Schnubbihh
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- 13. Apr. 2025
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Hallo zusammen,
ich plane aktuell eine umfassende Gartenbewässerung für mein Einfamilienhaus und stehe vor der finalen Umsetzung des zentralen Ventilverteilers. Bevor ich die Komponenten für den Verteiler kaufe, möchte ich mein Konzept kritisch hinterfragen lassen.
Das Projekt-Setup:
Quelle: 7000l Zisterne mit Güde GDT 1200 Drucktauchpumpe.
Leitungen: Hauptwege durchgehend in 32mm HDPE.
Zonen: Rasen (32mm), diverse Hochbeete, Beerenhecke und Gewächshaus (Netafim Tropfschläuche), sowie eine Trinkwasser-Direktleitung für Outdoorküche, Planschbecken, Hühner/Enten.
Steuerung: ESPHome (Kincony-Board) integriert in Home Assistant, Bodenfeuchte via Ecowitt WH51.
Hier ist das geplante Schema meines Verteiler-Aufbaus:
Dazu habe ich sieben gezielte Fragen an die Profis hier:
(1) Hybride Einspeisung ohne teuren Systemtrenner?
Ich möchte bei Pumpendefekt oder leerer Zisterne auf Trinkwasser umschalten können. Ein Systemtrenner BA (Klasse 4) in 1" ist jedoch sehr teuer.
Die Idee: Statt einer direkten Rohrverbindung am Verteiler nutze ich für das Backup nur die Trinkwasser-Nachspeisung in die Zisterne (freier Auslauf).
Frage: Macht das als alleiniges Backup Sinn, oder ist der Zeitverlust beim Füllen der Zisterne in der Praxis zu groß? Gibt es eine legale, günstigere Methode für eine Direkteinspeisung?
(2) Brauche ich einen Wasserschlagdämpfer?
Da ich 32mm HDPE und schnell schließende Magnetventile nutze, mache ich mir Sorgen um Druckschläge.
Frage: Ist ein mechanischer Druckstoßdämpfer am Verteiler bei diesem Querschnitt Luxus oder bei Kunststoff-Fittings Pflicht?
(3) Hauptventil (Master Valve): Sinnvoll oder Overkill?
Ich plane ein zentrales Magnetventil vor der gesamten Verteilung.
Frage: Ist das als zusätzliche Sicherheit (falls eine Zone klemmt oder ein Rohr bricht) Standard, oder baue ich mir damit nur einen unnötigen Druckverlust ein?
(4) Zentraler vs. dezentraler Druckminderer
Für die Tropfkreise (Netafim) muss ich den Druck auf ca. 2,1 bar senken.
Frage: Ist ein großer, zentraler Druckminderer vor der Ventilgruppe der Tropfkreise empfehlenswert, oder sollte jeder Kreis (Gemüse, Beeren, Gewächshaus) einen eigenen kleinen Druckminderer nach dem Ventil bekommen?
(5) Bewährte Komponenten & Marken
Ich plane aktuell mit Hunter PGV Ventilen, Netafim Filtern/Schläuchen und PP-Klemmverbindern.
Frage: Welche Marken bieten für euch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei 32mm-Systemen? Gibt es spezifische Verbinder, die ihr für den Verteilerbau bevorzugt?
(6) Winterfestmachung ohne tiefsten Punkt
Meine Leitungen liegen frostschwer (ca. 30-40 cm) und haben kein durchgehendes Gefälle zu einem Entleerungspunkt.
Frage: Reicht ein zentraler Druckluftanschluss am Verteilerkopf aus, um die Leitungen "leerzublasen", oder ist das Risiko für Frostschäden ohne physischen Ablauf zu hoch?
(7) Optimierung in Richtung Automation & Zuverlässigkeit
Geplant sind bereits Drucksensoren (0-10 bar) zur Filterüberwachung und ein Hardware-Watchdog (Zeitrelais), der die Stromzufuhr bei Fehlfunktionen kappt.
Frage: Habt ihr weitere Ideen, um das System "unkaputtbar" zu machen? Was sind eure "Lessons Learned" bei der Integration in Home Assistant?
Ich freue mich auf eure fachliche Kritik und Anregungen!
Beste Grüße!
ich plane aktuell eine umfassende Gartenbewässerung für mein Einfamilienhaus und stehe vor der finalen Umsetzung des zentralen Ventilverteilers. Bevor ich die Komponenten für den Verteiler kaufe, möchte ich mein Konzept kritisch hinterfragen lassen.
Das Projekt-Setup:
Quelle: 7000l Zisterne mit Güde GDT 1200 Drucktauchpumpe.
Leitungen: Hauptwege durchgehend in 32mm HDPE.
Zonen: Rasen (32mm), diverse Hochbeete, Beerenhecke und Gewächshaus (Netafim Tropfschläuche), sowie eine Trinkwasser-Direktleitung für Outdoorküche, Planschbecken, Hühner/Enten.
Steuerung: ESPHome (Kincony-Board) integriert in Home Assistant, Bodenfeuchte via Ecowitt WH51.
Hier ist das geplante Schema meines Verteiler-Aufbaus:
Dazu habe ich sieben gezielte Fragen an die Profis hier:
(1) Hybride Einspeisung ohne teuren Systemtrenner?
Ich möchte bei Pumpendefekt oder leerer Zisterne auf Trinkwasser umschalten können. Ein Systemtrenner BA (Klasse 4) in 1" ist jedoch sehr teuer.
Die Idee: Statt einer direkten Rohrverbindung am Verteiler nutze ich für das Backup nur die Trinkwasser-Nachspeisung in die Zisterne (freier Auslauf).
Frage: Macht das als alleiniges Backup Sinn, oder ist der Zeitverlust beim Füllen der Zisterne in der Praxis zu groß? Gibt es eine legale, günstigere Methode für eine Direkteinspeisung?
(2) Brauche ich einen Wasserschlagdämpfer?
Da ich 32mm HDPE und schnell schließende Magnetventile nutze, mache ich mir Sorgen um Druckschläge.
Frage: Ist ein mechanischer Druckstoßdämpfer am Verteiler bei diesem Querschnitt Luxus oder bei Kunststoff-Fittings Pflicht?
(3) Hauptventil (Master Valve): Sinnvoll oder Overkill?
Ich plane ein zentrales Magnetventil vor der gesamten Verteilung.
Frage: Ist das als zusätzliche Sicherheit (falls eine Zone klemmt oder ein Rohr bricht) Standard, oder baue ich mir damit nur einen unnötigen Druckverlust ein?
(4) Zentraler vs. dezentraler Druckminderer
Für die Tropfkreise (Netafim) muss ich den Druck auf ca. 2,1 bar senken.
Frage: Ist ein großer, zentraler Druckminderer vor der Ventilgruppe der Tropfkreise empfehlenswert, oder sollte jeder Kreis (Gemüse, Beeren, Gewächshaus) einen eigenen kleinen Druckminderer nach dem Ventil bekommen?
(5) Bewährte Komponenten & Marken
Ich plane aktuell mit Hunter PGV Ventilen, Netafim Filtern/Schläuchen und PP-Klemmverbindern.
Frage: Welche Marken bieten für euch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei 32mm-Systemen? Gibt es spezifische Verbinder, die ihr für den Verteilerbau bevorzugt?
(6) Winterfestmachung ohne tiefsten Punkt
Meine Leitungen liegen frostschwer (ca. 30-40 cm) und haben kein durchgehendes Gefälle zu einem Entleerungspunkt.
Frage: Reicht ein zentraler Druckluftanschluss am Verteilerkopf aus, um die Leitungen "leerzublasen", oder ist das Risiko für Frostschäden ohne physischen Ablauf zu hoch?
(7) Optimierung in Richtung Automation & Zuverlässigkeit
Geplant sind bereits Drucksensoren (0-10 bar) zur Filterüberwachung und ein Hardware-Watchdog (Zeitrelais), der die Stromzufuhr bei Fehlfunktionen kappt.
Frage: Habt ihr weitere Ideen, um das System "unkaputtbar" zu machen? Was sind eure "Lessons Learned" bei der Integration in Home Assistant?
Ich freue mich auf eure fachliche Kritik und Anregungen!
Beste Grüße!