Aroid-Mix aus Pinienrinde & Bims trocknet nach zwei Wochen nicht ab – Rat gesucht!

TomderDritte42

Neuling
Registriert
27. März 2026
Beiträge
4
Hallo zusammen,


ich habe vor etwa einem Monat meine Zimmerpflanzen (Monstera, Philodendron, Efeutute) in einen selbstgemischten Aroid-Mix umgetopft. Obwohl die Mischung eigentlich extrem luftig konzipiert ist, habe ich ein Problem mit der Standzeit der Feuchtigkeit.


Hier ist mein genaues Rezept:


• 5 Teile Pinienrinde grob (25–40 mm)


• 5 Teile Pinienrinde mittel (6–15 mm)


• 1 Teil Pinienrinde fein (2–8 mm)


• 3 Teile Bims


• 2 Teile handelsübliche torfhaltige Blumenerde


Das Problem:


Ich gieße die Pflanzen durchdringend, damit das gesamte Substrat gesättigt wird. Die Luftfeuchtigkeit bei mir liegt konstant zwischen 55 % und 60 %.


Mein Problem ist, dass das Substrat auch nach zwei Wochen immer noch deutlich feucht ist und nicht abtrocknet. Es ist zwar nicht "klatschnass", aber die Feuchtigkeit hält sich viel hartnäckiger, als ich es bei diesem hohen Anteil an Rinde und Bims (insgesamt 14 Teile Drainage auf nur 2 Teile Erde) erwartet hätte.


Eigentlich sollte dieser Mix doch eine sehr hohe Luftzirkulation an den Wurzeln ermöglichen. Hat jemand eine Idee, warum die 2 Teile Torferde in dieser Kombination die Feuchtigkeit so extrem lange speichern? Liegt es am durchdringenden Gießen oder ist der Torfanteil trotz der geringen Menge der "Flaschenhals"?


Ich freue mich auf eure Tipps und Erfahrungen!
 
  • Hallo Tom,

    wie groß sind denn deine Töpfe und deine Pflanzen ? Bild wäre schön, sagt oft mehr als viele Erklärungen.

    LG Feli

    Ps: Hast du Übertöpfe? Kann das Wasser aus dem Pflanztopf gut abziehen ?
     
    Hallo Feli,


    danke für deine Antwort!


    Die Töpfe sind zwischen 8 cm und 25 cm groß. Ich nutze immer Innen- und Übertöpfe, sodass überschüssiges Wasser nach dem durchdringenden Gießen problemlos abziehen kann. Staunässe im Bodenbereich gibt es also nicht.

    Vielleicht hast du ja eine Idee, woran es liegen könnte.


    LG Tom
     

    Anhänge

    • image.webp
      image.webp
      192,9 KB · Aufrufe: 34
    • image.webp
      image.webp
      192,5 KB · Aufrufe: 33
    • image.webp
      image.webp
      90,5 KB · Aufrufe: 34
  • Das dürfte aber gerade eben mit ein Grund für die Feuchtigkeit sein. Wenn du Übertöpfe verwendest, giessest du dann jeweils das Wasser, welches aus dem Innentopf in den Übertopf geflossen ist, nach einer gewissen Zeit (meist ca. eine Viertelstunde) weg?
     
  • Das mit dem Substrat ist eine gute Frage.
    Vor allem die viele Pinienrinde.
    Ich nehme ganz normale Blumen und Grünpflanzenerde, wenn ich übrig habe gebe ich eine Hand voll Seramis dazu.

    Ich sehe du hast Gelbtafeln gegen Trauermücken. Das heißt dein Substrat ist viel zu nass.

    Ich würde die Pflanzen nochmal umtopfen.
    Die Rinde so gut wie möglich abstreifen vom Ballen und dann in normale Erde setzen. Wenn der Wurzelballen noch sehr nass ist, dann nur vorsichtig angießen und dann warten bis das Substrat wirklich trocken ist und dann erst wieder gießen.
     
  • Stimmt, die Trauermücken habe ich leider tatsächlich – deswegen ja auch die Gelbtafeln. Das zeigt mir ja eben, dass das Substrat derzeit einfach zu lange feucht bleibt, auch wenn ich den Übertopf (oder Untersetzer) nach dem Gießen immer sofort ausleere. Da steht also definitiv nichts im Wasser.


    Die Mischung habe ich so gewählt, weil ich für meine Aronstabgewächse eigentlich ein Substrat wollte, das schön luftig ist, damit die Wurzeln atmen können und sich aerobe Bakterien wohlfühlen. In reiner Blumenerde hatte ich oft das Gefühl, dass alles zu sehr verdichtet.


    Mich wundert halt nur, warum dieser Mix trotz der vielen Rinde gefühlt "ewig" braucht, um abzutrocknen. Eigentlich sollte das ja der große Vorteil gegenüber normaler Erde sein.
     
    Ich habe schon ordentlich gegossen – eben so lange, bis es unten aus den Ablauflöchern wieder rausgelaufen ist. Ich wollte sichergehen, dass das ganze Substrat einmal komplett gesättigt ist, damit keine trockenen Nester im Topf bleiben.


    Wie gesagt, das überschüssige Wasser im Übertopf habe ich danach direkt weggekippt.
     
    Die Pflanzen brauchen auch nicht so viel Wasser bei den paar Blättern die sie haben.
    Ich kann dir nicht sagen an was es liegt. Ich würde auch die Übertöpfe weg tun, dass die Luft besser an den Topfboden kommt und das Substrat von unten besser Luft bekommt.
     
  • Gerade hab ich gelesen das Pinienrinde Wasser speichert und es langsam wieder abgibt.

    Deshalb wird dein Substrad nicht abtrocknen. Wahrscheinlich hast du zu viel gegossen und die Pinie ist jetzt voll Wasser.

    Feine Pinie für Substrat, die grobe zur Abdeckung.
    Geeignet vor allem für Orchideen.

    ____________________

    Sowas könnte man ja selber nachlesen bevor man die Pflanzen umtopft.
    Aber ich habe gerne für dich im Internet nachgelesen.
     
  • Die Mischung habe ich so gewählt, weil ich für meine Aronstabgewächse eigentlich ein Substrat wollte, das schön luftig ist, damit die Wurzeln atmen können und sich aerobe Bakterien wohlfühlen.
    Eine gute Entscheidung. Allerdings nimmt man dazu mineralische Zuschlagstoffe, wie Lava, Bims, Perlite oder auch Sand.

    In reiner Blumenerde hatte ich oft das Gefühl, dass alles zu sehr verdichtet.
    Stimmt, sie ist ja auch fast reiner Humus. Im 2. Jahr kann es da schon Probleme geben.

    Mich wundert halt nur, warum dieser Mix trotz der vielen Rinde gefühlt "ewig" braucht, um abzutrocknen. Eigentlich sollte das ja der große Vorteil gegenüber normaler Erde sein.
    Da teile ich Feli´s Hypothese. (y)


    Die Zusammensetzung des neuen Aroid-Mix hat sich übrigens geändert und unterscheidet sich von Deiner Mischung nun sehr deutlich:


    • 40% Kokos-Chips
    • 20% Kokosfasersubstrat
    • 20% Perlit
    • 20% chilenisches Sphagnum-Moos
    • Lehmpulver und Urgesteinsmehl für optimale Nährstoffaufnahme
     
  • Zurück
    Oben Unten