Großes Erdbeersterben und keine Erklärung

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12. Sep. 2012
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Hallo,

seit diesem Jahr haben wir massiv Probleme mit unseren Balkonerdbeeren, daher habe ich mich hier mal angemeldet.

Meine Mum hat sich im Frühjahr Erdbeeren in einen Balkonkübel gepflanzt, wie jedes Jahr. Allerdings sind diese leider aus unerklärlichen Gründen von heute auf morgen "verreckt". Mehr oder minder verwelkt, trotz regelmäßigem giesen.
Zur Sicherheit alles entsorgt, den Blumenkasten erstmal nicht wieder verwendet.

Also habe ich neues Material besorgt und auch hier zeigen sich schon wieder erste Probleme.
Ich habe diese weißen "Ananas-Erdbeeren" besorgt und ein gemischtes Körbchen mit Wald-,Hänge- und Monatserdbeeren.
Drei sind in einem ELHO Geländerkübel, vier in so einer EMSA mybox.
Geäländerkübel hat Drainage und Vliestrennschicht, die mybox ein Wasserreservoir mit Überlaufbohrung.

Nun zeigen sich, wie auf den Bildern zu sehen, braune Blattverfärbungen an den "Überlebenden", die Walderdbeeren sind schon übern Jordan.
Hat jemand eine Erklärung was das sein könnte?

Wir sind uns da ziemlich unsicher, obwohl wir schon ewig und drei Tage am googlen und lesen sind.

Schonmal ein herzliches Danke
Bernd
 

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  • Es sieht auf jeden Fall wie eine Pilzkrankheit aus, obwohl ich nicht weiß, warum sie auch bei den neuen Pflanzen wieder auftaucht. Ich gehe mal davon aus, dass ihr auch neue Erde genommen habt, oder? Gießt ihr vielleicht zu viel? Pflanzen können das eigendlich ganz gut vertragen mal ein bisschen trockener zu sein zwischendurch. Zu viel Wasser nehmen die einem schon eher übel, ganz besonders mit Pilzkrankheiten.
     
    hallo
    auf jeden fall ist es eine pilzkrankheit.
    in frage kämen folgende:
    http://www.hortipendium.de/Phytophthora_cactorum
    oder:
    http://www.ages.at/ages/landwirtsch...heit/obstbau/verticillium-welke-der-erdbeere/

    es gibt noch andere pilzkrankheiten, die es aber m.e. eher nicht sind.
    in beiden fällen ist eine behandlung nicht möglich. das gefäß sollte vor erneuter bepflanzung desinfiziert werden.
    warum die neuen pflanzen ebenfalls befallen wurden, kann ich nicht genau sagen.
    bei der verticilliumwelke evtl. sind in der nähe andere pflanzen, die bereits den erreger haben. dieser pilz bildet sporen aus, die andere pflanzen in unmittelbarer nähe anstecken. oder - was am wahrscheinlichsten ist - die neugekauften erdbeeren oder dias substrat hatten bereits den erreger in sich.
    wenn wieder erdbeeren, dann wähle sorten, die weniger anfällig gegen o.g. krankheiten sind. guckst du hier:
    http://www.spargel-erdbeerprofi.de/rlverlag_.dll?pageID=465
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • So eine sheet! Mir sind die Erdbeeren letztes Jahr auch kaputt gegangen. Woran das lag, ich weiss es nicht. Dieses Jahr nichts anders gemacht und alles lief ohne Probleme. Bisher jedenfalls :D
     
  • Erstmal vielen Dank für die Antworten.

    "Ich gehe mal davon aus, dass ihr auch neue Erde genommen habt, oder? Gießt ihr vielleicht zu viel?"

    Ja Erde ist neu! Ein Sack vom Pflanzen Kölle, einer vom Dehner - hat sich zufällig so ergeben. Gegossen wurde einmal täglich, dürfte also nicht zuviel sein.

    bei der verticilliumwelke evtl. sind in der nähe andere pflanzen, die bereits den erreger haben.

    Die Erdbeeren sind die einzigen Pflanzen die Krankheiten aufweisen, im selben Kübel sind ja auch "gelbe" Himbeeren und eine Johannisbeere, beide heil.

    Einzige Erklärung wäre jetzt, das entweder das Werkzeug (Schaufel) die Krankheit übertragen hat oder weil der alte Blumenkasten (mit den befallenen Pflanzen) ein zwei Tage ungewaschen am Balkon rumstand.

    in beiden fällen ist eine behandlung nicht möglich.

    Weil es biologisch/technisch nicht möglich ist oder weil die entsprechenden Mittel nur für Erwerbsgärtner zu bekommen sind?
     
    Zuletzt bearbeitet:
    hallo
    diese pilzerkrankungen sind nicht behandelbar.
    soweit mir bekannt ist, gibt es keine chem. mittel, die bei akutem verlauf wirksam werden könnten. so steht es in jedem link, den ich bisher darüber gelesen habe. es würde sich m.e. auch gar nicht lohnen. wenn die krankheit ausgebrochen ist, ist es meist schon zu spät.
    die verticilliumwelke z.b. kann auch auf die himbeeren übergreifen.
    vllt. gibt es in naher zukunft geimpfte erdbeeren:
    http://suite101.de/article/erdbeeren-koennen-zukuenftig-gegen-erdbeerwelke-geimpft-werden-a132594
    welche der pilze (verticillium, fusarium, Phytophthora) in frage kommt, steht auch noch nicht fest.
    vorsicht ist jedenfalls geboten.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Gegossen wurde einmal täglich, dürfte also nicht zuviel sein.

    Weil es biologisch/technisch nicht möglich ist oder weil die entsprechenden Mittel nur für Erwerbsgärtner zu bekommen sind?

    Das kommt darauf an, wie feucht die Erde beim Gießen noch ist.

    Es gibt schon Mittel, die gegen Pilzkrankheiten aller Art helfen, ob nun bei Befall oder vorbeugend, aber die sind für Privatgärtner leider nicht zugelassen. Sorry:(
     
    Danke für die Links.
    Haben uns das jetzt mal angeschaut und würden auf Welkekrankheit tippen.

    Nur was jetzt tun... alles weghauen? Nur die Erdbeeren weg?

    Gibt's da evtl. einfache Möglichkeiten heraus zu finden wo der Pilz herkam, um eine Neuinfektion zu vermeiden?

    Besten Dank allen
    Bernd


     
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