Mulchen..?

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Als wir vor zwei Jahren unseren ersten eigenen Rasen bekommen haben, hatten wir keine Ahnung... Jetzt mache ich mir Gedanken über das Thema mulchen. Natürlich haben wir keinen Mulchmäher, war damals kein Thema. Der Bosch Rotak 40 lässt aber den Rasenschnitt auch liegen, wenn man hinten einfach die Klappe zulässt und den Korb nicht dran hängt.

Mulchen würde ich gerne, da unser Boden offenbar ziemlich mager ist. 2 Monate nach dem letzen Düngen wächst da auf 2/3 der Fläche nichts mehr. Gemäht oder nicht, kein Unterschied. Idee: Düngen und dann mal mit dem Mulchen anfangen.

Problem: Wir kommen selten zum mähen. 1x die Woche. Öfter wird das nix. Maximal vielleicht dadurch, daß man mit dem Mulchen echt Zeit spart. Zig mal den Korb leeren dauert bald länger als das mähen selbst.

Wie ist das, wenn man "längeres" (1 Woche altes) Gras mäht und liegen lässt? Wird das von den Bodenorganismen irgendwann verwertet oder nicht? Ich habs gestern einfach mal gemacht und bin hinterher noch mal drüber und hab die Haufen die oben drauf lagen quasi "eingekämmt".

Muß es zwingend ein echter Mulchmäher sein?
 
  • Wenn Du den Rasenschnitt von einer Woche liegenlässt, ist er viel zu lang und erstickt irgendwann den Rasen.

    Wird das von den Bodenorganismen irgendwann verwertet oder nicht?
    Die Massen schaffen sie nicht.
    Mit dem Rasenschnitt würde ich dann eher die Beete mulchen.

    Helfen täte auch ein Rasenroboter der täglich fährt, das Schnittgut bleibt liegen und ist kurz genug. Ist aber natürlich eine Geldfrage, gute Robbies sind teuer.

    2 Monate nach dem letzen Düngen
    Der Zeitraum ist auch zu lang, gedüngt werden sollte alle 4-6 Wochen, möglichst organisch mineralisch (besonders wichtig bei magerem Boden).
     
    Ja, das Schnittgut einer Woche ist zuviel für die Bodenlebewesen. Ich mähe alle 3-4 Tage und selbst das ist schon ziemlich lang.
    Ich mulche mit dem Rasenschnitt meine Tomaten/Gurken und den Rest unter die Hecken. Aber mulchen sollte man dort auch nicht zu hoch, weil es sonst eher vermodert als zersetzt wird. Ich habe zu Glück nicht so viel Rasenschnitt.
     
  • Ich kompostier bislang, aber so langsam weiss ich nichtmehr wohin damit. ca 300m^2 Rasen..

    Rasenrobbie ist mir zu teuer und ich bin mir sicher, daß der mit unserer Gartengeometrie auch so seine Probleme hätte. Kinder-Gartenhaus auf 4 Stelzen, Baum mittendrin, enge Passagen... und für nur 70% der Fläche dann soviel Geld.. Nein.

    Ok, ich werd mal sehen, ob wir das öfter hinbekommen.

    Der Zeitraum ist auch zu lang, gedüngt werden sollte alle 4-6 Wochen, möglichst organisch mineralisch (besonders wichtig bei magerem Boden).
    Ja, ich weiss. Ist eine Frage von Anspruch an den perfekten Golfrasen und eine Frage dessen, was man bereit ist jedes Jahr für Dünger auzugeben. Daher ja die Idee, zu mulchen.
     
  • Ob man 2x die Hälfte oder 1x den vollen Aufwuchs mäht ist von der Menge her fast das Gleiche.
    Der Knackpunkt ist,je besser der Rasenschnitt zerkleinert wird,um so besser, schneller und tiefer rieselt er in die Narbe ein und wird im feuchten Millieu möglichst an der Bodenoberfläche von Bakterien zersetzt.Je kleiner die Rasenfetzen um so größer ist die Angriffsfläche der Bakterien. Auch Regentropfen schlagen den Mulch in die Erdbodennähe.
    Liegt langes Gras obenauf ,am Folgetag noch einmal flott darüber fahren.Meist sind die Halme durch Trockenheit spröde geworden und zerbröseln dann
     
    Zuletzt bearbeitet:
    Ich hab angefangen, 2x die Woche zu mähen, sieht ganz gut aus. Es bleibt jedenfalls nichts sichtbar oben drauf liegen. Ich hab gedüngt und werd mal sehen, wie lange das jetzt gut geht. Nach dem düngen wächst das ja mehr, dann werden die Halme wieder länger. Aber mehr als 2x die Woche mähen ist nicht drin.
     
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