Planung Gewächshaus - Boden präparieren

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17. März 2012
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Guten Tag!
Da meiner Mutter jedes Jahr die Tomaten und Gurken zugrunde gehen habe ich mir gedacht, ein Gewächshaus zu bauen. Das Gewächshaus wird Marke Eigenbau, habe da auch schon was in Planung, aber darum solls hier nicht gehen.
Viel wichtiger ist es, den Boden zu präparieren, denn der sieht nach allem aus, nur nicht nach Garten, aber Bilder sprechen mehr als 1000 Worte:
Hier ein Link zur Galerie der Bilder, da ich direkete Links hier noch nicht posten darf (bin ja neu hier ;))
directupload.net/galerie/283602/35avmhf7DU/0

Also Ich möchte insgesamt ein 4x5 großes Gewächshaus bauen, d.h. auf dieser Fläche soll der Boden präpariert werden. Wie man auf den Bildern sieht ist alles mit Gras und Unkraut überwuchert.
Wie kann ich den Boden also gut vorbereiten? Ich möchte quasi "tabula rasa" alles unnötige dort entfernen, umgraben, was eben nötig ist. Ich werde keine Arbeiten scheuen! Die Sträucher die im Weg sind werden auch entfernt....
Das Gemüse wollen wir nach Eisheilligen (14. März) aussetzen, kann ich den Boden irgendwie schon vordüngen? Möglichst "Bio" Dünger, Kuhmist oder so. Wäre hier über Tipps sehr erfreut!
Achja, Bodenproben habe ich bereits ins Labor geschickt um zu schauen wie es mit PH Wert und Nährstoffen ausschaut, wegen Düngen und so. Ich denke die 8 Euro sind ganz gut angelegt..... Werde die Werte hier bekannt geben sobald ich Sie habe!

Vielen Dank schonmal im Vorraus!
 
  • Hallo Tschousi,
    leider kann man / ich die Bilder nicht hochladen. Aber zu deinem Problem: Mach einen kompletten Bodenaustausch, das ist zwar aufwändig, aber das Beste.
    Die Eisheiligen sind bei uns im Mai und nicht im März!

    jomoal
     
    Also,
    ich musste ja meinen Garten auch komplett neu anlegen... es waren nur Brennesseln und Gras vorhanden.
    Ich hab die Grasnarbe komplett entfernt (aber auf einen Berg gepackt, denn wenn das Gras verrottet ist, kann man die Erde wieder unterarbeiten!) und dann umgegraben. Ich habe tendenziell einen schwereren Boden, der das Umgraben braucht.
    Es geht sicherlich auch einfacher, wenn Du NUR umgräbst. Musst Du wissen...
    Ich hab ja auch selber gebaut. Soll heißen Erdspieße, Pfosten rein, alles verschraubt etc. Folie drum, Folie drauf - fertig.
    Maße: 4,5 mal 5 Meter (so ca!). Anders ging nicht, denn ich hab die zwei Eiben nicht rausbekommen...

    Diese Saison muss ich auch noch bauen: wird wieder so 6 mal 5 Meter werden.

    LG
    Simone
     
  • Ja für März wäre es ja schon zu spät geworden... Kleiner Buchstaben Verdreher...
    Kompletter Bodenaustausch? Dazu bräuchte ich doch mindestens 8m³ Erde. Und das sind über 600 Euro... Das ist mir zu teuer....
    Reicht es denn nicht einfach die Gräßer oben großzügig zu entfernen, umzugraben und ein bisschen mit Kuhmist oder Brennesselsud oder sonstigem zu düngen?

    Gruß

    EDIT: Simone23
    Kannst du vielleicht Bilder von deinem Gewächshaus machen? Oder sind bereits welche online? Würde mich sehr interessieren!
    Und wie hast du die Gräser entfernt? einfach mit der Schaufel wegmachen oder gibts da ein paar spezielle Tricks?

    Vielen Dank!
     
  • Hallo,
    nein von meiner Eigenkonstruktion sind noch keine Bilder online. Muss ich aber mal machen.

    Also ich hab wahrlich keinen Boden ausgetauscht.
    Aber ich hab mir die Mühe gemacht - und das war ne Mühe - und die Grasnarbe abgestochen.
    Also ich habs so gemacht: Spaten genommen, in die Hocke und dann abgeschabt (also so das auch noch Erde dran war um die Wurzeln zu erwischen). Das war ne Hundearbeit, weil eben der ganze Garten aus Gras bestand. :grins:

    LG
    Simone
     
    Ja so in etwa hab ich mir das auch gedacht! Wie tief ist denn die Grasnarbe? Bzw. wie tief hast du das Gras entfernt? Und hast du danach den Boden irgendwie gedüngt? Oder einfach alles so gelassen?

    Gruß
     
  • Moin,
    darf ich mal dazwischenquatschen? :confused:Für diese Arbeiten nehme ich in der Regel eine Grabegabel. Die dringt leichter in den Boden ein und zersticht keine Wurzeln, die u.U. wieder anwachsen. Dann habe ich das Gras, mit Wurzeln, ausgeschüttelt und der Boden blieb an Ort und Stelle und war gleichzeitig gelockert.:o:cool:
     
    Simone 23:
    Welchen Dünger hast du benutzt und wieviel davon pro qm? Hast du davor Bodenproben genommen und untersuchen lassen?

    kaiserblick:
    Wie tief hast du mit der Grabegabel gestochen? Und wieviele qm hast du so berarbeitet? Das hört sich nach ner Menge Arbeit an, aber wenn sich das wirklich lohnt ist es mir das Wert, ich mach das ja nicht alleine... Das mit den zerstochenen Wurzeln ergibt auch Sinn....
    Hast du danach noch den Boden gedüngt? oder so gelassen wie er ist? Falls ja, welchen Dünger hast du benützt?

    Danke für eure Antworten!
    Gruß
     
    Du ich muss gestehen... ich probiere aus.
    Ich sabbel nicht und überleg auch nicht viel, ich mach einfach. ;)
    Ich hab ne krude Mischung aus: Gartenkalk, Thomaskali und Rinderdung eingearbeitet. Menge kann ich Dir deswegen auch nicht sagen - ging nach Gefühl.
    Ich hab meine Pflanzen einfach beobachtet. Wenn ich ne Stagnation bemerkt habe, habe ich noch mal mit einem Dünger (Universal- oder Tomidünger) nachgeholfen.

    LG
    Simone
     
  • Simone 23:
    Welchen Dünger hast du benutzt und wieviel davon pro qm? Hast du davor Bodenproben genommen und untersuchen lassen?

    kaiserblick:
    Wie tief hast du mit der Grabegabel gestochen? Und wieviele qm hast du so berarbeitet? Das hört sich nach ner Menge Arbeit an, aber wenn sich das wirklich lohnt ist es mir das Wert, ich mach das ja nicht alleine... Das mit den zerstochenen Wurzeln ergibt auch Sinn....
    Hast du danach noch den Boden gedüngt? oder so gelassen wie er ist? Falls ja, welchen Dünger hast du benützt?

    Danke für eure Antworten!
    Gruß

    Rasen wurzelt selten tiefer als ca. 10cm. Natürlich können lästige Gräser wie Quecken darin sein. Die erkennst Du an langen Wurzelausläufern, sog. Rhizomen. Stich einfach mal rein und bewege die Gabel ein paar mal hin und her und hebe den Placken raus, dann kannst Du sehen wie tief sie sind. Die größte Fläche, die ich so behandelt habe, war ca. 50m² groß. Nach meiner Meinung ist diese Art Arbeit am leichtesten zu bewerkstelligen.
    Mit Dünger würde ich erstmal warten, oder eine Bodenprobe machen lassen. Mit dem Ergebnis der Bodenprobe kannst Du gezielt Düngen. Ansonsten halte ich es so wie Simone, nach dem Motto: weniger ist mehr. Gekörnter Rinderdung kann aber nichts kaputtmachen weil er sehr langsam und somit schonend wirkt.
    :o:o
     
  • Oha, 50qm sind ja mehr als genug. Wie lang hast du dafür in etwa gebraucht?
    Rindermist zu bekommen ist kein Problem, haben hier nen Bauernhof ums Eck....
    Soll ich den Rindermist dann quasi direkt in die umgegrabene Erde mit einarbeiten oder einfach nur als Schicht oben drauf verteilen?
    Ansonsten schonmal vielen Dank für alles!

    Achja, eine Bodenprobe ist schon seit Donnerstag auf dem Weg ins Labor, die Ergebnisse werde ich wohl nächste Woche bekommen ;)

    Gruß
     
    Oha, 50qm sind ja mehr als genug. Wie lang hast du dafür in etwa gebraucht?
    Rindermist zu bekommen ist kein Problem, haben hier nen Bauernhof ums Eck....
    Soll ich den Rindermist dann quasi direkt in die umgegrabene Erde mit einarbeiten oder einfach nur als Schicht oben drauf verteilen?
    Ansonsten schonmal vielen Dank für alles!

    Achja, eine Bodenprobe ist schon seit Donnerstag auf dem Weg ins Labor, die Ergebnisse werde ich wohl nächste Woche bekommen ;)

    Gruß
    Ich weiß ja nicht, wie leistungsfähig Du bist. Damals war ich etwas jünger. Aber heute, mit meinen fast 70 Jahren, würde ich mir für 20 m² einen Vormittag Zeit lassen. Vielleicht auch etwas mehr, kommt darauf an, wie verkrautet das Ganze ist.
    Mit Rinderdung meinte ich den getrockneten und gekörnten Rinderdung aus dem Landhandel. Mit frischem Stalldung wäre ich erst mal etwas zurückhaltend.
     
    Wie gesagt, ich mach das nicht alleine und hab 2 Freunde die mir helfen. In dem fall sollte das ja recht zügig gehen ;)
    Ok, dann werde ich wohl auf den gekauften Rinderdung zurückgreifen? Was für Mengen davon hast du ca. pro QM verwendet?
    Und hast du den Rinderdung direkt in den Boden eingearbeitet oder nur oben als Schicht drauf?

    lg
     
    Wie gesagt, ich mach das nicht alleine und hab 2 Freunde die mir helfen. In dem fall sollte das ja recht zügig gehen ;)
    Ok, dann werde ich wohl auf den gekauften Rinderdung zurückgreifen? Was für Mengen davon hast du ca. pro QM verwendet?
    Und hast du den Rinderdung direkt in den Boden eingearbeitet oder nur oben als Schicht drauf?

    lg
    Die Aufwandmenge richtet sich nach der zu erwartenden Kultur und steht auf der Verpackung. Über den Daumen gepeilt würde ich ca. 2 Händevoll/m² aufstreuen und leicht einarbeiten und natürlich wässern nicht vergessen. Dünger wird grundsätzlich immer oberflächlich eingearbeitet. Und dann gilt, wie überall: learning by doing.;)

    Eines ist aber ganz wichtig, wenn Du mit Deinen Freunden die Arbeit erledigt hast:
    Wurscht umdrehen und gegenseitig auf die Schulter klopfen, sonst kommen die das nächste Mal nicht wieder.:-P:-P
     
    So, ich melde mich dann hier auch nochmal!
    Hat alles ein bisschen länger gedauert, da was dazwischen gekommen ist, aber heute habe ich angefangen die oberste Erdschicht abzutragen (und zu kompostieren) und umzugraben. Morgen wird der Rest gemacht. Am Montag kommt dann die Gartenfräse und macht mir alles schön eben, Rinderdung muss ich eben noch kaufen.
    Sonst noch Tipps, was ich der Erde untermischen kann? Ich möchte noch am Mittwoch oder Donnerstag meine Gurken, Chilis und Tomaten raussetzen.
    DSCN1555.webp
    Gruß
     

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    Mit dem Abtragen der Soden trägt man auch die lebendige Humusschicht ab, umgraben (maximal 1. Spaten tief) ist in der Regel besser. Die Gartenfräse sollte man man nur einsetzen, wenn eine feine Bodenstruktur auch erforderlich ist (zB Saatbett oder Wurzelgemüse etc). -Till
     
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