Rasen-neuanlage – Einschätzung Gala-bauer

Clemnaui

Neuling
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21. Jan. 2026
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Hallo zusammen,

ich plane aktuell die Neuanlage meines Gartens und würde mich über eine Einschätzung freuen.

Ausgangslage:

  • Süddeutschland
  • Aktuell kein Rasen
  • Boden eher lehmig
  • Fläche ca. 3 × 8 m
  • Ziel: ab Mai/Juni nutzbarer Garten
Ursprünglich wollte ich die Arbeiten selbst durchführen. Wir haben im Sommer auch begonnen, sind aber kaum durch die Erde gekommen, da der Boden extrem stark von Wurzeln durchzogen war. Witterungsbedingt (Herbst/Winter) sind wir dann nicht mehr fertig geworden und haben uns entschieden, das Projekt nun fachmännisch umsetzen zu lassen.

Geplant:
  • Rasen-Neuanlage (Tendenz Rollrasen)
  • Boden aufbereiten, neue Erde auftragen, alte Erde tlw. abtragen
  • Rasenkantenstein setzen, Kiesbeet eneuern an Hauswand
  • Wurzelsperre zur bestehenden Hecke
Hecke / Wurzeln: Es handelt sich um eine stark wurzelnde Hecke (z. B. Kirschlorbeer/Liguster). Beim Nachschauen habe ich gesehen, dass sie massiv in die Rasenfläche eingewurzelt ist. Das möchte ich künftig vermeiden und halte daher eine Wurzelsperre für sinnvoll. Der Gala-Bauer sah sie nicht als zwingend notwendig, würde sie aber auf Wunsch setzen.

Empfehlung des bisherigen Gala-Bauers (Eindruck grundsätzlich gut):
  • Rollrasen statt Saat
  • Verlegung bereits Ende Februar möglich
  • Nicht zu viel Sand einarbeiten
  • Neue Erde sei bereits vorgesandet
  • Kosten grob ca. 2.000 €
Meine kritischen Punkte:
  • Wurzelsperre: Nach der starken Durchwurzelung für mich eigentlich Pflicht. Verstehe nicht, wieso er das nicht als notwendig sieht: Nach meiner Recherche kann die Hecke auch in die andere Richtung Wurzeln (genug Platz) und nimmt so dem Rasen auch keine Nährstoffe weg.
  • Zeitpunkt: Rollrasen Ende Februar erscheint mir sehr früh - Ich hätte frühestens Ende März begonnen? Ich habe keine Lust auf kaputten Rollrasen, weil wir zu früh begonnen haben.
  • Boden/Sand: Lehmiger Boden – reicht „vorgesandete“ Erde wirklich aus?
Aktueller Stand:
  • Weitere Besichtigungen stehen noch aus (drei weitere Gala-Bauer kommen Fr/Sa zur Besichtigung)
  • Ich möchte keine Schnellentscheidung treffen
  • In diesem Thread möchte ich euch auch auf die Reise mitnehmen, einen geeigneten Anbieter zu finden. Bei früheren Renovierungen gab es leider 1–2 schlechte Erfahrungen mit Handwerkern.
Fragen an euch:
  1. Rollrasen Ende Februar – sinnvoll oder riskant?
  2. Sandanteil bei lehmigem Boden: worauf achten?
  3. Wurzelsperre bei solcher Hecke Pflicht oder optional?
Danke euch für eure Meinungen.
 

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  • Willkommen im Forum.

    Zu Deinen 3 Fragen:

    1. Aus meiner Sicht besser Ende März / Anfang April. Das hängt aber von der Länge des Winters und den eventuellen Garantie-Leistungen des Ga-La-Bauers ab.

    2. Vor dem Auftrag von neuem Boden den anstehenden Boden tief fräsen, um Wasserstau nahe der Oberfläche zu vermeiden.
    Zur Qualität des neuen Bodens kann ich nichts sagen. Den müsste ich sehen oder besser auch fühlen.
    Vielleicht kannst Du eine Probe besorgen. Normalerweise kann man sich aber auf die Empfehlung des Ga-La-Bauers verlassen.

    3. Pflicht sicher nicht, aber vielleicht sinnvoll. Alte Hecken können viel Wasser ziehen. Deshalb und wegen des Schattenwurfs wächst Rasen oft nicht direkt am Heckenfuß.
     
    Ich würde die nochwas auf die Liste setzen. Eine bewässerungsanlage! Keine morgen Rotatoren!

    Sperre sinnvoll. Sandanteil jetzt nicht zwingend nötig. Erde sieht nicht so schlimm aus. Besseres Foto wäre gut.
    Sanden kannst du nächstes Jahr. Nennt man top Dressing. Wenn sich das jetzt nicht deutlich bessert, leihst du dir einen „Rasenspecht“. Löcher stechen, Kies rein, obendrauf noch mehr Kies.

    Hast du eine Bewässerung, wird Mitte Ende April gesät. Vorher würde ich nichts machen. Und ich würde säen.

    Rollrasen!? Er übernimmt mit Garantie. Dann los…
     
  • Hi Clemnaui und willkommen im Forum.

    An Rasenflächen angrenzende Sträucher und Bäume wachsen immer ein, da dort ja wegen der Bewässerung Feuchtigkeit zu finden ist – nicht nur das – auch wegen zu findende Nährstoffe (Rasendüngung).

    Wurzelsperre min 60 cm tief, ist bei angrenzenden Hecken ein MUSS

    sagt ein GaLa-Bauer mit über 30 Jahren Erfahrung

    und wie @JoergK schon schreibt, vorher tief fräsen, am besten gleich 5 cm Estrichsand-Auflage mit unterfräsen, erst dann die Bodenauffüllung.
    Und die erste 10 cm-Aufbringung auch einfräsen für einen guten Bodenschluss.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • @Clemnaui

    Hast Du Lust, ein Foto der Hecke einzustellen ?

    Rhizomsperren aus HDPE sind sehr stabil und langlebig. Ich empfehle die 2 mm starke Qualität.

    Ein Beispiel:
     
    Und das alles für 24 qm Rasen.
    2.000 € - für die genannten Leistungen des Galabauers angemessen.

    Ein Mancher würde das deshalb selbst machen (was auch machbar wäre) . Und eben 2.000 € gespart. Aber was sind schon 2.000 €. Kleinkram.
     
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