Sind diese Bohnen essbar?

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Ich habe in diesem Jahr zum ersten Mal Gartenbohnen (Phaseolus vulgaris) der Sorte "Blauhilde" angepflanzt und von 5 Pflanzen ist tatsächlich eine durchgekommen. Diese hat mehrere Schote ausgebildet, die erst lila waren und schließlich graubraun wurden. Nun weiß ich, dass man meistens diese im lilafarbenen frischen Zustand pflückt, damit sie immer mehr nachwachsen. Ich wollte Körnerbohnen und habe sie deshalb ausreifen lassen und sie sind nicht nur knochentrocken sondern auch steinhart. Deshalb meine Frage: Kann ich diese ganz normal weiterverarbeiten ohne mich zu vergiften? Soweit ich weiß enthalten unbehandelte Gartenbohnen das Lectin Phasin, welches die roten Blutkörperchen verkleben lässt und zu Durchfall, Erbrechen und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Muss ich die Bohnen wirklich 15-20 Minuten kochen oder kann ich sie auch einfach 6-12 Stunden mit heißem Wasser einweichen lassen oder muss ich gar beides machen? Ich hoffe auf Antworten.
Lg Avatarez2
 

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  • Soweit ich weiß enthalten unbehandelte Gartenbohnen das Lectin Phasin, welches die roten Blutkörperchen verkleben lässt und zu Durchfall, Erbrechen und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann.

    Wo steht das denn? Dann wäre ich längst tot. Die getrockneten Bohnen sind zu behandeln, wie gekaufte getrocknete Bohnen: 12 Std. in kaltem Wasser einweichen. Dann 1 Std. köcheln lassen. Guten Appetit.
    Nicht vergessen: ein paar Körnchen als Saatgut für nächstes Jahr an die Seite zu legen!
     
    Ich habe gehört, daß man rohe Bohnen nicht essen soll, weil sie irgendwas enthalten, daß der Gesundheit nicht bekommt.
    Aber die sind ja eh reif und hart und müssen demnach gekocht werden.
     
  • Ich denke, du musst die Bohnen wirklich kochen, immerhin willst du ja das Eiweis - das Phasin - denaturieren, und das passiert erst bei etwas höheren Temperaturen. (Ob Phasin auch bei etwas über 40°C denaturiert oder ob da die Temperaturgrenze anders liegt, weiß ich nicht, aber mit Kochen liegt man auf der sicheren Seite.) Wenn man die Bohnen nur in warmem Wasser einweicht, dann kühlt das Wasser zu schnell aus, um sicher alles schädliche Protein denaturiert zu haben.

    Bei getrockneten Bohnenkernen weicht man diese gerne über Nacht ein, um die Kochzeit zu verkürzen. Immerhin sollen die Bohnen ja auch so weich werden, dass man sie essen mag. Wenn die Kerne also schon trocken sind, dann wäre ich für erst einweichen und dann in frischem Wasser kochen. Im Einweichwasser sammeln sich auch schon reichlich Oligopeptide, die Blähungen fördern. Übrigens: Ein kleiner Tipp aus der Küche: Bohnen, die weich werden sollen, mögen nicht sprudelnd kochen, sondern eher knapp unterm Siedepunkt simmern. Dann kann man auch das Kochwasser salzen, ohne dass die Bohnen hart blieben (ein hartnäckiges Küchengerücht), wodurch die Bohnen einfach mehr Geschmack bekommen. Bohnenkraut nicht vergessen!

    Guten Appetit wünscht
    Pyromella
     
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