Boden vorbereiten

nikjos

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20. Feb. 2010
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Hey,

ich möchte gerne demnächst schonmal meine Erde in den Pflanzringen vorbereiten. In die Pflanzringe sollen Chilis rein.
Ich will aber nicht die ganze noch vorhandene Erde ersetzen. Es ist Blumenerde von letztem Jahr, bzw. von den Jahren davor drin.

Ich habe mich gefragt ob ich nicht schon 1 oder 2 Monate vorher die Erde vorbereiten sollte. Sprich Hornspäne und Holzkohle untermischen (das sind die 2 organischen Festdünger die ich verwende). Dann im Mai fülle ich die noch übrigen cm mit Blumenerde auf, vermische es mit der vorbereiteten Erde und pflanze die Chilis. Gedüngt wird ab dann mit Jauchen.

Ist jetzt besser den Boden vorzubereiten, oder die Hornspäne+Holzkohle erst unterzumischen, wenn ich die Chilis pflanze. Beim Vorbereiten könnten sich ja eigentlich schonmal Nährstoffe lösen, die dann direkt verfügbar wären, oder denke ich falsch?
 
  • Hallo

    also ich mische immer erst beim pflanzen neue Erde und
    ne Hand voll Hornspäne mit unter.

    Hat bis jetzt bestens funktioniert.


    LG Feli
     
    Hornspäne warten nicht darauf, von der Pflanze als Stickstoffquelle genutzt zu werden. Was weg ist, ist weg. Je höher die Temperatur und emsiger das Bodenleben, desto schneller geht's. -Till
     
  • Ich habe mich gefragt ob ich nicht schon 1 oder 2 Monate vorher die Erde vorbereiten sollte. Sprich Hornspäne und Holzkohle untermischen (das sind die 2 organischen Festdünger die ich verwende).

    Beim Vorbereiten könnten sich ja eigentlich schonmal Nährstoffe lösen, die dann direkt verfügbar wären, oder denke ich falsch?

    VORBEREITEN ist richtig.

    Glaubt man den Forschern, dann ist Holzkohle (Pflanzenkohle) kein Dünger, sie wirkt als Speicher für Nährstoffe/Wasser und Mikroorganismen


    Aber sagt mal: Wie kommst Du darauf, Holzkohle in die Erde zu mischen?



    Hier läuft ein Versuch:
    http://www.delinat-institut.org/pflanzenkohle-fuer-kleingarten.html

    Hier gibt's mehr Info's zur Wirkung von Pflanzenkohle. Man nennt es "Aufladung" der Pflanzenkohle.
    http://www.ithaka-journal.net/wege-zu-terra-preta-aktivierung-von-biokohle


    Hinzu kommen müssen noch die Mikroorganismen. Einfachste Methode: Sauerkautsaft drübergiessen und dann ein paar Wochen frostfrei stehen lassen.

    Ich habe im Januar einen Sack mit Pflanzerde (ca. 100 Liter) mit ca. 50 Liter Holzkohlengries (0-2 mm Körnung) gemischt und Sauerkrautsaft reingegossen. Jetzt steht er in der Garage. Im März fülle ich mit dem Substat einige Kübel und pflanze Chili und Tomaten rein.
     
  • Erstmal danke an alle :)

    Hornspäne warten nicht darauf, von der Pflanze als Stickstoffquelle genutzt zu werden. Was weg ist, ist weg. Je höher die Temperatur und emsiger das Bodenleben, desto schneller geht's. -Till

    Ich habe mir das eher so gedacht, dass die Hornspäne dann schon "angefressen" sind, weil es ja erstmal eine Zeit dauert, bis die Hornspäne so weit sind, dass sie stetig Stickstoff abgeben. Oder nicht?!

    Pyromanix schrieb:
    Aber sagt mal: Wie kommst Du darauf, Holzkohle in die Erde zu mischen?
    Holzkohle enthält, im Gegensatz zu Hornspänen viel Kali. Da das ebenfalls wichtig für die Pflanzen ist verwende ich sie. Aber keine Holzkohle aus Säcken, sondern das, was beim Grillen übrig bleibt. Nicht umsonst werden die Wälder im Regenwald brandgerodet um dort Pflanzen anzubauen.

    50L Holzkohle auf 100L Erde? Soweit ich gelesen habe liegt die normale Aufwandsmenge für Holzkohle bei 0,3L pro m²

    LG nikjos
     
    Ich habe mir das eher so gedacht, dass die Hornspäne dann schon "angefressen" sind, weil es ja erstmal eine Zeit dauert, bis die Hornspäne so weit sind, dass sie stetig Stickstoff abgeben. Oder nicht?!


    HornSPÄNE zersetzen sich langsam. HornMEHL wirkt schneller.

    Holzkohle enthält, im Gegensatz zu Hornspänen viel Kali. Da das ebenfalls wichtig für die Pflanzen ist verwende ich sie.

    Die Pflanzen müssen das Kali aber aufnehmen können.


    Aber keine Holzkohle aus Säcken, sondern das, was beim Grillen übrig bleibt.

    50L Holzkohle auf 100L Erde? Soweit ich gelesen habe liegt die normale Aufwandsmenge für Holzkohle bei 0,3L pro m²

    Grillkohlen-Reste müssten zerkleinert werden. HolzkohlenGRIES ist bereits zerkleinert. So sieht er aus.
    9618092nja.jpg


    Über das Mischungsverhältnis gibt es sehr unterschiedliche Meinungen.


    Der Ansatz 50/L auf 100/L dient der Aufladung.


    In meinem Versuch 2012 werden meine Kübelpflanzen werden etwa 20% aufgeladene Pflanzenkohle im Wurzelbereich haben.
     
  • Ja, aber es dauert doch, bis sich die Hornspäne anfangen zu zersetzen oder nicht? Wenn ich heute Hornspäne in die Erde gebe, dann setzen sie morgen noch keinen Stickstoff frei. Oder nicht?!
    In 3 Wochen setzen sie aber schon Stickstoff frei. Die Pflanzen müssen also nicht erst auf den Beginn der Zersetzung warten. So habe ich mir das gedacht. Ob das so ist weiß ich nicht :D.

    Warum sollten sie das Kali nicht aufnehmen können? Meine Asche ist nicht ganz so fein wie deine. Es sind Stückchen von etwa 0,5cm Durchmesser.

    Nach meiner Rechnung würde dein Ansatz reichen, um 160m² damit zu versorgen. Es geht ja auch um die vorhandene Schwermetallbelastung, die man in solchen Dosen, wie du sie verwenden willst, sicher nicht vernachlässigen sollte. Kommt eben drauf an, bei Zierpflanzen ist es ja egal.

    Deine Links sind ganz anders, wie alles was ich gehört habe. Von irgendeiner "Aufladung" oder dass die Kohle Nährstoffe aus der Erde zieh statt den Pflanzen Nährstoffe zu geben... Das klingt auf den meisten Seiten (auch im Forum) ganz anders.



    LG nikjos
     
    Hallo

    Wenn das nur ums Kali geht, den kriegste auch mit Pflanzenjauche.
    Hornspäne gebe ich erst bei der Pflanzung bei da Blumen- oder Pflanzerde vorgedüngt ist. Zudem hab ich Kompost der als Dünger vollkommen ausreicht.


    Gruß Gerd
     
    Grillkohlen-Reste müssten zerkleinert werden. HolzkohlenGRIES ist bereits zerkleinert. So sieht er aus.
    Das halte ich für nicht so gut. Die Holzkohle muss fein gemahlen werden, damit die Giftstoffe effektiv ausgeschwemmt werden können. Erst dann kann das Pulver aktiviert werden und so langfristig das Bodenleben unterstützen.
    Große Stücke setzen über einen langen Zeitraum Giftstoffe von der Verbrennung frei und hemmen damit das so sehr gewünschte Bodenleben ganz erheblich. Diese Böden sind dann schnell verbraucht (fast wie Brandrodung im Regenwald). Genau das Gegenteil von dem, was man mit schwarzer Erde eigentlich erzielen möchte.
    Ja, aber es dauert doch, bis sich die Hornspäne anfangen zu zersetzen oder nicht? Wenn ich heute Hornspäne in die Erde gebe, dann setzen sie morgen noch keinen Stickstoff frei. Oder nicht?!
    In 3 Wochen setzen sie aber schon Stickstoff frei. Die Pflanzen müssen also nicht erst auf den Beginn der Zersetzung warten. So habe ich mir das gedacht.
    Nicht ganz. Du möchtest, das deine Pflanze in das Substrat einwurzelt und die dort bereits vorhandenen Nährstoffe erschließt. Die Düngewirkung der Hornspäne will man erst, wenn das bereits geschehen ist. Daher gibt man sie erst bei der Pflanzung dazu oder arbeitet sie später ein.
    -Till
     
    Das halte ich für nicht so gut. Die Holzkohle muss fein gemahlen werden, damit die Giftstoffe effektiv ausgeschwemmt werden können. Erst dann kann das Pulver aktiviert werden und so langfristig das Bodenleben unterstützen.
    Große Stücke setzen über einen langen Zeitraum Giftstoffe von der Verbrennung frei und hemmen damit das so sehr gewünschte Bodenleben ganz erheblich. Diese Böden sind dann schnell verbraucht (fast wie Brandrodung im Regenwald). Genau das Gegenteil von dem, was man mit schwarzer Erde eigentlich erzielen möchte.

    Und was ist jetzt besser, grobe Stücke oder Pulver von Holzasche? Laut einer Seite im Internet ist Grobasche besser geeignet, sofern ich das richtig verstanden hab. (http://www.google.de/url?sa=t&rct=j...jN2qDw&usg=AFQjCNHp5acKpNJeMtxf5lRk0YHOnjDgeA)
    Ich bin total verwirrt.

    Das mit den Hornspänen habe ich so noch gar nicht gesehen. Du hast recht. Klar leidet die Wurzelbildung unter zu vielen sofort verfügbaren Nährstoffen. Danke.


    LG nikjos
     
  • Deine Links sind ganz anders, wie alles was ich gehört habe. Von irgendeiner "Aufladung" oder dass die Kohle Nährstoffe aus der Erde zieh statt den Pflanzen Nährstoffe zu geben... Das klingt auf den meisten Seiten (auch im Forum) ganz anders.

    Ja.
    Weil so viel unterschiedliches geschrieben wird, werde ich ab 2012 eigene Versuche machen.
    X Pflanzen mit "normalem" Kultur-Substrat und die gleiche Menge Pflanzen mit Kultursubstrat, daß etwa 20% aufgeladene Pflanzenkohle enthält. Im Sommer oder Herbst 2012 sehen wir, was rausgekommen ist.
     
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