Suche persistente Bocksfeige, mit essbaren Früchten

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07. Apr. 2010
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124
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Solms im Lahntal - Klimazone 7 b
Suche Feige, z.B. folgende Sorten:

Bocksfeige Ficus Carica, persistent mit essbaren Früchten:
Bocksfeige Enderud
Bocksfeige Saleeb
Bocksfeige Gilette/Croicic/Cordella
Bocksfeige Caprifig Q

kreuzungsfähige Verwandte der Ficus carica - nur persistent:
Wildfeige Ficus Palmata frosthart aus Mittelasien z.B. aus Afghanistan

Samen afghanischer Feigen habe ich inzwischen. Dennoch wäre ich an einer erwachsenen Pflanze weiter interessiert.

Für jede dieser männlichen Kultur-Bocksfeigen bzw. Wildfeigen/Zwitter), die auch essbare Früchte liefern, wenn sie keine Feigenwespeneier aufnehmen, biete ich 5 bewurzelte Stecklinge anderer Fruchtfeigensorten u.a. Pflanzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Ich schätze mal, es sind resistente Feigen gemeint, oder doch renitente?:grins:

    penetrante Grüße
    Stefan
     
  • Google sagt, Persistenz bei Feigen bedeutet, dass eine Feige auch ohne Wespenbestäubung ausreift, hab ich das richtig verstanden?

    Eine ausführliche Erklärung wär natürlich toll. Feigen sind für mich eine Wissenschaft für sich.

    Grüßle
    Billa
     
  • Mann, das ist ja mehr als kompliziert mit diesen Feigen. (Und gruselig mit den Wespen und ihren Begattungsmethoden: http://online-media.uni-marburg.de/biologie/nutzpflanzen/sylvia/interest.htm)

    Im Deutschen bin ich mit Googeln nicht viel weitergekommen, aber im Englischen: "persistent" scheint hier gleichbedeutend mit "parthenokarp" zu sein:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Parthenokarpie

    Paulche hat eigentlich schon alles verraten:
    Für jede dieser männlichen Bocksfeigen, die auch essbare Früchte liefern, wenn sie keine Feigenwespeneier aufnehmen [...]

    Grüßle
    Billa
     
  • Paulche sucht, wenn ich richtig vermute, nicht nur bei uns, sondern quer durch die Foren, damit er zu seinen etwas selteneren Feigen kommt. Vermutlich für Zuchtexperimente?
    Toi toi toi jedenfalls!

    "Persistent" kann ich mir in diesem Zusammenhang auch nur herleiten: Feigen, die trotz Nichtbefruchtung hartnäckig Früchte bilden. *schmunzel*
    Vermehrt werden können die aber nur noch über Stecklinge.

    Grüßle
    Billa
     
    ...die mir aber völlig wurscht ist. :rolleyes:
    Falls ihr deswegen hier subtil das Paulche angestupst habt, bin ich glatt drauf reingefallen, da es mich auch interessiert hat. Dann würd ich auch fix abtauchen und mich raushalten...

    Du, ich bin genau wie du auch noch nicht ganz zufrieden mit diesem "persistent" - vielleicht ist das doch nicht dasselbe wie "parthenokarp"? Vielleicht hat es damit zu tun, dass durch natürliche Mutation nachher alle Früchte weiblich sind und bleiben? Grmbl...um das zu kapieren, müsste man tiefer rein. Vielleicht war das grad auch kompletter Blödsinn.
     
  • Aber wie dem auch sei ... es hat sich ja trotz allem noch eine nette Diskussion daraus entwickelt und zumindest wir beide haben was gelernt, dann ist ja net alles für die Katz ....
    icon_wink.gif


    Mutts

    Genau, find ich auch :pa:
     
    Jetzt, wo du's sagst...:rolleyes:

    Das absolut subtile Anstupsing ist für weniger zappelige Leute als mich deutlich sichtbar und wird definitiv überdauern...ich hab' wohl bei Monsanto abgeschaltet.
    :-P
     
    ...die mir aber völlig wurscht ist. :rolleyes:
    Falls ihr deswegen hier subtil das Paulche angestupst habt, bin ich glatt drauf reingefallen, da es mich auch interessiert hat. Dann würd ich auch fix abtauchen und mich raushalten...

    Du, ich bin genau wie du auch noch nicht ganz zufrieden mit diesem "persistent" - vielleicht ist das doch nicht dasselbe wie "parthenokarp"? Vielleicht hat es damit zu tun, dass durch natürliche Mutation nachher alle Früchte weiblich sind und bleiben? Grmbl...um das zu kapieren, müsste man tiefer rein. Vielleicht war das grad auch kompletter Blödsinn.

    Der Unterschied zu Parthenocarp ist, das eine parthenocarpe (jungfernfrüchtige) Pflanze ohne Befruchtung fruchtbare Samen bildet. Das gibt es z.B. bei Citrusfrüchten. Persistenz bezieht sich nur auf die Fruchtbildung, ohne fruchtbaren Samen. Kakis bilden z.B. auch ohne Befruchtung Früchte. Ohne Befruchtung haben sie keine Kerne. Oft werden Hybriden die wenig Befruchtungspartner haben, gezüchtet, damit deren Früchte keine o. kaum Kerne haben.
    Persistente Feigen bilden auf jedenfall Früchte. Werden sie befruchtet, haben sie auch fruchtbare Samen.
     
    Paulche sucht, wenn ich richtig vermute, nicht nur bei uns, sondern quer durch die Foren, damit er zu seinen etwas selteneren Feigen kommt. Vermutlich für Zuchtexperimente?
    Toi toi toi jedenfalls!

    "Persistent" kann ich mir in diesem Zusammenhang auch nur herleiten: Feigen, die trotz Nichtbefruchtung hartnäckig Früchte bilden. *schmunzel*
    Vermehrt werden können die aber nur noch über Stecklinge.

    Grüßle
    Billa

    Ich möchte gerne züchten, bzw. von Tauschpartnern züchten lassen und die Samen in meinem Garten großziehen. Wenn ich diese Bocksfeigen habe, würde ich sie auch anderen zukommen lassen, so das diese das auch machen können.
    Es ist ja schwierig an diese Bocksfeigen zu kommen, deswegen wird die Zucht in den USA an ein paar Instituten vorgenommen, obwohl sie im Süden von jedem Gartenbesitzer vorgenommen werden kann. Eine optimale Auswahl der Eltern verbessert das Zuchtergebnis. Viele Leute sind ja etwas enttäuscht, wenn sie Feigensämlinge großziehen, die dann nie Früchte ausreifen lassen.
    Wenn in größerem Stil gezüchtet würde, bekommen wir bald wesentlich frosthärtere "persistente" Feigensorten. Bei entsprechenden Eltern dürften sich sogar bei nicht so großen Aufwand schnell ein guter Erfolg einstellen. Bisher habe ich einfach die Samen von Früchten aus Italien o. Frankreich ausgesäht. Die Überlebensquote nach einem deutschen Winter ist gering. Das ist ja nicht schlimm, aber leider werden viele dieser womöglich extrem frostharten Sämlinge keine Früchte tragen. Es gibt keine Angaben, wie stark die Persistenz bei wilden Bocksfeigen in Italien und Frankreich verbreitet ist.
    An Samen der persistenten Wildfeige Pseudocarica Caucasus o. Ficus Palmata bin ich auch noch nicht gekommen. Das Einkreuzen dieser Wildfeigen könnete einen zusätzlichen interessanten Effekt bringen(Heterosiseffekt).
    Leider sind meine Englischkenntnisse erbärmlich. Italienisch und Französisch kann ich überhaupt nicht, sonst hätte ich ja schon im Ausland nachgefragt.
    Bei deutschen Feigenhändlern und Züchtern habe ich natürlich gefragt. Es kann sein, das sich da auch etwas tun wird, auch wenn noch 1 Jahr vergehen könnte, bis sie auf den allgemeinen Markt kommen.
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Sehr gerne würde ich auch Stecklinge von wilden Urlaubsmitbringseln aus Kaukasus, Nordasien, Norditalien, Mittelfrankreich z.B. Region Lyon o. das südliche Zentralmassiv o. aus Kroatien tauschen. Es wäre schön, wenn es persistente Fruchtfeigen o. persistente Bocksfeigen wären und wenn sie besonders frosthart wären.

    Wie sind denn eure Erfahrungen mit solchen Stecklingen aus dem Urlaub?
    Habt ihr schon Früchte geerntet und frieren sie im Winter auch zurück?
     
    Hi Paulche!

    Ich hab' schon 3x zum Antworten angesetzt, aber ich muss leider zugeben: Ich habe den Unterschied zwischen parthenocarp und persistent noch immer nicht verstanden. Habe verschiedene mögliche Theorien und bitte nochmal um eine Erklärung, die selbst ein Feigen-Vollpfosten versteht. Danke!

    Beim Querlesen werde ich immer verwirrter, schnappe zwar einiges auf, aber vom vollständigen Begreifen der von Wiki so schön betitelten "komplexen Bestäubungsökologie" bin ich noch weit entfernt. Sackzement aber auch!
    :mad:

    Egal, ich lese weiter. Mit Feigenstecklingen kann ich leider nicht dienen, ich habe gerade den 2. oder 3. Steckling aus dem Garten einer Freundin unter der Fuchtel und werde versuchen, ihn diesmal NICHT ins Jenseits zu befördern. Was für eine Feige es ist, weiß ich nicht. Ihre sind essbar und schmecken lecker.

    Ansonsten kriege ich von einem befreundeten türkischen Gartennachbarn eventuell eine Feige, die aber allwinterlich zurückfriert. Genaueres weiß ich nicht, ich vergesse jedes Frühjahr, sie mir zu holen. Aber 2013 dann...

    Grüßle + viel Erfolg,
    Billa, noch kein Jota schlauer
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Hallo Billabong,
    kurz und Prägnant:

    Bei beiden Begriffen findet keine Befruchtung statt, aber es gibt trotzdem Früchte.

    Parthenocarp heißt, die Früchte enthalten fruchtbaren Samen. Die Sämlinge sind genetisch identisch mit der Mutter. Kommt z.B. bei Citrus vor.

    Persistent heißt, die Früchte enthalten keine fruchtbaren Samen. Dies kommt z.B. bei Kaki und vielen Sorten der Feige vor. In Mitteleuropa muß man solche Feigensorten pflanzen, wenn man Früchte ernten will.
     
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