Hexenbutter im Möhrenbeet

Registriert
03. Mai 2014
Beiträge
117
Ort
Brandenburg
Ja, ihr Lieben... jetzt habe ich auch noch einen gelben Schleimpilz zu präsentieren! Nach all den Kuriositäten, die ich in diesem neu übernommenen Garten schon hatte, kann ich mich nun auch noch stolze Besitzerin einer gelben Lohblüte (auch Hexenbutter) nennen.

Hexenbutter.webp (Foto ist ein wenig blaß, der Pilz ist ganz wunderbar gelb!!!!!!!!)

Hab ich mich erschreckt. Gestern war in meinem Hochbeet noch nix zu sehen und heute schau ich auf eine schleimig gelbe Fläche zwischen meinen Möhren. Das muß ja in einem Affenzahn gewachsen sein. Jetzt habe ich den ganzen gelben Glibber erstmal alles rausgekratzt, ich hab auch schon gelesen, daß der ungefährlich sein soll... aber mitten um die Möhren verteilt?????? Kennt das jemand? Ist es wirklich ungefährlich? Und kommt das eventuell dann immer wieder???

Unglaublich begeisterte :mad: Grüße vom Knöpfchen
 
  • Moin Knöpfchen,

    Schleimpilze sind völlig ungefährlich, sie tun weder den Möhren, noch anderen Pflanzen oder Tieren was, es sind aber faszinierende Lebewesen.
    Sie können ihren Standort aktiv ändern, also sie wandern und nach der aktiven Wanderphase kommt eine Fortpflanzungsphase.
    Ich würde ihn einfach nur beobachten, Schaden anrichten wird er nicht.

    Gruß Conya
     
    Sehr bemerkenswert!

    @Conya, du scheinst dich mit derlei Lebensformen auszukennen.
    Habe schon ein paarmal so ein Glibberding in schwarzdunkelgrün gesehen, aber nicht wirklich gedacht, dass dies ein Pilz ist. Dachte eher dass da Jemand, naja, ich weiß nicht was gemacht hat!
    Also meinst du, dass dies schwarzgrüne auch so eine Pilzform sein könnte?

    Neugierige Grüße :confused:
    Beni
     
  • Moin ihr,

    ich habe mich mal etwas näher damit beschäftigt nachdem ein Schleimpilz in einem meiner Aquarien aufgetaucht ist, allerdings kenne ich sie auch aus dem Garten oder sonst wo in der Botanik.
    Es sind in der Tat sehr bemerkenswerte Lebewesen welche in der Wissenschaft einer eigenen Klasse zugeordnet werden. In der frühen Lebensphase besitzen sie tierische Merkmale, ähnlich den Amöben, später ähneln sie mehr den Pilzen.
    Sie bestehen aus Unmengen Einzelzellen, können ihr Aussehen und ihre Wuchsrichtung oder -form relativ zügig ändern und bewegen sich mit so genannten Scheinfüßchen. Ihr Verhalten wird durch Temperatur, Störungen durch Menschen oder Tiere, Witterungsverhältnisse usw. beeinflusst, sie ernähren sich von winzigen Organismen, können vielen Giftstoffen standhalten und sich sogar ihre Wege "merken".
    In einigen Ländern werden sie gegessen, allerdings schmecken sie nicht wirklich, sind aber für Tier, Mensch und Pflanzen völlig ungefährlich.
    Wenn man in seinem Garten einen Schleimpilz hat bietet sich eine seltene Gelegenheit ein faszinierendes Lebewesen zu beobachten welches am Ende seines kriechenden Daseins Fruchtkörper ausbildet.
    Man kann sie sogar füttern, z. B. mit Haferflocken und solange sie kriechen lassen sie sich auch zu Futterplätzen locken... es sei denn sie haben da wo sie gerade sind einen besseren Leckerbissen gefunden.:grins:

    @Beni: Das könnte durchaus ein Schleimpilz gewesen sein, es gibt meines Wissens nach etwa 1000 Arten die auch recht groß werden können, also sie können sich ausbreiten, ein Höhenwachstum gibt es bei ihnen nicht.

    Gruß Conya
     
    Liebe Conya,

    Danke für deine ausführliche Antwort. Füttern kann man die? Unglaublich, was et so jibt.

    Nachdem ich das nun alles weiß, werde ich mich richtig auf die Suche machen, um das grüne Glibberdingens dingfest zu machen und evtl. fotoknippsen.

    Vielen Dank noch mal :o
    Beni
     
  • Zurück
    Oben Unten