Blaukissen (Aubrieta) als Bodendecker: Schlechte Entwicklung

Pluto

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Ich habe hier ein Beet mit sandigem, kalkhaltigem Boden, das im Westen durch zwei Buchsbäume, im Osten durch zwei Azaleen und direkt dahinter Garagen vom Nachbargelände, sowie im Norden und Süden von Rasenflächen begrenzt wird. Mittendrinn steht ein Spierstrauch, den ich im letzten Sommer auf den Stock gesetzt hatte. Das Beet bekommt im Sommer von etwa 9 bis 16.30 Uhr Sonne.

2020 hatte ich südlich des Spierstrauchs die ersten zwei Blaukissen gepflanzt:
Beet öE 20200322.webp

und im Mai weiter drei westlich davon.

Die nördlich stehenden gelben Narzissen hatte ich im Herbst 2021 ausgebuddelt, weil sie wie die meisten anderen Narzissen im Garten stark von Larven der Narzissenfliege befallen waren. Da sich das Blaukissen gut entwickelt hatte (im Sommer gab es aber schon auch trockene Triebe), habe ich in diesem Bereich eine weiße Sorte der Aubrieta und östlich des Spierstrauchs eine hellviolette Sorte gepflanzt. Im Frühjahr 2022 hatten sich alle gut entwickelt (zwischen den blauen und weißen Blaukissen stehen noch einige Hyazinthen, die hier nicht von der Narzissenfliege befallen werden):
Beet öE 20220414.webp

Im Sommer 2022 waren in der violetten Sorte noch mehr kahle Triebe zu sehen, während die beiden anderen Sorte noch akzeptabel aussahen und Ende August sogar noch stellenweise blühten (Bild von der Nordseite):
Beet öE 20220830.webp

2023 sah es im Sommer nicht besser aus und ich hatte alle verkahlten Triebe abgeschnitten. Weil fast nichts übrig blieb hatte ich ein paar neue Pflanzen gesetzt:
Beet öE 20230826.webp

Im nächsten Jahr zeigten sich einige Lücken, wohl weil die Pflanzen länger brauchten um sich zu regenerieren, und der Sommer hier offensichtlich nicht optimal dafür ist. Bild vom Frühjahr 2024:
Beet öE 20240329.webp

Danach hatte ich nichts neues mehr gepflanzt. Verkahlung im Sommer wie üblich vorwiegend im südlichen violetten Blaukissen, so dass an langen trockenen Trieben nur noch an den Spitzen grüne Blätter vorhanden sind. Die weiße und hellviolette Sorte halten sich hingegen recht gut und beginnen eher das umgebende Gelände zuzuwuchern. Aktuell hat sich viel Moos und fremdes Kraut (vorwiegend Hornkraut, Zimbelkraut) breitgemacht:
Beet öE 20260315.webp

Anscheinend gedeiht das Blaukissen in den schattigeren Bereichen besser. Die angrenzenden Rasenbereiche werden von mir bei Bedarf mit Viereckregnern bewässert, so dass auch das Blaukissen was abbekommt. Das scheint aber nicht ausreichend zu sein. Dabei gilt das Blaukissen als sonnenliebend und trockenheitsverträglich.

Oder ist die violette Sorte empfindlicher als die anderen beiden? Sollte ich dem Blaukissen eine besondere Pflege zukommen lassen oder akzeptieren, dass es der falsche Standort ist und was anderes pflanzen?
 
  • Bei einer Nachbarin gibt es im Frühjahr wunderbar blühende Blaukissen, die sich weit über die Gartenmauer ausgebreitet haben, im Sommer sehen sie schrecklich aus. Ging mir genau so, sie wurden allerdings nicht so groß, ich habe sie zunächst zurückgeschnitten und dann ganz entfernt, da die Stelle vor allem im Sommer schön aussehen soll. Tut mir leid, ich kann Deine Frage somit nicht beantworten, nur Deine Erfahrung bestätigen. Gute Wasserversorgung im Sommer hat nichts genutzt.
     
    Wenn man sieht, wo Blaukissen wirklich gut gedeihen, ist eigentlich schon alles gesagt. Sie wachsen in Steingärten und auf/über/in Mauern......also ziemlich egal in welcher Erde, eigentlich brauchen sie so gut wie gar keine. Und auch keine regelmäßigen Wassergaben, sie stammen aus den Mittelmeerländern. Nach der Blüte kann man sie zurückschneiden, dann gibt es danach keine vertrockneten Triebe.
    Als Unterpflanzung von irgendwelchen Sträuchern halte ich sie für ungeeignet.
     
  • Vom Vorbesitzer hab ich auch welche im Garten. Die mickern auch nur vor sich hin und verschwinden so nach und nach.
     
  • Die die sonnig standen sind weg. Ein Kissen hält sich noch ein wenig an einem nicht zu 100% von der Sonne erreichbaren Standort.
     
  • Den bisherigen Antworten entnehme ich, dass Blaukissen auch anderswo im Sommer leiden. Es wäre hilfreich, wenn sich jemand zu Wort meldet, bei dem Blaukissen auch im Sommer gut gedeihen und deren Bedingungen schildert. Dann könnte sich herauskristallisieren, was die Pflanzen brauchen.
     
    Wenn man sieht, wo Blaukissen wirklich gut gedeihen, ist eigentlich schon alles gesagt. Sie wachsen in Steingärten und auf/über/in Mauern......also ziemlich egal in welcher Erde, eigentlich brauchen sie so gut wie gar keine. Und auch keine regelmäßigen Wassergaben, sie stammen aus den Mittelmeerländern. Nach der Blüte kann man sie zurückschneiden, dann gibt es danach keine vertrockneten Triebe.
    Als Unterpflanzung von irgendwelchen Sträuchern halte ich sie für ungeeignet.
    So ist es Kapernstrauch-
    Bei mir wachsen die sehr gut und bilden große Polster.
    IMG_20220426_084134.webp
     
  • Wenn die verblüht sind, schneid ich sie etwas zurück, meist blühen sie dann noch einaml.
    Das Zurückschneiden könnte ein entscheidender Punkt sein, weshalb das Blaukissen bei manchen besser über den Sommer kommt. Zum einen kommt damit schon Trockenes weg und zum anderen reduziert sich damit die Blattmasse und damit die nötige Wassermenge. Als Bodendecker würde dann aber der Boden nicht mehr bedeckt.

    Andere Theorie: In normaler Gartenerde ausgepflanzt bekommt das Blaukissen zu viel Nährstoffe, insbesondere Stickstoff und bildet viel Blattmasse, die dann bei Trockenheit nicht ausreichend versorgt werden kann. Dann werden manche Blätter nicht mehr versorgt, leider die unteren, und sterben ab. Dem Blaukissen geht's in nährstoffreicher Gartenerde im Frühjahr vielleicht einfach zu gut.

    Fazit ist wohl, dass Blaukissen nicht als Bodendecker taugen. Wer andere Erfahrungen gemacht hat, bitte mitteilen.
     
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