Gartentreppe bauen.

Puglio

0
Registriert
10. Nov. 2011
Beiträge
172
Ort
Ostsachsen
Hallo,

ich beabsichtige, in meinem Garten eine langgezogene Treppe zu bauen. Sie soll sich durch die Hanglage schlängeln. Höhenunterschied ca. 6 m, Treppenlänge ca. 25 bis 30 m. Ich möchte die Treppe nicht durchgängig aus Stein (Sandstein oder Granit) bauen, die Schinderei ist mir einfach zu groß. Deshalb verfiel ich auf die Idee, die Auftritte als Erdreich mit Rindenmulch, die Stoßkanten aus Holz zu machen.
Bei der Wahl des Holzes bin ich mir noch unsicher. Es sollte die nächsten 30 Jahre überstehen. Ich persönlich tendiere zu Robinie. Sollten es noch andere Hölzer geben, die ohne großartige Imprägnierung dauerhaften Kontakt mit dem Erdreich vertragen, bitte ich um Ratschläge. Hat jemand einen guten Tip zur Holzsorte?

Alternativ, wenn ich kein geeignetes Holz finde, kämen doch Steine für die Kanten zum Einsatz. Ich möchte aber nach Möglichkeit darauf verzichten, da ich an der Treppe die Steine (durchschnittliches Gewicht 40 kg/Stein) nur durch Körperkraft bewegen kann, Maschineneinsatz ist nur bedingt möglich.

Gruss

P.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Nur Rindenmulch auch grober zerfällt in 5 Jahren zur Erde. Und Holz das mit Erde zusammen ist zerfällt in ca. 10 Jahren. Wenn es denn nicht komplett ausgetrocknet ist.
    Das Heutzutage wird leider nicht lang genug ausgetrocknet, vor dem Verkauf.
    Ich meine wirklich 10 - 20 Jahre plus durchwässern. Als in Südamerika das Holz noch per Fluss manuell nach Mittelamerika transportiert wurde.
    Mal schnell nen massiven Eichen Balken der hundert Jahre im Boden liegt.
    "Das war einmal" LEIDER

    Daher würde ich wirklich Steine nutzen, auch wenn du die mit einer Schubkarre oder einer Sackkarre hinbringen müsstest. Die müssen ja keine 40 kg das Stück wiegen. Selbst Rasenkanten wiegen nur 25 kg sind 1m lang und 25 cm breit und damit schon eine Stufe groß, wenn man mag. Oder man nimmt simple Trittplatten die man auf die Erdstufen legt. Alte gebrannte Ziegelsteine an den Kanten wie es schon vor Jahrhunderten gemacht wurde, zerfallen auch nicht so schnell.

    The World
     
    Da würde ich wirklich Steine nutzen, auch wenn du die mit einer Schubkarre oder einer Sackkarre hinbringen müsstest. Die müssen ja keine 40 kg das Stück wiegen. Selbst Rasenkanten wiegen nur 25 kg sind 1m lang und 25 cm breit und damit schon eine Stufe groß, wenn man mag. Oder man nimmt simple Trittplatten die man auf die Erdstufen legt. Alte gebrannte Ziegelsteine an den Kanten wie es schon vor Jahrhunderten gemacht wurde, zerfallen auch nicht so schnell.

    Du hast schon Recht mit den Steinen. Wenn Steine, kämen aber nur Natursteine in Frage. Es gibt nicht allzuweit weg Granit- und Sandsteinbrüche. Das wäre die tatsächlich beste Lösung. Kunststeine passen nicht wirklich. Und die Natursteinblöcke wiegen ganz schön was. Ich habe mir vor ein paar Jahren an anderer Stelle eine durchgängige Sandsteintreppe (5m lang) gebaut. Es ist eine harte Arbeit (hat sich aber gelohnt, die Treppe ist mittlerweile von vielen Pflanzen besiedelt).
    Auf die Idee mit dem Holz bin ich gekommen, weil die Wanderwege hier im Nationalpark auch mit Holzbalken gestaltet wurden. Sieht gut aus und ist zweckmäßig, Nur dass die Stufen eben aus Fi/Ta sind, das nur ein paar Jahre hält.

    Gruss

    P.
     
  • Eisenbahnschwellen, falls du sie irgendwo ergattern kannst. Die halten enorm lange. Ich weiß aber nicht, wie das mit der Schadstoffbelastung ist, die soll hoch sein, hab ich mir sagen lassen.
     
  • Eisenbahnschwellen, falls du sie irgendwo ergattern kannst. Die halten enorm lange. Ich weiß aber nicht, wie das mit der Schadstoffbelastung ist, die soll hoch sein, hab ich mir sagen lassen.

    Eisenbahnschwellen waren ja mal modern zu verlegen, als man sich noch keine Gedanken darum machte, womit die Teile getränkt sind.....
    Also haben meine Eltern vor über 30 Jahren in unserem Garten die Mähkannten damit gebaut. Ja, die Kannten halten heute noch, aber es hat viele Jahre gebraucht, bis die Pflanzen nahe der Eisenbahnschwelle nicht mehr kümmerten. Wenn man Bewuchs daneben möchte, ist das wirklich eine schlechte Idee.
     
  • Eisenbahnschwellen hab ich von vornherein gerade wegen der Schadstoffbelastung ausgeschlossen. Mir schwebt ein Holz vor, dass auch ohne Imprägnierung durchhält und natürlich FSC zertifiziert ist. Teak wäre evtl. auch eine Möglichkeit ?
     
    Natursteine. Breit genug, Wenn verfügbar sind Schwer, das ist wohl war. Dass geht dann nur mit Personeller Hilfe.

    Neuere Eisenbahnschwellen sind nicht so offensichtlich verseucht, weil aus Beton. Aber eben verdreckt. Weil die Loks ja Öl benötigen (E/Diesel/Öl/Dampf) um Die Kolben funktionieren zu lassen, insofern ist jede Eisenbahntrasse verseucht.

    Die Holzschwellen der Trassen der Dampfloks sowieso. Konserviert sind die Holzschwellen doppelt. Zum Bremsen wird zusätzlich Heißer Dampf unten ausgestoßen.

    Dadurch sind die auch so schwer.

    Fachmänner für Holz zu Finden dürfte Schwierig werden. Abwarten
     
    Ich wohne in einem Gebiet, das geologisch die Grenze zwischen zwei verschiedenen Gesteinsarten (Granit und Sandstein) darstellt. Natursteine sind daher wegen mehrerer Steinbrüche recht einfach verfügbar, selbst Maßzuschnitte sind kein Problem. Ich bin mittlerweile bei Überlegungen, angelangt, wie ich doch Steine - Sandsteine - nehmen könnte, die ich jeweils mittels selbstgebauter Mechanik in ihre Position hieven könnte. Die Steine haben das ca. Format 25 x 25 x 40-60 cm (+/- 5 cm) und es ist ziemlich hart, diese sanft und passgenau nur mit Körperkraft zu setzen, hab schon genügend davon verarbeitet. Holz wäre einfacher. Aber vielleicht opfere ich ein paar Euronen und engagiere ein paar Landschaftsbauer.

    Gruss

    P.
     
  • Zurück
    Oben Unten