Monilia Krankheit an Kirschbaum

hg-max

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16. Mai 2011
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Guten Tag,

allerseits. Bin neu hier im Forum und möchte allen erstmal "Hallo!" sagen.

Ich habe mich angemeldet, weil unser Kirschbaum kränkelt. Da Bilder mehr als tausend Worte sagen, habe ich mal ein paar Fotos angehängt.

Einige Zweige sind ja durchaus schön grün, wobei ich aber Sorge habe, dass es diese auch noch erwischt.

Was kann das sein? Was kann ich dagegen machen. Die toten Zweige einfach abschneiden? Was kann ich auf die Schnittstellen machen? Mit Wasser verrührten Kalk?
 

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  • AW: Was hat unser Kirschbaum?

    Hallo,

    dies ist eine Pilzerkrankung, und zwar die Monillakrankheit. In diesem Falle speziell die Spitzendürre.

    Die Pilzsporen überwintern an ausgetropckneten Blütenbüscheln, dürren Zweigen sowie Fruchtmumien. In nassen Blüteperioden nimmt die Krankheit zu.

    Die befallenen Triebe (und später auch die Früchte) möglichst zeitnah abschneiden. Fruchtmumien und abgestorbene Teile spätestens dann im Winter entfernen.

    Den befallenen Baum in Zukunft möglichst so schneiden/auslichten, dass er rasch abtrocknen kann. Zu dichter Bewuchs fördert eher die Monilla.
    Chem. Keule in Form von Schwermetallen wäre bis M/Mai möglich, ist jedoch nicht mein Ding, kann Dir dazu also keinen Rat geben.

    Kennst Du die Sorte? Gibt halt mehr oder weniger anfällige Sorten.
     
    AW: Was hat unser Kirschbaum?

    Hallo Fruitfarmer,

    vielen Dank für Deine Antwort. Die Sorte ist mir leider nicht bekannt.

    Die befallenen Triebe (und später auch die Früchte) möglichst zeitnah abschneiden. Fruchtmumien und abgestorbene Teile spätestens dann im Winter entfernen.

    Habe irgendwo gelesen, dass man im Falle der Monillakrankheit die Triebe soweit trocken + 20cm zurückschneidet. Also im Prinzip bis wieder saftiges Gehölz kommt?

    Was meinst Du mit: "später auch die Früchte"? Wenn ich jetzt alles befallene wegschneide erübrigt sich das doch, oder?

    Womit kann ich die Schnittstellen verschließen?
     
  • AW: Was hat unser Kirschbaum?

    Hallo,

    ja, bis ins Grüne schneiden, das ist richtig.

    Solltest Du alles entfernen können (bei Pilzsporen, welche man nicht sieht, auch nicht grad einfach) erübrigt sich das natürlich mit den Früchten.

    Allerdings meinte ich auch hauptsächlich damit, dass Du alle Früchte, welche Du eventuell nicht siehst und dann nicht ernten kannst, und die dann am Baum als Fruchtmumien überwintern würden, dann spätestens im Winter (ohne Laub siehst Du ja dann besser) entfernst.

    Zum Verschließen der Schnittstellen gibt es hier im Forum eine Pro und eine Kontra-Fraktion. Ich bin dagegen. Einerseits reden wir hier von ziemlich kleinen Schnittwunden, andererseits wirst/kannst Du nie so steril agieren, dass keine Sporen die Schnittwunde eventuell tuschieren. Zum einen unterbindest Du damit auch die Selbstheilung in Form von Zellsäften, die die Schnittwunde "ausspülen", zum anderen behinderst Du die Gallusbildung. Unter der "Versieglung" werden Keime etc. eingeschlossen, Staunässe kann sich bilden, usw.

    Aber wie gesagt, auch dazu gibt es hier geteilte Meinung.
     
  • AW: Was hat unser Kirschbaum?

    Danke. Sehr hilfreich. Dann werde ich mir heute mal die Schere und 'ne Leiter schnappen und loslegen. Es sei denn es regnet.

    Wie sieht es mit dem abgeschnittenen Zeug aus - verbrennen oder reicht der Misthaufen?
     
  • AW: Was hat unser Kirschbaum?

    Prima. Liegt schon auf nem Haufen zum Verbrennen bereit.
     
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