Gartenbewässerung - Systemtrenner mit Regentonne

greife

Mitglied
Registriert
30. März 2023
Beiträge
22
Hi Leute,


ich plane gerade eine automatische Gartenbewässerungsanlage und bin dabei am Thema Systemtrennung bzw. Einspeisung hängen geblieben. Fertige Trennstationen sind mir etwas zu teuer, deshalb versuche ich eine einfachere Lösung mit möglichst vorhandenen bzw. unkomplizierten Komponenten zu finden.


Ausgangslage ist eine 300L Regentonne, die über Regenwasser vom Dach gespeist wird. Aus dieser Tonne soll später mit einer Pumpe mein Bewässerungssystem laufen, also klassische Schlauch- bzw. Verteilerlösung mit Automatik.


Meine Idee für die Trinkwasser- bzw. Nachspeisetrennung ist, das Ganze über einen freien Auslauf mit Luftspalt zu lösen. Der Zulauf soll dabei von oben durch den Deckel in die Tonne gehen, sodass ich einen möglichst großen Luftspalt habe und damit eine klare physische Trennung zum System erreiche. Ich möchte bewusst keine seitliche Einspeisung machen, weil dort der Regenwasserzulauf sitzt und ich vermeiden will, dass sich Leitungen ungünstig kreuzen oder es später zu Problemen kommt.


Ich würde die Tonne gerne so betreiben, dass immer etwa 50–100? Liter als Mindestfüllstand für die Pumpe vorhanden bleiben und der Rest bis ca. 300 Liter als Puffer genutzt wird, wenn es wieder regnet. Wenn der Pegel unter diesen Bereich fällt, soll automatisch wieder nachgefüllt werden.


Dazu meine eigentliche Frage: Kann man so etwas sinnvoll mit einem mechanischen Schwimmerventil mit Kugel umsetzen? Also so, dass der relativ niedrige Wasserstand zuverlässig gehalten wird und das Ventil sicher schließt, ohne dass es zu Nachlauf oder Problemen kommt. Oder gibt es für so eine Anwendung bessere Alternativen, um einen definierten Mindestfüllstand in einer Regentonne zu realisieren?


Wichtig ist mir dabei vor allem eine einfache, robuste Lösung ohne viel Elektronik, die zuverlässig funktioniert und möglichst wartungsarm ist. Eine Lösung über eine Elektronik wäre aber auch nicht das große Problem, solange es zuverlässig funktioniert.


Falls jemand sowas schon umgesetzt hat oder Erfahrungen mit solchen Schwimmerventilen in Regentonnen hat, bin ich für jeden Hinweis oder alternativen Lösungsansatz dankbar.
 

Anhänge

  • WhatsApp Image 2026-04-24 at 13.36.26 (1).webp
    WhatsApp Image 2026-04-24 at 13.36.26 (1).webp
    125,9 KB · Aufrufe: 21
  • WhatsApp Image 2026-04-24 at 13.36.26.webp
    WhatsApp Image 2026-04-24 at 13.36.26.webp
    225,2 KB · Aufrufe: 15
  • Hallo greife,

    Du hast Dein Vorhaben sehr anschaulich beschrieben.
    Da ich bzgl. der Wasserstands-Sensoren im Moment nicht up-to-date bin, kann ich Dir dazu keine näheren Informationen geben.
    Ich bin aber recht sicher, dass sich die Spezialisten noch melden werden.

    Eine Anmerkung:
    300 l können abhängig von Deiner Gartengröße und den Niederschlägen im Sommer recht wenig sein. Soll heißen, dass u.U. häufig nachgespeist werden muss.
    Kannst oder möchtest Du den Speicher nicht aufstocken ?

    Grüße,
    Jörg
     
    Danke für deine Anmerkung. Dass ich öfter nachspeisen muss, bin ich mir bewusst. Für einen weiteren Tank habe ich leider keinen passenden Platz, da ich zur Miete wohne und mich hier etwas anpassen muss.
    Ursprünglich wollte ich das System direkt an Frischwasser anschließen, was mir lieber gewesen wäre. Da ich aber einen Systemtrenner benötige, um konform zu bleiben, habe ich mich für den einfachen Weg über die Regentonne entschieden.
     
  • Hallo Greife,

    willst Du es regelkonform machen, dann darf die TW-Leitung nicht durch den Deckel gehen. Die geforderte "Luftbrücke" muss außerhalb der Tonne installiert werden.

    Wenn Du nur einen Minimalwasserstand erhalten willst, Du nicht mehr Wasser entnimmst als zuläuft und Du kein Puffervolumen brauchst, funktioniert das mit einem Schwimmer der ein elektrisches Magnetventil öffnet.

    Mit einem Standardschwimmerventil mit Kugel, die mechanisch sein Ventil betätigt, funktioniert es nicht.

    Grüße Peter
     
  • Ist das ein geschlossener Tank, wäre das eine Möglichkeit. Dass der Abzweig nach oben zeigt soll nur verhindern, dass es da raus spritzt.
    IMG_2048.webp
    Erlaubt ist auch ein rechteckiges Loch in der Seite des Tanks durch das das Wasser überlaufen kann. Dann kann die TW-Leitung auch durch den Deckel gehen mit entsprechendem Höhenabstand zum Loch.
     
  • Der Deckel liegt nur auf. Sollte das Wasser zu viel werden, läuft es spätestens zwischen Deckel und Tonne raus. Davor stoppt es aber sowieso, da zwischen Rand und Einfluss des Regenwassers genügend Platz ist. Somit würde das Wasser in der Tonne nie die Frischwasserleitung erreichen, da noch genügend Platz dazwischen ist. Auf dem einen Bild sieht man es ganz gut. Da ist bestimmt 10cm Platz zwischen Frischwasserleitung und Maximalpegel.
     
    Der Deckel liegt nur auf. Sollte das Wasser zu viel werden, läuft es spätestens zwischen Deckel und Tonne raus
    Ein Beamter würde jetzt sagen, es besteht die Möglichkeit, dass jemand einen Zementsack oben drauf legt, warum auch immer. Dann würde das mit dem losen Deckel nicht mehr reichen.

    Aber mach das ruhig wie geplant durch den Deckel. Ändern kann man das immer noch.
    Davor stoppt es aber sowieso, da zwischen Rand und Einfluss des Regenwassers genügend Platz ist.
    Deine Tonne ist eine Trinkwassernachspeisung. Da zählt der Einfluss/Überfluss nicht als Sicherheitsüberlauf, weil das eine kreisrunde Öffnung ist. Der muss rechteckig sein.
    DVGW.webp
    Das haben wir, soviel ich weiß, den Engländern zu verdanken die eine leichte Golfballphobie haben. Dort sind Wassertanks auf dem Dach nicht selten. Ein Golfball, der da drin landet, könnte den runden Abgang blockieren. Damit so eine Anlage auch in GB zugelassen wird, wurde seinerzeit die Rechtecköffnung in die DIN aufgenommen.
     
    Ich kann einen rechteckigen Ausschnitt machen, dann drucke ich mir einen Einsatz mit Netz (gegen Stechmücken) mit dem 3D-Drucker. Spricht da etwas dagegen? Gegen Stechmücken muss ich es irgendwie sichern.
    Alternativ kann ich mir auch diese Konstruktion im Beitrag oben drucken oder bauen. Wenn das die einzigen Anforderungen sind, passt das. (Hoffentlich fangen die Engländer dann nicht an, mit rechteckigen Golfbällen zu spielen.)

    Welches Ventil würdet ihr für meinen Einsatz empfehlen?


    (Und der ganze Aufwand mit dem Wissen, dass 99,9% der Personen den Aufwand nicht betreiben, vor allem nicht die mit Gardena-Systemen.)
     
    Und der ganze Aufwand
    Von welchem Aufwand sprichst Du? Meine Empfehlung war, die Leitung einfach nur, wie ursprünglich geplant, durch den Deckel zu führen ohne zusätzlichem Überlauf. Der Rest waren einfach Zusatzinfos zum Thema. Nachrüsten, sollte das jemand verlangen, kann man das immer noch.

    Das Teil oben drauf kann man natürlich, verlangt irgendwer irgendwann danach, in 3-D drucken. Es ginge aber zur Not auch mit einfachen HT-Rohren ;)
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Zurück
    Oben Unten