag höher (bei Bohnen 30%). Leider, in der Wirtschaft blieb die Studie ohne Folgen. Sie war "nur" von Studenten erstellt.
    Meine Meinung über Pflanzenschutzmittel: Ich bin Selbstversorger und so muß ich auch Pflanzenschutzmittel anwenden, ohne Alternative. Ein Hobbygärtner geht in den Laden, wenn im Garten nichts wächst. Schädlich ist auch die verpestete Luft, auch der saure Regen und die so genannten Bioprodukte sind auf keinen Fall ökologisch.
    Gruß, Charly
     
  • Hallo zusammen,
    Tomaten,oh ja hatte auch immer Probleme ! Bis ich :
    Unter jede Pflanze im Boden einen Eimer voll Brennesselblätter vergraben habe und Kupferstäbe um die Tomaten gesteckt habe, seither top Pflanzen!!!
    Gruß
    Klaus
     
    Hallo Klaus,

    das mit den Brennesseln hab ich mir für diesjahr auch vorgenommen, aber die Kupferstäbe?! ist das nicht so ein Aberglaube, wie auch die Kupferarmbänder??!!

    Liebe Grüße
    Petra, die ja (fast) alles für eine gute Tomatenernte tut
     
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