Runzelblättriger Schneeball (Viburnum rhytidophyllum) - behalten oder weg damit?

Rosabelverde

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Davon hab ich im Garten 2 Exemplare an 2 verschiedenen Standorten, beide etwa 3 Jahre alt. Sie haben sich selbst angesiedelt, ohne mich um Erlaubnis zu fragen, und ich bin mir nicht sicher, ob ich sie behalten möchte.

Dass sie immergrün sind, ist schon mal ein Punkt zu ihren Gunsten. Auf die Dauer dürften sie aber zu groß werden. Kennt sich jemand damit aus und weiß, wie gut sie sich durch Schnitt in Schach halten lassen? Sollten sie Lust zum Wuchern haben, ist ihres Bleibens hier nicht lange. Falls die Blüten allerdings duften, dürften sie hier fast machen, was sie wollen ...

Wer kennt sich aus und kann guten Rat geben?
 
  • Sie werden ziemlich groß. Ob die Blüten duften, weiß ich im Moment nicht.

    Ihr größter Nachteil ist aber ihr "Juckpulver". Komme ihren Blättern im Sommer mal zu nahe, spätestens dann wird die Entscheidung zur Rodung fallen.
     
  • Hier steht seit vielen Jahren Runzelblättriger; er wird kein Riese, verträgt Schnitt recht gut - pflegleicht.
    Ich schneide ihn selten; schätze ihn - obwohl er keine Schönheit ist - wegen des wintergrünen Laubes und seiner Gesundheit im Gegensatz zu anderen Schneebällen.
    Ökologisch gilt er allerdings nicht als wervoll, soll invasiv sein.
    Meine Insekten und ich mögen ihn trotzdem.

    LG
     
  • Falls die Blüten allerdings duften, dürften sie hier fast machen, was sie wollen ...
    Sie duften, aber ich würde es eher "duften" nennen. Ich finde sie riechen eher etwas seltsam, auf keinen Fall so spitze wie ein Bodnant- oder Burkwoodschneeball, in die man sich reinlegen möchte. Es sind sehr gute Schattenpflanzen, wenn Du ein schwieriges Eck hast. Man sieht sie auch auf nahezu allen schattigen Friedhöfen als Unterpflanzung unter Bäumen.
     
  • Das liegt mir auch die ganze Zeit auf der Zunge…..typisches Friedhofsgewächs oder von alten Leutchen mit zu gewucherten, schattigen Grundstücken.
    Nix schreit so sehr „Tristesse“, wie dieses Gewächs mit seinem sperrigen Wuchs und der immer wie vertrocknet hängenden, sparsamen Belaubung!
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Danke euch allen für eure Kommentare. (y) Die helfen mir direkt weiter!

    Hab übrigens gesehen, dass man dieses Gewächs auch kaufen kann, für 28 €, das die braven Vögel mir ganz umsonst zugedacht hatten! ;)

    Davon wusste ich nichts, hatte bisher nur sehr wenig Kontakt mit meinen Pflanzen und also einfach Glück gehabt.
    Spricht auf jeden Fall gegen das Wachsenlassen.
    Bin eigentlich gegen ziemlich viel allergisch, hab bisher beim RS noch nichts gespürt
    Ich bin gegen fast gar nichts allergisch, aber der Beschreibung nach löst dieses Gewächs mechanische Reizungen aus, und Reizung der Atemwege riskiere ich besonders ungern.
    typisches Friedhofsgewächs
    Ah, wenn das so ist ... hab ich bisher zwar auf Friedhöfen nicht wahrgenommen, aber ein Heiterkeit verbreitendes Gewächs ist mir dann doch lieber.

    Dass dieses Viburnum gut im Schatten leben kann, hat es mir schon gezeigt, denn eine der beiden Pflanzen hat sich mitten an die Nordseite des Hauses gesetzt, haarscharf an die Hauswand, die dunkelste Stelle des ganzen Gartens. Da ist es heute, nachdem ich eure Antworten gelesen hatte, der Akkuschere zum Opfer gefallen. Ausgraben war nicht möglich, weil es genau an der Mauer wuchs.

    Die andere Pflanze lasse ich dann erst nochmal ein bisschen leben, sehen, was sie so macht und ob sie vielleicht blüht. Mein Herz hängt nicht dran, also eventuell wird sie beim sommerlichen Heckenschnitt mit geopfert.
     
    Es gibt noch etwas, das dafür spricht, einen runzligen Schneeball zu haben:
    Die Blätter sind ja sehr fest mit ausgeprägten Adern. Sie eignen sich wunderbar, um damit Abdrücke in Ton zu machen, z.B. um einen Umtopf zu dekorieren.
     
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