3.000 m² Hofgarten im Bayerischen Wald – naturnah, Selbstversorgung & Familie: Ideen gesucht

Tantris

Neuling
Registriert
29. Dez. 2025
Beiträge
3
Guten Tag in die Runde,
wir leben in einem alten Bauerngehöft im Bayerischen Wald (Nähe Grafenau). Der hintere, von der Straße nicht einsehbare Teil unseres Grundstücks umfasst rund 3.000 m² und soll langfristig zu einem naturnahen, harmonischen Familien- und Selbstversorgergarten entwickelt werden.
Ziel ist kein reiner Nutzacker und kein klassischer Ziergarten, sondern ein Garten, der Freude macht, wenn man hinausgeht: mit großen Obstbäumen, Rückzugsorten, Anbauflächen, Sitzplätzen und gleichzeitig viel Platz für Kinder – dabei langfristig möglichst nicht zu arbeitsintensiv.

Kurz zur aktuellen Situation (siehe Skizzen):
Direkt am Haus liegt eine größere, relativ ebene Spielwiese mit Schaukel, Rutsche, Seilrutsche, Trampolin, Sandkasten, Baumhaus, Hängematte und Feuerstelle. Dieser Bereich funktioniert gut und soll im Wesentlichen so bleiben.
Westlich davon liegt eine etwa 600 m² große Wiese (ca. 15–20 m × 30–35 m), nördlich der Spielwiese eine weitere ca. 30 × 30 m große Wiese am Rand des nordöstlichen Wiesenhügels hinter unserem Haus. Beide liegen rund einen Meter tiefer als Haus und Spielwiese.
Auf unserem Grundstück gibt es außerdem eine alte Zisterne, nördlich davon habe ich bereits mehrere Obstbäume gepflanzt (Walnuss, Maronen, Apfel, Zwetschge usw.).
In einer zweiten Skizze habe ich meine grobe Idee eingezeichnet:
– Umbau des überdachten Balkons oberhalb der Garage zu einem Wintergarten
– zusätzlicher Hinterausgang auf der Nordseite mit breiter Treppe und kleiner Terrasse
– die Zisterne als Schwimm-/Naturteich für die Kinder
– die westliche 600-m²-Wiese als Streuobstwiese
– auf der nördlichen unteren Wiese Beete, ein größeres Gewächshaus, Beerensträucher
– am Rand ein Schuppen (evtl. mit Gänsestall) sowie ein Naturteich im nordwestlichen Bereich
– einige Birken nahe der Schaukel müssten leider weichen (Zugang, Sicht, weniger Schatten), der Großteil soll erhalten bleiben
Meine Bitte an euch:
Wie wirkt dieses Gesamtkonzept auf euch? Würdet ihr Flächen anders anordnen oder ganz anders nutzen? Seht ihr Punkte, die langfristig problematisch sein könnten?
Wenn ihr selbst so ein Grundstück hättet – wie würdet ihr es angehen?
Ich freue mich sehr über eure Erfahrungen, Ideen und auch ehrliche Kritik.
Vielen Dank fürs Mitdenken!
Viele Grüße
 

Anhänge

  • 20251228_214646.webp
    20251228_214646.webp
    134,4 KB · Aufrufe: 48
  • 20251229_170010.webp
    20251229_170010.webp
    216,6 KB · Aufrufe: 41
  • Screenshot_20251228_121421_Brave.webp
    Screenshot_20251228_121421_Brave.webp
    84,5 KB · Aufrufe: 42
  • 20251229_122219.webp
    20251229_122219.webp
    433,3 KB · Aufrufe: 40
  • 20251228_115129.webp
    20251228_115129.webp
    133,3 KB · Aufrufe: 35
  • 20251229_122111.webp
    20251229_122111.webp
    418,4 KB · Aufrufe: 33
  • 20251229_122111.webp
    20251229_122111.webp
    418,4 KB · Aufrufe: 37
  • 20251229_170033.webp
    20251229_170033.webp
    146,5 KB · Aufrufe: 36
  • 20251229_122301.webp
    20251229_122301.webp
    394,7 KB · Aufrufe: 39
  • 20251228_214508.webp
    20251228_214508.webp
    178,3 KB · Aufrufe: 43
  • Hallo und herzlich willkommen!

    Euer Projekt liest sich sehr interessant und spannend! So auf den ersten Blick ist es für mich stimmig.

    Eine Frage: ist euer Grundstück Landwirtschaftszone? Denn dann wird es schwierig überhaupt irgend ein Gebäude, und sei es nur ein Gewächshaus, darauf bauen zu lassen.

    Aber wenn es möglich ist, dann unbedingt mit Gewächshaus, das ist so praktisch!
     
    Hallo Linserich,
    danke für den Hinweis.
    Zum Glück nicht: Es handelt sich zwar um ein ehemaliges Bauerngehöft, das Grundstück liegt aber innerorts und ist baurechtlich ein normales Grundstück. Ein Gewächshaus sollte daher möglich sein.
    Viele Grüße
     
  • Hallo,

    Grafenau, eine schöne Gegend. Ich mag das Ilztal so gerne .


    Da hast du ja einiges vor auf deinem Grundstück. Es ist toll wenn man so viel Grund ums Haus hat.

    Irgendwo habe ich was von einem Pavillon gelesen. Was für einer soll das werden ?

    Du hast so viele Pläne , da ist man als Leser fast überfordert, mir geht es mal so.

    Vielleicht möchtest du immer das aktuelle Vorhaben genauer beschreiben und Vorstellen.
    Da kann man dir dann besser Tipps geben und über das aktuelle Diskutieren.

    Ich wünsche dir viel Spaß hier im Forum und beim ausführen deiner Pläne.
     
  • Hallo Feli871,
    vielen Dank für deine Rückmeldung und die netten Worte zur Gegend.
    Mit dem Pavillon ist tatsächlich etwas in dieser Richtung gemeint, wie auf den Beispielbildern – also eher ein offener, leichter Holzpavillon als Aufenthalts- und Sitzplatz, kein geschlossener Bau. Das ist aktuell allerdings noch Zukunftsmusik.
    Ich habe zum Glück Zeit und möchte die einzelnen Projekte Schritt für Schritt umsetzen. Im Moment geht es mir vor allem darum, eine grobe Gesamtübersicht zu bekommen und Ideen zu sammeln, bevor ich mit der Umsetzung beginne. Mir ist wichtig, mir im Vorfeld Gedanken über Anordnung und Zusammenhänge zu machen, damit ich später nicht merke, dass eine andere Lösung deutlich sinnvoller gewesen wäre oder ich etwas Grundlegendes vergessen habe.
    Deshalb frage ich bewusst jetzt schon nach Einschätzungen und Erfahrungen, auch wenn vieles noch nicht konkret geplant ist.
    Viele Grüße
     

    Anhänge

    • Screenshot_20251231_003838_Brave.webp
      Screenshot_20251231_003838_Brave.webp
      202 KB · Aufrufe: 17
    • Screenshot_20251231_003913_Brave.webp
      Screenshot_20251231_003913_Brave.webp
      91,6 KB · Aufrufe: 16
    Sieht wirklich schön aus, besonders der 1. Pavillon. (y)

    Ein grundlegender Tipp: Wenn Du die Orte der einzelnen Projekte festgelegt hast, plane Leerrohre für Stromkabel ein und ggfs. Wasserleitungen.
     
  • Du hast viel Platz und wahrscheinlich auch viel Schnittgut von Bäumen und Büschen.
    Ware da nicht eine Stück " Benjeshecke " was für dich ?
    Du wirst viel von deinem Schnittgut los und schaffst gleichzeitig Lebensraum für Igel, Vögel, Insekten und sonstige Kleintiere.

    Wenn du sie nicht kennst , schau dir Bilder an, oder rede mal mit Jägern in deiner Gegend.

    Und falls du selber den Jagdschein hast, hab ich das alles jetzt umsonst geschrieben.
    :lachend:
     
    Wie wirkt dieses Gesamtkonzept auf euch? Würdet ihr Flächen anders anordnen oder ganz anders nutzen? Seht ihr Punkte, die langfristig problematisch sein könnten?
    Wenn ihr selbst so ein Grundstück hättet – wie würdet ihr es angehen?

    Das ist eine schwierige Frage. Ich denke, jeder hätte als Grundstücksbesitzer seine eigenen Vorstellungen.
    Die einen möchten die häufig genutzten Bereiche nahe beieinander, also kurze Wege und die Kinder immer im Blick. Andere mögen es lieber weitläufiger, die Nutzbereiche über das Grundstück verteilt und weniger zusammenhängende extensive Flächen.

    Auch wichtig: Das Alter der Kinder.
    Sind sie jetzt noch klein, werden bestimmte Bereiche in den nächsten Jahren rückgebaut oder verändert. Es entstehen evt. Freiflächen für andere Nutzungen oder zur Erweiterung angrenzender Nutzungen, z.B. Eures Selbstversorger-Gartens.

    Wenn ich mir über die optimale Verteilung der Flächen nicht sicher wäre, würde ich mich an einem ruhigen Tag vor´s Haus setzen und die Flächen auf mich wirken lassen. So bekomme ich einen guten Eindruck von den tatsächlichen Größenverhältnissen der Gesamtfläche, der Teilbereiche, der späteren Pflanzengrößen usw.
    Das Feintuning kann dann mit Millimeterpapier oder einem PC-Programm erfolgen.

    Mit der Ehefrau sollte man sich beraten. Sie ist in die Nutzung ja auch eingebunden und sieht manches sicherlich aus einem anderen Blickwinkel. Beratung mit vertrauten Personen kann sehr inspirierend sein.
     
    Es bleibt nicht aus, dass ein gewisser Anteil an „Fehlplanungen“ entsteht, weil man die tatsächlichen Gegebenheiten falsch einschätzt, oder die Nutzungsgewohnheiten eben doch anders sind, als gedacht.
    Wir haben z.B. eine gepflasterte Fläche im hinteren Teil des Gartens, die als lauschige Sitzecke gedacht war. De facto hat da aber nie Jemand gesessen, da Jeder nur grad mal bis auf die Terrasse geht.

    Mit der Zeit entwickelt ihr ein Feeling dafür, was wo sinnvoll ist. Das lässt sich ganz schlecht auf dem Reißbrett planen.
    Grundsätzlich kann man aber bestimmte Dinge schon vorhersagen.
    - Küchenkräuter möglichst in der Nähe des Hauses. Niemand latscht bei Regen in die hinterste Ecke, um 3 Stängel Petersilie zu ernten.
    - Nutzgarten eher „versteckt“, so schön sind die meistens nicht. Bei eurer Größe eventuell auf Zufahrtsmöglichkeiten achten (Motorhacke, Schubkarren, etc).
    - befestigte Wege in ausreichender Anzahl
    - Sonnenstand?

    Der Rest ergibt sich und ändert sich auch im Laufe der Jahre.
     
  • Zurück
    Oben Unten