Bäumchen richtig aus dem Winter holen

Woodz

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22. Aug. 2010
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Hallo Zitronengemeinde,

mein 25 - 30 cm großes Bäumchen scheint seinen ersten Winter so langsam ganz gut überstanden zu haben und nur langsam werden im unteren Bereich einige Blätter etwas gelb, was aber ersteinmal nicht schlimm ist.

Ich habe mein Bäumchen im Dez. einmal etwas zuviel gegossen, weshalb er gleich einen Satz machte und mal ca. 5cm an Höhe gewann. Daraufhin hab ich ihn wieder bei ca. 15°C und leichtem Wasserentzug gehalten.

Nun, jetzt wo das Wetter wieder so schön sonnig wurde, hab ich ihn langsam aus dem kühlen Zimmer in eine ca. 20°C warme Umgebung mit so viel Licht wie bei mir nur möglich ist gestellt und auch die Wasserzufuhr wieder leicht erhöht.
Aber anstatt eines erhofften Wachstumsschubes, ist bis jetzt nichts passiert und er bleibt auf seiner Höhe. Warum?
Hatte ich ihn doch noch zu viel gegossen während der Wintermonate? Soll ich ihn jetzt nochmal etwas "trocken" stellen und dann in ein paar Tagen/Wochen richtig gießen? Wie kann ich den Wachstumsschub im Frühjahr richtig anregen?
Achso, ab wann stellt ihr eure Bäumchen wieder ins Freie. Bei meinem bin ich etwas zögerlich, da ich den Standort nicht zu oft ändern will und er doch noch sehr jung ist.

Beste Grüße und vielen Dank
 
  • Hmm, warum, kann ich dir jetzt auch nicht sagen, aber erstmal drauf tippen, dass du dein Bäumchen so stehen lässt noch eine Weile.
    Zuviel umstellen ist nämlich gar nicht gut, hast ja selber schon geschrieben, dass du es so wenig wie möglich eigentlich umstellen willst.

    Ich würde sagen, der von dir erhoffte Wachstumsschub kommt von ganz alleine wenn du dein Bäumchen dauerhaft nach draußen gestellt hast(also sobald es auch nachts frostfrei ist).
    Wobei ich meine, dass Zitrus jetzt eh nicht sooo schnell wachsen, außer du hast es vor kurzem beschnitten, dann wächst es nur und blüht nicht.
    Wenn es nicht beschnitten wurde, dann genau andersrum: Dann wächst es weniger, blüht dafür aber.
    Das kann man meine ich anregen indem man eine Weile fast gar nicht gießt und dann wieder etwas mehr.
    Weiß ich jetzt aber nicht sicher, müsste dazu selber nochmal die Suche bzw das restliche Internet befragen.



    Meine eigenen Bäumchen wollte ich im übrigen am Wochenende das erste mal kurz rausstellen tagsüber, da solls ja warm werden und den Rest mach ich dann auch einfach vom Wetter abhängig, wann meine dauerhaft rauskommen.
     
  • Darf ich mich hier anschließen mit meiner Bitte um Hilfe. Habe heute meine Pflanzen aus dem Winterquartier geholt. Dabei hab' ich mit großer Freude bemerkt, daß mein schon tot geglaubtes Zitronenbäumchen neu austreibt.:cool: Es hatte im Winter alle Blätter geschmissen und nachdem mir so letztes Jahr schon ein Bäumchen verendet ist, hatte ich nicht mehr viel Hoffnung.
    Meine Frage ist jetzt, wie kann ich ihm bei seiner Wiederauferstehung helfen? Soll ich die kahlen Äste abschneiden oder warten, ob da noch was kommt? Soll ich ihn lieber noch drinnen lassen, solang die Triebe noch so klein sind? Es ist hier schon ziemlich warm und ich rechne nicht mehr mit Frost. Im Winterquartier heizt es sich jetzt tagsüber schon ziemlich auf (Südfenster am Dachboden).

    Hier noch Fotos. Es ist doch die Veredlung, die austreibt, oder?

    Gruß :cool:,
    Montag
     

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  • bitte stelle es wieder rein..da wo es war,draussen solltest du es nicht riskiren..jetzt wo es wieder so schön austreibt,könnte nachts doch noch recht kalt werden..ist ja erst anfang april,

    liebe grüsse
    gudrun
     
    Ok, hab'sie wieder reingeholt. Danke für die Hilfe, Gudrun. Soll ich die trockenen Zweige abschneiden, oder einfach abwarten?
    Gruß :o,
    Montag
     
  • lass die äste dran,abschneiden kannst du sie im herbst immer noch,da wird sicher noch an einigen stellen was austreiben,
    denke dran...viel licht...

    lg gudrun
     
    Hallo Montag !


    Du hast Glück, es treibt im Edelreis aus.
    Einiges auch im Kontaktbereich, es könnten also auch Chimären entstehen ( was sehr selten ist und dementsprechend toll wäre ).

    Schneide alles weg was gelb und trocken ist, da kommt nix mehr.

    Wenn es keine Minusthemperaturen mehr hat, dann kannst Du es auch draußen lassen, aber im Schatten.

    Was mir große Sorgen macht ist die sehr tiefe Wunde an der Stammbasis.
    Die war wahrscheinlich der Grund für das Absterben.
    Entferne so viel Erde wie es geht bei der Wunde und halte sie ja trocken !

    Mach noch eine Detailaufnahme von der Wunde und ich sag Dir mehr.


    Servus !

    Kurt
     
    Danke, Kurt, auch Dir für Deine Hilfe.
    Ich hoffe, ich schaffe es morgen ein Foto von der Wunde zu machen. Da hast Du mich jetzt schon etwas erschrocken. War mir zwar auch aufgefallen letztens, aber ich hab' nicht weiter darüber nachgedacht. Wie entsteht so etwas denn? Ich hoffe es ist heilbar...:roll:
    Und kannst Du mir erklären, was eine Chimäre ist? Ich hab' zwar bei Wikipedia nachgeschaut, aber bin nicht ganz schlau daraus geworden. Versteh ich das richtig, daß da an der Veredlungsstelle eine andere Sorte entstehen kann, die weder mit der Unterlage noch mit der Veredlung übereinstimmt?
    Grüße :o,
    Montag
     
    Hallo Kurt,
    Hier die Fotos von der Wunde. Wenn ich die Erde entferne, zieht sich die Stelle noch so 5 cm nach unten und bis dahin sind auch keine Wurzeln zu sehen.
    wunde 001.webp wunde 004.webp
    Kann und muß ich da was machen?:confused:
    Gruß :cool:,
    Montag
     
  • Hallo Montag !

    Entwarnung, die Wunde verwächst sehr schön !

    Laß sie trotzdem "nackt" und paß auf daß kein Wasser an sie rankommt.

    Trage am besten die Erde ab bis die ersten Wurzeln kommen.
    So hast einen längeren Stamm und die Wunde bleibt schön trocken.

    Chimäre ist eine Mischung von mehreren Lebewesen.
    Aber die Gene mischen sich NICHT !
    Ein Teil davon ist hier zB 100 % Bitterorange und ein anderer teil 100 % Kumquat.


    Servus !

    Kurt
     
  • Chimäre ist eine Mischung von mehreren Lebewesen.
    Aber die Gene mischen sich NICHT !
    Ich würde das "Nicht" nicht so groß schreiben, denn das ist lediglich die momentane Lehrmeinung. Siehe dazu Brennicke/Schopfer, Pflanzenphysiologie 2006 (Elsevier Fachliteratur).

    Gruß
    C.S.
     
    ... naja ... soll ich mich vielleicht auf eine KÜNFTIGE Lehrmeinung beziehen ???
    Außerdem hab ich nur eine ganz einfache Erklärung gegeben ...
     
    Puh, danke Kurt. Dann werde ich sie mal umtopfen und die Wunde freilassen. Wegen der Chimäre... Passiert es nicht öfter, daß die Unterlage austreibt? Was ist denn da der Unterschied zu einer Chimäre:confused:? Und kann es dann nicht passieren, daß dann die Veredlung von der Unterlagepflanze verdrängt wird?
    Gruß :cool:,
    Montag
     
    Hallo Montag !

    Normalerweise wächst ja nur die Veredelung weiter.
    Erst wenn diese stirbt, oder fast kann es zum Austreiben in der Überlappungszone zwischen Unterlage und Edelreis kommen ...

    Ja, wenn man die Unterlage wachsen läßt, kann sie die Veredelung verdrängen.

    Die Unterlage treibt aber UNTERHALB der Veredelung aus.

    Du könntest aber sowieso jeden Trieb, auch einen Unterlagentrieb so 5-6 cm wachsen lassen und dann abnehmen und bewurzlen.

    So hat Nico seine Unterlagenpflanzen bekommen.


    Servus !

    Kurt
     
    Hallo Montag !

    Normalerweise wächst ja nur die Veredelung weiter.
    Erst wenn diese stirbt, oder fast kann es zum Austreiben in der Überlappungszone zwischen Unterlage und Edelreis kommen ...

    Ja, wenn man die Unterlage wachsen läßt, kann sie die Veredelung verdrängen.

    Die Unterlage treibt aber UNTERHALB der Veredelung aus.

    Du könntest aber sowieso jeden Trieb, auch einen Unterlagentrieb so 5-6 cm wachsen lassen und dann abnehmen und bewurzlen.

    So hat Nico seine Unterlagenpflanzen bekommen.


    Servus !

    Kurt

    hallo


    jo, das is richtig !!
    Ich habe sie aber knapp 20cm rauswachsen lassen !!
    Und dann abgeknipst ! Bin gespannt ob bei der sinensis die unterlage wieder austreibt diesen sommer, die carrizo ist wunderschön !:)

    LG NICO
     
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