Frage zu Weinreben Schnitt

chris7k34

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Hi,

meiner Weinrebe geht es gut, die wächst und wächst und wächst ... größtenteils in die Länge.

Es gibt pro Stamm zwei Traubenansätze und den Stamm habe ich 5 Blätter darüber gekürzt. Ich habe gelesen, das hilft der Pflanze sich auf die Trauben zu konzentrieren anstatt ins Längenwachstum zu gehen.

So, das ganz ist aber irgendwie sinnlos, weil wenn ich die Pflanze abschneide, beginnt Sie immer "sofort" nachzutreiben. Die Frage ist jetzt, soll ich diese neuen Triebe (siehe Bild 2 & 3) auch wieder abschneiden - oder soll ich die lassen. Ich hätte gerne, dass sich die Trauben gut entwickeln und dass die Stämme dicker werden (länger brauche ich nicht - aber mir ist schon klar, daß die Pflanze tut was sie tun muss).

Der Plan ist, der mittlere Stamm als "Hauptzweig", davon Waagrecht 2-3 Äste weg und von denen dann die Fruchttriebe (und 2 Jahren sollte das passen).

Bin auf die Antworten gespannt.

Viele Grüße,
Christian
 

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  • Sorry für die verspätete Antwort.
    Schön anzuschauen Deine Palatina, die übrigens unter der Sonne Ungarns geboren wurde.
    Doch solltest Du Dich rechtzeitig um neues Zielholz im Basisbereich bemühen, da sonst der Rebstock " überbaut",
    also die Trauben in jedem Jahr und damit die Tragruten immer höher ansetzen. Die Geiztriebe würde ich nicht alle entfernen, da die alten/älteren Blätter an Assimilationskraft verlieren und die jungen Geiztriebe deren Funktion übernehmen.
     
  • @Sandor 2
    Ich bin ja auch noch sehr am Lernen und Üben ;)
    Mal klappt es besser mal schlechter - wie macht man es mit dem Zielholz im Basisbereich?
    Immer abwechselnd pro Saison einen Trieb stärker zurückschneiden?
     
  • Danke, @Sandor 2. Bisher waren die Weinreben nach dem Radikalschnitt vor zwei oder drei Jahren noch nicht so hoch aufgebaut, dann wäre diese Jahr sicher der richtige Zeitpunkt.
    Wann kann man diesen Schnitt vornehmen? Noch jetzt im Sommer oder lieber Anfang nächsten Jahres?
     
  • Ich muss Dir mal Bilder vom Nachbarn machen. Dessen Reben sind noch nicht so alt (~3-4 Jahre), tragen aber wie am letzten Tag. Wuchshöhe liegt bei 80-120cm. Geschnitten wird ganzjährig, je nachdem wo Blätter Licht weg nehmen oder Triebe stören.

    Ich geh Montag mal hin und mach Bilder. Solch einen Behang hab ich schon lange nicht mehr gesehen. Mehr Trauben als Blätter.
     
    Doch solltest Du Dich rechtzeitig um neues Zielholz im Basisbereich bemühen, da sonst der Rebstock " überbaut",
    also die Trauben in jedem Jahr und damit die Tragruten immer höher ansetzen.

    Super, Vielen Dank für den Tip. Ich habe auch die Triebe zu 50% dran gelassen. Bin gespannt.

    Mein "Plan" für den Rebstock ist der folgende (links aktuelles Jahr, X wird weggeschnitten,blau sind die früchtetragenden Triebe, rot die aus dem Vorjahr)
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    Ende dieses Jahr alle Triebe weg außer dem mittleren, das wird der Hauptstamm.

    Dann nächstes Jahr ziehe ich die Trauben an den waagrecht rauskommenden Trieben auf, wovon ich dann am Ende des Jahres die Hälfte abschneide.

    Und der Endzustand sollte dann ein doppeltes T sein, ala
    T
    T
    wo die Triebe dann nimmer senkrecht in die Höhe wachsen.

    Bis ich verjüngern muss, wird schon noch ein paar Jahre vergehen denke ich.
     
    Noch etwas, die Rebe bekommt (hauptsächlich im unteren Bereich) einige "ungut" aussehende Blätter.

    Ich hab Fotos von Blättern in drei Unterschiedliche Stadien gemacht. Links entwickelt sich schon recht lange, sicherlich ein Monat, beim ganz rechten sieht man den Beginn. Es geht mit helleren Flächen einher.
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    Kann es sein, dass es Magnesium Mangel ist? Es sind noch nicht viel Blätter so (eh nur die Drei), aber einige andere Zeigen Anzeichen vom letzten Blatt.

    Ich habe in den letzten 2 Wochen nicht gegossen, wollte nicht den gleichen Fehler machen wie bei meiner Johannisbeere. Gedüngt wurde immer wieder mal, jedoch nicht nach "Rezept", mit einem Tomaten/Beerendünger NPK 749 mit 2% Magnesiumoxid).
     
  • Blattnekrosen Peronospora.

    Hi,

    Danke für die Hilfe, soeben zurück vom Urlaub und mir den Weinstock angesehen.


    Bist Du Dir sicher, dass das falscher Mehltau ist? Mir ist auf der ganze Pflanze kein weißer Pilzrasen aufgefallen.
    Ich habe Bilder von der Blattunterseite gemacht, Nichts. Oder verstehe ich Peronospora falsch?
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    Mir sind zwei Stellen aufgefallen, die mich nervös machen. Ich habe bereits einige Pflanzen wegen Spinnmilben am Balkon entsorgen müssen (Himbeeren, Johannisbeere), Süd/Westbalkon, Windgeschützt, die Spinnmilben fühlen sich wohl. Aber ich glaube, dass eher Spinnen, ich habe lange gesucht und keine Bewegung von kleinen Viechern gefunden, auf den Blattspitzen ist auch nichts.

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    Möglich wäre noch die grüne Rebzikade. Ich halte es aber immer noch für Pero.
    Wenn Rebzikadenbefall, dann wäre Deine Rebe eine grüne Sorte.

     
    Von einer (bewegenden) grünen Rebzikade habe ich nichts gesehen. Das einzig was irgendwie hin kommt wären die weißen Punkte auf der Blattunterseite, meistens an den Blattadern. Leider habe ich keine Lupe daheim gehabt, ich traue mir nicht zu das beurteilen.
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    Die einzige zwei Lebewesen die ich gefunden habe war eine raue Gartenwanze (glaube ich) und eine Spinne (die erklärt hoffentlich die Spinnenfäden). Die sollen den Sommer auf meinen Balkon genießen, tun ja nichts.

    Was mir sonst noch aufgefallen ist, sind diese weißen und schwarzen Punkte, hab mir bisher nicht viel dabei gedacht.
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    Den Trauben gehts noch gut, keine Infektion sichtbar,
     

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    Kaum schreib ich, dass es den Trauben noch gut geht, schon schlägt Murphy zu.

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    Mittlerweile sieht die Weinrebe schon echt bescheiden aus, vermutlich auch durch meine Schuld und viele Pflegefehler. Aber ich glaube ich mag da nicht großartig Fungizide auf dem Balkon sprühen, oder Trauben mit Pilzen essen.
     
    Vielen Dank. Traubenwelke wäre mein erster Gedanke gewesen (Stiellähme kam mir überhaupt nicht unter).

    Ich habe jetzt mal 250ml Bittersalz gegeben, ich glaube ich habe zu viel entblättert und vielleicht Mg Mangel.
     
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