Jakobskreuzkraut!!! Was mache ich damit??

lizz

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02. Juli 2009
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Hilfeee !!!
Ich fürchte, ich habe ein Jakobskreuzkraut zur Blüte kommen lassen (hat mir fehlendes Gelb im Staudenbeet ersetzt :confused: ), und habe gerade erst entdeckt, was es überhaupt ist, und daß es furchtbar giftig ist und schon von der Landwirtschaftskammer davor gewarnt wird usw., weiß aber immer noch nicht:

- ob ich mir schon durch Anfassen der Pflanze mit bloßen Händen sehr geschadet habe,
- ob ich mit dem Stecken der Blüten in kochendes Wasser richtig handele (die Samen sind jetzt ja noch nicht reif, können sich also wohl noch nicht versamt haben ...),
- wie ich die Pflanze nach dem Ausgraben behandele, ob ich sie im dunklen Schuppen im Eimer trocknen lassen kann,
- ob ich sie dann überhaupt (wegen der Giftstoffe) auf den Kompost tun kann,
- ob ich meine Gartenhandschuhe danach lieber wegwerfe, statt sie zu waschen - das Gift besser nicht ins Wasser kommen lassen?

Puh, FÜNF Fragen, aber Dank schon mal und Gruß,

Lizz
 
  • Halli Lizz,

    erstmal gaaaaaaanz ruhig (und tief durchatmen). Solange Du das Kraut nicht gegessen hast, mach Dir kein Kopp.

    Die Pflanze entfernen und in die Biotonne oder Kompost (auf kein Fall ins Heu - also Blüten müssen nicht abgekocht werden). Handschuhe kannst Du weiter verwenden. Und beschädigt hast Du deine Gesundheit nicht.

    Alles klar?

    LG,
    Mark

    PS wenn alles giftige aus Gärten enfernt werden würde, sähe mache Gründstück recht leer aus.
     
    Ah, danke, Mark, hast schon recht, aber sooo in Panik bin ich denn doch nicht gefallen! Abkochen auf'm Herd :rolleyes: wollt ich das Zeug ja nicht gerade, aber mit heißem Wasser bin ich schon so manches Unliebsame ungiftig losgeworden: Ameisenhaufen, wenn die gar zu riesig sind, Nacktschnecken, eklige Gespinste im Apfelbaum, auch Löwenzahnpusteblumen: Eintunken oder draufgießen, je nachdem ... später das Ganze auf'n Kompost!
    Aber dieses Kraut kann man ja nicht einfach frisch ausgegraben auf den Kompost tun, weil die Teile weiterwachsen, sie sind sicher nicht braver als Giersch... Und bis die dicken Wurzeln im Schuppen totgetrocknet sind, ist es auch Winter ...

    Die Blüten sollen übrigens abgeschnitten in kürzester Zeit eine Samenreife fertigbringen, also bloß nicht liegenlassen und höchstens übergebrüht auf den Kompost !

    Jau, ich werde die übrige Pflanze einfach im Eimer vergären (geht schneller als Trocknen, und sogar mit KALTEM Wasser), was übrigens bei Giersch ganz bequem ist ;).

    Und der Kompost ist ja schließlich auch nicht vergiftet, wenn man Kirschlorbeer, Fingerhut, Goldregen, Schierling o.ä. drauftut ...
     
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