Anwendung Roundup für 1jähriges Wiesengras

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21. Juli 2017
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Liebe Forum-Gemeinde


Ich bin seit heute registrierter Nutzer hier im Forum. :-) Und auch ein sehr unerfahrener Gärtner um ehrlich zu sein. Wir haben ein sehr schönes Grundstück mit ca. 400 qm Rasenfläche, welche durch eine automatische Beregnungsanlage und seit 7 wochen durch Findus( Rasenroboter, Name wurde von unserem Sohn vergeben) gepflegt wird. Seitdem muss ich ehrlich sagen, hat sich die Rasenqualität erheblich verbessert. Das hätte ich nie für möglich gehalten. Nun gehe ich in die Detailpflege und versuche meinen Rasen so gut es geht vom Unkraut zu befreien. Das gelingt mir schon ganz gut,aber durch die unsere super Lage direkt an einer großen Wiese habe ich leider mit viel Wiesengras zu kämpfen. Ja, das ist sicherlich Jammern auf hohem Niveau, aber da das grün dieses Grases bedeutend heller ist fällt es im normalen rasen schon auf. Nun habe ich das Mittel Roundup gekauft und die einzelnen Stellen besprüht. Innerhalb von zwei Stunden sind die Gräser eingegangen und nun ist dort eine graue Fläche was natürlich noch viel schlimmer aussieht. Nun meine Frage: Wächst denn nach einer gewissen Zeit normales Gras über diese Stellen rüber oder muss ich wirklich das getötete Wiesengras entfernen und neu ansäen? Das macht für mich eigentlich keinen Sinn weil dann hätte ich das Wiesengras gleich selber ausgraben können und neu ansäen. Hat jemand mit diesem Mittel Erfahrung oder eventuell andere Alternativen/Behandlungsvorschläge für Wiesengras?


Vielen Dank. Ich freue mich auf eine rege Diskussion.


Gruß
Peter
 
  • Moin Peter,

    viel zu diskutieren ist da nicht. Roundup ist ein Totalherbizit, das heißt, alles, was da mal gewachsen ist, ist nach Anwendung hinüber. Das Zeug sortiert nicht zwischen deinen gewünschten und ungewünschten Halmen.

    Da wirst du wohl die Leichen rausharken und neu einsäen müssen. Entschuldige, wenn ich das so hart ausdrücke, aber beim nächsten Mal solltest du vielleicht erst vor dem Kauf die Packungsbeilage lesen, denken und dann eventuell ein spezifisches Mittel anwenden, aber nicht einfach irgendwas in der Gegend verteilen.

    Ich bin kein Freund davon, aber es gibt Mittel, die wenigstens zwischen einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Pflanzen unterscheiden. Dann bleiben alle Gräser übrig. Wenn dir da ein Gras nicht gefällt, musst du wirklich per Hand dran. Das wäre in den meisten anderen Fällen auch sinnvoller.

    Kopfschüttelnde Grüße, Pyromella
     
    Moin Peter.

    Den Wunsch nach einer regen Diskussion würde ich gerne nachkommen, muss aber schon in meinem ersten Post in deinem Thread meiner Vorrednerin vorbehaltlos zustimmen.

    Was in deinen Augen Sinn ergibt oder eben auch nicht, ist dem Mittel Roundup ziemlich schnurz. Das macht tot, ohne Ausnahme. Besser wäre ausgraben tatsächlich gewesen;)

    Ich für meinen Teil würde die von dir behandelten Stellen die nächste Zeit gut wässern ind ausharken. Laut Hersteller des Produkts darf man nach zwei Wochen über eine Neusaat nachdenken.

    Ich behaupte, du hast für den Zweck (Vernichten von Fremdgras) das richtige Mittel angewandt, bist dir aber der Folgen nicht im Klaren gewesen. Sieh es als Lektion.
    Fehler machen wir alle, schade ist es nur, wenn sie mit Dingen wie Roundup passieren.
     
    Zuletzt bearbeitet:
  • Hallo Peter,
    ich kann deinen Wunsch nach einem perfekten Rasen (v.a.wenn man Gartenneuling ist) durchaus verstehen. Aber ich denke, dass du dich - auch aufgrund der örtlichen Gegebenheiten (Wiese daneben) von dieser Vorstellung verabschieden musst. Von dort aus werden sich immer wieder ungeliebte Samen in deine Rasen niederlassen.
    Dein "Findus" leistet doch eh schon gute Arbeit, so dass die Wild/Wiesengräser nicht zu sehr überhand nehmen dürften.

    Gruß
    wilde Gärtnerin
     
  • Danke für euer ehrliches Feedback. Ich gebe euch da uneingeschränkt recht. Ich investiere in Zukunft lieber die Zeit mit Unkraut rauszupfen und neu ansäen. Sieht schöner aus und ist auch umweltverträglicher. Dachte so, ich kann ein wenig Zeit sparen aber das resultat sind nun mal nur vertrocknete große Stellen auf meinem schönen Rasen.:mad:
     
    Mit einem Roboter und regelmäßiger Düngung bekommst Du eine dichte Fläche mit wenig Unkraut, aber das Ungras wird konstant bleiben, sich evtl sogar gleichmäßiger verteilen, wil Roboter die abgeschnittenen Blütenstände nicht wegtransportieren wie ein Mäher mit Sack.

    Es gibt auch kein in D zugelassenes Selektivherbizid.

    Du kannst versuchen Poa Annua und Poa Trivialis durch längere Trockenphasen mit seltenem, tiefgründigem Wässern einzudämmen. Im Sommer wird es dann in kleinen Flächen eintrocknen, dann steht genauso wie jetzt Entfernen und Nachsäen der Stellen an. Das Gute am Mähroboter: Er kann - wenn die Klingen scharf sind - auch über frische Saat fahren ohne sie auszureißen.
     
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