Bohnen stehen lassen?

Cathy

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11. Mai 2007
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3.550
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Ochtrup
Hallo,
ich bin am überlegen, ob ich meine Buschbohnen auf dem Beet stehen lasse, damit der Boden über dem Winter nicht "kalhl" ist. Könnte doch auch gut als Gründünger seien oder?
Wie handhabt ihr das?

Fragende Grüße von Cathy
 
  • Die Bohnenwurzeln binden sehr gut Stickstoff aus der Luft. Das Beste wäre die Wurzeln in der Erde zu belassen, oder umgraben.
     
  • Ich denke, das ich sie wirklich einfach stehen lasse. Ein anderer Gründünger, den ich jetzt noch säen kann, fällt mir auch nicht ein.
     
  • Klee dürfte noch gehn (wenn ich mich nicht irre).

    Nur findet bei toten Pflanzen auch keine Photosynthese mehr statt. Somit hat sich das mit dem Sauerstoff erledigt. Die Wurzeln verrotten und werden von Mikroorganismen und Würmern gefressen. Die Pflanze ist Tod. Da hilft auch kein Schönreden ;)

    *E*

    An deiner Stelle würd mich eher interessieren, welches Ungeziefer da drin überwintert. Läßt man z.B. geschnittene Beerenruten über den Winter liegen, können dort Raubmilben überwintern = nützlich.

    Was bei dem Bohnenkraut rauskommt? Keine Ahnung, sicher nix gutes, sonst hätte man das irgend wo im Netz gefunden.
     
    Bohnen sind Stickstoffsammler (im Wurzelbereich), daher kann man die Wurzeln im Boden belassen, das Laub kompostieren, am besten deckt man es dafür mit anderem Kompostmaterial oder Erde ab.
    Abgeerntete Beetflächen kann man neu einsäen mit Spinat, Feldsalat, eventuell auch Gründünger, eine Alternative wäre solche Beete mit Herbstlaub von Sträuchern und Bäumen abzudecken was man im Frühjahr nur zur Saat oder Pflanzung an die Seite schiebt oder untergräbt.

    Im Bohnenlaub überwintern gerne mal weiße Fliegen oder auch die Sporen vom Bohnenrost, aus dem Grund lasse ich es nicht offen auf dem Beet stehen.

    Gruß Conya
     
  • Danke für eure Antworten. Habe dazu gelernt und diE Bohnrn kommen weg. Die Wurzeln dürfen bleiben.
    Laub habe ich leider keinrs füt das Beet.
     
    Hallo Cathy,

    ist schon bissle her, aber Gründüngungsmischungen kannst Du jetzt gut noch säen.
    Die laufen noch auf und vermutlich werden einige auch noch blühen.
    Ich werde die Tage auch noch säen: Zwiebeln, Salat, Erbsen, Kartoffeln (fast) sind raus und für Grünkohl und Feldsalat brauch ich nicht so viel Platz.
    Und eh der Acker zum Festplatz für Wildkraut wird....:rolleyes::schimpf:

    @ all
    Danke - wieder was gelernt: die Bohnenwurzeln bleiben im Boden (auch im Hochbeet?), Grün schneide ich ab und kompostiere es.

    Tipp gegen weiße Fliege: Nicandra physaloides
    Ich habe die nun schon seit ein paar Jahren, in Kombination mit Kirschtomaten ohne Ernteerwartung, in den Beeten verteilt und es hilft wirklich. Weder Rosenkohl im Acker noch Brokkoli im HB haben weiße Fliegen.
    Nach der Setzlingspflanzung (gekauft) sind ein paar unterwegs - die ergreifen aber nach der Begegnung mit der o.g. Kombi fix die Flucht auf Nimmerwiedersehen.
    Ob es nun an der Nicandra, der Tomate oder der Kombination liegt? Keine Ahnung. Ist auch egal - es funktioniert:D:d:D

    LG
    Elkevogel
     
    Heyho,

    ja Bohnenwurzeln können auch im Hochbeet stehen bleiben.

    Nicandra physaloides gegen weiße Fliegen hat bei mir jämmerlich versagt, allerdings tauchen die kleinen Plagegeister auch nicht in jedem Jahr so zahlreich auf, diese Saison waren gar keine hier, es war ihnen vielleicht zu feucht.
    Im Allgemeinen kann ich gut damit leben wenn irgendwo mal etwas Unkraut hoch kommt, aber ich habe festgestellt dass die weißen Fliegen von Schöllkraut geradezu magisch angezogen werden, seit ich das im Umfeld meiner Hausplantage konsequent beseitige habe ich auch mit den kleinen Quälgeistern kaum noch Ärger gehabt, hoffe das bleibt auch weiterhin so.

    Gruß Conya
     
  • Hallo Conya,

    hier war es über Wochen heiß und furztrocken (sogar unser Bach war nur noch ein müdes Rinnsal). Nachbars hatten arge Probleme mit der weißen Fliege. Ich gar nicht.

    Und danke:grins: jetzt weiß ich, dass es Schöllkraut ist, dass ich hier ewig aus allen Beeten rausrupfe.

    Nicandra hatte ich gegen die Fliegen schon bevor das Schöllkraut anfing, sich hier wohlzufühlen.
    Ich finde es hilft und einen Versuch ist es allemal wert.
    Und es funktioniert auch ohne Tomaten als Unterstützung.

    Egal - jeder Gärtner hat hier seine Form von Widerstand gegen ungeliebtes Viechzeug/Wildkraut und dank des Austauschs haben neue Mitglieder die Möglichkeit, das für sie beste giftfreie Mittel zu wählen/probieren:D

    Liebe Grüße
    Elkevogel
     
  • Moin Elke,

    das Schöllkraut sollte man gerade zum Winter hin konsequent entfernen denn die kleinen weißen Nervensägen nutzen sie zur Überwinterung, nimmt man ihnen diese Möglichkeit im Gartenbereich muss man sich nicht schon im Frühjahr mit den Tierchen herumärgern

    Gruß Conya
     
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