Feuchte Kellerwand

Hallo Marco,

Dränage läuft in eine Pumpensumpf? Sumpf ist im Keller? Zum Keller hin dicht? Styroporbrocken oder eher kleine (u.U.) braune Kugelchen (bzw. Stückchen davon)?

Kamerabefahrung vom Dränage/Abwasserrohre hat meine Nachbarin machen lassen (da blockiert), soweit ich mich noch errinnern kann war die Geschichte nicht so teuer und die zugeschwemmte Strecke ist mit Hochdruckreinger freigespült worden. Bei Deine Gemeinde fragen ob in der nächsten Zeit Kanalkontrollen stattfinden, dann mit diese ausführende Firma kontakt aufnehmen (da spart man wenigstens die Anfahrtkosten).

Feuchte Wände in Brusthöhe lasst mich eher an Sickerwasser in Verbindung mit fehlerhafte Abdichtung denken. Hast Du schon mal versucht diesen Bereich freizumachen (nicht voll ausschachten)? Vielleicht nur eine defekte Dachentwässerungsrohr?

Gruß,
Mark
 
  • Hallo Mark,

    es gibt soweit ich sehen kann 2 Drainagenrohre (die gleben mit den Löchern/Schlitzen) die an 2 Seiten des Kellers entlanglaufen
    zumindest kommen diese beiden Rohre in dem Pumpenschacht
    vor dem Haus (im Hof) an. Der Schacht ist etwas tiefer wie der Kellerboden.
    Im Schacht sind unten 2 Tauchpumpen.

    Die Styroporbrocken sind braun und nicht sehr gross (maximal
    Streicholzschachtel) eher kleiner. Was heisst das wenn sie braun sind?

    Ich habe für meinen grossen Kärcher einen 40m Rohrreinigungschlauch
    wollte aber erst mal sehen was da drinne im Rohr passiert ist.


    Die nasse Wand in Brusthöhe kann ich von außen nur freilegen mit einem
    Bagger, da liegen bestimmt 1to Material drüber. Erde+Schotter.
    An der Stelle laufen keine Rohre aussen, es tritt immer nur
    Wasser ein an der Stelle wenn es viel geregnet hat und das
    Erdreich draussen durchnässt sein muss.

    Die Fallrohre von der Dachrinne laufen bei uns IM Keller lang.
    (Ist speziell so gemacht da der Keller über die Grundfläche
    des Hauses rausgeht an einer Seite. (Teilunterkellert)

    grüße
     
    Hallo Marco,

    es gibt soweit ich sehen kann 2 Drainagenrohre (die gleben mit den Löchern/Schlitzen) die an 2 Seiten des Kellers entlanglaufen - und die anderen 2 Seiten vom Keller (normalerweise ist Drainage eine "Ringleitung")??
    zumindest kommen diese beiden Rohre in dem Pumpenschacht
    vor dem Haus (im Hof) an. Der Schacht ist etwas tiefer wie der Kellerboden.
    Im Schacht sind unten 2 Tauchpumpen. Sehr gut, Schacht ist nicht im Keller und ist vermutlich tiefer als UK BoPla/Fundament

    Die Styroporbrocken sind braun und nicht sehr gross (maximal
    Streicholzschachtel) eher kleiner. Was heisst das wenn sie braun sind?
    Damals gab's Drainageplatten für's Kellermauerwerk aus braunbeschichtete Styropor (sieht aus wie viele kleine Kugelchen die "zusammengeklebt" sind). Wenn diese Stücke hiervon im Pumpensumpf sind, dann könnte es hinweisen das der Drainrohr irgendwo defekt ist und die Drainageplatten mangels halt sich auflösen.

    Ich habe für meinen grossen Kärcher einen 40m Rohrreinigungschlauch
    wollte aber erst mal sehen was da drinne im Rohr passiert ist.
    Halte ich für eine gute Idee. Allerdings wurde ich mich schon trauen den Kärcher kurz anzuschmeißen und sehen was passiert, wenn mehr als eine minimale Menge Boden oder Schotter rauskommt dann wurde ich richtung professionelle Hilfe nachdenken

    Die nasse Wand in Brusthöhe kann ich von außen nur freilegen mit einem
    Bagger, da liegen bestimmt 1to Material drüber. Erde+Schotter.
    An der Stelle laufen keine Rohre aussen, es tritt immer nur
    Wasser ein an der Stelle wenn es viel geregnet hat und das
    Erdreich draussen durchnässt sein muss. 1000kg (besonders wenn direkt ans Mauerwerk) ist Pickel & Schaufel arbeit :D , freimachen und dafür sorgen daß 1. Abdichtung instandgesetzt wird sowie 2. das Sickerwasser vom Mauer weggeleitet wird

    /QUOTE]

    Probleme mit Drainage die mir spontan einfallen: Füllmaterial zu fein, grobes Füllmaterial zu stark machinell verdichtet (= Rohr gebrochen oder gerissen), 2 Rohrstücke unzureichend verbunden, zu starke Setzung vom Auffüllung, Abfallstück die irgendwie ins Rohr kam (und es gibt mit Sicherheit noch mehr Ursachen).

    Gruß,
    Mark
     
  • Hallo Mark,
    es kann sein dass es eine Ringleitung ist, das kann ich leider nicht
    prüfen. Denke aber schon. Ich denke es führt kein Weg daran
    vorbei da mal reinzuschauen. (Kamera).

    Hoffentlich wird das nicht so teuer.

    grüße
    Marco
     
  • nur ums mal am rande erwähnt zu haben:
    ich hab zwei gullis im garten, wenn ich die aufmache sehe ich da diverse rohre zusammenlaufen, teilweise aus dem haus raus (ibäh - abwasser), teilweise aus dem garten bzw. dem anderen gulli kommend.
    ich habe regelmässig das vergnügen (*würg*) diese gullis aufmachen zu dürfen und dann (mit handschuhen! zieh ich ja sonst nicht freiwillig an!) dort jede menge grünzeug rauszuziehen, das fröhlich in die rohre reinwächst...

    drum nur mal so am rande die frage:
    hast du birken im garten? oder weiden?

    hier am haus musste mal ringsum abgegraben werden, weil die birken sich in sämtliche rohre reingefressen hatten - dass da nichts mehr durchlief war kein wunder...
    seither gibt's hier keine birken mehr, und ich rate jedem, der mit dem gedanken spielt birken in hausnähe zu pflanzen (hier standen sie 5m entfernt vom haus), dringend davon ab, so schön birken auch sein mögen...
     
    Wenn's um die richtige Lüftung des Kellers geht, google doch mal nach Logidry. Mit der Steuerung kannst du deinen Keller automatisch belüften, dh durch Sensoren wird außen und innen Luftfeuchtigkeit und Temperatur verglichen und dann werden Komponenten angesteuert, die entweder lüften oder entfeuchten.
     
  • Wenn's um die richtige Lüftung des Kellers geht, google doch mal nach Logidry. Mit der Steuerung kannst du deinen Keller automatisch belüften, dh durch Sensoren wird außen und innen Luftfeuchtigkeit und Temperatur verglichen und dann werden Komponenten angesteuert, die entweder lüften oder entfeuchten.
    das kannste dir eigentlich sparen, wenn du's so machst, wie man das seit jahrhunderten macht, nämlich im winter das kellerfenster auf und im sommer zu. musst du nur zweimal im jahr dran denken und es kostet weder strom noch sündhaft teure geräte, die ohnehin nichts bringen.
     
    Na, Ihr macht mir ja Mut !!
    liebstöckel - du musst das anders sehen: wenn du mit dem schlimmsten rechnest ist die freude gross, wenn sich das ganze als banalität rausstellt...

    loschdi
    (die seit 5 jahren am häusle rumschraubt und grad im mom den maurer zu besuch hatte wegen diverser risse...)

    p.s.: wir haben bei mir übrigens gerade auch die fuge zwischen hauswand und davor gelegten platten angeschaut, die besagter maurer ja erst vorletztes jahr zugeschmiert hat - er meint "na da bewegt sich aber ja doch noch was" - meine antwort dazu war ihm a) zu zeigen wie beweglich die platten da liegen und b) der satz "dass das haus sich nach 77 jahren noch bewegt, das wissen wir doch, wozu brüchte ich sonst immer mal wieder dich?"
     
    das kannste dir eigentlich sparen, wenn du's so machst, wie man das seit jahrhunderten macht, nämlich im winter das kellerfenster auf und im sommer zu. musst du nur zweimal im jahr dran denken und es kostet weder strom noch sündhaft teure geräte, die ohnehin nichts bringen.


    Hab ich das jetzt richtig verstanden?
    Im WINTER das Kellerfenster auf und im SOMMER das Kellerfenster zu?
    Also ich hab wohl eine naive Denke, aber ich hätte es grad andersherum für richtig gehalten. So frieren wir ja alle im Haus, das kühlt doch aus mit den offenen Fenstern???

    Lieben Gruß vom Liebstöckel
    :confused:
     
  • Hallo Liebstockel,

    Nein, ist schon richtig so. Warme Luft kann viel mehr Wasser als kalte Luft aufnehmen und transportieren, daher ist die übliche Lüftungsvorschlag für Kellerräume (sofern keine Dauerlüftung - die auch zur Auskühlung führt) : nur lüften wenn Außentemperatur 5°C weniger als Innentemperatur.

    Beim lüften von kühlen Keller im Sommer wird das Feuchtigkeitgeschwängerte warme Aussenluft ins kühle Keller geleitet, dort kondensiert das Feuchtigkeit auf die kältesten Bauteilen.

    Stell Dir das Bild vom Glas mit kaltes Getränk im Sommer vor - Kondensattröpfchen am Glas oder nicht?

    LG,
    Mark
     
  • Hab ich das jetzt richtig verstanden?
    Im WINTER das Kellerfenster auf und im SOMMER das Kellerfenster zu?
    ja, das hast du genau richtig verstanden.
    wir haben das an anderer stelle schon mal richtig ausführlich diskutiert, deshalb jetzt nur die kurzfassung:

    sommer:
    die kellerwände sind deutlich kühler (und werden auch nicht warm) als es draussen ist, die durchs fenster eindringende luft ist aber warm und feucht. physikalisch bedingt kondensiert also die feuchtwarme luft an den kalten kellerwänden, sie werden nass.
    durch lüften bekommst du diese nässe dann erstmal nicht mehr weg, da dadurch ja nur immernoch mehr feuchtwarme luft reinkommt, die an den wänden kondensiert.
    da brauchst du dann 'nen baulüfter um die feuchtigkeit rauszukriegen.

    winter:
    die kellerwände sind immernoch kühl (und bleiben es auch), aber die durchs fenster eindringende luft ist nicht mehr warm und feucht (ok, feucht isse evtl. immernoch), aber es findet nun keine kondensation mehr an den kellerwänden statt, drum werden sie auch nicht feucht.

    bezüglich auskühlen:
    wir reden hier doch von echten kellerräumen? die SOLLEN doch kühl sein!
    nur weils im keller kühl ist, kühlt doch noch lange nicht das ganze haus aus - es sei denn du hast keinerlei vernünftige dämmung zwischen keller und darüberliegenden wohnräumen, was ich aber für sehr, sehr unwahrscheinlich halte, da dies schon seit jahrhunderten gemacht wird.
     
    Offene Fenster sommers wie winters habe ich im Heizungskeller. Aus dem einfachen Grund, weils halt der Heizungskeller ist. So haben das schon meine Eltern gemacht. Deshalb.
    Offene Fenster nur im Sommer hatte ich bisher in der Waschküche. Da hängt ja die Wäsche zum Trocknen.
    Ein weiteres Kellerfenster führt hinauf in einen geschlossenen Holzschuppen. Hier bin ich geneigt, das Fenster im Sommer schon auf zu machen, wo sonst käme denn frische Luft her, um den Raum zu lüften?
    Ein Fenster befindet sich im Treppenaufgang. Wenn ich hier im Winter jetzt lüfte, dann kühlt sehr wohl das Haus aus.
    Ich bin jetzt schon etwas irritiert. Bisher waren die Wände zu sehr vollgestopft, so dass sich gut Kondenswasser haben bilden können. Die sind jetzt frei und können jetzt atmen. Auch ein Bautrockner steht unten und es wird allmählich weniger mit dem Wasser.
    Ich glaube, ich habe da ganz falsche Vorstellungen von Kellerbelüftung. :rolleyes:
     
    Hallo Liebstöckel,

    Offene Fenster sommers wie winters habe ich im Heizungskeller. Aus dem einfachen Grund, weils halt der Heizungskeller ist. So haben das schon meine Eltern gemacht. Deshalb. Ob dies notwendig ist kommt auf Deine Hiezungsanlage diese Luftzuführung (Verbrennungsluft) benötigt. Wenn eine Öffnung für die Heizung nötig ist dann ist es besser eine Blechschacht mit eine Luftseitig hohe und Raumseitige tiefe Öffnung zu installieren. Verbrennungsluft ist gewährleistet und Auskühlung im Heizungsraum vermieden.

    Offene Fenster nur im Sommer hatte ich bisher in der Waschküche. Da hängt ja die Wäsche zum Trocknen. Und das ist vermutlich Dein Hauptproblem, warme und Feuchte Luft von draussen kombiniert mit Verdünstung aus die Wäsche und schon ist das Kondensat in die kältesten Bauteil (i.d.R. das Mauerwerk) aufgenommen. Sind manchmal Kondensattröpfchen auf die ungedämmte Wasserleitungen zu sehen?

    Ein weiteres Kellerfenster führt hinauf in einen geschlossenen Holzschuppen. Hier bin ich geneigt, das Fenster im Sommer schon auf zu machen, wo sonst käme denn frische Luft her, um den Raum zu lüften? Kalte Luft sinkt und warme Luft steigt - daher Lüftung zu eine höher gelegene Raum klappt nur wenn das höher gelegene Raum kälter als das tiefer gelegene Raum. Wenn das höher gelegene Raum undicht ist kann einen Zug (wie im Kamin) entstehen der einen Unterdruck erzeugt und das kühle Luft aus'm Keller hochzieht.

    Ein Fenster befindet sich im Treppenaufgang. Wenn ich hier im Winter jetzt lüfte, dann kühlt sehr wohl das Haus aus. Dann hilft nur Stoßluften. Möglich in kurze Zeit den Raumluft komplett austauschen ohne das massive Bauteile/Möbel usw auskühlen.

    Ich bin jetzt schon etwas irritiert. Bisher waren die Wände zu sehr vollgestopft, so dass sich gut Kondenswasser haben bilden können. Die sind jetzt frei und können jetzt atmen. Das ist jetzt gut so.

    Auch ein Bautrockner steht unten und es wird allmählich weniger mit dem Wasser. Prima, aber da Bautrockner verhälnismäßig viel Strom verbrauchen, sollen diese nur als Notlösung dienen und nicht als Dauerlösung.

    Ich glaube, ich habe da ganz falsche Vorstellungen von Kellerbelüftung.

    Früher waren Häuser nicht gedämmt, Fensterdichtungen waren eine Fremdwort (und hatten zum Teil Kondesatablauföffnung am Fensterbank) und es wurde ganz anders geheizt. Nichts für ungut, aber 2009 ist halt anders.

    LG,
    Mark
     
    auf der anderen seite muss man aber auch sagen, dass ein restfeuchter ungedämmter keller (und die werden das in gewissem maße immer sein), der nicht irgendwie zu wohnzwecken genutzt werden soll, nun auch kein beinbruch ist - solange die dämmung nach oben stimmt und ne funktionierende horizontale sperre des wohnbereichs vorliegt.
    ganz im gegenteil: solche kühlen feuchten keller sind doch schön für obst/gemüse und zum überwintern von pflanzen...
     
    Hi Billymoppel,

    Im Prinzip schon richtig, aber in diesem Thread sind einege Dinge zusammengekommen (Terassenplatten usw.) und Mauerwerksaufbau kennen wir auch nicht. Ich kenne Häuser die nach "Wasser und (gelbe)Sand gibt auch eine Wand" oder "10 Schaufel weiße Sand, 10 Schaufel gelber Sand und 1 Schaufel Zement ist auch Speis" gebaut wurde.

    Gruß,
    Mark
     
    bezüglich auskühlen:
    wir reden hier doch von echten kellerräumen? die SOLLEN doch kühl sein!
    nur weils im keller kühl ist, kühlt doch noch lange nicht das ganze haus aus - es sei denn du hast keinerlei vernünftige dämmung zwischen keller und darüberliegenden wohnräumen, was ich aber für sehr, sehr unwahrscheinlich halte, da dies schon seit jahrhunderten gemacht wird.[/QUOTE]


    Ja schon. Die Decke ist eine Betondecke.
    Allerdings zum Hausaufgang hin sinds überall nur Holztüren. Ich denke schon, dass da die Kälte auch ins Haus hinaufsteigt, wenns im Winter richtig kalt wird.
     
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