Kann man älteren Obstbaum versetzen?

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Hallo,
habe einen Williams Christ, schätze bald 10 Jahre alt, aber recht zierlich. Stamm ist unten 10-12cm dick. Kann man den noch versetzen und wenn ja, was muss man beachten?
 
  • Ich glaube er wird es dir übel nehmen.

    Du kannst dieses Jahr versuchen einen Halbkreis um den Baum zu graben und dabei die Wurzeln zu trennen. Im nächsten Jahr dann auf der anderen Seite. Das dürfte helfen einen kompakten Wurzelballen zu bilden. Wie du den Baum im 3. Jahr transportieren willst, ist eine andere Frage. Mir wäre es zu viel Plackerei. Es gibt auch Maschinen die Bäume verpflanzen. Das ist sicher teurer und drumherum sieht der Garten dann furchtbar aus.


    [video=youtube;aUn8-S2vGgo]http://www.youtube.com/watch?v=aUn8-S2vGgo[/video]
     
    Wie Marmande schon feststellte, muss man die Relationen im Auge behalten.
    Lohnt sich der Aufwand? Der Baum? Die Sorte?

    Ab wann sich etwas lohnt liegt wiederum allein im Auge des Betrachters. Die größte Gurke kann lohnenswert sein, zum Teil reichen dafür die kleinsten emotionalen Gründe aus.

    Also ob es sich lohnt kannst allein nur Du Dir beantworten.
    Ob es machbar ist, schon.
    Ob für Dich händelbar kann man so nicht sagen.
    Garantie? Der war gut……

    Ich habe z.B. einen Alexander Lukas hier zu stehen, 12 Jahre alt, Halbstamm. Den würde ich sofort mittels Grabegabel umsetzen. Ist aber allein der Tatsache geschuldet, dass er mittelprächtig bis gar nicht gewachsen ist. Dafür aber schön ist, schön schmeckt und ich nicht auf ihn angewiesen bin, was seine Daseinsberechtigung immens vergrößert.

    Auch wenn ich die ganze Aktion für den Spätherbst angesetzt hätte, käme der Zeitpunkt jetzt grad noch so hin.

    Mit Foto könnte man sicherlich besser helfen. Denn ob David oder Goliath ist in diesem Falle schon von Bedeutung.

    Solltest Du also Deine Williams Christ so oder so platt machen wollen, dann kann der Versuch niemals unnütz sein. Die Wurzelbreite steht in Relation zur Kronenbreite, so als grober Hinweis, was aber wiederum jetzt nicht expliziert heißt, dass genauso groß ausgegraben werden müsste. Ein Abstechen der Wurzel wird ja auch zur Fruchtförderung bei schlecht tragenden Bäumen vorgenommen.

    Man könnte jetzt hin und her reden.
    Mach Foto. Ist einfacher für uns.
    Machbar wäre es.
     
  • Habe das einmal bei Nachbarn erlebt, allerdings ging es da nicht um einen Obstbaum, sondern um einen Laubbaum. Es war eine unglaubliche Arbeit, der Garten sah danach aus wie ein Schlachtfeld und es hat sicherlich auch einiges gekostet (man hatte eine Firma kommen lassen). Die Alternative, den Baum fachgerecht zu fällen und einen neuen zu pflanzen, wäre vermutlich besser gewesen.
     
  • Ich hab mal ein 6-jähriges Apfelbäumchen (auf schwacher M9-Unterlage) umgepflanzt (mit dem Spaten ausgegraben, Wurzeln angeschnitten und Äste reduziert und umgesetzt), aber das ist natürlich schon etwas aufwändiger als sich einfach einen jungen Baum aus der Baumschule zu holen, und der Anwachserfolg ist auch nicht so hoch, wenn man ihn wurzelnackt verpflanzt (Wurzeln dürfen nicht austrocknen)
     
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