Pflaster beschädigt durch Kugelrobinienwurzel - Erfahrungen?

Anna45

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13. Okt. 2012
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Hallo :-)
ich hoffe ich habe das richtige Forum für meine Frage gewählt (bin ganz neu hier). Also, ich habe vor etwas mehr als 5 Jahren (im Frühjahr 2007) eine Kugelrobinie in meinem Vorgarten gepflanzt.
Der Baum hat mittlerweile eine Höhe von etwa 5m und einen "Kugeldurchmesser" von etwa 4 - 4.5m.
Durch Zufall bin ich auf einige Berichte gestossen, in denen geschildert wird, dass die Kugelrobinie extrem Wurzeln treibt, die Beschädigungen an Pflasterungen usw. hervorrufen können.
Da der Baum nur etwa 3m von unserem Reihenhaus entfernt steht habe ich nun Angst, dass Beschädigungen nicht nur bei uns, sondern auch in Nachbarsgarten bzw. an der gepflasterten Gemeinschaftsfläche entstehen können, sodass ich überlege ob es besser wäre den Baum zu entfernen.
Hat eventuell jemand einen Erfahrungswert, wie weit die Wurzeln nach dieser Zeit reichen könnten?
Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Frage zu lesen :-)
Über Antwort oder Tipps würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüsse!
 
  • Hi Anna,

    das Gesagte möchte ich gerne noch ergänzen. Grundsätzlich ist es so wie Moorschnucke sagt, dass sich die Abmessungen des Wurzelballens bei Bäumen im Rahmen des Kronenumfangs bewegen.

    Da Kugelrobinien nun mal Robinien sind, neigen sie daneben aber zur Entwicklung von Wurzeläusläufern, die ziemlich lästig werden können. Je stärker die Bäume beschnitten werden, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Ausläufer eines Tages kommen.

    Das ist eine Erscheinung, die sich erst nach längerer Zeit bemerkbar macht. Meine Borstenrobinie, die regelmäßig stark geschnitten wird, fängt jetzt, nach vielen Jahren, auch damit an.

    Das Problem ist aber überwiegend oberirdischer Natur. Man muss halt immer wieder die kräftigen Triebe herausreißen, die im Umkreis sprießen. Die Wurzelausläufer selbst ähneln dünnen Kabeln und dienen nur dem Fortkommen der "Brut". Dass sie Platten hochheben oder dergleichen, bezweifle ich sehr.

    Beschädigungen an den gepflasterten Flächen sind also nicht zu befürchten. Schon eher, dass eines Tages im Erdreich drum herum hin und wieder ein paar vorwitzige Robiniensprösslinge ausgerupft werden müssen.
     
  • moin käferli,
    vielen Dank für Deine präzisen Infos.
    Wir haben eine Goldrobinie im Hangbeet, unweit des Hauses stehen.
    Hier habe ich ebenfalls schon beobachtet, daß 2 vorwitzige Ausläufer hochkamen, denen ich dann rigoros mit der Schere zuleibe gerückt bin.
    Da sehe ich als eher kein Problem.
    Was drastisch auffällt, ist der Zuwachs der Krone jedes Jahr.
    Im Mai, nachdem der Kahlfrost die erste Generation Laub abgefroren hatte, ging sie erneut ins Laub
    noch spärlich im Laub_400.webp

    Vor 10 Minuten, goldgelb wie es sich für eine Goldrobinie gehört
    Goldrobinie_14102012_640.webp

    Ausgangs des Winters werden alle Triebe bis auf 5 cm über den alten Schnitt vom letzten Jahr rückgesetzt, damit wir eine sehr kompakte, dichtverzweigte Krone erhalten. Die einzelnen Triebe sind leider sehr windbruchgefährdet, deshalb diese Maßnahme.... und es soll auch ein "Hausbaum" bleiben und nicht solch' ein Ungetüm werden, das man nicht mehr im Griff hat.
     
    Dankeschön, Käferli für deinen Bericht!
    Deine Erfahrungen haben mich erstmal ein wenig beruhigt!
    Auch deinen Beitrag, Eva, habe ich mit grossem Interesse gelesen ...vielen Dank auch dafür.
    Liebe Grüsse :)
    Anna
     
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