Aprikosenbaumveredelung

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11. Juni 2008
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Hallo Fachleute,

ich habe mich zu früh gefreut, als alle Veredelungstriebe zu wachsen begannen. Ich habe die veredelten Unterlagen (Kriecherl) ins Glashaus gestellt, damit sie nicht nass werden. Doch plötzlich sind sie allesamt verwelkt. Was habe ich nur falsch gemacht?

MFG grünspecht
 
  • Hallo,

    also ein weng mehr an Info tät schon gut. Kriecherl versteh ich ja noch (lt. Tante Googel) als Pflaumen-Unterlage, aber dann hört es schon auf.

    Welche Veredlungsmethode hast Du denn angewandt? Und vor allem wann? Was sollte nicht nass werden? Der Kriecherl? Die Veredlungsstelle? Hälst Du den Kriecherl (extrem schweeeeres Wort) im Topf?

    Also für Ende Nov. bin ich schon ein weng auf die Antworten gespannt.
     
    Guten Tag und danke Meister.


    Es handelt sich um Abkömmlinge einer Unterlage eines freistehenden Aprikosenbaumes, der eingegangen ist. Kleine rosa Früchtchen tragen sie.

    Die Veredelungsmethode war "hinter der Rinde" im Spätfrühling. Nass sollten die Veredelungsstellen nicht werden, daher habe ich die im Topf befindlichen Unterlagen ins Glashaus gestellt.
    Die Fragen stelle ich Ende Novemver, weil ich es nächstens richtig machen möchte. Reiser habe ich bereits gewonnen.


    MFG grünspecht
     
  • ...und danke Meister.
    ....so leicht kann man mich reizen! willst Du mich vera....hen? Das darf nur Punica. Auf "Meister" und so´nen Scheiß reagier ich allergisch, ich bin geneigt, das Ganze hier abzubrechen............ o050.gif

    Ich fröhn meinem Hobby, ich bin Laie und ich gebe lediglich meine Meinung zum Besten, ohne jegliche Gewähr. Und da kann ich auf so´ne Titulierungen getrost verzichten.

    Und um es vorweg zunehmen, ganz schlüssig werden wir hier Dein Problem (und schon gar nicht auf Grund der kargen Hinweise) nicht klären können, es gibt einfach zu viele Faktoren, und ohne Foto auch mannigfaltige Interpretationen der Symptome.

    Tipp1: Unverträglichkeit Unterlage/Edelreis
    Tipp 2: feucht warmes Tropenklima im Glashaus (wer mag das schon ausser Viren und Bakterien...)
    Tipp 3: Welkekrankheit (liebt Aprikosen)

    Aber der Reihe nach. Eventuell gelingt es mir ja noch, Dir ein paar Info´s aus der Nase zu ziehen, denn das ist es bis dato, was uns hier eigentlich voll ausbremst!

    „….Abkömmlinge einer Unterlage eines freistehenden Aprikosenbaumes…“
    Wenn ich Dich recht verstehe, hast Du also Abrisse, bzw. Ableger (Wurzelschosser) der Unterlage des bestehenden Aprikosenbaumes verwendet. Da Du schreibst “…Unterlage eines freistehenden…“ geh ich davon aus, dass es sich hierbei um eine veredelten Aprikosenbaum handelt? Richtig? Diese Unterlagen hast Du also verwendet?

    „…Kleine rosa Früchtchen tragen sie…“
    Kann alles sein, von Erdbeere bis Tomate! Sah es denn zumindest einer Mirabelle oder „Pflaumenartig“ aus? Ein Abstossen des Edelreises nach dem anwachsen ist nicht unüblich bei Unverträglichkeit der Partner.

    „…Die Veredelungsmethode war "hinter der Rinde" im Spätfrühling….“
    Da stellt sich mir als erstes die Frage, war die „Unterlage“ bereits so stark, dass Du nicht Korpulieren konntest? Wie sah Dein "hinter der Rinde" aus, Rindepfopfung, Geissfuss (oder andere Spaltpropfung), seitliches Einspitzen (was ich mir aber nicht vorstellen kann)? Wenn die „Unterlage“ bereits zu stark war, wäre wohl ein Anschäften in Betracht zu ziehen.

    „…Nass sollten die Veredelungsstellen nicht werden…“
    Wie hast Du die Veredlungsstelle abgedeckt? Bast, Schnellverschluss, Gummibänder, o.ä.? Hast Du diesen dann eventuell selber entfernt oder hattest Du auflösenden Verschluss? Warum durfte Dein Bäumchen nicht nass werden? So viele Gewächshäuser kann eine Baumschule für Veredlungen gar nicht opfern. Und ein Gewächshaus ist m.M. nach eher kontra produktiv. Im Freiland wird´s schnell nass und ebenso schnell trocken, im Gewächshaus dagegen wabbert die feuchte Luft………..

    Hattest Du Deine Veredlungen den ganzen Sommer im Gewächshaus? Alle in Töpfen? Wieviele hattest Du und wie viele davon sind angewachsen? Wie war die Quote?

    Hattest Du die Edelreiser auch schon sooooo lange im Vorraus geschnitten?

    Wieso hast Du jetzt schon Edelreiser für Veredlungen für´s nächste Jahr?

    Und wie lagerst Du diese?

    Rein aus Eigeninteresse: welche Sorte?

    Wir könnten ewig so weiter machen, aber m.M. nach liegt die Ursache bereits in der Unterlage! Du kannst sogar alles richtig gemacht haben und suchst verzweifelt nach dem Fehler, aber virusfreies Ausgangsmaterial ist und bleibt das A und O.

    Ein Foto Deiner Veredlungen hast Du nicht rein zufällig?
     
  • Vielen Dank fruitfarmer, aber das wird wohl nichts mehr.
    Inzwischen habe ich einen entfernten Nachbarn aufgetrieben, der mich genau beraten wird.
    Das Zitat ist schön.

    MFG grünspecht:?
     
    Mein Glückwunsch, wenn dir die Veredlung gelingt. Denn selbst bei Gärtnern ist die Ausfallquote sehr hoch. Darum sind die Bäume auch verhältnismäßig teuer.Besonders robust und deshalb erfolgversprechend sind die wurzelechte Hauszwetsche und die Pflaume Brompton als Unterlagen. Aprikosensämlinge sind leider meist welkeanfällig. Hier in Oberfranken ist der Aprikosenanbau ein Glücksspiel,weil die Blüten oft durch Spätfröste gefährdet sind! Ich würde mich freuen, wenn ich hier lese, dass deine Veredlung ein Erfolg war!
     
  • Hallo Nostalgie,

    ich werde hier über Erfolg oder Misserfolg berichten.
    Das Thema läßt mich nicht los, in Österreich in der Wachau gibt es riesige Marillenkulturen (in Deutschland sind es Aprikosen), ein herrlicher Anblick wenn die gesamte Wachau von einem rosa Blütenflor überzogen ist. Die Veredelung muss also funktionieren, vielleicht ist der Weg dorthin weit.

    Herzlich, grünspecht
     
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