Frühreife Gurken

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Hallo an alle,

nachdem ich keine spezifische Antwort über die Suche finden konnte, bitte ich euch um Rat zu folgendem:
Anfang März hatte ich zum ersten Mal Gurken eingesät, die allesamt gekeimt und dann wie´s Donnerwetter gewachsen sind. Nun sind sie etwa ellenlang und -oh schreck- haben bereits Blüten und teilweise auch winz-Gürkchen wachsen lassen.

Da es ja nun noch viel zu früh ist, um sie ins Freiland zu setzen, habe ich Bedenken, die Früchte ausreifen zu lassen. Die Pflanzen selbst sind sicher noch nicht stark genug, um die Gurken zu tragen, sobald sie größer werden.

Derzeit sind die Früchte noch sehr klein, vielleicht 1 cm lang und 1 mm im Durchmesser.

Was sollte ich eures Erachtens tun? Weiter zuschauen, oder die Früchte lieber ausbrechen?

Danke für Antworten!
 
  • hallo,

    da ist deine gurke aber wirklich frühreif.
    Leider kann ich dir keinen tipp geben, ob du die Gurken abmachst oder nicht.
    Habe in diesem Jahr zum ersten mal die Gurken selbst angesäht und bin gespannt was daraus wird.

    Kannst du bitte mal eine Foto von deiner hier reinstellen?

    Grüßle

    lavendel
     
  • Das sind sehr sehr komische Gurken, meine säe ich morgen
    LG Marius
     
  • Hihi, danke für eure Kommentare. Auch wenn kein Rat dabei war, ist es beruhigend, dass auch ihr diese Entwicklung seltsam findet.

    Der thread, auf den Jessi hingewiesen hat, behandelt in der Tat exakt das gleiche Thema. Irgendwie habe ich ihn nicht über die Suche gefunden.

    Also hier die Fotos:

    Gesamtansicht (eine von 5 Pflanzen):
    IMG_3902-2.webp

    Hier die Winz-Gurken in nah:

    IMG_3903-2.webp

    Und hier noch die kleineren Blüten und Ansätze weiter oben:
    IMG_3904-2.webp
    Ich weiß nicht, ob man es erkennen kann, aber das schaut ganz so aus, als wären da nur weibliche Blüten, also mit Früchten meine ich.

    Manuell befruchtet habe ich da im Gegensatz zu der Konversation in dem anderen trööt überhaupt nichts. In meiner Küche, wo ich alle meine Pflanzen anziehe, geht üblicherweise auch kein Wind...

    Vermutlich sind die so ratzfatz gewachsen, weil wir es im Haus eher warm mögen, um die 23 Grad, alles an einem Südfenster steht und die Gurken insbesondere auch noch auf dem Boden, wo an kälteren Tagen die Fußbodenheizung angeht...

    Falls sich jemand noch bemüßigt fühlt, mir einen Rat zu geben, wäre ich dankbar. Falls nicht, werde ich bei 2 die Früchte ausbrechen und den Rest in Frieden lassen und sicherheitshalber nochmal neue Samen ziehen...

    Liebe Grüße
    Diana
     
    Ich würde die ja an deiner Stelle lassen, wäre doch toll, in ein paar Wochen die ersten Gurken zu haben, aber ich würde die in einen Kübel pflanzen...
    Wenn du eh noch anziehst, dann lass doch die einfach mal
    LG Marius
     
    Meinst du? Abgesehen davon, dass ich nicht weiß, wo ich 5 Kübel sonnig im Haus unterbringen sollte, würde das normale Substrat mit deutlich mehr Nährstoff als das Anzuchtsubstrat die Kerlchen doch noch mehr zum Wachsen bringen, oder?
    Könnte ich die später dann überhaupt noch raussetzen, vertragen die es noch, wenn sie dann schon sehr groß sind? Vor allem, weil das Umsetzen eines großen Wurzelballens sicher nicht abbruchfrei vonstatten ginge?
    Hat das schon mal jemand gemacht?

    Es ist eigentlich lächerlich, aber mir widerstrebt es tierisch, irgendetwas zu tun, was möglicherweise den Pflänzchen irgendeinen Schaden zufügt. Ich weiß, ich kann Neue machen, aber irgendwie scheint es mir unethisch *argl*
     
    hallo Diana,

    setzte sie in große Kübel oder Eimer (da aber wegen Staunässe aufpassen)
    geb ihnen eine Rankhilfe.
    Wenn du die Möglichkeit hast, dann stelle sie ein bisschen kühler.
    Härte sie langsam ab und sobald die Eisheiligen vorbei sind, kommen sie ab ins Freie.
    Ein großer Wurzelballen heißt nicht gleich, dass die Pflanze abbricht. Die mußt auf jeden Fall ein Pflanzloch ausheben, das groß genug ist und gut wäre, wenn du noch Hilfe bekommst um die Gurken einzugraben.
    Wünsche dir viel Erfolg und eine reichhaltige Gurkenernte.
    Hoffe doch, du berichtest wann du die erste Gurke geerntet hast :)

    LG

    lavendel
     
  • Auf der Samentüte von "Iznik F1" stand: Vorkultur in Töpfen ab Ende März. Die haben mich doch angelogen. Egal, heute haben zwei gekeimt. Hoffentlich kommen die beiden kleinen Monster über die Runden, bis sie ins Freie dürfen.
     
  • Also, ich habe inzwischen 3 abgegeben, was die Abnehmer damit gemacht haben, höre ich in ein paar Wochen mal nach.
    Von meinen habe ich jetzt einen in einen großen Topf gesetzt und den anderen im kleinen Gefäß gelassen und bei beiden die Früchte nicht entfernt. Werde berichten, was dabei rauskommt.
     
    Hallo zusammen,

    wie versprochen kommt hier noch die Info, was aus meinen beiden übriggebliebenen Zöglingen geworden ist.

    Den einen, den ich recht früh in einen größeren Kübel miit Rankgitter gesetzt hatte, ließ ich bis nach den diesmal sehr frühen letzten kalten Tagen Anfang Mai im Haus, danach kam er raus auf die Terrasse. Im Haus und seit er draußen ist wächst er fröhlich vor sich hin, ungefähr nach dem ersten Maidrittel konnte ich die erste handgroße Gurke ernten. Bis ich diese erste Gurke abgemacht hatte blieben die anderen Früchte winzig, aber seitdem reifen die anderen auch weiter, derzeit sind weitere 4 kurz vor dem Erntezustand. Der Rest der Früchte ist noch klein. Die Pflanze in Summe zeigt derzeit kaum noch Längen- bzw. Breitenwachstum, ich nehme an, das liegt daran, dass erst wieder die größeren Früchte geerntet werden müssen. Vermutlich geht es danach weiter. Allerdings ist dann demnächst die Kapazität des Rankgitters aufgebraucht.

    Der andere, den ich bei der letzten Berichterstattung noch in einem kleineren Gefäß hatte, musste ich Mitte April auch in ein größeres Gefäß umpflanzen. Diesen Zögling platzierte ich aus Platzgründen direkt schon auf die Terrasse, wo er in den nachfolgenden 14 Tagen die ein oder andere kalte Nacht erleben musste. Das hat ihn zwar nicht umgebracht, aber sein Wachstum sehr stark eingeschränkt. Interessanterweise hat er auch eine schöne Frucht ausgebildet, die ich zeitgleich mit der ersten des anderen Stocks geernet hatte, aber das Wachstum insgesamt ist minimal, obwohl es hier bei uns sehr warm ist und diese Pflanze seit Anfang Mai den selben Witterungen ausgesetzt ist wie die andere Pflanze, später aus dem Haus auf die Terrasse kam.

    Nummer 1 hat 3 Seitentriebe und rund 20 mehr oder minder große Früchte, Nummer 2 hat nur einen Trieb und vielleicht 5 Früchte. Offenbar ist es so, dass zu frühes Rausstellen auch Effekte auf die Entwicklung in wärmeren späteren Zeiten hat.

    Grundsätzlich habe ich in meiner ersten Gartensaison gelernt, dass frühes Anziehen von Gurkensamen entgegen meiner ersten Meinung doch eine gute Idee ist, denn die Pflanzen gehen wider Erwarten doch nicht kaputt und man kann selbstgezogene Gurken in der Firma knabbern ;-) Weiterhin habe ich im Mai neue Gurkenpflanzen gezogen und inzwischen rausgesetzt, damit ich auch noch was ernten kann, wenn die erste Generation abgeernet ist, was schon bald der Fall zu sein scheint.

    Jetzt noch eine Frage an euch Fachleute: Beide Pflanzen haben verrissene, hellbraun-fleckige oder löchrige Blätter, mache Blätter vergammeln einfach. Zwar scheint das bislang nicht zu schaden, aber gesund sieht es dennoch nicht aus. Der sonst allgegenwärtige Blattlausbefall (an meinen lieben Tomaten und meiner von mir heiß ersehnten Kappuzinerkresseanzucht...) betrifft die Gurken nur minimal. Was könnte dieses Phänomen sonst noch auslösen?

    Gruß
    Diana
     
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